Ausgabe 
15.4.1856
 
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der dortigen Gr. Diſtrietseinnehmer Uebergangsſcheine bei der Ver⸗ ſendung ülbergangsftenerpflichtiger Gegenſtände auszuſtellen. IV. Niederſchlagung einer Umlage von 56 fl. der israelitiſchen Religions- gemeinde Oberklingen für 1855. V. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes Nidda für 1856. Vi. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Oppenheim für 1856. VII. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Ge⸗ meinden des Kreiſes Büdingen für 1856. VIII. Umlagen zur Be⸗ ſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes Darmſtadt für 1856. IX. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht;: am 12. März dem Pfarramtscandidaten Hüffel aus Lich, dermalen Pfarrvicar zu Ar⸗ heilgen, die evang. Pfarrſtelle zu Wirberg zu übertragen; 22. den von

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dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg⸗Birſtein auf die erledigte Stelle eines Lehrers an der Realſchule zu Offenbach präſentirten proviſoriſchen Lehrer an der höheren Töchterſchule daſebſt, br. Matthes, für dieſe Stelle zu beſtätigen; den Steueraufſeher Heinrich Graulich zu Groß⸗ gerau zum Zollaufſeher bei dem Hauptzollamte Mainz zu ernennen. X. Dienſtentbindung: am 5. März den ordentlichen Profeſſor der Mediein bei der Landesuniverſität Gießen, Dr. Wernher, von der ihm übertragenen Nominalprofeſſur der pathologiſchen Anatomie, auf ſein Nachſuchen. XI. Concurrenz für: die evangel. Pfarr⸗ ſtelle zu Votkartshein mit jährl. 583 fl.(Präſentation des Hrn. Grafen zu Stolberg Wernigerode und Gedern). XII. Geſtorben: am 20. März Schullehrer Heim zu Rüſſelsheim, 22. penſ. Zolleinnehmer

Kunz zu Mainz, 26. Kreisarzt Medicinalrath Dr. Möller zu Nidda.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Edietalladung.

1545] Die Stadt Friedberg beſitzt beſcheinigter⸗ maßen ſchon ſeit undenklichen Zeiten folgende Immobilien:

Gemarkung Friedberg:

Flur 1 6045 Kl. ſämmtliche Wege. Fl. 11 70 Kl. Bäche. Fl. II 10342% 0 Kl. Wege. Fl. 11 2420 Kl. Bäche. Fl. III 4515/0 Kl. Wege. Flur III 1080 Kl. Bäche. Fl. IV 2000 Kl. Wege, 1120 Kl. Bäche. Fl. V 2700 Kl. Wege, 80 Kl. Bäche. Fl. VI 1300 Kl. Wege, Fl. VII 1400 Kl. Wege. Fl. VIII 3520 Kl. Wege, 160 Kl. Bäche. Fl. IX 2311 Kl. Wege, 280 Kl. Bäche. Fl. X 1600 Kl. Wege. Fl. XI 880 Kl. Wege. Fl. XII 1700 Kl. Wege, 600 Kl. Bäche. Fl. XIII 960 Kl. Wege, 640 Kl. Bäche. Fl. XIV 360 Kl. Wege.

Gemarkung Ockſtadt:

Fl. XXVI 471 Kl. 3 die nicht auf ihren Namen, ſondern nur mit der angegebenen Bezeichnung im Allgemeinen im Flurbuche eingetragen ſind. Auf geſtellten Antrag werden in Gemäßheit des Art. 14 des Geſetzes vom 21. Februar 1852 alle, welche auf das Eigenthum dieſer Immobilien Anſprüche machen wollen, aufgefordert, ſolche binnen

drei Monaten

ſogewiß hier geltend zu machen, als ſonſt die Anerkennung des Erwerbes durch Verjährung auf Seiten der Stadt Friedberg angenommen, ſofort die zum Eintrage des Erwerbstitels ins Mutationsverzeichniß erforderliche Urkunde er⸗ theilt werden wird.

Friedberg den 27. März 1856.

Edietalla dung.

1547] Martin Groß Wittwe von Friedberg

Erben haben die Grundſtücke IV 164 188 Kl. am

Pfaffenbrunnen, VI 46 304 Klftr. Grabgarten

vor dem Mainzerthor verkauft, ohne ihr Eigen

thum urkundlich nachweiſen zu können. Auf ihren Antrag werden alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen

3 Monaten

unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß

ſonſt den Kaufbriefen die richterliche Beſtätigung

ertheilt und der Eintrag im Mutationsverzeich⸗ niſſe verfügt werden wird. Friedberg am 22. März 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1598] Die Beerndtung der Bahnböſchungen ſoll auf die Dauer des Sommers 1856 öffentlich verpachtet werden.

Die Zuſammenkunft iſt:

Dienſtag den 22. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Vilbel, für die dortige Ge markung.

Mittwoch den 23. April, Morgens 7 Uhr, auf der Station Großkarben, für die Ge markungen Kloppenheim, Okarben und Nie- derwöllſtadt.

Donnerſtag den 24. April, Morgens 8 Uhr, auf der Station Friedberg, für die Gemar⸗ kungen Friedberg, Fauerbach 11. und Bru⸗ chenbrücken.

Friedberg, den 7. April 1856.

Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur

Mobiliar-⸗Verſteigerung. 1599] Dienſtag den 22. April, Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn G. Kettinger in Friedberg nachſtehende Mobiliar⸗ gegenſtände meiftbietend verſteigert werden, näm⸗ lich: eine gute maſſive eichene Mange, vier Farbekeſſel, mehrere Bütten und Züber, 200 Druckformen, Druck- und Glätttiſche und ſon⸗ ſtige Färberei ⸗Geräthſchaften. Sodann auch Kommode, Schrank, Mehlkaſten, Haferkaſten,

1 Kartoffelpflug, einige Fäſſer, Eiſenwerk und

mehrere andere Geräthſchaften. Friedberg, den 8. April 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher d.

Eichenlohrinden⸗Verſteigerung.

[601] Die Verſteigerung der Eichen⸗Lohrinden in dem Ockſtädter Gemeindewald, Oberförfſterei Oberrosbach, Schlag Nr. X., ca. 596 Ctr., 18jähr. Stockausſchlag, ſollen Mittwoch den 16. April in dem Gaſthaus zum Hirſch dahier an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen verſteigert werden. Anfang der Verſteigerung präeis Vormittags 11 Uhr, wozu man Kaufliebhaber einladet; be merkt wird, daß die Bedingungen bis zum Ver⸗ ſteigerungstermin auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen liegen, auch iſt För⸗ ſter Gröninger beauftragt, auf Verlangen den Steigerern den Schlag, in welchem die Rinden geerndtet werden ſollen, vorzuzeigen.

Ockſtadt, den 8. April 1856.

Großherzogliches Landgericht Friedberg of m an.

des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger.

Publikum wohl freuen könnte, lägen demſelben nur allein edle Motive zu Grunde. Nur zu wahr iſt, daß zwiſchen beiden Vereinen bis jetzt nicht die freundſchaftlichſten Beziehungen geherrſcht haben, ja die meiſten der beider⸗ ſeitigen Mitglieder, welche ſich im gewöhnlichen Leben als gute Freunde und treue Nachbarn begrüßen, ſtehen ſich fremd und abgeſchloſſen gegen⸗ über, ſobald die Intereſſen der Vereine ins Spiel kommen. Und ſoll denn dies unerfreuliche Verhältniß für die Dauer fortbeſtehen? Wir hoffen nicht, denn ſo viel wir den größeren Theil der Mitglieder beider Vereine kennen, iſt es ihr aufrichtiger Wunſch, ein gegenſeitiges freund⸗ ſchaftliches Verhältniß zwiſchen beiden Vereinen hergeſtellt zu ſehen, und fehlt es dazu, wie uns ſcheint, nur an der geeigneten Vermittlung. Wir leben in der Zeit der Friedensconferenzen, ein aufrichtiger Schritt freund⸗ ſchaftlicher Annäherung von beiden Seiten genügt unſeres Erachtens und auch Friedberg wird Zeuge eines ſchönen Friedensfeſtes ſein. Dieſe Annäherung anzubahnen war der Zweck unſerer Zeilen und es ſoll uns von Herzen freuen, wenn wir dazu etwas beigetragen haben. Möchten deßhalb unſere Worte da, wohin ſie zielen, ſo freundlich aufgenommen werden, als ſie wohlmeinend geſchrieben ſind.

Brüder reicht die Hand zum Bunde!

Eine ſchöne Freundſchaftsſtunde

Schling' um Euch der Eintracht Band.

Laßt, was kleinlich ist, entfliehen!

Eurer Freundſchaft Harmonien

Seien treu und von Beſtand!

* Mit dem 16. d. M. ſieht man der Eröffnung der Saiſon in dem nahen Nauheim entgegen. Die Kurcapelle unter Leitung des Herrn

Muſikdirector Neumann, für welche neue tüchtige Mitglieder gewonnen ſind, wird gleichzeitig mit ihren Concerten beginnen, und deſſen dürfen ſich die Bewohner der Umgegend wohl freuen. Hunderte von Händen ſind in den noch unvollendeten Parkanlagen eifrigſt beſchäftigt und die große im Bau begriffene Trinkhalle wird in einigen Wochen vollendet ſein, ſo daß der Beſucher, der Nauheim vor einigen Monaten geſehen, jetzt ſchon höchlich ſtaunen wird, welche großartige Veränderungen und Verſchönerungen in den Umgebungen der Trinkquellen und des Kurhauſes erſtanden und im Entſtehen begriffen ſind. Die Arbeiten bei erneuerter Faſſung des großen Sprudels ſind ſo weit vorgeſchritten, daß alle Hoff⸗ nung vorhanden iſt, derſelbe werde mit Eröffnung der Saiſon, alſo nächſten Mittwoch, gegen 3 Uhr Nachmittags, aus ſeinem Verſtecke in den Tiefen der Erde hervorgelockt werden können und in der früheren Kraft ſeinen ſchäumenden Waſſerſtrahl in die Lüfte ſenden. Bei gün⸗ ſtiger Witterung darf Nauheim für dieſen Tag zahlreiche Gäſte aus der Nähe erwarten.

Ver ſchiedenes.

Heinrich IV. fand einſt in den Zimmern ſeines Schloſ ſes einen unbekannten Mann, den er fuͤr den Bedienten eines Vornehmen anſah. Er fragte ihn, wem er angehöre? Mir ſelbſt gehöre ich an! antwortete Jener, der den König nicht kannte, barſch.Freund, erwiderte der König lächelnd und drehte ihm den Rücken zu,da habt Ihr einen närriſchen Herrn!

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