Ausgabe 
7.10.1856
 
Einzelbild herunterladen

95 et

SS 3 282 2 8 A7 8

1

OOO gν⁴˙» Sepn v

5 Friedberg.

3

apitalien von

den kan een tor

tection.

355

Indem wir unsere

Journal-Lese-Anstalt.

zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empſchtende Erinnerung bringen, laden Wir zur gelfalligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetzt in derselben 22 Zeitschriften, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind.

Die näheren Abonnements- Bedingungen wie das Verzeichniss der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten.

Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung.

Große Auswahl

fertiger Damen-Mäntel für Herbſt und Winter, zu ſehr billigen Preiſen, bei 1612 f Moritz Weiler,

Zeil 45, der Poſt gegenüber, in Frankfurt a. M. 11613) Bei Franz Benjamin Auffartbh in Frankfurt a. M. iſt erſchienen und in C. Bin dernagel's Buchhandlung in Friedberg vorräthig:

Deer

Staatsdienſt im Großherzogthum Heſſen

gegenüber l den Forderungen der Zeit

N in Bezug auf Beſoldungserhöhnng, mit beſonderer Berückſichtigung der widerruflichen Anſtellungen und des ſtän digen Gehülfendienſtes nebſt unmaßgeblichen Vorſchlägen zu den in dieſer

5 Beziehung zu bewirkenden Reformen. Freimüthig geprüft und gewidmet dem Veamtenſtande im Großherzogthum Heſſen

von Ludwig Speyer, Großherzoglicher Oberſteuer⸗Canzliſt und Inhaber der Königlich Würtembergiſchen

goldenen Civilverdienſt⸗Medaille. Preis 9 Kreuzer.

11431] Mein Lager von Oefen, Heerden in den neueſten und elegan⸗ teſten Facons, nebſt Oefen- und Feuerungsgeräthſchaften, ſowie engliſchen, franzöſiſchen und deutſchen Quincaillerie-Waaren, als: Lampen, Leuchter, Kaffee- und Theemaſchinen, lackirten Waaren, Brittaniga-Thee- und Kaffeeſer⸗ vicen, feinſten Tiſchmeſſern und Gabeln mit Elfenbeinheft, ſowie vollſtändige Kücheneinrichtungen erlaube ich mir hiermit in empfehlende

Erinnerung zu bringen. Carl M ar bur g. Frankfurt a. M., Friedbergerſtraße Nr. 13.

Aepfel, Ver ſle gerung. [1618] Die Aepfel auf den Grundſtücken der hieſigen Gemeinde, taxirt zu 15 Malter, ſollen Donnerſtag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden.

Bodenrod, den 2. October 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Bodenrod Were

Güter ⸗Verſteigerung. 11614] Die Clotz'ſchen Erben beabſichtigen das

ihnen zuſtehende, in den Gemarkungen Oſtheim, Fauerbach I., Hochweiſel, Niederweiſel und

Obermörlen gelegene Gut in einzelen Stücken

und Abtheilungen meiſtbietend zu verſteigern. Zur Zahlung des Kaufſchillings werden gjäh rige Termine geſtattet und mit der Verſteige⸗ rung ſelbſt Montag den 17. November, Vormittags 9 Uhr,

auf dem Rathhaus in Oſtheim der Anfang ge macht.

Zu verkaufen.

[1615] Auf dem Hofgute in Fauerbach II. ſind 20 Morgen Stoppelrüben zu verkaufen.

Heinrich Leonhardt.

Saatkorn,

[1616] in ſehr ſchöner Qualität, iſt zu haben

bei B. Sie ſel, Frankfurt a. M., Allerheiligengaſſe Nr. 32.

Gefunden.

11617] Am 5. d. M. fand ich auf dem Wege von Obermörlen nach Hochweiſel eine ſchwarz und weiße Strohtaſche mit ungefähr ½ Pfund Kaffee, ½ Pfund braunen Zucker, einer mit weißen Spitzen beſetzten Frauenmütze und einem Haferſack. Gegen Bezahlung der Inſeratge bühren können dieſe Gegenſtände auf der Bür germeiſterei Münſter in Empfang genommen werden. Jakob elf hem, Pflaſtrermeiſter zu Niedermörlen.

Legen am fleißigſten aller in der Welt bekannten Sorten.

Die Brahma-Putra-Hühner ſind von ſchöner glän⸗ Sie legen alle Tage Eier von

zender ſilbergrauer Farbe. 5 bis 8 Loth Schwere, ja ſogar manchmal vier Stück den Tag. Bei guter Behandlung legt eine Henne 200 bis 250 Eier in einem Jahre; ja es ſind Beiſpiele dageweſen, daß 300 Stück von einer einzigen Henne gelegt wurden; freilich darf man ſie in dieſem Falle nicht bruͤten laſſen. Will man ſie aber brüten laſſen, ſo gibt es keine beſſeren Bruthennen. Sie ſind ſehr zahm, fliegen oder ſteigen nicht; eine Einfriedigung von Fuß Höhe iſt hinrei chend; ſie ertragen den kälteſten Winter und müſſen nie einen warmen Stall haben. In der Regel fangen ſie im November zu legen an und legen das ganze Jahr fort, bis ſie im September mauſern, wo ſie dann ſechs bis acht Wochen ausſetzen. Bei 24 Grad Kälte haben ſie alle Tage ihr Ei gelegt. Sie fangen ſelten Streit an, laſſen ſich aber auch von anderen Hühnern nichts thun. Sie begnügen ſich mit dem ſchlechteſten Futter, ſind nicht gefräßig und wohlfeiler zu halten, als die gewöhnlichen deutſchen Hühner. Sie ſind gar nicht genug zu empfeh len, indem ſie in ſich alle guten Eigenſchaften vereinigen,

ohne daß eine einzige Untugend an ihnen wahrgenommen worden iſt. Die Shangan-Hühner ſind von ſchöner goldgelber Farbe, der Hahn etwas dunkler und eben falls ſo groß als die Brahma's legen aber nicht ſo fleißig und auch nicht ſo große Eier als obige; im Uebri gen ſtehen ſie ihnen aber in nichts nach.

In der Nähe von London ſteht ein merkwürdiger Weinſtock, der wahrſcheinlich ſeines Gleichen in Europa nicht hat. Er iſt 1768 gepflanzt worden. Sein Stamm hat 64 Zoll im Umfang; ſeine Zweige bedecken einen Raum von 23,000 Fuß; er trägt für gewöhnlich 2000 Trauben mit ſchöͤnen ſchwarzen Beeren. Im Jahre 1835 wogen die von dieſem Stocke geernteten Trauben nicht weniger als 400 Pfund. Von einer beſonders reichen Ernte gewährte der Ertrag über 2050 Thlr.

Die in Böhmen vorgenommenen Impfungen gegen die Lungenſeuche haben ſich als von dem beſten Erfolg begleitet gezeigt.