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Eichenlohrinden⸗Verſtelgerung. [601] Die Verſteigerung der Eichen-Lohrinden in dem Ockſtädter Gemeindewald, Oberförſterei Oberrosbach, Schlag Nr. X., ca. 596 Ctr., 18jähr. Stockausſchlag, ſollen Mittwoch den 16. April in dem Gaſthaus zum Hirſch dahier an den
Strohhüte und Sonnenſchirme
1566] in großer Auswahl zu ſehr billigen Preiſen bei
G. Simon jun., neben den drei Schwerdtern.
Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung zu eröffnenden Bedingungen verſteigert werden. Anfang der Verſteigerung präeis Vormittags 11 Uhr, wozu man Kaufliebhaber einladet; be⸗ merkt wird, daß die Bedingungen bis zum Ver— ſteigerungstermin auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen liegen, auch iſt För⸗ ſter Gröninger beauftragt, auf Verlangen den Steigerern den Schlag, in welchem die Rinden
geerndtet werden ſollen, vorzuzeigen.
Ockſtadt, den 8. April 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt
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2 Fuß breite 14 Ellen lange
15641 von 6 kr. an, ſo wie feinere in einer Auswahl von 1200 der neueſten und mannigfaltigſten Muſter und Farben, 15 pCt. billiger als früher, ſämmt— lich aus der bedeutenden Fabrik von V. Scherer in Heidelberg, ſind ſtets auf Lager vorräthig bei
Louis Weis in Friedberg.
Holzverſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. 1602] Nächſten Mittwoch den 16. April und Donnerſtag den 17. April ſollen im Dittrikt Hain bei Ranſtadt nachſtehende Holzſortimente: Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer Ste ck e n Buchen 365 59 130 313 Eichen 25 19½ 35 11 Nadelholz— 75 24 93 24 Eichenſtämme von 8—29“ Durchmeſſer und 10-55“ Länge, 52 Buchen- und Hainbuchenſtämme v. 8—37“
Gegenſeitige
Hagelſchaden-Perſicherungs-Geſellſchaft fuͤr das Großherzogthum Heſſen. Landesherrlich beſtätigt unterm 17. Mai 1854.
1562] Indem ich mich auf die den ſeither Betheiligten gewordenen Rechenſchafts—
berichte beziehe, lade ich hiermit zu weiterer Theilnahme ergebenſt ein.
Zur Abgabe von Statuten, Antragsformularien, ſowie jeder etwa weiter gewünſcht werdenden Auskunft bin ich mit Vergnügen bereit.
Friedberg den 2. April 1856.
Heinrich Hahn.
Durchmeſſer und 6—45“ Länge,
137 Nadelſtangen von 3-5“ Durchmeſſer und 20-35“ Länge,
an Ort und Stelle verſteigert werden.
Die Verſteigerung beginnt jedesmal präcis] gegeben werden.
Ein kleines Wohnhaus [556] iſt bei mir zu vermiethen, auch können ein oder zwei Zimmer mit Möbeln davon ab⸗
Ein braver junger Menſch [604] wird in ein Specereigeſchäft als Aus⸗ ö laufer geſucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Carl Frick. Zu ver miet hen.
9 Uhr Vormittags und iſt die Zuſammenkunft 1 auf der Chauſſee im Hain. Werk⸗ und Nutzholz kommt am zweiten Tage zur Verſteigerung.
Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bis zum Betrage von 25 fl. Zahlungsfriſt bis Ende September d. J.
worden.
Zum Ausleihen.
Das Nadelholz ſowie ſämmtliches Bau⸗,[558] 2600, 1000, 800, 600, zwei mal 400 und einmal 300 fl. ſind mir zum Ausleihen 1 gegen gute gerichtliche Hypotheken übergeben Ein Fog is
Friedberg, im April 1856. Joſe ph Sir aus.
[605] Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann vom 1. Juli an be— zogen werden. Friedberg. Ernſt Philippi. [606] gleicher Erde im Hinterhauſe in der Üſa⸗Gaſſe iſt ſogleich zu vermiethen. Heinrich Müller's Wwe.
