5 376 In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ein⸗
getroffen: Weber's polkskalender. für das Jahr 1857.
reis 45 kr. Die Freunde von Weber's Volkskalender werden dieſen neuen Jahrgang, der wie ſeine Vorgänger viel des Intereſſanten,
Unterbaltenden und Belehrenden bringt, und in gleich ge⸗ ſchmackvoller Ausſtattung vor das Publikum tritt, freundlich willkommen heißen. Sieben Jahre ſind vergangen, ſagt der Herr Herausgeber unterem Anderem in der Vorrede, ſeit wir zuerſt mit dieſem Kalender bervortraten. Dem anfänglichen Plane ſind wir durchaus treu geblieben und haben uns nur bemüht, für die anziehendſten Gegenſtände die bewährteſten Bearbeiter zu finden. Mit gerechtem Stolze dürfen wir ſagen, daß uns dies gelungen iſt. In den Geſchichten der Gegenwart iſt kein Ereigniß unbeſprochen geblieben, welches in dem vergangenen Jahre aus der alltäglichen Reihe der Dinge in irgend bemerkenswerther Weiſe hervortrat. Unter den politiſchen Belehrungen ſind drei Fragen von böchſter Wichtigkeit in aller gebotenen Kürze behandelt worden: die Sundzollfrage, die veränderte Stellung der proteſtantiſchen Kirche in Oeſterreich, dem Concordat gegenüber, und der unentgeltliche Schulunterricht; der letztere ganz beſonders eine Forderung der Neuzeit, die der eingehenden Prüfung nicht unwerth erſchien. Für die Länder⸗ und Völkerkunde bot ſich faſt ungeſucht der eigentliche Kampfpreis des Krieges, die befreite Donau mit ihren Anwohnern, der Betrachtung dar. Die naturwiſſenſchaft⸗ lichen Belehrungen bieten nächſt einer kurz zuſammengefaßten Mittheilung über das Nordlicht, eingehende Beſprechungen des Wiſſenswürdigſten über die Nonne und ihre Verheerungen, über die Lupine und ihren Anbau und über eine Merkwürdigkeit, die für eine große Mehrzahl noch völlig neu iſt, die eßbaren Steine. Faſt reicher noch als gewöhnlich haben wir die gemeinnätzigen Belebrungen ausſtatten können, indem wir neben dem Unterricht über die Verfälſchung der Nah⸗ rungsmittel, welche ebenſo ſehr ein Gegenſtand der Beſorgniß, wie der allgemeinften Aufmerkſam⸗ keit geworden iſt, die Einblicke in den menſchlichen Körper fortgeſetzt haben. Aus den Erfindungen und Verbeſſerungen der neueren Zeit ſind einige der bedeutendſten ausgewählt worden, die ſich zugleich in der Ausübung bewährt haben. Wir boffen ferner von unſeren Leſern für den Unter⸗ haltungskalender Dank zu verdienen. Unſere Aufgabe iſt: zu belehren, indem wir unter⸗ halten und zu unterhalten, indem wir belehren.
Gerſon Schulhof in Friedberg,
vis-à-vis dem Predigerſeminar, 11699] empfiehlt ſein jetzt wohl aſſortirtes Lager in allen Sorten Tüchern, div. Stoffen für Winterröcke, Buckſkins, Weſten⸗, modernen Kleiderſtoffen für Damen, Leinwand, Gebild,— 200 ſeidene und baumwollene Regenſchirme, Filz⸗& Seidenhüte ze. ꝛc. zu
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Solide Kunden, welche auf reelle Behandlung reflectiren, finden in meinem Laden den feſtgeſetzten billigen Preis an jedem Stück Waare angemerkt.
Geſchäftsempfehlung.
11700] Wir beehren uns hierdurch anzuzeigen, daß die ſeither durch unſere Eltern betriebene Gaſtwirthſchaft von uns fortgeſetzt und daß am bevorſtehenden Markte: Montags, Dienſtags und Mittwochs Tanzmuſik, ausgeführt von der beliebten Kaicher Geſellſchaft und in der ſeitherigen Weiſe abgehalten wird. Neben billiger Bedienung werden wir unſern verehrten Gäſten mit guten Speiſen und Getränken aufzuwarten ſuchen. Ortenberg am 22. Oktober 1856. Barbara Rau.
