J . en nen W N* Augen 1 Nat don
Bekanntmachung.
16677] Dienſtag den 28. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll die Lieferung einer Quan⸗ lität eiſerner Nägel für die hieſige Saline im Geſchäftslokale des Salzamts unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingun- gen an den Mindeſtfordernden vergeben werden. Nauheim den 16. Oktober 1856.
Der Salineninſpector F. Schreiber.
Stallverkauf auf den Abbruch.
11678] Mittwoch den 29. d. M., des Morgens um 10 Ubr, wird auf dem Fürſtlichen Pacht⸗ dof Heibertsbauſen unweit Lollar an Ort und Stelle ein 68“ langer, 38“ breiter und 20“ hoher, von eichen Holz erbauter und mit Ziegel be— deckter Viehſtall auf den Abbruch mit dem Be— merken verkauft, daß das Dach- und Holzwerk noch ſehr gut iſt und ſich zu anderen Bauten eignet. Griedel den 15. Oktober 1856. Fürſtliches Rentamt Men gel.
Obligations- Verlooſung.
11679] Bei der diesjährigen Verlooſung der Partial Obligationen der Gemeinde Fauer⸗ dach II. wurde die Nummer 61 zur Rückzah⸗ lung gezogen.
Der Inhaber derſelben wird hierdurch aufge- fordert, den Nennwerth bis zum 1. Januar 1857 bei dem Gemeindeeinnehmer Haas dahier zu erbeben, da von dieſem Tage an deren Ver- zinſung aufhört.
Fauerbach II. den 18. Oktober 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II.
Bln
Obligations ⸗ Verlooſung. [1680] Bei der diesjährigen Obligations. Ver⸗ looſung der Gemeinde Bauernheim wurde die Nummer 2 zur Rückzahlung gezogen.
Der Inhaber derſelben wird hierdurch auf⸗ gefordert, den Nennwerth bis zum 1. Januar 1857 bei dem Gemeindeeinnehmer Holler zu Fauerbach II. zu erheben, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört.
Bauernheim den 18. Oktober 1856. Großberzogliche Bürgermeiſterei Bauernheim Walther.
371
Obligations- Verlooſung. [1681] Bei der diesjährigen Verlooſung der Partial⸗ Obligationen der Gemeinde Oſſenheim wurde die Nummer 1 zur Rückzahlung gezogen.
Der Inhaber derſelben wird hierdurch auf⸗ gefordert, den Nennwerth bis zum 1. Januar 1857 bei dem Gemeindeeinnehmer Holler zu Fauerbach II. zu erheben, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört.
Oſſenheim den 18. Oktober 1856.
Großberzogliche e Oſſenheim
o pe p.
Mobiliar⸗Verſteigerung. [1682] Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll der Reſtnachlaß der da⸗ hier verſtorbenen Balthaſer Weiths Eheleute, beſtehend in 8— 10 Malter Kartoffeln, 1 Bett⸗ ſtelle, 1 Tiſch, Mannskleidung aller Art und noch ſonſtige Gegenſtände öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung in der Wohnung der Hartmann Weiths Wtw. verſteigert werden. Fauerbach II. am 18. Oktober 1856.
In Auftrag
Großherzoglichen Landgerichts Friedberg.
Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach II.
Der Vorſteher
ener
1073] Bei Pflaſterermſtr. Johannes Puſch in Echzell konnen ſogleich 3—4 Geſellen gegen guten Lobn in Arbeit treten.
Morgen, am Markt⸗ tag, iſt jüdiſcher Feiertag. 11683]
Bücher ⸗Verſteigerung. [1687 Unmittelbar nach der am Donnerftag den 23. d. M. ſtattfindenden Verſteigerung von Büchern des Herrn Rentamtmann Angerer werden gleichfalls auf hieſigem Rathhauſe von anderer Seite eine Anzahl Bücher zur Verſtei⸗ gerung gebracht, darunter Schillers und Shakespeares Werke, juriſtiſche und andere wiſſenſchaftliche Werke.
In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben:
Geſtempelte
Frachtbriefe
fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr.
Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampſſchiſſe,
ECC çç0b0b0T0T0T0T0TTGT0T0T0T0T0TbTbTTbTbb—bb— r Rheinbaieriſche Caſtanien Weſtentaſchen Format. [1684] find zu haben bei 5 Preis 3 kr. Friedberg. Louis Winheim. 1685] Eine neue Sendung ächter 8 1 Bremer Geld ⸗ Cours. und Frankfurt, am 18. Oktbr. 1856. Ci RNieiiiie 9 39% 407 Havanna Cigarren Nadel der A g 9 53.34 iſt wieder angekommen und bringe ſolche hier⸗ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 mit in empfehlende Erinnerung. a. Rand⸗Ducaten 9 5 33.34 Friedberg. Louis Winheim. 20 Frankſtücke„ 9 17ſ½-18½
Spin nrãder L686] in verſchiedenen Sorten vorräthig bei Bepenheim. Wetzſtein.
Engliſche Souverains.„ 11 38-42 Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine„ 144 ¼½— J 5 Fres.⸗ Thaler„ 2 20 ½
feld. Die oberſten Wurzeln werden gewöhnlich von der Erde entblößt, und in kurzer Zeit verwandeln ſich die bloß⸗ gelegten Wurzeln in grüne Blätter oder Zweige, und es geſchieht dies oft ſchon nach zwei bis drei Tagen. Welcher Schaden geſchieht dadurch nicht, indem ſich gewöhnlich an dieſen obern Wurzelgegenden die meiſten Knollen anſetzen? Man wartet acht bis vierzehn Tage und noch länger mit dem Behacken und Behäufeln, wo dann freilich wieder Erde an jene Stellen kommt, wo ſie die Egge hinweggenommen hatte; allein es haben ſich hier ſchon zu viel Blätter und ſogar Stengel gebildet, deren abermalige Umwandlung in Wurzeln nur ſehr langſam vorwärts geht; das Anſetzen der Knollen erfolgt dann ziemlich ſpät, und an ein voll⸗
kommenes Ausreifen derſelben iſt nicht zu denken. Daß man mit dem gebräuchlichen Eggen beim Aufgehen der Kartoffeln mehr ſchadet als nützt, iſt ganz offenbar. Die
Kartoffel will etwas mehr Erde über ſich haben, wenn ſie kräftig wachſen ſoll; man ſoll ihr dieſe daher mehr geben als nehmen. Nur wenn die Oberfläche der Ackerkrumme vor dem Aufgehen der Kartoffeln ganz hart geworden iſt, ſo daß die jungen Pflanzen durch die feſte Kruſte nicht durchdringen können, iſt ein Uebereggen zuläſſig. Solche
Fälle werden aber nur ſelten ſein. Gewöhnlich unternimmt man das Eggen vor dem Erſcheinen der Pflanzen in der Abſicht, ſie eher über die Oberfläche der Ackerkrumme zu bringen, indem man die Erde von den Beeten mit der Egge abſtreift; allein wir bitten Verſuche anzuſtellen, welche Kartoffeln ſchöner wachſen, die geeggten oder ungeeggten. Wir haben heuer den Verſuch gemacht, die Kartof⸗ feln nicht zu eggen, ſondern noch ehe die Pflanzen alle über der Erde erſchienen, ſie zu behacken. Die meiſten ſchon über der Erde befindlichen Pflanzen wurden dadurch ganz mit Erde bedeckt; allein ſie kamen nach wenigen Tagen mit größter Ueppigkeit wieder zum Vorſchein. Den Vor⸗ uͤbergehenden war das ſo zeitliche Behacken und Behäufeln nicht recht und ſie zuckten mit den Achſeln, belächelten und beſpöttelten es wohl; aber die ſo behandelten Kartoffeln zeichnen ſich nun vor allen andern in der ganzen Gegend aus und ſind ſogar mit der Blüthe vorangeeilt, ſo daß ſie, obwohl ſpate Kartoffeln, doch mit den Fruͤhkartoffeln faſt zu gleicher Zeit reifen dürften. Wir müſſen noch bemerken, daß die früher behackten und behäufelten Beete ſich durch ihre Ueppigkeit vor den nur einige Tage ſpäter in gleiche Arbeit genommenen ſichtbar auszeichnen.(Schluß folgt.)


