174 Aufforderung.
Gerſon Schulhof von hier, der als Unteragent für den Hauptagenten Laukert in Gießen zur Beförderung von Auswanderern über Bremen nach Amerika eine Caution von 500 fl. geleiſtet hat, hat dieſe Agentur aufzugeben und ſeine Caution zurückzuerhalten. Gemäß Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird dies zur öffentlichen Kennt— niß gebracht und bemerkt, daß Anſprüche an dieſe Caution innerhalb ſechs Monaten vom Tage der Bekanntmachung
an gerechnet, bei der unterzeichneten Behörde mit einer Nachweiſung, daß bei Gericht Klage erhoben worden iſt, geltend
zu machen ſind, als ſonſt die Rückgabe der Caution erfolgen wird.
Friedberg, am 7. Mai 1856.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg W
Steckbriefe Großherzogl
Karl Auguſt Vielmatter von Kaulſtos, Kreis Büdingen.
Signalement: Alter:
29 Jahre; Größe: 6 Fuß 8 Zoll; Haare: blond; Stirne: rund; Augen: grau; Naſe: gewöhnlich; Mund: deßgleichen; Bart: blond; Kinn: geſund; beſondere Zeichen: Die große Zehe am rechten Fuße verloren.
ichen Kreisamts Friedberg.
Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Augenbraunen; blond; ſpitz; Geſichtsform: rund; Geſichtfarbe:
Musketir Joh. Georg Werner aus Büdingen. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Wilhelm Lepper von Gambach. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und
28,000 Hainbuchen- und Aspen⸗Wellen und
Edictalladung. 1732] Nachdem über das Vermögen des Peter Euler von Hochweiſel von Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen der formelle Concurs er⸗ kannt worden iſt, ſo werden bekannte wie un—
1500 Backwellen
öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg, den 21. April 1856.
Privat⸗Anzeigen.
Main ⸗ Weſer⸗ Bahn. 772] Montag den 19. Mai, Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf der Station Vilbel folgende bei Erbauung eines Nebengebäudes vorkom⸗
Kirchner. mende Arbeiten öffentlich an den Wenigſtneh⸗
bekannte Gläubiger zur Geltendmachung ihrer Anſprüche, ſowie zur weiteren Beſchlußnahme auf
Freitag den 20. Juni l. J., Vormittags, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe und Annahme des Beitritts zum Beſchluſſe der Mehrheit der er— ſchienenen Gläubiger hiermit vorgeladen.
Butzbach den 25. April 1856.
Main Weſer⸗ Bahn. 771] Montag den 19. Mat, Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf der Station Vilbel die bei Er⸗ bauung eines Bahnwarthauſes im Hainborn vorkommenden Arbeiten und Lieferungen öffent⸗ lich in Akkord gegeben werden:
1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 223 fl. 23 kr. 5
menden verakkordirt werden: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 147 fl. 56 kr.
2) Steinhauerarbeit,„„ 11% 29„ 3) Zimmerarbeit, 1„ 24 24 4 Weißbinderarbeit,„„ 31 5 52
Friedberg, den 5. Mai 1856. Der Großherzogliche Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel
. 5 2) Steinhauerarbeit„ 55/ 50„ 2 Hochgeſand.
Grobherzogliches Landgericht Butzbach 3) Zimmerarbeit 1, 0 7 bel, Nu th, 0 See, ee, nealſchule zu Friedberg. Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. 5) Glaſerarbeit,„„ 32% 2% 801] Da mit dem 26. Mai ein neuer Lehr⸗ Holzverſtelge run g. 69 Schloſſerarbeit,„„ 127% 3% kurs beginnt, ſo werden die Eltern neuaufzu⸗ 1685] Montag den 19. Mai, Vormittags 9 7) Spenglerarbeit,„„ 25% 40„nehmender Schüler erſucht, ibre Anmeldungen Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Diede'ſchen 8) Weißbinderarbeit,„„„79„41% mündlich oder ſchriftlich in frankirten Briefen
Schneiderwalde dahier:
