der.
Funas
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1325] Die neueſte Muſterkarte der Herren von
Mannheim in ordinären, Glanz⸗, Silber⸗ Gold⸗ Tapeten iſt wieder eingetroffen und empfehle ich mich zu geneigten Beſtellun—
gen beſtens. N a uh eim.
13261 Eine Parthie Tuch, Weſten⸗ und Hoſenzeuge, Chales,
Sehlips u. dgl. m., erlaſſe ich, um damit vollſtändig zu räumen, unterm Fabrikpreiſe.
gegen gleich baare Zahlung 10 pCt. billiger.
Nauheim.
Derblin& Pehl
Herm. Auffartgh.— F. D
Herm. Auffarth.
.„
eienr An n.
8 333] Alle Sorten Saamen ſind friſch und
acht zu haben bei
Friedberg den 27. Februar 1856.
amm. Mein Pinter ba u 8
[3321 iſt zu vermiethen.
Ertedberg. K. Ludwig, Spenglermeiſter
Ein vollſtändiges Logis [302] iſt in meinem neuen Haus zu vermiethen und kann alsbald bezogen den.
G. Fr. Schweitzer.
En parthie
Tapeten
Eine freundliche Wohnung 359] im mittleren und oberen Stock meines 05 Hauſes iſt für eine Familie zu vermiethen.
9. Beſchſtein.
(aus der rühmlichſt bekannten Fabrik von von Derblin 8 Pehl in Mannheim) Zu vermiethen.
1327] in allen moglichen neuen Deſſins und zu den von der Fabrik vorgeſchrie—
beuen Preiſen empfiehlt
Friedr. Schleuning.
Muſterkarten ſtehen jederz eit zu Dienſten.
[350] in großen und kleinen Parthien, 1½ Kreuzer pr.
unter billigen Bedingungen.
Verkauf von neuen und gebrauchten Zwilch- und Tuch toffel⸗, mit und ohne Naht, billigſt in der
Verleihen von Fruchtſäcken Epe d e e, Woche das Stück. 5 Verleihen von Kartoffel-, Aepfel⸗ ꝛc. Säcken
„ Mehl-, Aepfel⸗ ic. Säcken, Matten⸗ und Salzfäcken, Geldſäcken Schocktuch, Packtuch, Canefas, Zwilch ꝛc. ic.
Sack⸗ Leih- Anſtalt von
S. Keßler, Kannengießergaſſe Nr. 4 in Frankfurt a. M.
[360] Ein Logis iſt zu vermiethen bei
Friedberg. Joh Heß, Kunſt⸗ und Handelsgärtner. 0
Ein Lehrling [361] kann bei einem Schmiedemeiſter auf dem Näheres bei der
Zu verkaufen. 1362] Unterzeichneter verkauft eine Schäfer⸗ hütte in gutem Zuſtande nebſt 16 Stück Pferch⸗ horden, zwei Sechpflüge, einen Schaufelpflug, zwei Eggen, 15 Stück Maſthämmel und 18 Stück vierzähnige und Jährlinghämmel, ſechs Schaafe mit Lämmern.
Weckes heim. Martin Hilger II.
3 u Verkaufen. [363] 60- 70 Körbe Dickwurz und Kohlraben
hat zu verkaufen Bauernheim. Gotth. Walther.
Frucht⸗, Kar⸗
Garten Verpachtung. [364] Einen Garlen in der Stadt, hinter der
Saͤchſiſchen rothen Kopf⸗ Kleeſaamen, Poſt, hat zu verpachten
1324] ſchöne Qualität, zu beziehen N
Joh. Jac. Fr. in Frankfurt a. M.
eiern Abgefallener oder ſaurer Aepfelwein 1365] wird gekauft von Gaſtwirth Vaillant
Nau,
Offene Lehrlingsſtelle.
in Bad Homburg. Ein Mädchen
1 Strohhü 1321] Bei L. Schmidt, Conditor in Nau⸗ tro üte[366] wird in ein hieſiges Putzgeſchäft in die
heim, kann ein ſolider junger Menſch aus achtbarer Familie in die Lehre treten.
275] werden gewaſchen und neu fagonirt. bei S. G. Simon jun. d. Blattes.
Lehre geſucht. Zu erfragen bei der Expedition
Soldat den Säbel. Kaum war ſie über die Schwelle ge— treten, ſo ſuchte ihr Blick im Halbdunkel der Stube Vre— neli und Uli, welche der Eintritt der Alten mitten in ihren vertraulichen Mittheilungen unterbrochen und ſehr verlegen gemacht hatte. Sie zog langſam den einen Arm aus dem Weidenſtrang, der an dieſer Butte ſtatt des Tragriemens diente, und ſagte dann mit einem gewiſſen Spotte:„Ei ſeht doch, da iſt ja Geſellſchaft! Alſo Du biſt hier, Uli?“
„Grüß' Euch Gott, Baſe!“ verſetzte der junge Mann vortretend und bot der Alten die Hand.„Ja, ich bin von Meyringen heraufgekommen und wollte'mal ſehen, wie es Euch geht.“
„Ja, ja, und da haſt Du Dich bei Vreneli in aller Heimlichkeit darnach erkundigt, nicht wahr?“ rief die Alte. „Aha, ich hab' ſchon was gemerkt. Aber ich will meine Gäſte doch auch von Angeſicht ſehen! Zünde einen Licht— ſpan an, Vreneli!“
Während das Mädchen gehorchte, nahm Mutter Trine ihre Butte vollends ab und ſtellte ſie in einen Winkel, trat dann in den erhellten Theil der Stube hervor und warf einen raſchen Blick auf Uli und ihre Enkelin. Wo iſt denn Hans? iſt er noch nicht zurück?“ fragte ſie.
Vreneli verneinte und die Ahne wandte ſich zu Uli: „Ja, der Hans iſt ein ganzer Junge,“ ſagte ſie mit be— ſonderer Betonung;„der Burſche hat nicht Raſt noch Ruhe; das Brod, das wir hier im Hauſe eſſen, verdient er da droben, hoch über den Gletſchern. Du haſt wohl daran gethan, ein anderes Handwerk zu wählen, Junge: die Gemſen laufen zu flink für einen, der lieber die Füße auf den warmen Herd ſtreckt.“
„Ich hab' auch allen Grund, mich jeden Tag daruber zu freuen, daß ich umgeſattelt habe,“ erwiderte Uli und bemerkte den Hohn nicht, der in den Worten der Ahne lag.
„Seht her, Großmutter! Ulrich hat uns hier Proben von ſeiner Arbeit und Geſchicklichkeit gebracht!“ rief Vreneli, welche ſich in's Mittel legen wollte,„ſeht nur her, Ahne, was für ein Tauſendkünſtler er geworden iſt!“ Damit leuchtete ſie mit dem Kienſpan über einen ſchön geſchnitzten Becher in Form einer Tulpe, wie ihn ſeither alle Holz— ſchnitzer nachahmen, wozu aber Uli zuerſt die Idee und den Anſtoß gegeben. Mutter Trine würdigte ader die Arbeit kaum eines Blickes und fragte mit einem gewiſſen Staunen;„Gibt es denn Leute, die ſolch geſchnitztes Holz hier kaufen?“(Fortſetzung folgt.)


