Ausgabe 
18.4.1856
 
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Edietalladung.

1636] Da der Nachlaß des Lehrer Alles von Fauerbach II., der von den Erben nur unter der Rechtswohlthat des Geſetzes und Inventars angetreten war, überſchuldet iſt, werden alle Gläubiger deſſelben zu dem Verſuche eines Ar⸗ rangements und nochmaliger Anzeige ihrer For⸗ derungen auf

Mittwoch den 21. Mai, Vorm. 8 Uhr, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß von den Ausbleibenden, oder durch nicht gehörig le⸗ gitimirte Bevollmächtigte Verkretenen unterſtellt wird, daß ſie den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſchienenen beigetreten ſeien.

Friedberg den 7. April 1856.

Großherzogliches Landgericht Friedberg

Hofmann, v. Lepel,

Landrichter. Landgerichts-Aſſeſſor.

Oeffentliche Aufforderung.

[637] Konrad Kollmar von Pohlgöns iſt durch Beſchluß Großherzoglichen Hofgerichts der Pro⸗ vinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt und ſind ihm in der Perſon des Johannes Kollmar und Johannes Michel von Pohlgöns Curatoren beſtellt worden. a

Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden alle Diejenigen, welche Forde rungen an Konrad Kollmar zu bilden haben, aufgefordert, ſolche binnen

4 Wochen

bei Meidung der Nichtberückſichtigung bei Re⸗ gulirung des Vermögens dahier geltend zu machen.

Butzbach, am 11. April 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. v. Schmalkalder,

Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.

Holzverſteigerung. 1638] Montag den 21. April, Morgens 10 Uhr, werden im hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Altenmark:

16 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von

376 Cubikfuß,

17½ Klafter Birken. Prügelholz,

Eichen⸗ 11% Aaspen⸗ 1 17% gedmiſchtes Holz,

100 Stück Birken⸗Gerüſthölzer, 75 Aspen⸗ 7 5000 gemiſchte Wellen verſteigert. Pfaffenwiesbach, den 11. April 1856. Rupp, Bürgermeiſter.

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Edietalla dung.

1639] Der am 20. September 1783 zu Staa⸗ den geborene Carl Betz, welcher ſeit Jahren abweſend, oder deſſen Leibeserben, werden hier mit aufgefordert, ſich ſogewiß binnen 3 Mo mate n hier anzumelden, als ſonſt erſterer für verſchollen erklärt, und deſſen ſeither curatoriſch verwaltetes Vermögen, an deſſen ſich legitimirende nächſten Verwandte gegen Stellung gehöriger Caution überlaſſen werden wird. Friedberg den 8. April 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Ar be its Neirfei gerung: [640] Montag den 21. April d. J., des Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe nachſtehende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert:

a) Unterhaltung der Gemeindege

bäude: 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 4 fl. 28 kr. 2) Weißbinderarbeit,5 7 24

b) Unterhaltung der Brunnen: 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 42 fl. 30 kr. 2) Zimmerarbeit, 36 21 3) Steinhauerarbeit,10 32 4) Pumpenmacherarbeit, beſtehend in Anfertigung einer gußeiſernen Pumpe, vervoranſchl. zu 210 5) das Anliefern von 3 Bütten Kalk und 0,150 Cbklftr. Sand. c) Unterhaltung der Straßen der Stadt: 1) Pflaſtererarbeit, zuſammen ver⸗ voranſchagt zu 80 fl. 24 kr. 2) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 10/ 30 d) Unterhaltung der Vieinalwege: Handarbeit, vervoranſchl. zu 111 fl. 35 kr. e) Unterhaltung des langen Weihers: Handarbeit, vervoranſchl. zu 60 fl. kr. Friedberg den 16. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Fruchtverſteigerung. 1641] Dienſtag den 29. d. M., des Morgens um 10 Uhr, werden von hieſigem Speicher:

150 Malter Korn, 200 Gerſte und 100 Hafer öffentlich verſteigert. Griedel, den 17. April 1856. Fürſtliches Rentamt Mengel.

Holzverſteigerung. [642] Dienſtag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Alterſchlag und Jungenbuche:

6 Stecken Buchen⸗Scheitholz,

179½ Prügelholz, 119½ Stockholz, 200 StückWellen,

85 17 Nadel⸗ 15

38 Weichholz⸗Wellen

öffentlich meiſtbietend verſteigert. 8

Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 1. Aug. d. J. geſtattet.

