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Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Edicetalla dung. L11081 Zu Folge Benachrichtigung Großher⸗ zoglichen Kreisamts Friedberg ſollen:
1) die dem Herrn Grafen Max zu Solms⸗ Rödelheim und dem Herrn Grafen Ferdinand Max zu Iſenburg-Wächtersbach durch Allodifi⸗ cation der ſog. Stadt- und Heinaumühle, ſo⸗ dann des Erbleihguts des Jacob Reuling in der Gemarkung Aſſenheim zuſtehenden Grund- renten im jährlichen Geldanſchlage von 887 fl. 46 kr. 3¼ hl. mit einem Ablöſungskapitale von 15,981 fl. 48 kr., wovon Erſterer 9879 fl. 52½ kr. und Letzterer 6101 fl. 55 ½ kr. zu erhalten hat, ſowie
2) die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels und den Erben des Freiherrn Guſtav von Rau zu Hanau in der Gemarkung Friedberg zuſtehenden Grundrenten im jährlichen Geldanſchlage von 10 fl. 21½ kr. mit einem Ablöſungskapitale von 161 fl. 25 ½ kr., wovon Erſterer 50 fl. 3 kr. und Letzterer 111 fl 22½ kr. zu erhalten baben, abgelöſt werden.
Alle bei dieſer Grundrentenablöſung allen⸗ falls Betheiligten werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche innerhalb
2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die Auszahlung des Ab⸗ löſungskapitals an die oben genannten Berech⸗ tigten geſtattet werden wird.
Friedberg am 23. Juni 1856.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Main Weſer⸗ Bahn. 11230] Der Transport der aus der Stadt Gießen auf den daſigen Bahnhof zu verbringen⸗ den Güter, ſowie die Abfuhr der ankommenden Güter aus dem Bahnhofe nach der Stadt ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau der Großherzoglichen Direction der Main- Weſer⸗ Bahn zu Gießen zur Einſicht offen und ſind die Offerten längſtens bis zum 1. Auguſt l. J., des Vormittags 9 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift;„Submiſſion auf Gütertransport⸗ verſehen bei der unterzeichneten Behörde einzu⸗ reichen.
Gießen den 17. Juli 1856.
Großherzogliche Direction der Main⸗Weſer⸗Bahn
Lauben heimer.
Oeffentliche Aufforderung. [1159] Balthaſer Walter I. Erben in Mün⸗ zenberg haben die in den Flur⸗ und Grund⸗
büchern der Gemeinden Münzenberg, Trais⸗ münzenberg und Gambach auf den Namen ihres Erblaſſers eingetragenen Güterſtücke ſammt der Hofraithe 1/1022 zur Theilung gebracht, vermögen jedoch hieran das Eigenthum urkund⸗ lich nicht nachzuweiſen.
Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobi⸗ lien, deren nähere Bezeichnung aus den dahier zur Einſicht offen liegenden Auszügen erſehen werden kann, ſind innerhalb
Wochen dabier anzuzeigen, widrigenfalls die Theilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗ Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 4. Juli 1856. i Großherzogliches Landgericht Butzbach Je;
Muth,
Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Bekanntmachung. [1231] Freitag den 25. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe mehrere gebrauchte kupferne Gegenſtände von ungefähr 42 Pfd. nebſt 2 Säcken meiſtbietend verſteigert.
Friedberg den 19. Juli 1856. In Auftrag Großherzoglichen Kreisamts Friedberg: Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Bekanntmachung.
[1232] Den Holzſteigerern im Wickſtädter Walde diene zur Nachricht, daß nach Ablauf von vier Wochen a dato alles noch unbezahlt im Walde ſitzende Holz abermals verſteigert wer⸗ den wird und daß von jenem Zeitpunkte an bis zur Wiederverſteigerung keine Zahlung mehr ſtattfinden kann. Forſthaus Beinhards am 20. Juli 1856. Der Gräfliche Revierförſter Hartmann.
Arbeits ⸗Verſteigerung. [1233] Freitag den 1. Auguſt l. J., des Vor- mittags 11 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe die Chauſſir- und einige Pflaſterarbeit an dem neuen Wegbau von Oppershofen nach Steinfurth in der Gemarkung Oppershofen öffentlich veraccordirt werden.
Die Länge der Chauſſirarbeit beträgt unge⸗ fähr 600, die Breite 1,6 Klafter.
Oppershofen am 19. Juli 1856.
Großherzogliche en Oppershofen
Desi.
Materiallieferungen
für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk bei Dorheim.
