Ausgabe 
22.1.1856
 
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alsCharles Hart, Great Wimpole Street und der Poſtmeiſter entfernte ſich. b

Er blieb ziemlich lange aus, und ich ward ſchon ſehr ungeduldig, als er zu meinem Schrecken und Erſtau⸗ nen in Begleitung eines Polizeidieners wieder in den Hof trat.Sie ſind der Herr, von welchem Mr. Evans vor wenigen Minuten dieſe Fünfzigpfundnote erhalten hat nicht wahr?

Ja, allerdings, antwortete ich, ſtammelnd und er röthend, ohne recht zu wiſſen warum.Nun, ſo kommen Sie gefälligſt mit, ſagte der Mann.Dieſe Note iſt nebſt noch neun anderen von demſelben Werthe laut einer Ankündigung in den Abendblättern aus einem Comptoir in Marklane geſtohlen. Ich glaubte, ich müßte ohnmäch⸗ tig niederſinken, und als man mir ein Inſerat im Globe zeigte, worin Mr. Hutton auf die Entdeckung des Diebes, der ihm an dieſem Tage zehn Fünfzigpfundnoten der Bank von England die Data und Nummern waren alle an gegeben aus ſeinem Comptoir geſtohlen, eine Beloh⸗ nung ſetzte, da war ich ſo vollſtandig betäubt, daß ich ohne den Polizeidiener umgeſunken wäre.Die Sache wird ſich vielleicht aufklären, ſagte der Polizeimann,ſo weit Sie dabei betheiligt ſind, und ich will, wenn Sie es wünſchen, mit Ihnen ſogleich nach Ihrer Wohnung in Great Wimpole Street gehen. Natürlich mußte ich nun bekennen, daß mein Name nicht Hart ſei, und daß ich eine falſche Adreſſe angegeben. Dieß war genug. Ich ward ſofort feſtgenommen, nach dem Wachthauſe geführt, viſitirt und da man die anderen neun Noten ebenfalls bei mir fand, ſo hegte man keinen Zweifel mehr an mei ner Schuld. Ich weigerte mich hartnäckig, meinen wirk lichen Namen zu nennen, was, wie ich jetzt einſehe, ſehr thöricht war, denn Mr. Hutton's Commis nannte ihn, ſobald er mich den nächſten Tag im Polizeihofe ſah, wie ſich von ſelbſt verſtand, ſofort. Das Reſultat kennen Sie. Mr. Hutton kam, als er hörte, wer es ſei, den man ver haftet, nicht zum Vorſchein, und nachdem er mehrmals citirt worden, aber nicht erſchienen war, ward ich in Frei heit geſetzt, während der Polizeirichter bemerkte, daß ihm noch kein Fall vorgekommen ſei, der auf einleuchtendere Weiſe die Nothwendigkeit eines öffentlichen Anklägers dar thue. Meine Erzählung, auf welche Weiſe ich in den Beſitz der Noten gelangt ſei, ward, wie Sie wiſſen, mit ungläubigem Lächeln vernommen und zwar ganz natürlich, denn Mr. Curtis von Biſhopsgateſtreet hatte vollſtändig in Abrede geſtellt, daß er Mr. Brown kenne oder ſonſt Jemanden beauftragt habe, mir gegen meinen Wechſel fünfhundert Pfund zuzuſtellen. So gebrandmarkt und ge ſchändet kehrte ich nach Hauſe zurück. Mein Vater war vor Schrecken und Kummer ſo gefährlich erkrankt, daß anfangs ſein Leben in Gefahr ſchwebte Kapitän Bram ſton's Thür war mir verſchloſſen und die Verlobung mei ner älteſten Schweſter mit einem liebenswürdigen jungen Manne ward von ſeinen Verwandten wegen des vermeinten Verbrechens ihres Bruders ſofort wieder ruͤckgäͤngig gemacht.

Das iſt in der That eine ſchlimme und geheimniß volle Geſchichte,Mr. Webſter, bemerkte ich!, als der junge Mann aufgehört hatte zu ſprechen; aber ſagen Sie mir, wußten denn Mr. Hutton und ſein Sohn etwas davon, daß Sie, um das Geld zu bekommen, ſich an Mr. Curtis gewendet hatten?

Ich weiß nicht, ob ſie es wußten, obſchon es mehr als wahrſcheinlich iſt, daß ich gegen Beide dieſen Umſtand erwähnt habe.

Gut, Mr. Webſter, ich habe Vertrauen zu Ihrer Wahrhaftigkeit; aber es iſt weſentlichz daß ich Ihren Vater ſpreche, ehe ich mich mit dieſer Sache befaſſe.

