Ausgabe 
21.3.1856
 
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In E. Bindernagel's Buchhandlung iſt zu haben:

Chriſtus im Grabe.

Mühlenverkauf.

1468] Dienſtag den 25. März d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, will der Unterzeichnete ſeine an der Nidda ohnweit der Eiſenbahnſtation Groß⸗ karben gelegene Mühle, ſog. Dögelmühle, öf⸗

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Die Ertragsfähigkeit der Mühle, die immer vollſtändiges Waſſer hat, iſt bekannt.

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Gerſon

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466 Das Rhederhaus CE. D. von Buttel& Comp. in Bremen expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats ſchöne gekupferte und kupferfeſte Dreimaſter erſter Klaſſe

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Dögelmühle bei Großkarben

den 18. März 1856. Konrad Gruner.

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Sigmund Simon, Seifen⸗ und Lichterfabrikant. Ein Logis [472] hat zu vermiethen und kann bis 1. Mai

bezogen werden. 5 Philipp Schlechtweg.

8 Ein Logis [473] iſt im zweiten Stocke meines Hauſes zu

vermiethen. P. F. Schmittner.

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weißes Hemd anziehen, gehe Du einſtweilen hin, und pflücke von meinem Birnbaum Dir einige Birnen ab. Der Tod ſtieg auf den Baum, konnte aber nicht wieder herab, mußte ſich mit dem Schmied vergleichen, und ver ſprach ihm noch 20 Jahre Friſt. Dann kam er herab.

Als nun die 20 Jahre verfloſſen waren, ſtellte er ſich wieder ein, und befahl ihm, auf Geheiß unſers Herrn und St. Peter mit ihm zu gehen. Sprach der Schmied: St. Petern kenne ich auch. Setze Dich einſtweilen auf den Schmiedeſtock, Du wirſt muͤde ſein, ich will nur den St. Johannis-Segen trinken und von meiner Andel Ab ſchied nehmen, danach komme ich gleich. Aber der Tod konnte nicht wieder aufſtehen, und mußte dem Schmied abermals 20 Jahre Lebensfriſt verſprechen.

Wie dieſe verfloſſen waren, kam der Teufel und wollte den Schmied mit Gewalt fortführen.Ho, Kerl! ſprach dieſer,das wird noch mehr brauchen. Ich habe wohl andere Briefe, und weißere, als Du mit Deiner ſchwarzen Carta bianca. Biſt Du aber ein ſolcher Tau ſendkünſtler, daß Du es Dir wirklich zutrauen kannſt, etwas über mich zu vermögen, ſo laß ſehen, ob Du in dieſes Feuerrohr, mir nichts Dir nichts, hineinfahren

kannſt, wie in einen Stiefel. Der Teufel fuhr gleich in's Rohr hinein, der Schmied mit ſeinen Geſellen aber mit dem Rohr in's Feuer und auf den Ambos, und zer ſchlugen den Teufel nach Herzensluſt. Dieſer ſchrie und bat, und verſprach, er wolle in Ewigkeit mit dem Schmied nichts zu ſchaffen haben, wenn er ihn nur jetzt laufen laſſe.

Endlich kam des Schmieds Schutzengel. Da war's Ernſt. Er mußte mit fort. Der führte ihn zur Hölle. Der Teufel, den er ſo jämmerlich zerhämmert hatte, war eben Pförtner, guckte zum Fenſterlaͤdlein heraus, ſchlug's ſchnell wieder zu und wollte nichts von ihm wiſſen. Da führte der Engel ihn vor den Himmel. St. Peter wollte ihn nicht einlaſſen. Der Schmied ſagte:So laß mich doch nur ein wenig hineinſchauen, daß ich ſehe, wie es drinne zugeht. Kaum aber war das Thürlein geoffnet, ſo warf der Schmied ſeine Kappe hinein, und ſprach: Du weißt, ſie iſt mein Eigenthum, ich muß ſie holen; wiſchte hinein, ſetzte ſich darauf und ſprach:Jetzt ſitze ich auf meinem Gute, ich will ſehen, wer mich davon treiben kann. So kam der Schmied in den Himmel.

(Illuſt. Fam.⸗J.)