Ortenberg, den 5. April 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Pa ber ke x k. lden 1603] liegen in hieſiger Kirchenkaſſe gegen ge⸗ nügende gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen
—ĩ—[Wölfersheim gehörige
Werner, Kirchenrechner.
Verkauf eines Claviers. Ein Logis [592] Das dem aufgelöſten Geſangvereine in
[607] für eine ſtille Haushaltung iſt zu ver⸗ miethen und kann bis den 1. Mai bezogen
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boctavige gutgehaltene
Clavier ſoll Montag den 14. l. M., Nachmit⸗ werden. Friedrich Müller, tags 3 Uhr, im Schullocal daſelbſt öffentlicher Verſteigerung gegen Baarzahlung ausgeſetzt wer⸗ bereit. den, wozu Kaufliebhaber einladet. Oberrosbach, am 7. April 1856. ai am 11 N 25 5 Bangel, Gr. Schullebrer.
am Mainzerthor.
[608] hat zu verkaufen
Carl Diehl, Damenkleidermacher, in der Vorſtadt.
marken ſeiner Heimath erreicht hat; mit forſchendem ſcharf⸗ blickendem Auge durchmuſterte er in der wachſenden Helle der Morgendämmerung alle Spalten und Unebenheiten, welche der Schnee noch nicht ausgefüllt hatte, und entdeckte hier irgend ein Alpenpflaͤnzchen, dort ein erſtarrtes Inſekt, weiterhin einen Kieſel, die er alle laut benannte. Als ſie endlich die erſte Leiſte des Gebirgsſtockes erklommen hatten, überfluthete der Widerſchein der Morgenröthe, die auf den Berggipfeln glühte, ſie mit purpurnem Lichte und zeigte ihnen in verworrener Beleuchtung all die Felswände und Zinken des Eigers und der Schreckhörner, während das Grindelwaldthal drunten noch in ein tiefes Dunkel gebettet lag.
Vetter Hiob blieb ſtehen und ſagte:„Hier müſſen wir uns trennen, lieber Junge! Du mußt rechts gehen, ich links. Haſt Du meine Erklärungen auch recht begrif— fen, und kannſt Du den Heimweg wieder finden?“
„Ich hoffe es,, erwiderte Uli und ſah ſich um, als wollte er die Berghäupter wieder erkennen, die er ſeit mehren Jahren nicht mehr beſucht hatte.
„Du mußt anfangs jene Lehne hinanſteigen, gerade an jenen Büſchen von Föhren und Birken entlang.“ fuhr Hiob fort;„haſt Du ſie dann hinter Dir, ſo wirſt Du
einen Felsgrat finden, den Du zu anderer Jahreszeit leicht an den blauen Enzianſtrünken und an den Büſcheln von Wolfsmilch mit den rothen Dolden erkennen könnteſt, welche aber jetzt ganz unter dem Schnee begraben liegen. Bringe dann den Felſen, den Du zur Rechten haſt, in ge— rade Linie mit dem Eiger, und ſteige immer bis zu dem Steingerölle, wo noch jetzt die magern Bärlapppflanzen zwiſchen den Steinen hervorlugen, dann kommſt Du auf die große Hochfläche, wo Du Dich nur umzuſehen brauchſt, um Dich zurecht zu finden. Und nun laß uns ſcheiden; wir wollen uns Beide dem lieben Gott in ſeine treue Obhut befehlen, der unſern Fuß am beſten fuhren kann!“ Mit dieſen Worten nahm der Vetter Hiob die Mütze ab und faltete die Hände zu einem Gebet, das er nach der frommen Weiſe dieſer Gebirgsbewohner laut und in inbrünſtiger Andacht ſprach. Uli war ſeinem Beiſpiel gefolgt und hörte ihm aufmerkſam zu, die Hände auf ſei— nen eiſenbeſchlagenen Stock geſtützt.
(Fortſetzung folgt.)


