diejenigen, welche Anſprüche irgend welcher Art an denſelben zu haben vermeinen, hiermit auf⸗ gefordert, im Termin Dienſtag den 7. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr, ſolche ſo gewiſſer anzumelden und geltend zu machen, als die in dieſem Termin Ausbleiben. den von der vorhandenen Maſſe werden aus⸗ geſchloſſen werden. N Das Präcluſiverkenntniß wird nur auf der Gerichtsffube eröffnet. 8 Homburg den 23. Auguſt 1856. Landgräfl. Heſſ. Juſtizamt F. C. Stäubeſandt.
Oeffentliche Aufforderung. 11454] Johannes und Johann Heinrich Die⸗ ter's Erben in Fauerbach 1. haben das ihren Erblaſſern, den Konrad Dieter 1. Erben im Flur buche zugeſchriebene Immobiliarvermögen zur Vertheilung gebracht, vermögen jedoch das Eigenthum hieran urkundlich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus dem dahier zur Einſicht offen liegenden Extracte erſehen werden kann, ſind
binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, widrigenfalls die Vertheilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach, den 1. September 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach bel, Mut Landrichter.
h.
u Landgerichtsaſſeſſor.
Oeffentliche Aufforderung. 11502 Die Kinder der Chriſtian Höres Ehe⸗ leute zu Oſſenheim haben ihre elterlichen Grund⸗ ſtücke unter ſich vertheilt, vermögen aber nicht ihre Berechtigung an Flur 11/129 und V/176, welche in dem Grundbuche der Gemarkung Oſſenheim bereits dem Cbriſtian Höres zuge⸗ ſchrieben ſind, urkundlich nachzuweiſen. Es werden daher Dritte, welche an jene Parzellen Eigenthumsanſprüche zu haben glauben, aufge⸗ fordert, ſolche ſogewiß binnen
6 Wochen a dato
dahier geltend zu machen, als ſonſt die Thei⸗ lung gerichtlich beſtätigt und Eintrag der betr. Erwerbtitel in das Mutationsverzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Friedberg, den 1. Sept. 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Lepel, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor.
330
Oeffentliche Aufforderung. 11503] Konrad Beppler von Kirchgöns hat ſein und ſeiner verlebten Ehefrau, Katharina, Anton Schepp's Tochter, Immobiliarvermögen an ſeine Kinder reſp. Enkel zur Vertheilung gebracht, kann jedoch zu einem großen Theile deſſelben, insbeſondere zu dem von der Frau ererbten, das Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen.— Ferner ſteht das Item 123, 128 ½ Klafter hinterm Kirchgönſer Weiher, Gemarkung Pohl⸗ göns, noch vor Anton Schepp's Namen, iſt jedoch beſcheinigtermaßen gleichfalls von Konrad Beppler's Ehefrau ererbt worden. Irgend welche Anſprüche an die fraglichen Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus den zur Einſicht offen liegenden Flurbuchsauszügen dahier erſe⸗ ben werden kann, ſind binnen
6 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird.
Butzbach, den 5. Sept. 1856. Großherzogliches N Bußbach
Ebel, uth, Landrichter. Landgerichts. Aſſeſſor.
Edietalladung. 11504] In Folge Benachrichtigung Großherzog lichen Kreisamts Friedberg ſollen:
1) In der Gemarkung Münzenberg die durch Allodification der Erbleihgüter des Müllers Ludwig Glockengieſer, Conrad Enders I. und Conſorten entſtandenen Grund. renten, im Geſammtbetrage von 734 fl 8 kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels und von 142 fl. 31½ kr. dem Hrn. Grafen Otto zu Solms⸗Laubach zuſtehend, ſo⸗ wie
2) in der Gemarkung Griedel die durch Allodiſication der Erbleihgüter des Müllers Balthaſer Schäfer, des Johann Heinr. Marx und der Ww. und Kinder des Fried⸗ rich Wetz I. entſtandenen Grundrenten, im Geſammtbetrage von 687 fl. 48 ½ kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels und von 220 fl. ½ kr. dem Herrn Fürſten Ludwig zu Solms Lich zuſtehend— nach den Beſtimmungen des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abgelöſt werden.
Alle bei dieſer Grundrentenablöſung allenfalls Betheiligten werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche umſogewiſſer innerhalb
z wei Mon aten bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die Auszahlung der Ab—
5
löſungskapitalien an die oben genannten Be⸗ rechtigten geſtattet werden wird. Butzbach, den 6. Sept. 1856. Großherzogliches 5 Butzbach Ebel.
Bekanntmachung. [1505] Da Heinrich Hanſtein II. unter Curatel ſteht, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß er Schulden ohne Genehmigung ſeines Curators zu contrahiren nicht befugt iſt. Diejenigen, die ihm, vorzugsweiſe geiſtige Getränke, borgen ſollten, haben keinerlei Befriedigung zu erwarten.
Friedberg, den 6. Sept. 1856.
Großherzogliches Landgericht Friedberg
Hofmann.
Bekanntmachung. 1506] Freitag den 19. d. M. werden in dem Großherzoglichen Domanialwald Main- zerhecken der Oberförſterei Oberrosbach 2250 Gebund Ginſtern und Heiden zu Backholz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Zu⸗ ſammenkunft und Anfang der Verſteigerung: Morgens 8 Uhr am dicken Eichbaum im We⸗ ſterfeldſchenwald.
