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Srunebaum.
Urs.
Friedberger Jutelligenzblatt.
Erſcheint wõ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährt. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen
fl. 1. 30 kr.
Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e
Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder de ren Raum
ſammen 7 kr.
Nu 79.
Dienſtag, den 7. Oktober.
Amtlicher Theil.
Ernennungen.
Zum Buͤrgermeiſter und Beigeordneten für die Gemeinde Ockſtadt wurden ernannt: 10 Der ſeitherige Bürgermeiſter Johannes Gröninger XI. zum Bürgermeiſter und i 2 Johannes Platz II. zum Beigeordneten; was hiermit zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg, den 1. October 1856.
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Großherzogliches Kreisamt Friedberg. In Verhinderung des Kreisraths:
Beauclair, Kreisaſſeſſor.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Oeffentliche Aufforderung. 11588] Die Erben des im Jahre 1824 kinder los verſtorbenen Johannes Schmidt in Langen— hain haben deſſen Immobiliarvermögen zur Ver— äußerung gebracht, können jedoch das Eigenthum hierzu urkundlich nicht nachweiſen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus dem dahier offen lie⸗ genden Flurbuͤchsextracte erſehen werden kann, find innerhalb 6 Wochen dahier geltend zu ma⸗ chen, widrigenfalls die Kaufbriefe beſtätigt wer⸗ den und deren Eintrag in das Mutationsver⸗ zeichniß verfügt wird.
Butzbach, den 27. September 1856. Großberzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth,
Landrichter. Landgerichts Aſſeſſor.
Main⸗Weſer⸗ Bahn. [1584] Zur Uniformirung des Zugsperſonals ſoll die Lieferung von 24 Paletots, 24 Röcken, 24 Hoſen und 24 Mützen, veranſchlagt zu
1260 fl., auf dem Submiſſionswege in Accord gegeben werden, worüber die Bedingungen bei der unterzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote bis längſtens den 15. Oktober l. J., des Vormittags 10 Ubr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uni— formirung betreffend einzureichen ſind. Gießen, den 30. Sept. 1856. Großherzogliche Magazins-Commiſſion Lauben heimer.
Verkauf der alten Thurmuhr auf der Burgkirche zu Friedberg. [1605] Der Verkauf obiger Uhr ſoll Montag den 20. Oktober, Vormittags 10 Uhr, im Gaſt. hauſe zur Stadt Frankfurt dabier im Wege öffentlicher Verſteigerung vorgenommen werden. Die vorherige Beſichtigung der Uhr iſt zu jeder
Zeit ermöglicht. Friedberg den 2. Oktober 1856. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg
S ü- f fert.
Bekanntmachung. 1606] Die Anlieferung zweier zur Zucht taug⸗ lichen Ziegenböcke für die Stadt Friedberg ſoll an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Anerbietungen find binnen 8 Tagen bei Groß⸗ berzoglicher Bürgermeiſterei dahier einzureichen.
Friedberg den 3. Oktober 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Verſteigerung.
[1607] Montag den 13. Oktober d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen die zum Nachlaß des ver⸗ ſtorbenen Wagnermeiſters Adam Stahl III. dahier gehörigen Gegenſtände: 1) ſämmtliches Wagnerhandwerksgeſchirr, 2) die zum Pumpenmachen gehörigen Bohrer, 3) ein ſchöner Vorrath von Werkholz und 4) zwei ½ Jahr alte Schweine meiſtbietend verkauft werden. Burggräfenrod am 3. Oktober 1856. Großherzogliches Ortsgericht Burggräfenod Mo ſcheroſch.
Als intereſſanter Beitrag
zur Statiſtik der Gewitter und Blitze
nur ſelten auf die Dampfſchiffe, die Locomotiven, die eiſer— nen Schiffe und Häuſer oder in die großen Eiſendepots fällt.
Von hundertfünf(von 1831 bis 1854) auf Cuba geſam⸗ melten Fällen iſt ein Sechstheil tödtlich geweſen. Es wird ein ſeltner Fall erzählt, wo der Blitz auf einen Palmenbaum fiel und auf ſeine trocknen Blätter das Bild der Fichten, die 400 Meter entfernt ſtanden, eingrub, als wenn es mit einem Grabſtichel ausgeführt wäre. Dieſer durch die Wirkung des electriſchen Lichtes erhaltene Eindruck übertrifft an Schön— heit alle jetzt bekannten. Schließlich ward in der erwähnten Sitzung der pariſer Akademie auch ein Mittel für die vom Blitze Getroffenen bekannt, das ſich allerdings durch ſeine große Einfachheit empfiehlt. Es beſteht in unmittelbaren Uebergießungen des ganzen Körpers mit einer Quantität kalten Waſſers eine Stunde lang, bis die getroffene Perſon oder das getroffene Thier ein Lebenszeichen von ſich gibt. Es ſcheint, als ob dieſes Mittel in den nordamerikaniſchen Staaten allgemein und mit beſtem Erfolge angewendet würde. Wenigſtens ſind erſtaunlich viele Fälle angeführt, wo der Erfolg nichts zu wünſchen übrig ließ.— Möchten doch auch in Deutſchland mit dieſem ſo einfachen Heilverfahren Verſuche angeſtellt werden. Wir haben ſo mancherlei aus
diene folgendes: In einer Sitzung der franzöſiſchen Aka— demie kamen Betrachtungen über die Gewitter und die jährlichen Opfer des Blitzes in den Vereinigten Staaten Amerika's und der Inſel Cuba zur Sprache. Die Gewitter ſind dort während des ganzeu Jahres, vorzüglich aber im Sommer, ſehr häufig und tragen den Charakter eines wah— ren Sturms an ſich, der die ganze Oberfläche des nord— amerikaniſchen Continents mit einer großen Rapidität durch— läuft und die von ihm berührten Orte verwüſtet. Am 19. Juni 1848 verbreitete ſich eins dieſer Gewitter über eine Fläche von 700 Meilen und zwar an einem Tage. Man findet die Urſache dieſer Gewitter in dem Zuſammentreffen zweier entgegengeſetzten Luftſtrömungen und zwar von ver— ſchiedenen Temperaturen, und der dadurch bewirkten elec— triſchen Entladung. Von 692 Blitzſchlägen, in einer Periode von ſechsundvierzig Monaten in den Jahren 1842 bis 54, waren 262 tödtlich und 430 nicht tödtlich. Uebrigens iſt es eine bemerkenswerthe Thatſache, daß, ſo viel Brände der Blitz ſonſt verurſacht hat, er in den Vereinigten Staaten