Die Zuſammenkunft findet präcis ½9 Uhr auf der Waldbahn an den ſogenannten drei Eichen ſtatt und kommt das im Diſtrikt Jun⸗ genbuchen befindliche Gehölz zuerſt zur Verſtei⸗ gerung.

Rodheim, am 14. April 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Ja e ob i.

Holzverſteigerung. 1643] Künftigen Montag als den 21. d. M., von Morgens 10 Uhr an, werden in dem En⸗ gelthaler Wald, Diſtrikt Haag an der Chauſſee bei Engelthal, folgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert:

20 Stecken Buchen⸗Stamm⸗Prügelholz,

2600 Stück Buchen⸗Stamm⸗Wellen Reisholz, 75allerlei gemiſchtes Wellen⸗ 79 Stecken langes Buchen⸗Durchforſtungs⸗

Reisholz, vorzüglich zu Fachgerten, Bohnenſtangen und Zumachreiſern. Engelthal, den 16. April 1856. 5 Der Gräflich Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é.

Zu bermiethen.

[605] Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann vom 1. Juli an be⸗

zogen werden. a Friedberg. Ernſt Philippi. Ein Logis [607] für eine ſtille Haushaltung iſt zu ver⸗ miethen und kann bis den 1. Mat bezogen werden. Friedrich Müller,

am Mainzerthor.

Branntwein 1613 pr. Maas 26 kr. bei Ferd. Damm.

Zwei Schreinergeſellen

L644] können Beſchäftigung erhalten bei Friedberg. an; lein.

lichter bis hinab in den Schooß der Thäler.

Uli ward in der Schneedecke.

Nur ſpärliche Büſche von Knieholz

dadurch unwillkürlich aus ſeiner Träumerei aufgerüttelt und begann ſich in ſeiner Umgebung umzuſehen. Es liegt in der Gebirgsluft, in den tauſenderlei Herausforderungen, welche dieſe großartige Natur unſerer Neugier entgegen ſtellt, in der ſtolzen Wildheit, womit unſerm Auge Alles entgegentritt, ein geheimnißvoller Reiz der uns abhärtet und ſtark macht. Der Körper fühlt neue Spannkraft, der Geiſt wird freier und kühner. Angeſichts dieſes Schnee's, der uns den Zutritt wehrt, dieſer Abgründe, die uns über all den Weg verlegen, fühlt man ſich von einem fieberiſchen Trotz ergriffen, als gälte es einen Feind anzugreifen; man hört in ſich alle kriegeriſchen Klänge des Lebensmuthes ertönen, und tauſend innere Stimmen rufen einem zu: Nur vorwärts!

Von dieſem trunkenen Gefühle erfüllt, beſchleunigte der junge Jäger ſeine Schritte und wagte ſich auf die gefährlichen Pfade, welche an der erſten Lehne des Gebirgs ſtocks hinaufführten. Die Sennhütten der Hirten, die auf den untern Vorbergen zerſtreut lagen, waren alle unter dem Schnee begraben, wie unter einem Leichentuche, und bildeten da und dort kaum bemerkbare Erhöhungen

und Sträuchern erhoben ſich ſtellenweiſe aus dem dürren Boden; aber bald verſchwanden auch dieſe, und man hatte nur noch das nackte, mit einzelnen Streifen von Reif überzogene Geſtein vor ſich. Uli erreichte endlich den Eng paß, welchen ihm Vetter Hiob bezeichnet hatte. Es war eine tiefe enge Schlucht, wie eine Breſche, die in den Fels gebrochen, auf deren Sohle die Sonne niemals nieder reichte. Er wollte ſie eben betreten, als ſich plötzlich an dem dunkeln Ausgang derſelben ein Schatten zeigte, in welchem Uli ſeinen Vetter Hans erkannte.

Der Gemsjäger trug dieſelbe Kleidung wie am ver gangenen Abend. Am Lederriemen hing der Stutzen über ſeine Schulter, und ſeine beiden Hände ſtützten ſich auf einen eiſenbeſchlagenen Bergſtock. Seine Züge waren noch düſterer als ſonſt, und er ſchien die Schlucht zu hüten, durch welche Uli emporklimmen mußte. Bei ſeinem An blick war dieſer ſtehen geblieben, ſtieß einen Schrei der Ueberraſchung aus und rief:Du hier, Hans? Gott ſteh' uns bei! wie biſt Du hier heraufgekommen?,

Gibt es denn nur einen einzigen Weg auf die Wengernalp? fragte der Gemsjäger kalt.

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