Oberrosbach, den 12. Sept. 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberros bach Bingmann.
NM [1507] Die Anlieferung von 2,3 Cubikklafter Pflaſterſteinen und 1 Cbklftr. grobes Kiesge⸗ rölle aus dem Gräfl. Bruche zu Fauerbach auf den Gräfl. Oekonomiehof zu Beienheim ſoll Donnerſtag den 18. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in dem Lokale des Herrn Gaſtwirthes Neiſel zu Fauerbach an die Wenigſtnehmenden ver⸗ accordirt werden.
Bauernheimer Bergwerk, den 13. Sept. 1856. L. Set oe ch.
Arbeits ⸗Verſteigerung. [1508] Freitag den 19. Sept., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindehauſe die Lieferung eines neuen Pumpenſtocks, ſowie die Schmiedarbeit öffentlich in Accord gegeben werden.
Burggräfenrod, den 14. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Burggräfenrod
Mo ſchero ſch
i Warnung. [1518] Ich ſebe mich genöthigt, Jedermann zu erſuchen, Zahlungen für mich an Niemanden als an mich oder meine Tochter zu verabfolgen, indem ich andernfalls ſolche nicht anerkenne. Friedberg, im September 1856. A. Wohlfahrt.
nimmermehr!“ wurde an dem kaiſerlichen Schüler wahr. Fauſtin muß ſich die Regierungsakten von ſeinem Miniſter und fremde Zeitungsartikel von jenem Baron Nau oder von Baron v. Matthieu, dem Herausgeber der Staats— Nicht beſſer als mit dem Schrei⸗ ben und Leſen iſt es mit der kaiſerlichen Geographie be—
zeitung, vorleſen laſſen.
ſchaffen.
noch am beſten verſteht.
detſte Europas.
Er kennt faſt nur jene Staaten, die von ihm aus. Kaffee kaufen und in ſeiner Haupt- und Reſidenzſtadt Port au Prince Konſule unterhalten, und ſelbſt dieſe kennt er meiſt nur dem Namen nach. Für Frankreich und die Fran⸗ zoſen iſt er beſonders eingenommen, weil er ihre Sprache f Die Engländer fuͤrchtet er mehr, als er ſie liebt; doch reſpektirt er ſie ihrer mächtigen Schiffe und vielleicht noch mehr ihrer Pfunde wegen. daß die meiſten Haytiſchen Kaffecbohnen den Weg nach London nehmen, und hält deßhalb dieſe Stadt für die gebil⸗ a Gegen die vereinigten Staaten kommt ſein Widerwille faſt ſeiner Angſt vor ihnen gleich.
Wenn nun bei kaiſerlichen Audienzen weiße Fremde vorgeſtellt werden, ſo iſt außer dem Konſul des Volkes, welchem der Fremde angehört, auch der Oberhofceremonien⸗ meiſter und der Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten
gegenwärtig.
Er weiß,
Kaiſer
Fauſtin empfängt den
Warum? Der Negerkaiſer ſpricht
Die gewöhnliche Frage an den
Sein gan⸗
Fremden, ſitzend auf einer Art Thronſeſſel und geruht ihn majeſtätiſch anzuſehen, öffnet aber ſelten den Mund und läßt ſtatt ſeiner den Miniſter reden. das eigentliche Franzöſiſche etwas mangelhaft und drückt ſich nur in der franzöſiſch-haytiſchen Negermundart geläufig Das ſoll nun der Fremde nicht gewahr werden. Zu⸗ gleich fürchtet man in jedem fremden Reiſenden einen ver— kappten Schriftſteller, der nur nach Hayti gekommen, um nachher den Kaiſer zu beſchreiben und ſich über Hof und Land luſtig zu machen. Vorgeſtellten betrifft das Land, von dem er kommt, und die nächſte, wie ihm Hayti gefalle. Der Miniſter-Herzog pflegt dem Kaiſer kurz vor der Audienz eine kleine geographiſche Lektion zu ertheilen und dadurch zu verhindern, daß der Kaiſer ſich im Geſpräche Blößen gebe und z. B. Deutſch⸗ land mit China, oder Spanien mit der Türkei verwechsle. Um ihm zu gefallen, muß man vor Allem ſeine Armee lo⸗ ben und dann ihm ſagen, daß ohne haytiſche Kaffeebohnen die weiße Civiliſation gar nicht beſtehen könne. zes Wohlwollen gewinnt man jedoch erſt, wenn man ſeine Perſon und ſeine Thaten denen des großen Napoleon we⸗
Anfügen, 5 Von der Friedberg che Großberzeſh e
P. preuf!
Wer ſte
9
5 ontag de 641 0 2 übe
zriedberg a0 1
484en 11000 fl. ug auch im e Auch werden Kauſſe theken mit geringeſ
lauft. Friedberg im
— Ltöts] Zum Abe nebſt käglich de
laden wir ergeben
Dieſes Blat neucſten und inter im Auszuge, von Staats⸗Lolterie- J. zweierlei Weiſe in und Umgegend(e
Trankfur
Der„A zu deſſen Beſo
nigſtens gleick Weißen, die Negerdialekt plaudert dann nur wenig un war,“ ſo erzt Parade auf de eue Autelun petern, deren Dann folgen alle in den abgemeſſener einem Ungeh Weaſchaſt des Pferdes Neger ab, de gen, aber 0 grauer Wo ihne Federb dun Napole kichnete ſich aus; er. al