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Er wünſcht ſelbſt, daß Sie dieß thun möchten und zwar ſo bald als möglich. 1 933

Wir verabredeten nun, daß ich um drei Uhr den ſelben Nachmittag bei Mr. Webſter sen. vorſprechen und mich durch die Diener als Mr. Thompſon anmelden laſſen wollte. Ich fand mich pünktlich zu der beſtimmten Zeit ein und ward ſofort von einer der Töchter in das Zimmer

ihres Vaters gefuhrt. Er hatte ſich noch nicht ſo weit wieder erholt, um ſein Bett verlaſſen zu können, und ich hatte kaum einige Worte mit ihm gewechſelt, als dieſelbe junge Dame, welche mich eingeführt hatte, eilig wieder eintrat, um zu melden, daß Mr. Hutton unten ſei und um eine ſofortige Unterredung bitte. Mr. Webſter trug ſeiner Tochter auf, Mr. Hutton zu ſagen, er ſei beſchäftigt und könne ſich nicht ſtören laſſen; und die junge Dame wollte eben wieder fortgehen, um dieſen. Auftrag auszu⸗ richten, als ich ſchnell ſagte: Entſchuldigen Sie, Mr. Webſter, es wäre mir außerordentlich lieb, wenn ich mit eigenen Ohren, aber ohne von ihm geſehen zu werden, hören könnte, was Mr. Hutton zu ſagen hat.

Ich habe durchaus nichts dagegen, antwortete Mr. Webſter,aber wie ſollen wir Sie hier verbergen?/

O, ich krieche unter das Bett, ſagte ich und war indem ich dem Worte die That auf dem Fuße folgen ließ, einen Augenblick darauf verſchwunden. Miß Webſter be⸗ gab ſich ſodann fort, um Mr. Hutton zu bitten, herauf zukommen, und nach wenigen Minuten trat der würdige Mann in's Zimmer. Nach einigen heuchleriſchen Worten des Mitleids mit dem Befinden des Kranken kam Mr. Hutton ſofort zur Sache und zwar auf eine ziemlich drohende Weiſe.

Ich komme, Mr. Webſter, begann er in entſchloſſe nem Tone,um Ihnen zu ſagen, daß ich mich nicht länger hinhalten laſſe. Entweder Sie geben mir die Schuldver ſchreibungen über das mir von Ihnen geliehene Geld zu rück.

Eilftauſend Pfund und darüber! ſtöhnte der Kranke.

Ja, ſo viel wird es mit Hinzurechnung der Zinſen ſein, Sie wiſſen, daß ich zur Tilgung dieſer Schuldenlaſt einen dritten Theil meines Geſchäfts an Ihren bewun dernswürdigen Sohn abtreten ſollte. Alſo, Sie verſtehen ſich entweder ſofort dazu, jene Schuldverſchreibungen mir zurückzugeben, oder ich trete nun unverweilt als Ankläger gegen Ihren Sohn auf, der ſo wahr, als ich hier ſtehe, für überführt erachtet und zu lebenslänglicher Deportation verurtheilt werden wird.

Ich ſage Ihnen nochmals,, entgegnete der erbitterte Kranke, daß ich Ihre Enthaltung von der Anklage auch nicht um einen einzigen Schilling erkaufen mag. Dieſe Anklage würde dann immer noch über dem Haupte meines Sohnes ſchweben, und wir würden ebenſo wie jetzt in den Augen der Welt für immer geſchändet ſein.

Das habe ich mir auch überlegt, entgegnete Hutton, und ich glaube, ich kann Ihren Wünſchen entgegenkommen. Entſchließen Sie ſich, die Forderung, die Sie an mich ha ben, zu ſtreichen, ſo gehe ich morgen öffentlich vor die Behörde mit einem Briefe in meiner Hand, der angeblich von meinem Sohne iſt, und worin derſelbe erklärt, daß er es war, der die Banknoten aus meinem Pulte nahm und ſich eines Mannes, Namens Brown, bediente, um dieſelben gegen einen Wechſel von Ihrem Sohne ümzu tauſchen, weil ihm daran gelegen, daß Mr. Edmund Web ſter nicht der Geſchäftscompagnon ſeines Vaters werden möchte, was nothwendig auch verhindert worden wäre, ſobald man Edmund Webſter in den Stand ſetzte, zu hei rathen und ſein Vaterland zu verlaſſen.

(Fortſetzung folgt.)

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