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werden.— II. Bekanntmachung Gr. Kreisamts Mainz vom 2. April, die Aufſtellung der Geſchwornenliſte in Rheinheſſen für 1857 betr., welche in Gemäßheit des Art. 4 des Geſetzes vom 26. April 1852 zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß die Seelenzahl des Kreiſes Alzey 37,474, Bingen 29,807, Mainz 64,292, Oppenheim 43,941, Worms 50,133 beträgt, und daß demnach von den 800 Höchſtbeſteuerten nach Verhältniß der angegebenen Seelenzahl die Zahl von 133 auf den Kreis Alzey, 106 Bingen, 227 Mainz, 156 Oppenheim, 178 Worms kommt.— III. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kr. Großgerau für 1856. — IV. Verzeichniß rechtskräftig gewordener nach Art. 30 des Straf⸗ geſetzbuchs bekannt zu machender, Straf-Urtheile der Gerichte der Provinz Rheinheſſen, und zwar 22 von dem Gr. Aſſiſengerichte zu Mainz, welche wegen Diebſtahls, Brandſtiftung, Verführung zur Un⸗ zucht, Meineids, Raubs, fortgeſetzter Nothzucht, Todtſchlags ꝛc. Strafen
erkennen;— 23 von dem Gr. Obergerichte zu Mainz wegen Land⸗
ſtreicherei, Diebſtahls, falſcher Anzeige und Amts- und Dienſtehrver⸗ letzung, Majeſtätsbeleidigung ꝛc. ꝛc., Blutſchande ꝛc. zu 1 Jahr Cor⸗ rectionshaus bis 5 J. Zuchthaus;— 11 von dem Bezirksgerichte zu Mainz und 8 von dem Bezirksberichte zu Alzey, wegen Landſtreicherei, Diebſtahls, Bruchs der polizeilichen Aufſicht ꝛc. ꝛc. zu 1 Jahr Corrections-⸗ bis 3 Jahr Zuchthaus.— V. Dienſtnachrich⸗ ten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 17. Februar den vortragenden Rath im Miniſterium des Gr. Hauſes und des Aeußern, Geheimen Legationsrath von Ricou zum Miniſterialrath in dieſem Miniſterium;— am 1. April den wirkl. Geheimenrath Hallwachs zum Präſidenten des Staatsraths zu er⸗ nennen;— VI. Dienſtentbindung: am 1. April Finanzminiſter a. D. Zimmermann, auf ſein Nachſuchen, von der Stelle eines Präſidenten des Staatsraths.
von 1 Jahr Correctionshaus bis zu 14 Jahren Zuchthaus ꝛc.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Oeffentliche Aufforderung. 1619] Die Erben der Anton Hahn's Eheleute zu Sbermörlen haben die Liegenſchaften dieſer unter ſich vertheilt, können jedoch das Eigen— thumsrecht derſelben an nachbenannten, in der Gemarkung Obermörlen gelegenen Grundſtücken urkundlich nicht nachweiſen:
a) auf dem Namen der Anton Hahn's Wittwe ſtehend:
Fl. Nr. 11,269, 301, 368, 576, 578, 605, 816, 1/619, 660, IV/ 40, 240, 252, 396, V/100, 305, 448, 504, 570, VI/ 186, 238, 330, 348, IX /146, X 635, 833, 858a, 904, XI /54, XII½/241, 259, 265, 338, 536, 583, 623, 659.
b) auf dem Namen der Anton Heil 1. Wittwe, des Kaspar Hahn I., Jacob Schuh, Heinrich Simrock III. ſtehend: IX/43, VII/173, 1½%71, VvII/86.
Es ergeht daher an Alle, welche jenes Recht nicht anerkennen wollen, hiermit die Aufforde— rung, ihre deaßfallſigen Anſprüche um ſo ge— wiſſer binnen
Wochen
dahier geltend zu machen, als ſonſt die Theilung gerichtlich confirmirt und Eintrag der Erwerb— titel in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 21. März 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Hofmann, Dee
1620] Nachdem über das Vermögen des Zieg⸗ lers Conrad Stamm zu Schwalheim nach miß—
lungenem Güteverſuche der förmliche Concurs erkannt worden iſt, ſo werden ſämmtliche Gläu— biger deſſelben hierdurch vorgeladen, in dem auf
Donnerſtag den 15. k. M., Vorm. 8 Uhr, beſtimmten Liquidationstermine ihre Forderun⸗ gen, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte unter An⸗ gabe ihrer Beweismittel bei dem unterzeichne— ten Gerichte anzumelden und zu begründen.
Zugleich wird bemerkt, daß die Bekannt- machung des demnächſtigen Präcluſivbeſcheides nur durch Anſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden wird.
Nauheim am 9. April 1856.
Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizamt Key d hee vt. Burhenne.
