Ausgabe 
22.4.1856
 
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Bekanntmachung, betreff. Holzverſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Kellerberg der Ober foörſterei Oberrosbach. [658] Montag den 28. d. M., von Mor gens 8 Uhr an, werden in dem oben gedachten, bei Oberrosbach gelegenen Walddiſtriete an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 2 80 Birken⸗, 2 Stecken Eichen Scheit⸗ olz. 17 Stecken Birken- und Eichen., 3% Stecken Nadel-, 1 Stecken Linden-Prügelholz; 1 Stecken Buchen-, 12 Stecken Eichen⸗ und Birken⸗Stockholz, 11% Buchen⸗, 54½ Birken- und Eichen, Nadel⸗Reisholzwellen⸗Hunderte, 4 Eichen- und 2 Lärchen⸗Stammabſchnitte zu geringem Bau- und Werkholz, 18 Nutzgerten. Oberrosbach den 16. April 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bing mann. 5 eigen uu g. L659] Freitag den 2. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Glauberger Gemeindewald folgende Holzſortimente verſteigert: 73 Stecken Buchen-Scheitholz,

Kiefern⸗ 1 Aspen⸗ 44 Buchen⸗Prügelholz, 3 Eichen⸗ 1 Aspen- 2 9 Birken⸗ 1 54% Buchen⸗Stockholz, 10* Eichen⸗ 1Kiefern⸗ 2525 Stück Buchen⸗Wellen, 450 Eichen⸗ 1 50 Kiefern⸗,

1841 Cubikfuß Eichen⸗-Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz von 6 40 Zoll Durchmeſſer und 18-73 Fuß Länge, worunter ſich ein Stamm von 565 Cubikfuß, zu Schiffsbauholz ꝛc. geeignet, befindet,

563 Cubikfuß Buchen⸗Werkholz,

27 15 Birken⸗

190 Kiefern-Bauholz,

38 0 Aspen⸗

20 Eichen⸗Stangen von 45 Zoll Durch- meſſer und 16-33 Fuß Länge, zu Werkholz geeignet.

Sämmtliches Holz iſt von vorzüglicher Qua⸗

lität. Die Zuſammenkunft iſt im Ort.

Glauberg, den 14. April 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Glauberg

Nickel.

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Arbeits ⸗Verſtleigerung und Verſteigerung von alten Fenſtern. [660] Freitag den 25. April d. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen zu Oſſenheim bei Gaſt wirth Krick die bei Reparatur der Pfarrhofraithe nöthigen nachbenannten Arbeiten, als: 1) Weißbinderarbeiten, veranſchl. zu 51 fl. 3 kr. 2) Spenglerarbeiten, 17 10 3) Glaſerarbeiten, 1248 öffentlich in Accord gegeben werden.

Zugleich ſollen mehrere alte Fenſter meiſt bietend verſteigert werden.

Oſſenheim, den 17. April 1856.

Für den Kirchenvorſtand: Kopp, Bürgermeiſter.

Holzverſteigerung. [661] Freitag den 25. d. M., Vormittags

10 Uhr, ſollen im Gräfl. Beinhardswalde, Diſtrikt Oberwald, meiſtbietend verſteigert werden:

3 Stecken Buchen⸗Scheitholz, Eichen⸗Scheitholz, Buchen-Prügelholz, Eichen⸗* Buchen-Stockholz, 7 Eichen⸗ 0 126 Schichten Buchen-Reisholz. Forſthaus Beinhards am 20. April 1856. Der Gräfl. S.-R. Revierförſter Hartmann.

Ho lzoenſtei gerung, [662] In dem Gemeindewald Fauerbach J., Diſtrikt Filzbardt, ſoll Freitag den 25. l. M. nachfolgendes Gehölz verſteigert werden: 1 Stecken Eichen⸗ Prügelholz, 21 Haufen Stockholz, 2975 Stück Wellen, 1450 Kiefern⸗ 450 Bohnenſtangen, 1525 Ginſter⸗Wellen. Der Anfang der Verſteigerung iſt Morgens 9 Uhr an dem Weltboden. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Holz bis Ende September d. J. geborgt. Fauerbach J. den 18. April 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach J. Philipps.

1 0 0 Gulden [663] Kirchenkapitalien liegen in der Kirchen⸗ kaſſe zu Fauerbach J. gegen gerichtliche Ver⸗ ſicherung zum Ausleihen bereit. Ziegenberg den 19. April 1856. R. Bindewald, Kirchenrechner.

