Ausgabe 
18.11.1856
 
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Bekanntmachung.

[1795] Freitag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Büreau des hieſigen Militär⸗Lazareths folgende Arbeiten und Liefe⸗ rungen auf die Dauer der Jahre 1857, 1858 und 1859 auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtfordernden veraecordirt werden:

1) Schneiderarbeit,

2) Schuhmacherarbeit, Sattlerarbeit, Spenglerarbeit, Schreinerarbeit, Glaſerarbeit, Wagnerarbeit,

8) Schloſſerarbeit,

9) Schmiedearbeit,

10) Küferarbeit,

11) Weißbinderarbeit,

12) Schreibmaterialien-Lieferung und

13) Buchbinderarbeit.

Die Bedingungen können von heute an jeden Vormittag auf dem genannten Büreau einge ſehen werden. n

Friedberg den 15. November 1856.

In Auftrag der Lazarethinſpection: Hoffmann, Lieutenant.

Vergebung von Reparaturarbeiten und Lieferungen, ſodann des Schröpfens bei der Garniſon dahier.

11796] Nächſten Samſtag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Schreiner-, Schloſſer-, Spengler-, Sattler-, Gürtler-, Schmied⸗, Wagner⸗, Küfer⸗, Bürſtenbinder⸗, Meſſerſchmied⸗, Glaſer-, Dreher-, Korbmacher und Säckler⸗Reparaturarbeiten, ſodann die Lie ferung der Trommelfelle, der Eiſenwäͤaren, der Schreibmaterialien, ſowie das Schröpfen, An ſetzen von Blutigeln, unter den im Verwaltungs⸗ büreau zur Einſicht offen liegenden Bedingun⸗ gen auf dem Soumiſſionsweg in Accord gegeben

werden. Friedberg den 15. November 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Safer Verſtei gerung. [1797] Eingetretener Hinderniſſe wegen kann die auf Dienſtag den 17. November anbe⸗ raumte Verſteigerung von 160 Achtel Ge meindehafer erſt Mittwoch den 26. November, Morgens 10 Uhr, ſtattfinden, was hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird. Pfaffenwies bach den 12. November 1856. Rupp, Bürgermeiſter.

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Bekanntmachung,

betreffend: die Wiederverpachtung des zum Groß herzoglichen Domanialwald Frauen⸗ wald gehörigen Ackerfeldes, der Sau⸗ trieb genannt. 11798] Montag den 24. d. M., Mittags um 1 Uhr, wird an Ort und Stelle das obige bei Niedermörlen gelegene Ackerfeld, 4 Morgen 229,7 UEKlafter enthaltend, in den ſeitherigen Abthellungen auf eine 6jährige Be⸗ ſtandzeit öffentlich an die Meiſtbietenden ver ſteigert. Die Bedingungen werden vorher be kannt gemacht, Nachgebote nicht angenommen und die Genehmigung wird nur für den Fall vorbehalten, wenn der Taxationspreis nicht er reicht wird. Oberrosbach den 15. November 1956.

Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bing mann.

Bekanntmachung. [1799] Montag den 29. Dezember l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden:

144 Klafter Hofraithe in den Wendelsgärten vor der Stadt an der Chauſſee gelegen, der Karlshof genannt, beſtehend in Wohn haus, Scheuer und Stallung, ſowie Brau haus,

157 Klafter Garten am Haus und oben an demſelben 2 Hohlkeller,

189 Klafter Wieſe an der Hofraithe,

83 Grasgarten daſelbſt, 131 Acker am unterſten Kiſſelberg, 278 daſelbſt; beide in der Nähe

der Hofraithe. Unbekannte Steigerer haben ihre Zahlungs fähigkeit genügend nachzuweiſen. Nidda den 14. November 1856. Großherzogliches Ortsgericht Nidda. Der Vorſteher g. Bil.

6 0 0 Gulden [1800] Pfarrbeſoldungskapitalien können fogleich aus der Kirchenkaſſe zu Münſter ausgeliehen werden.

Ziegenberg den 12. November 1856.

Zur Nachricht. [18021 Die Caſinogeſellſchaft hält Mittwoch den 26. Novbr., Abends ½8 Uhr,

einen Ball in dem großen Saale des Hotel Trapp ab.

Friedberg den 14. November 1856. Der Präſident der Caſinogeſellſchaft Hofmann.

Ein Logis [1741] für eine Familie hat zu vermiethen

Ludwig Neiſel, den Apotheken gegenüber.

R. Bindewald, Kirchenrechner.

Gin Glaf e ge fete [1801] findet ſogleich dauernde Beſchäftigung bei F r. S ſt i n

in Friedberg.

Neue Couponsbogen [723] des Anlehens der Gemeinde Okarben de fl. 27,200. können gegen Rückgabe der Ta- lons bei mir in Empfang genommen werden.

Friedberg im Oktober 1856.

S. Lindheimer.

Zu ver kaufen. 117931 Auf dem Hofgute Fauerbach II. iſt ein Eremitageofen, eingerichtet zum Kochen für eine große Haushaltung, zu verkaufen.

