Ausgabe 
12.9.1856
 
Einzelbild herunterladen

Friedber

1 Fricdbeng lende

usſaat.

Pfaſter u 897g

F. Schmittner.

gedeiht nicht,

2

Land mehr geerndtet werden könnte und beſſer zu bebauen ſei, als auf einem geviertelten und geachtelten. Der dickſte und fettſte Brocken wurde für Letztere beſtimmt, weil oft nur mit Verur⸗ ſachung von Schaden und Streit dahin zu kommen war, was Ch G. nicht achtet. Als vom Stadtrath die Anlegung eines Wegs da⸗

327

Bekanntmachung.

114931 Ich benachrichtige hiermit, daß ich zur Abänderung der Hüte der

bin berathen wurde, verweigerte er ſeine Bei⸗ ſtimmung und wollte binfort die Arcker der

Nachbarn verfahren; man lehrt's ihn zu unter⸗ laſſen. Um den Flächengehalt zu gleichen, wurde ein Schlüſſel(Winkelecke) eines Ackers des Ch. ab⸗ geſchnitten für J. und kam zu dem gekauften Acker des E. G., in dem er gelegen, wodurch dazwiſchen eine gerade Grenze gebildet wurde. Als zwei Jahre lang nach J. R.'s Tod über deſſen Hof⸗ raitbe geſtritten und E. G. auf keine Art zu vervortbeilen war, vervortteilte man im Ge⸗ beimen J. G. damit, daß ſie drei auf eigene Koſten gebaute Gebäude nochmals bezahlen mußte, bei Theilung der Baumgarten verkürzte und um obigen Schlüſſel betrog, wodurch man dieſen nicht bei amtlicher Beſtätigung auf den Tbeilzettel ſchrieb und von dem der Ch. G. ab⸗ zog. Jeder wird verkürzt, wer mit ihm zu tbeilen hat und ſollte es im Looſen geſchehen, wie Ch. S. bei einer Landkauftheilung und E. G. bei einer früheren Gartentheilung. Vier Jahre ſpäter, 1 Jahr nach J. G.'s Tod, im 22 Jahre des Beſitzes, nimmt Ch. G. den ab⸗ getretenen Schlüſſel wieder heimlich); E. G. widerſetzte ſich und wird mit ſeiner vorgebrach⸗ ten Wahrheit bei der Feldrüge von den Lügen des Ch. G. überſtimmt; es waren Ehrenlügen von einem Ehrenmanne, die gelten mehr als gewöhnliche. Der 22jährige Beſißz wurde da⸗ durch zum 22jäbrigen Benutz gemacht, weil er es zu Baumgärten erklärte. Unter 1000 Sach⸗ kennern müßte ein Narr nicht die Lügen er⸗ kennen. J. R. wird natürlich nicht einen Streifen Land zwiſchen zwei Aecker herausge- ſchnitten, er wird den ganzen oder halben Acker behalten haben. E. G. verlor den Acker, wurde geſtraſt, bezahlte die Koſten und hat auch noch über einen Streit mit demſelben Gefäng⸗ niß gebüßt. Naheres in einer ſpäteren Fortſetzung.

E. F. G.

) Er veränderte die Grenze, was er ſehr oft thut. auch eine Zeitlang gelingt, wie bei G. E. Erb, wo die fammtliche Abtretung dem Streit ein Ende machte. Als er einſt über ſeiner Grenze Land bebaute, fragte ihn Je⸗ mand, ob er das dürfe, er antwortete, ihm werde das zugelaſſen, aber dem Frager nicht. Auch verlegt er die zu leidenden Feldwege mik Gewalt von ſeinen Aeckern hinweg.

Großherzoglichen Civilbeamten vollſtändig eingerichtet bin, und ſehe Beſtellungen gerne franco entgegen. Für die Aenderung eines Hutes berechne ich 2 fl. 30 kr. Offenbach a. M., den 6. September 1856. Hutfabrikant.

14311 Mein Lager von Oefen, Heerden in den neueſten und elegan⸗ teſten Facons, nebſt Oefen und Feuerungsgeräthſchaften, ſowie engliſchen, franzöſiſchen und deutſchen Quincaillerie⸗Waaren, als: Lampen, Leuchter, Kaffee- und Theemaſchinen, lackirten Waaren, Brittania⸗Thee- und Kaffeeſer⸗ vicen, feinſten Tiſchmeſſern und Gabeln mit! Elfenbeinheft, ſowie vollſtändige Kücheneinrichtungen erlaube ich mir hiermit in empfehlende

Erinnerung zu bringen. Carl Marburg, Frankfurt a. M., Friedbergerſtraße Nr. 13.

