Ausgabe 
5.12.1856
 
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de Belge)

Friedberger Intelligenzblatt.

Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen

fle

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. erden Selen mr

Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum

ſammen 7 kr.

Nu 96.

Freitag, den 5. Dezember.

1856.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Teppich⸗Verſteigerung. [1860] Freitag den 12. d. M., des Vormit⸗ tags von 9 Uhr anfangend, ſoll in dem hie⸗ figen Militär⸗Lazareth eine bedeutende Anzahl

We

ausrangirter Bettteppiche gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. ne Friedberg, den 1. Dezember 1856. 2 S In Auftrag der Lazarethinſpection: 2 S 2 87 8

Hoffmann, Lieutenant. 8 9 r Material- Lieferung. een 2 5

für die Braunkohlengrube Wilbelms⸗ 8 5

hoffnung bei Dornaſſenheim.

L1861] Mittwoch den 10. Dezember l. J., 25 Nachmittags um 2 Uhr, ſoll auf der Braun⸗ 105 S 2 kohlengrube Wilhelmsboffnung die Lieferung G S des Oels, der Dielen und Latten für das erſte 2 2 Semeſter, und die der Schachtpfähle für das] S 8 ganze Jahr 1857 auf dem Soumiſſionswege* 2* vergeben werden.* S Die Soumiſſionen ſind mit der Aufſchrift S

Lieferungen von.. betreffend an den Unterzeichneten franco einzuſenden und können die Vergebungsbedingungen vom 1. Decbr.

11863] empfiehlt

J. J. an eingeſehen werden. N Reichelsheim, den 29. November 1856. Sſch mi d, 12. proviſor. Bergcontroleur. 118431 empfehle ick Gefunden.

[1862] Den 6. Nov. l. J. iſt auf der Saline zu Nauheim ein Burnus gefunden worden. Derſelbe kann gegen Rückzahlung der Inſera⸗ tionsgebühr bei dem Salzverwalter Pfeffer in Empfang genommen werden.

Feine geſtickte

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eine Parthie

ihnachtsgeſchenke

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Gerſon Schulhof in Friedberg.

Ju Weihnachtsgeſchenken

außer meinen Mode- Artikeln Portefeuille Waaren zum Fabrikpreis..

Cigarren⸗Etuis, Geldtäſchchen und Damen-Nécéssaires.

S. G. Simon.

Von der Verfälſchung der Nahrungsmittel. (Fortſetzung.)

Der vielſeitigſte Betrug wird mit dem ſogenannten chineſiſchen Thee getrieben, und zwar nicht blos in Europa, ſondern ſchon in China. Schon dort werden die Blätter anderer Pflanzen, wie der Schlehe, Buche, Ulme, Roßkaſtante, Platane, Weide, Pappel und des Hagedorns, theils darunter gemiſcht, theils fuͤr Theeblätter ausgegeben. Um dieſen Betrug zu erkennen, muß man natürlich eine genaue Kenntniß, nicht allein der Blätter der Theeſtaude, ſondern auch derjenigen Pflanzen haben, deren Blätter dafür untergeſchoben werden. Eine genaue Beſchreibung derſelben hier zu geben, verbietet uns der Raum, wir können nur darauf aufmerkſam ma⸗ chen, ſich eine ſolche Kenntniß zu verſchaffen. Eine an⸗ dere Verfälſchung, beſonders wohlfeiler Theeſorten, ge⸗ ſchieht dadurch, daß man ſchon gebrauchte Theeblätter von neuem trocknet und unter den ſchwarzen Thee miſcht. Das geſchieht vorzugsweiſe in Europa, wo man ſolche ausgeſogene Theeblätter aus Gaſthäuſern und anderwärts bezieht, ſie in eine Gummilöſung taucht, damit ſie mehr zuſammenſchrumpfen und dem reinen Thee ahnlicher wer⸗

Ein aufmerkſames Auge kann dieſe Fälſchung leicht an dem ſchleimigen Ausſehen und dadurch erkennen, daß die Blätter in kleine Häufchen zuſammenkleben. Um ſol⸗ chem gefälſchten Thee ein angenehmes Arom zu geben, wird theils Blauholz, theils Reißblei verwendet. Das erſtere läßt ſich leicht erkennen, wenn man einige Blätter anfeuchtet und ſie leicht auf ein Blatt weißes Papier reibt, dem dadurch eine bläulich⸗ſchwarze Färbung gegeben wird. Auch kann man einen Theil ſolchen verdächtigen Thees in kaltes Waſſer werfen, das vom Blauholz eine röthliche Färbung erhalten wird. Das Reißblei wenden die Chineſen gern an, um dem ſchwarzen Thee ein beſſeres Ausſehen zu geben. Schüttet man einige Theeloffel voll ſolchen Thees in kochendes Waſſer, ſo wird das letztere eine ſchwärzliche Farbe annehmen. Auch Catechu und Sumachblätter, getrocknet und geſtoßen, werden häufig be⸗ nutzt, um dem gefälſchten Thee Farbe und Geſchmack zu verleihen. Es iſt eine ſehr gefährliche Gabe.

Noch häufigern Verfälſchungen iſt der grüne Thee ausgeſetzt, und die Chineſen haben eine große Geſchicklich⸗ keit in dieſer verwerflichen Fabrikation. Auch hier kommen die Unterſchiebung fremder Blätter und ihre Zubereitungen

den.

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