Heinrich Leonhardt.

Empfehlung. [1803] Unterzeichnete empfiehlt ſich im Steppen von Couverten und Röcken in und außer dem Hauſe beſtens unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung. Friedberg. Eliſabethe Ruppel, Wittwe.

Zur Nachricht. 11804] Wir erſuchen hiermit alle unſere Kun⸗ den und Abnehmer unſerer Waaren an Nie mand als unſeren Werkführer Herrn Ferdinand Falkenhan oder an uns direct Zahlungen zu leiſten, indem wir diejenigen Zahlungen, welche Andere ſich erkühnen, für uns in Empfang zu nehmen, nicht für rechtsgültig anerkennen. Ockſtädter Zieglei bei Friedberg am 11. November 1856.

Joh. Falkenhan u. Baruch Heß, Ziegler und Backſteinfabrikanten.

C1805] 8000 fl. ad 4 pCt. werden im Ganzen und in jeder beliebigen Größe abgegeben. Eben⸗ ſo können Gemeinden Kapitalien jeder Größe

erhalten durch Baruch Hecht.

Verfälſchungen auch gewiſſe Vorurtheile aufgebe, die zum Theil manchen Verfälſchungen erſt Bahn gebrochen haben. In England haben ſich manche Händler, die mit einge machten Früchten handeln, damit entſchuldigt, daß unver⸗ fälſchte Waare keine Käufer finde, es werden nämlich die Bohnen und Gurken und andere eingemachte Früchte in kupfernen unverzinnten Gefäßen erhitzt, um ihnen die grüne Farbe zu geben, ohne die ſie das Publikum nicht für gut halten würde. Die ſchöne grüne Farbe iſt aber Grünſpan, und dieſer führt Krankheit, ja Tod herbei. Ein Hoflieferant der Königin von England hat vor dem Parlamente ausgeſagt, daß er eine Zeit lang dieſes Ver fahren eingeſtellt habe, ſofort aber ſeien bittere Beſchwer den von ſeinen auswärtigen Kunden eingelaufen, daß er ſie ſchlecht bediene. Man muß alſo wiſſen, daß aufbe⸗ wahrte Gemüſe in geſundem Zuſtande die friſche Farbe nur künſtlich erhalten können, um nicht den Gewerbtrei benden ſelbſt auf den Weg der Fälſchung hinzutreiben. (Fortſetzung folgt.) Friedberg, den 14, November 1856. Unſer Fruchtmarkt be

ginnt ſowohl bei den Verkäufern, wie quch bei den Käufern immer mehr an Intereſſe zu gewinnen, wovon der vorletzte Markt mit ſeinen

1100 Maltern Früchte einen glänzenden Beweis lieferte. Nicht minder bewährte ſich der heutige, auf welchem ungeachtet des ſebhr ungünſtigen Wetters circa 600 Malter Frucht ſchnell und zu guten Preiſen verkauft wurden, da auch heute wieder eine große Anzahl neuer Käufer erſchie⸗ nen war, um hier Einkäufe zu machen.

Beſonders geſucht und gut bezahlt wurde ſchöner und ſauber geputzter Weizen, wofür 13 fl. 50 kr. bis 14 fl. 10 kr. gelöst wurde; minder guter 13 fl. 30 kr. bis 13 fl. 45 kr. Korn 9 fl. 40 kr. Gerſte 7 fl. 50 kr. bis 8 fl. 5 kr. Hafer 4 fl. 10 bis 15 kr. Kar⸗ toffel 2 fl. 30 bis 2 fl. 50 kr.

Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Ung. mit dem Motto:Ich dachte an den 30. Septbr. 2 fl.; jährliche Beiträge aus Friedberg vom 1II. Quaxtal 36 fl. 54 kr.; Col⸗ lekte am Jahresfeſte 9 fl. 50 kr.; Simon Schott zu Beyenbeim 12 kr.; durch Herrn Poſthalter Bitſch zu Fürth 6 fl. z Frau Kirſchbaum aus Solingen und Frau Schwarz zu R. 3 fl. 30 kr.; Frau Sellheim und Frau Böckel aus Niedermoxſtadt 24 kr. M. aus B. ü fl 36 kr.; Herr Lehrer Veith aus Niedernhauſen 1 fl.; für Schriften 1 fl. 20 krez Collekte 88 fl.; Opferſtock 6 fl. 30 kr. Entliehen 175 fl. Summe der Einnahmen incl. des Kaſſenreſtes aus dem Monat September 523 fl 48 kr. Davon verausgabt 489 fl. 59 kr.; bleibt ſomit in Kaſſe 33 fl 49 kr.*) Schönſten Dank allen freundlichen Gebern! Friedberg, Anfangs November 1856. 3 Die Direktion: J. P. Schäfer. ) Durch Herrn Pfarrer Hofmann zu Veyernheim 1 Wagen voll verſchiedene Na⸗ turalien, als: Kartoffel, Kohlraben, Ruben, Stroh, Erbſen c. Die Fahrt be⸗ ſorgte Herr Rentmeiſter Filius.