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Holzverſteigerung. 1664] Donnerſtag den 24. und Freitag den 25. d. M., Morgens 8 Uhr anfangend, ſollen im Wohnbacher Gemeindewald:

304 Stecken Buchen ⸗Scheitholz,

e Prügelholz, 121 Stcockholz, 5918 Stück Wellen, 140 Nadelholz. 17 Stecken Nadel⸗Prügelholz, 13 Weichholz,

14 Eichen-Scheitholz, 9 77 7 Werkholz, 19 7 7. Prügelholz, 21 5 ͤ Stockholz, 960 Wellen Reisholz, 301 gemiſchtes

73 Eichen⸗Stämme, 3045 Cbkf. enthaltend, 5 Buchen⸗Stämme, 387 5 verſteigert werden.

Den erſten Tag wird das Brennholz auf dem Rathsberge und den zweiten Tag das Brennholz im Hinterwald und zuletzt das ſämmtliche Stammholz verſteigert.

Wohnbach am 19. April 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach

Philippi. Zum Ausleihen. [551] In der Kirchenkaſſe zu Wohnbach liegen 400 Gulden gegen gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Wohnbach, den 2. April 1856. Klein, Kirchenrechner. Das Logis, [665] welches Frl. Schwabe bisher in meinem neuerbauten Hauſe bewohnte, ſteht zu vermie⸗ then und kann alsbald bezogen werden. Friedberg, den 1 1856.

. F. W. Re u ß. Ein Logis 1666] iſt im zweiten Stocke meines Hauſes zu vermiethen. P. F. Schmittner.

Zwei Weißbindergeſellen [667] finden dauernde Beſchäftigung bei W. Zimmermann, Maler und Weißbindermeiſter. Dan kſagung. [668] Allen Denjenigen, die bei der Beerdi⸗ gung des dahier verſtorbenen Seminariſten Lawall demſelben die letzte Ehre erwieſen, ſage ich im Namen und Auftrage der Ange⸗ hörigen den herzlichſten Dank. Rodheim, den 18. April 1856. ü ene r.

und zügelnden Kreiſe der Geſetze leben, und deren Leiden Einſamkeit noch geſteigert, mit Stur

ſchaften, durch die

Hausgeräthe zur Einrichtung dieſer Anſtalt im Jahre kamen aus hieſiger Stadt. b Kinder aufnehmen und dem ſittlichen Verderben entreißen können, von

1846 und 1847 Seit der Einweihung hat die Anſtalt 55

mesungeſtüm losbrechen. Daß wir hierin nicht übertreiben, dafür kann Jeder Beweiſe genug an Ort und Stelle aus dem Volksmund und den Kriminalakten ſchöpfen, und noch heutzutage Beiſpiele genug in den Wilddieben des bay riſchen Oberlands auf der Grenze gegen Tyrol und Salz⸗ burg hin finden. Der Andere dagegen ſchien, wie ſchon oben erwähnt, die Jetztzeit zu vergegenwärtigen und den neuen Menſchenſchlag, welchen die Civiliſation, wie ehedem die Orpheusleier, zu ſanfteren Sitten einlädt, der an wil der Kraft beſänftigt, aber in ſeinem Gemüth und Weſen erhoben, die geſellige Fügſamkeit mit der ſtarren Gewalt, die Gerechtigkeit mit der Rache vertauſcht hat. (Fortſetzung folgt.)

Nachricht und Dank

aus dem evangel. Rettungshaus fur ſittlich verwahrloſte Kinder zu Arnsburg.

Die in der Aufſchrift bezeichnete Anſtalt iſt den freundlichen Leſern dieſes Blattes längſt bekannt. Denn die erſten Gaben an Geld und

denen nun ſchon 31 in die verſchiedenſten Berufsarten aus der Anſtalt getreten ſind und von vielen derſelben weiß der Vorſtand, daß ſie durch ihren Wandel der Anſtalt Ehre machen, woraus die freundlichen Be⸗ förderer dieſer Sache erkennen mögen, daß ihre wohlgemeinten milden Gaben keinDiebſtahl am eigenen Geldbeutel waren. Seit am 21. Mai v. J. haben des Großherzogs Königliche Hoheit allergnädigſt geruht, dieſer Anſtalt unter dem Namen:Evangeliſches Rettungshaus für fittlich verwahrloſte Kinder zu Arnsburg Corporationsrechte zu verleiben. Somit iſt ſie nun in die Reihe der milden Stiftungen, unter Oberaufſicht des Staates, des Großherzogthums getreten. Großherz. Miniſterium des Innern hat die Gnade gehabt, in Anerkennung der großen Wohlthat und Nothwendigkeit ſolcher Anſtalten, eine Hauscollekte in der Provinz Oberheſſen huldvollſt zu bewilligen. Dieſe iſt nun auch durch den Anſtaltscollekteur in jüngſter Zeit im hieſigen Kreiſe abgehal⸗ ten worden und ſo reichlich ausgefallen, auch der Collekteur ſelbſt vieler Orten ſo freundlich aufgenommen worden, daß ſich der Vorſtand ge⸗ drungen fühlt, hier öffentlich ſeinen herzlichen Dank auszuſprechen. In dem Berichte pro 1856 werden die freundlichen Geber die Verwen⸗ dung ihrer Gaben finden.

Friedberg, im April 1856.

In Auftrag der-Sceretär: J. P. Schäfer.