Carl Leuchs, Uhrmacher

in Frankfurt a. M.,

Zeil Ur. 12 der Conſtabler-Wache gegenüber, 114291 empfiehlt ſich im Verkauf aller Arten Taſchenuhren, Stand⸗ und Nahmenuhren mit Garantie, auf das Sorgfältigſte abgezogen und regulirt, ſodann ver⸗ ſpricht er alle in ſeinem Fache vorkommende Reparaturen zur Befriedigung auszuführen.

Die

Renten- und Lebeusverſicherungs⸗Anſtalt zu Darmſta

9291 hat die Einrichtung getroffen, daß kleine Sterbfallkapitalien von 100 bis 300 fl. unter erleichterten Bedingungen bei ihr verſichert werden kön⸗ nen, wodurch auch den minder Bemittelten Gelegenheit geboten iſt, ihren An⸗ gehörigen fuͤr den Todesfall ſofort beziehbare Sterbegelder zu hinterlaſſen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bevollmächtigten der Anſtalt.) Darmſtadt, im Mai 1856. Die Direction.

*) In Friedberg Herr Kaufmann Heinrich Sahn. Butzbach Herr Bürgermeiſter Seippel.

Verſchiedenes. 8 Vertilgung des Haus ſchwammes. derſelbe zeigt gieße man ſo lange Holzſäure in die Fugen, Dieſes Mittel hat

bis er verſchwindet. bewährt.

Erneuerung der Appretur an getragenen Man loöſt ein Quentchen auf, legt den glatten oder broſchirten Appretur gegeben werden ſoll, auf eine Biegeldecke und befeuchtet mittelſt eines Schwämm⸗ chens einen Theil des Stoffes mit der Maſtix⸗Auflöſung; hierauf wird dieſe Stelle mit einem mäßig heißen Biegel⸗ gebiegelt, was wegen des Harzes einige Uebung und Geſchick Durch dieſe gleichmäßig fortgeſetzte r Glanz, der durch

Seidenſtoffen. ſechs Unzen Weingeiſt Seidenſtoff, welchem

eiſen trocken Schwierigkeiten bietet, zu überwinden ſind.

die aber durch

Operation erhält der ganze Stoff wiede

Waſſer(Regen) nicht zu Verluſt geht,

ſonſt gebräuchlichen Art(vermittelſt einer Auflöſung von

Tragant) der Fall iſt.

Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.

Pf. Th. in B. pro 56 5 fl., von einer Waiſe Poſtzeich. Gießen 1 fl., Wolfsheimer in Oberrosbach 15 kr., L. im Odenwald 3 fl., K. W. zu Büdingen 1 fl. 12, Chr. Schöll zu Niedermoxſtadt 1 fl., durch Aufſ. Scheuermann zu Marienſchloß von 6 Aufſ. 1 fl. 12, L. A. Fin⸗ ger, geb. Eyſſen, in Frankfurt 2 fl., durch den 2. ev. Pfr. Schmidt zu Hungen 5 fl., vom Matziildenſtifte bier pro 56 100 fl., durch Dekan Meyer zu Büdingen L. W. daſelbſt 2 fl., X. 1 fl. 21, Pfr. Lucius zu Jugenheim 1 fl. 45, Aufſ. Bolzer zu Marienſchloß 4 fl., Miſſionsfeſt in Butzbach 34 fl. 46 ¾, durch den ev. Verein zu Frankfurt 10 fl., Apoth. Eberwein zu Hungen 2 fl., durch Pfr. Hamann zu Hartenrod von Verſch. 3 fl. 30, J. Jung aus Kleinlinden pro 56 1 fl., Freiherr von Günderode zu Höchſt a. d. N. 11 fl., Freifrau und Freifräulein v. Günderode 13 fl. 30, X. 6 kr., Legat der hochſeligen Freifräulein Frie⸗ derike v. Stoſch, Palaſtdame J. K. H. der böchfiſeligen Großberzogin Louise 200 fl., durch Pfr. Hamann zu Hartenrod von J Müller daſ. 1 fl. 45, Frau Steuereinnehmer Prätoxius zu Butzbach 2 fl., Pfleggeld 220 fl., Rückvergütung 25 fl., Collekte in der Provinz Starkenburg 333 fl. 8, Opferſſock 17 fl. 21½. Summe der Einnahmen nebſt Kaſſenreſf vom Juli 1195 fl. 16 ½ kr. Ausgabe 910 fl. 58 kr., mithin Kaſſenvorrath 284 fl. 18½ kr. 8.

Dank, herzlichen Dank allen unſern Freunden und Wohlthätern!

Friedberg, den 1. September 1856.

Die Direktion

J. P. Sc ee x.

Wo ſich

ſich wiederholt

Maſtix in

wie dieſes bei der