250 Stecken Buchenl⸗ Scheitholz von aus⸗ gezeichneter Schönheit und Güte,
6000 Buchen⸗Aſtholzwellen und
2000 Backwellen.
Sodann ſollen Mittwoch den 21. Mai, Vor⸗ reit. mittags 9 Uhr, in dem freiherrlich von Diede'— ſchen Kirchwalde dahier:
40 Stecken meiſtens anſtößiges Buchen⸗
Plan,
9) Lieferung von 14,000 Stück 2½“
dicken Backſteinen, Feldbrand 154„ 10) Lieferung von 50 Bütten Kalk 65„—„ Voranſchlag und Steigbedingungen liegen auf der Station Vilbel zur Einſicht be⸗
Friedberg, den 3. Mai 1856. Der Großherzogliche Sections⸗Ingenieur
der Section Vilbel
holz, Hochgeſand.
vorher an unterzeichnete Behörde zu machen. Bedingungen zur Aufnahme find: ein Alter von 10 Jahren, Fertigkeit im Leſen und Schrei⸗ ben, Kenntniß der niederen Orthographie, der Redetheile, der 4 Spezies in benannten und unbenannten Zahlen. Auch die Heimathskunde wird vorausgeſetzt. Friedberg den 13. Mai 1856. Großherzogliche Realſchuldirektion Prof. Dr. Ph. Dieffenbach.
Der Gemſen jäger. (Fortſetzung.)
Gleichwohl kniete der alte Hiob am Rande nieder, bog den Kopf über den Rand der Spalte hinaus und ſchrie einen gellenden Anruf hinab. Der Ton rollte dumpf und weithin längs dem Abgrunde fort, aber Hiob konnte trotz aller Aufmerkſamkeit, trotz des geſpannteſten Lauſchens keine Antwort vernehmen. Er bog ſich noch weiter hin— aus und ſtieß einen zweiten, endlich gar einen dritten Ruf aus, und nun erſt war's ihm, als hätte er einen Ton vernommen, aber ſo ſchwach und ungewiß, daß er noch zweifelte, als ob es nicht der Widerſchall des abtröpfeln⸗ den Schneewaſſers auf dem Grunde der Schlucht ſeie oder ein fernes Echo ſeiner eigenen Stimme. Bei weiterem Anrufen kam jedoch die Antwort weniger unbeſtimmt her⸗ auf und der Kryſtallſucher unterſchied, wenn auch nicht die geſprochenen Worte, doch eine menſchliche Stimme. Lebhaft ſprang er auf, entrollte raſch das Seil, das er über die Schulter geſchlungen trug, ſchlang das eine Ende feſt um einen eiſernen Dorn, den er in das Eis einge— trieben hatte, und warf das andere Ende gerade an der⸗ jenigen Stelle in die Spalte hinunter, wo er die Stimme
gehört hatte. Das Seil verſchwand ganz in der Tiefe des Riſſes und blieb einige Augenblicke frei ſchweben; über den Abgrund gebeugt, wiederholte Oheim Hiob fort— während ſein Aurufen, und endlich glaubte er zu ſeiner großen Freude zu bemerken, daß das Seil ſich ſtraff an⸗ ſpannte und bewegte, es begann ſchon in den Rand der Spalte einzuſchneiden. Der Greis kniete am obern Rande der Spalte, hielt ſich mit der Rechten an dem eiſernen Dorn und blickte in die dunkle Tiefe hinunter. Auf ein⸗ mal hörte das Schwanken des Seiles auf; derjenige, wel⸗ cher daran heraufkletterte, hatte innegehalten.„Nur Muth!“ rief der alte Hiob,„laß nicht nach! Nur ein tüchtiger Ruck mit dem Handgelenke!“ Der Strick blieb aber unbeweg⸗ lich hängen. Hiob beugte ſich voll Seelenangſt in die Schlucht hinab.„Friſch drauf!“ rief er mit noch lauterer Stimme;„ich bin's, Ulrich; ich, der alte Vetter Hiob. Der liebe Gott hat mich Dir zu Hülfe geſchickt; er will Dich retten. Hilf Dir ſelber, mein Sohn, wenn Du ein
Mann biſt, wenn Du die Mutter Trine und Vreneli wiederſehen willſt!/
Bei dieſem letzten Namen zuckte das Seil; ein Augen⸗ blick banger Ungewißheit trat ein, dann ſetzte ſich der
lich hohe Leibre
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