Steinbruchsverpachtung. 1655] Da auf dem am 10. März d. J. zu Kaichen abgehaltenen Verpachtungstermin kein annehmbares Gebot erfolgt iſt, ſo ſoll die Ver⸗ pachtung des dem Staate gehörigen Sandſtein⸗ bruches am Kurfürſtlichen Schloſſe Naumburg, Staatswaldort Dürrſchale, abermals verſucht werden und wird dazu Termin auf den 7. Mai c. a., Morgens 11 Uhr, angeſetzt. Zum Ver⸗ ſammlungsorte iſt die am Steinbruche gelegene Hainmühle beſtimmt.
Nauheim den 17. April 1856. Der Salineninſpector R. Ludwig.
Oeffentliche Aufforderung. [656] Nachbenannte Immobilien ſind veräußert
worden, ohne daß über deren Erwerb die er— forderlichen Eigenthumsurkunden vorliegen: J. Gemarkung Niederwe iſel: Pag. Nr. 34/62 Hofraithe und neun Grund⸗ ſtücke, eingetragen auf den Namen:
Konrad Bill X. von Niederweiſel und veräußert im Jahr 1854.
Verzeichniß der Grundſtücke liegt in der Land⸗ gerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen.
II. Gemarkung Butzbach:
Flur Nr. 11/914, VII/424, VII 190 Aecker und 1½/576,5 Wieſe, eingetragen auf den Namen: 0 Johann Georg Buß Wittwe in Butz
ach, und veräußert ſchon vor mehreren Jahren an verſchiedene Perſonen.
III. Gemarkung Fauer bach:
Pag. Nr. 3056/26 58%[◻Klftr. Wieſe am Junkernſee, eingetragen auf den Namen des verlebten Heinrich Volp von Ziegen berg.
Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften find deßhalb binnen einer Friſt von
Mon gte n bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf beſtätigt und auch der Eintrag im Mu⸗ tationsverzeichniß verfügt werden wird.
Bußbach den 16. April 1856.
eren 1 Butzbach 2
100 Gulden 16571 liegen in der Bauernheimer Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. Oſſenheim den 17. April 1856. Der Kirchenrechner e
lichen Wirkungskreiſe ſtand, und die Atmoſphäre dieſer öden Höhen ſchien ihn zu berauſchen, wie den Soldaten der Pulverdampf.
Uli war ihm anfangs ſchweigend gefolgt, hatte ſich im Stillen über dieſes tolle Rennen und Hetzen ge— wundert und gefragt, was denn der Gemſenjäger auf dieſem Ocean von Eis erwarten könne, welcher ſie von allen Seiten umſtarrte. Er richtete deßhalb eine Frage an ihn, aber Hans begnügte ſich damit, auf den Horizont zu deuten mit der einſilbigen Mahnung:„Immer weiter!“ Andere Gletſcher wurden überſchritten, andere Moränen überſtiegen, und bei jeder neuen Frage erwiderte der wü— thende Jäger ungeſtüm:„Nur weiter, immer weiter!“
Inzwiſchen hatte ſich der ganze Himmel mit Wolken überlaufen, dumpfes Sauſen und Rauſchen lies ſich aus der Entfernung vernehmen, und ſtoßweiſe Wehen eines heißen Windes ſtrichen ſchon über die eiſige Ebene hin. Ulrich machte ſeinen Gefährten darauf aufmerkſam, allein dieſer ſchien ſo tief in irgend einen duͤſtern Gedankenzug verſenkt, daß er für ſeine ganze Umgebung kalt und theil⸗ nahmslos war. Uli ſah ſich aufmerkſam und forſchend nach allen Seiten um, ohne den Ort erkennen zu können, wo ſie
ſich befanden. Es war eine Art Terraſſe, die ſich auf halber
Höhe eines Gletſchers gebildet hatte und von gähnenden
Abgründen umgeben war. Er blieb ſtehen und fuhr mit der Hand an ſeine ſchweißtriefende Stirne. Hans wandte ſich um, er ſchien noch nicht die geringſte Ahnung von den Schwierigkeiten und Strapazen zu haben, welche dieſe Wanderung bergan und über ſo viele Hinderniſſe hinweg verurſacht hatte: ſein Geſicht war noch ſo blaß, ſein Schritt ſo leicht ſein Athem ſo frei wie zuvor. Wer ſie ſo alle Beide geſehen und beobachtet hätte, der würde in ihnen die Verkörperung zweier Epochen und zweier Generationen geſehen haben. Der Eine ſchien der Repräſentant jenes Jägergeſchlechts, unter deſſen Schüſſen und Verfolgungen nach und nach der gewaltige Auerochs, der wilde Eber, der Hirſch, das Reh, der Steinbock aus dieſen Gebirgen verſchwunden waren. Er war einer jener letzten Wilden der Alpen, die, wie die Rothhaute Amerika's gewöhnt ge— weſen waren, unter freiem Himmel zu ſchlafen, den Fährten des Wildes tagelang zu folgen, tagelang auf dem Anſtand zu liegen, gegen alle Gefahren einer feindlichen Natur anzukämpfen und Alles durch Geduld oder Gewalt zu beſiegen; jener furchtbaren Menſchen, die außerhalb dem beſchränkenden
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