[1234] Montag den 11. Auguft d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf der Geſchäftsſtube der unterzeichneten Behörde die Lieferung nachſtehen⸗ der Materialien auf dem Soumiſfionswege ver⸗ geben werden, nämlich: I. Floßbolz: 136 Boden 10ter Stämme, 36 Boden gter„ 5 Boden Ster„ II. Bretter ic.: 150 Stück ſchmale Schreinerdiele, 200 Stück ſchmale Dachdiele, 60„ breite Doppeldiele, 200„ Latten, III. Schachtpfähle: 24000 Stück 4“ lange eichene Schachtpfähle, g IV. Fettwaaren: 870 Maas Rüböl, 80 Pfd. Talg.
Die Soumiſſionen müſſen längſtens bis zum 11. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, verſiegelt, frankirt und mit der Aufſchrift„Lieferungen von
betreffend verſehen, abgegeben ſein, in⸗ dem ſpäter einlaufende nicht berückfichtigt werden können. Das Bedingnißheft kann vom 4. Au⸗ guſt an zu den gewöhnlichen Geſchäftsſtunden eingeſehen werden.
Dorheimer Bergwerk den 19. Juli 1856.
Großherzogliches Bergamt Dorheim Jäger.
Bekanntmachung.
11235] Donnerſtag den 24. Juli, Vormittags
8 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt
Waſſerdöll, 55 Haufen Streulaub unter den
im Termin eröffnet werdenden Bedingungen
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach den 19 Juli 1856.
Großherzogliche n Niederrosbach
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Anzeige.
[1236] Ich bin hiermit veranlaßt, Jedermann offentlich zu erklären und zu warnen, daß ich für nichts auf meinen oder meiner Frau Na⸗ men, geb. Batz, Verabfolgte oder Geborgte ſteben und haften werde. Frankfurt a. M., den 15. Juli 1856. Carl Philgus.
an dem vier Matroſen das Brett, auf welchem die Leiche über die Leiche zuſammen und während das Schiff raſch
lag, aufhoben und mit dem Fußende auf den Schiffsrand hinausſchoben, wo zwei Mann ſie im Gleichgewicht hielten. Der Capitain kam indeß auch herbei, nahm ſeine Mütze ab, trat zu der Leiche und ſprach mit lauter Stimme: „ich habe verſprochen alle meine Paſſagiere wohlbehalten nach Amerika hinüberzuführen; Gott der Herr hat es anders gewollt und dieſe eine Seele abgefordert. Des Menſchen Kraft iſt ein Hauch vor ſeinem Willen; aber vertrauen wir ihm und ſein Name ſei gelobt!“ Den Kopf neigend begann er leiſe das„Vaterunſer“ zu beten, in das die Paſſagiere lautlos mit einſtimmten; bei den letzten Worten des Gebetes aber und auf einen Wink des Ca— pitains hoben die beiden Matroſen, welche das Brett hiel— ten, dieſes allmählig an dem innern Ende hoher und hoher; die Leiche wurde dadurch mit dem Kopfende mehr und mehr emporgerichtet und als endlich der Punkt über dem Gleichgewichte erreicht war, glitt ſie raſch hinab, von der Laſt des Steinkohlenſackes an ihren Füßen nach vorn ge— zogen.„Meine gute Frau!“ rief der Mann der Todten in herzzerſchneidendem Tone und er ſtreckte die Arme nach
ihr aus, aber im nächſten Augenblicke ſchlug die Fluth! Twerden konnten.
über die Stelle hinwegglitt, ſank der Körper tiefer und tiefer hinab und— die See wogte ſo ſtill und ruhig als vorher über die Leiche und das Schiff ſchwamm munter fort ſeinem Ziele entgegen.“
Verſchiedenes.
Als Schutzmittel gegen die Bräune der Schweine wird empfohlen, dem Borſtenvieh während der heißen Monate(wo möglich ſelbſt auf der Weide) öf⸗ ters Holz und Laubfutter(z. B. von Hainbuchen oder Haſſelnüſſen ꝛc. ꝛc.— auch Laub von Johannisbeerſtöcken vorzulegen. Beſonders wirkſam ſollen ſich Sauerampfer, ſowie alle Salatarten, zeigen.
Sauerheu aus Rübenblättern. Herr Graf zu Münſter auf Logau bei Lauban hat ſehr glückliche Ver⸗ ſuche mit Bereitung von Sauerheu gemacht. Ganz vor— züglich ſtellte ſich ein Verſuch mit Rübenblättern heraus, die im Herbſte eingemietet wurden, weil ſie nicht alle verfüttert Es wurde etwas Viehſalz in die Mitte
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Verkauf
237] Donnerſtas 15 wird die Gmundftücken die entlich an den Me Die Verſammlung Puthe Holler; der Grundfuͤcken. Die werden vor der Ve
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