Die
2 d. 9 Renten⸗ und Lebensverſicherungs⸗Anſtalt zu Darmſtadt 17011 hat die Einrichtung getroffen, daß kleine Sterbfallkapitalien von 100 bis 300 fl. unter erleichterten Bedingungen bei ihr verſichert werden kön⸗ nen, wodurch auch den minder Bemittelten Gelegenheit geboten iſt, ihren An— gehörigen fur den Todesfall ſofort beziehbare Sterbegelder zu hinterlaſſen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bevollmächtigten der Anſtalt.“)
J. Jacob Rau.
Darmſtadt, im Mai 1856. Die Direction.
n Friedberg Herr Kaufmann Heinrich Hahn. „ Butzbach Herr Bürgermeiſter Seippel.
Kirch weihfeſt.
[702] Sonntag den 26. und Montag den
27. Oktober iſt bei Unterzeichnetem gut be ſſetzte Harmonie- und Tanzmuſik durch das berühmte Büdinger Muſikcorps anzutreffen, wozu ich alle bekannte und unbekannte Freunde des geſelligen Vergnügens höflichft einlade.
Kommt heran, was frohe Zecher Und was munt're Tanzer ſind, Kommt, genießt aus vollem Becher, Was aus meinem Krahnen rinnt.
Nehmet Theil an unſ'rem Feſte, Das nur alle Jahre kommt.
Man wird als willkommne Gäſte Euch ſerviren gut und prompt.
Denn bei mir in meinem Saale Iſt'o recht lieblich, froh und ſchön; Höflichſt wird man Euch erwarten, Grüßend Euch entgegengehn.
Gute Speiſen und Getränke Werden Euch nicht widerſtehn, Und für alles Andere Wird der Gaſtwirth Huber ſtehn.
Beienheim den 22. Oktober 1856.
Huber.
Rheinbaieriſche naſtanien
L703] bei W.. Fertſch.
[589] Bei G. G. Lange in Darmſtadt iſt erſchienen und in C. Bindernagel's Buch⸗ handlung in Friedberg zu haben:
Supp', Gemuͤſ' und Fleiſch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen, oder leicht verſtändliche Anweiſung alle Arten von Speiſen und Back- werk billig und gut zuzube⸗ reiten. Nebſt einem An⸗ hange vom Einmachen der Früchte. Achte Auflage, mit einem Stahlſtich. 8. Geheft. 54 kr.— Fein geb. in engl. Leinw. 1 fl. 12 kr.
Der raſche Abgang der 7. Aufl. dieſes überall mit Wohlgefallen aufgenommenen Kochbuchs nö⸗ thigte zur Herſtellung dieſes neuen Abdrucks.
Die Verfaſſerin hat in den acht bis jetzt er⸗ ſchienenen Auflagen Alles aufgeboten, dieſes nützliche Buch durch Hinzufügung einer großen Anzahl neuer ausgezeichnet guter Recepte immer werthvoller zu machen, ohne daß der bisberige billige Preis erhöht werden mußte.
Man ſieht daher einer recht beifälligen Auf⸗ nahme um ſo mehr entgegen, da es ſachkundige Damen fortwährend für das billigſte und brauchbarſte Kochbuch erklärten, welches je um einen ſolchen Preis erſchienen ſei.
Kirchliche Anzeigen. 23. Sonntag n. Trinitat. den 26. Oct.
Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Erntefeſt.
Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. (Abendmabl.) Nachmittags: Hr. Candidat Vogt. 8 Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Anthes.
Von dieſem Sonntage an und weiter den Win⸗
ter hindurch, beginnen unſere Vormittags; gottesdienſte wieder um halb zehn Uhr.
Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff.
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(Hierzu Beiblatt Nr. 17.)
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