Kreis 3 95 eu Aſſeſſor
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krrisrarb a disraths:
Trcis⸗ Aſſeſſot.
Güter Verſteigerung. 114581 Donnerſtag den 11. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe auf freiwilligen Antrag der Ehefrau des Hrn. Lehrers Schwarz, Helene geb. Engel, dahter deren nachbeſchriebene in Friedberger, Fauer⸗ bacher und Ockſtädter Gemarkung gelegenen Güterſtücke öffentlich meiſtbietend unter ſehr vortheilhaften Bedingungen verſteigert: Gemarkung Friedberg: 2 Pag. u. Nr. Flur Nr. Klaftr.
r. 1 182%. 24 v. 25 5 113 141 Grabgarten vor dem Mainzerthor, 2 293/16 7 12 253 Acker an der Warte,
3 428/47 7 132 296 Acker im kleinen Wartfeld 49½ kr. Tilgungsrente,
4 3113/5 8 169 309 Acker auf der Krumm⸗ gaſſe, 48 kr. T.⸗R.,
5 6993/3 10 302 161 Acker am ftumpfen
Graben, 6440/6 5 Acker hinter dem 6 639/350 10 324 326 dicken Rain 55%, kr. Tilgungsrente, 7 600/15 11 206 293 Acker im Lachen⸗ feld, 17 kr. T.⸗R., 13 139 328 Acker im Großgal-⸗ genfeld, 36 kr. T.⸗R. Gemarkung Fauerbach I.: 9 97/49 126 Ruthen Acker in der Oſter⸗ luzei, 59 kr. Tilgungsrente, Gemarkung Ockſtadt: 10 844/ Flur 9 Nr. 236 80[◻UKlftr. Acker, Gewann bei des Ciriax Aepfelbaum. Friedberg am 2. September 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher e
Bekanntmachung. 11474] In Sachen der Johannes Mootz. Eheleute, früher auf dem Hofe Obergruben⸗ bach, jetzt zu Niederohmen, Kläger gegen Konrad Schäfer III., früher in Rendel, jetzt auf dem Hofe Obergrubenbach, Be⸗ klagten, Gutsverkauf betr., ſoll auf Erſuchen Großherzoglichen Landgerichts Vilbel das dem Beklagten im Eigenthum zugehörige zehnt⸗ freie und nur mit etwa u6 fl. jährlicher Til⸗ gungsrente belaſtete, der Gemarkung Nieder- ohmen angehörende, übrigens faſt ganz ge⸗ ſchloſſene zu 16605 fl. taxirte Gut Hof Ober- grubenbach, auf welches bei der am 10. März d. J. abgehaltenen erſten Verſtei⸗ gerung bereits 9000 fl. geboten worden,
8 445%
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Dienſtag den 30. d. Mts., Vorm. 11 Ubr, durch Großherzogliches Ortsgericht Nieder- obmen auf dem dortigen Rathhauſe unter den alsdann eröffnet werdenden Bedin- gungen öffentlich verſteigert werden.
Zu dieſem Gute gehören 2 Wohnhäuſer, 2 unter einem Dach befindliche Scheuern, Stal— lungen und ein Backhaus. Dasſelbe enthält 128½ heſſiſche Morgen, darunter/ Morgen Hofraithegrund, 29 Morgen Wieſen, 84½ Mor⸗ gen Ackerland, 14 Morgen Kiefernwald von 30jährigem Beſtande und ſteht dem Gute, in⸗ ſoweit es geſchloſſen, die alleinige Schafweide⸗ berechtigung zu.
Dabei wird bemerkt, daß das Gut nahe bei dem großen Dorfe Niederohmen, noch näher aber bei dem Hofgut Sorge(wo ein ſehr ſolventer Frankfurter mit Erfolg Landwirthſchaft betreibt) liegt, nur 2 Stunden von der Kreis- ſtadt Grünberg, in welcher bekanntlich in jeder Woche einer der bedeutendſten Frucht⸗ märkte des Landes abgehalten wird, und wohin eine ſehr bequeme Kunſtſtraße führt, auch nur wenige Stunden von der Main-Weſer⸗Eiſenbahn entfernt iſt u. ſ. w.
Wir laden Kaufliebhaber unter dem Anfügen hiermit ein, daß das Gut täglich eingeſehen und alles Nähere in Bezug auf ſolches, die Verſteigerungsbedingungen ꝛc. bei dem Orts- gerichte Niederohmen erfahren werden können, daß jedoch nur ſolche Perſonen zum Mitbieten werden zugelaſſen werden, deren Zahlungsfähig⸗ keit entweder offenkundig iſt, oder ſofort glaub⸗ haft nachgewieſen wird.
Grünberg den 1. September 1856.
Großberzogliches Landgericht Grünberg Welcker.
Für Glockengießer. 11475] Montag den 15. l. M., des Mittags um 12 Uhr, ſoll auf unſerem Büreau die Lie⸗ ſerung einer 150 Pfd. ſchweren Glocke unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden.
Bellersbeim den 3. September 1856. Großherzogliche eee Bellersheim o p p.
