Ausgabe 
18.4.1856
 
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ein

d. Damm.

141 Die Uenten-& Lebensverſicherungs-Anſtalt zu Darmſtadt

2691 übernimmt unter Garantie eines dermalen über 660,000 fl. betragenden Vermögens:

1) die Verſicherung ſteigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen.

Ende 1855 belief ſich die Zahl der

Renten verſicherten auf 6336 mit 10,596 Einlagen und ca. 667,000 fl. Vermögen. Seit dem 1. Januar d. J. iſt die 9. Jahresgeſellſchaft in der Bildung begriffen. 2) Lebensverſicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feſte, zu keiner

Nachzahlung verpflichtende Verſicherungsbeiträge.

Fuͤr eine lebenslängliche Verſicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Verſicherungsbeiträge bei einem Alter von

25 Jahren: 1 fl. 45 kr.

30 Jahren: 2 f Tk

20 Jahren: 1 fl. 34 kr.

35 Jahren: fl. 21 kN

40 Jahren: 2 fl. 48 kr.

45 Jahren: 3 fl. 26 kr.

50 Jahren: ꝛc. ꝛc. 4 fl. 18 kr.

30 Leibrentenverſicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. 4 Depoſitengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur

Zuruͤcknahme mit pCt. verzinſt und auf Verlangen ganz oder ſtückweiſe zurückbezahlt werden. betrug die Summe der hinterlegten Gelder 655,418 fl.

Ende 1855

Die Anſtalt gibt Darlehen gegen hypothekariſche Sicherheit, ſowie gegen Fauſtpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelſt ihrer Amortiſationsordnung Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlung auf Zins und

Kapital(Tilgungsrenten) allmählig abzutragen.

Wegen näherer Auskunft, ſowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Proſpecten und Statuten der Anſtalt beliebe

man ſich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.) Darmſtadt, den 15. Februar 1856.

*) In Friedberg: an Herrn Kaufmann Heinrich Hahn.

Die Direetion.

In Butzbach: an Herrn Kaufmann J. J. Seippel.

Die Union.

Allgemeine deutſche Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft. Grundkapital 3 Millionen Thaler, wovon Thlr. 2,509,500 wie Aktien emittirt ſind.

1368] Kapital⸗Reſerve 51,635.

Thlr. 2,561,135.

Dieſe Geſellſchaft verſichert Bodenerzeugniſſe aller Art gegen Hagelſchaden

zu feſten Prämien ohne Nachſchußzahlung.

Die Verſicherungen koͤnnen auf ein und mehrere Jahre geſchloſſen werden. Bei Verſicherungen auf fünf Jahre werden den Verſicherten beſondere

Vortheile gewährt.

Jede weitere Auskunft ertheilen die unterzeichneten Agenten, welche auch

den Abſchluß von Verträgen einleiten. Friedberg und Laubach, den 3. März 1856.

G. F. Nau, Rechner in Friedberg,

Verpachtung. [645] Dienſtag den 22. d. Mts., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf dem Seſſions⸗ zimmer des Vorſtands der am 1. Mai l. J. leihfällig werdende Dungplatz am Gemeinde⸗ Schlachthauſe mit dem auf demſelben ſich er⸗ gebenden Dünger unter den bei der Verſteige⸗ rung eröffnet werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden.

Friedberg den 15. April 1856. Der Vorſtand der israel. Religionsgemeinde Mayer Hir ſch.

2 tüchtige Wagnergeſellen [646] finden dauernde Beſchäftigung bei

Friedberg. Wilhelm Hanſtein, Wagnermeiſter.

Ein Junge, [647] der die Kammmacherprofeſſion erlernen

Kiefer, Kammmacher.

J. M. Zöckler, Stadtrechner in Laubach, will, kann in die Lehre treten bei

Agenten der Union.

Friedberg.

Und was machſt Du denn hier?

Ich hab' Dich heraufkommen ſehen und wollte Dich erwarten, verſetzte Hans.

Wollteſt Du mir etwas ſagen? fragte Uli.

Willſt Du nicht auf die Gemſen anſtehen, die der Vetter Hiob geſtern Abend geſehen hat?

Allerdings.

Du wirſt ſie nicht mehr finden; ich komme eben von ihrem Wechſel her; aber ſie ſind fort und haben ſich nach den Gletſchern gewendet.

Gut, ſo verfolge ich ſie in dieſer Richtung! erwiderte Uli.

Iſt das Dein Ernſt, Uli?

Und warum denn nicht?

Dann wollen wir zuſammen jagen! ſagte Hans und griff wieder nach ſeinem Bergſtock, als wollte er gleich die Weiterreiſe antreten. Es war zum erſten Mal in ſei nem Leben, daß Hans ſeinem Vetter einen derartigen Vor ſchlag machte, und Uli ſchaute daher den Gemsjäger be troffen an auf eine Weiſe, welche dieſer ſogleich verſtand.

Fürchteſt Du etwa meine Geſellſchaft? fragte Haus den jungen Holzſchnitzer barſch.

Warum ſollte ich ſie denn fürchten? verſetzte dieſer.

Wer weiß? meinte Hans,vielleicht iſt Dir bange, Du müſſeſt Dich mit mir allzu hoch verſteigen oder zu weit gehen!

So wahr ich lebe, daran hab' ich gar nicht gedacht, erwiderte Uli mit etwas Selbſtgefühl.Du biſt zwar al lerdings ein weit beſſerer Jäger als ich, aber ich habe mein altes Handwerk auch nicht ſo ſehr verlernt, daß ich nicht hingehen könnte, wohin Du gehſt l..

So laß uns alſo aufbrechen! fiel ihm Hans in's Wort und betrat die enge Schlucht, in welcher er hinauf zuklettern begann. Ulrich folgte ihm und beide erreichten kurz darauf die freie Platte, wo die Pfade ſich ſcheiden und nach verſchiedenen Seiten hin ſich durch die Berge ſchlängeln. Der Gemsjäger zeigte ſeinem Begleiter die Fährten, deren er erwähnt hatte, und die in der That nachwieſen, daß hier erſt vor Kurzem ein Rudel Gemſen den Weg nach den hoheren Felſenſpitzen des Gebirgsſtocks eingeſchlagen hatte. Die beiden Jäger ließen daher den Upigel zur Rechten und kletterten entſchloſſen an den Ab⸗ hängen empor, welche den Eiger von der Wengernalp ſcheiden.

(Fortſetzung folgt.)

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