Holzverſteigerung. 11476] Da die am Donnerſtag den 4. Sep⸗ ſember l. J. abgehaltene Holzverſteigerung(Back⸗ bolz) von 1225 Gebund Ginſtern- und Heiden⸗ wellen den Abſchätzungspreis nicht erreicht hat, wird daſſelbe Donnerſtag den 11. d. M., Mor-
gens 9 Uhr, auf Ort und Stelle nochmals ver⸗ ſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Ausgang des Viehtriebs. Ockſtadt am 6. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger.
Grummetgras⸗Verſteigerung. 11477] Donnerſtag den 11. ds. Mts., Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſoll bei Wirth Stein da⸗ hier das diesjährige Grummetgras von eirca 40 Morgen gemeinheitlichen Wieſen an die Meiſtbietenden in einzelnen Abtheilungen ver⸗ ſteigert werden.
Beienheim, am 4. September 1856.
Großherzogliche 1 Beienheim u t h.
Arbeits⸗Verſteigerung. 114781 Donnerſtag den 11. Sept. d. J., des Vormittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Gemeindehaus nachbenannte Arbeiten und Lie⸗ ferungen öffentlich in Accord gegeben:
a) Anlegung von Durchläſſen: 1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 21 fl. 30 kr. 2) Anliefern der Mauerſteine n 3) Anliefern des Sandes 7%, 4) 6 Bütten Kalk zu liefern 9„=„ b. Die Handarbeiten der Vieinal⸗ wege außerhalb des Orts zu 100„—„ Florſtadt, den 3. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner.
Grasverſteigerung. [1479] Donnerſtag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe das Gras von der Bleiche und der Pfingſtweide, circa 30 Morgen haltend, in einzelnen Abtheilungen ver⸗ ſteigert. Niederwöllſtadt, den 6. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederwöllſtadt Stoll.
Grummetgras⸗Verſteigerung.
[1480] Mittwoch den 10. September, Morgens
um 10 Uhr, wird die Grummeternte von der
Sauweide in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend
verſteigert.
Friedberg, den 8. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
2500 bis 3000 fl. 11450] liegen bereit auf Güter in Oberheſſen baldigſt anzulegen durch J. Amb mo ius; Geſchäftsagent in Frankfurt, Markt 37.
auch vielleicht bei der erſten Anlage nicht der Fall ſein ſollte, ſo erweiſen ſie ſich doch jedenfalls dadurch billiger, daß eine einmal richtig ausgeführte Drainagenanlage wohl gar keiner weiteren Unterhaltungskoſten, wie dieſes bei offenen Gräben der Fall iſt, mehr bedarf. Die Koſten ei— ner Drainagenanlage ſind jedoch durch mancherlei Umſtände, durch die Beſchaffenheit des Bodens, durch das größere oder geringere natürliche Gefäll des Bodens, durch den größeren oder kleineren Complex, welcher drainirt werden ſoll, und dergleichen mehr bedingt. Man kann jedoch durchſchnittlich annehmen, daß ſich die Koſten einer aus— zuführenden Drainagenanlage auf einem Complex von nicht weniger als 5 Normalmorgen, der in allen Theilen mit Röhrenſträngen belegt wird, von 12 bis zu 30 fl. per Normalmorgen à 400 UKlafter belaufen. Bringt man nun nicht allein den außerordentlichen Effekt, den ſie in Bezug auf die allgemeine Fruchtbarkeit des gan— zen Grundſtücks hervorbringt, ſondern auch noch das gewonnene und der Befruchtung wieder gegebene Gelände in Anſchlag, welches durch offene Gräben derſelben ent— zogen worden war, ſo ſind dieſe Koſten gegen die gewon⸗ nenen Vortheile gewiß ſehr gering.
Die Drainröhren konnen nicht auf jeder Ziegelei
gefertigt werden, weil einerſeits in der Nähe von jeder Ziegelei nicht der entſprechende Thon gefunden werden kann, und es andererſeits zur Formung derſelben einer be— ſonderen etwas koſtſpieligen Drainröhrenpreſſe bedarf. Der zu Drainröhren geeignetſte Thon beſteht aus 60% Thon— gehalt und 40% Sandgehalt. Sie werden bis jetzt auf der Ziegelei von Sauerbier in Butzbach, in Ranſtadt, Laubach und Lauterbach gefertigt. Die Drainröhren wer— den 12 Zoll lang und in verſchiedenen Dimenſionen und zwar von 1—5 Zoll lichter Weite angefertigt. Bis jetzt wurden die Drainröhren größtentheils von der am näch ſten liegenden Ziegelei von Sauerbier in Butzbach für fol— gende Preiſe bezogen:
1) 1000 Stück 1 zoͤllige ft 30 kr.
22„„ 1½„ 13„ 30„
2
39 7. 7 79 16 77 30 71 4)„„ 2% l 50 7 5 3 7.„ 60 7. 7 3½ 7 27 5 7 7 7 4 7. 30 1 80 7 1 4 7. 33 N 9 7 7 5. 36 n (Schluß folgt.)
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