Güterbeftzer Friedberg.
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Grummetgras-Verſteigerung.
11460] Montag den 8. Sept., Vormittags 11 Uhr, ſoll das diesjährige Grummetgras von den Gemeindewieſen, ungefähr 5 Morgen hal— tend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach, am 2. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach . Bekanntmachung. 11461] Montag den 8. Sept. l. J., Vormit⸗ tags Jo Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Anfertigen eines Stücks Mauer am Friedhof, veranſchlagt mit Ueferung der Materialien und Arbeitslohn zu 33 fl. 35 kr., und in demſelben Termin das Ausweißen der Schulſtube ꝛc., für Materialien und Arbeitslohn veranſchlagt zu 9 fl. 42 kr., unter den im Termin cröffnet werdenden Bedingungen an den Wenigſtneh— menden in Akkord gegeben werden. Niederrosbach, am 2. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederrosbach J o ſt
Bekanntmachung.
[1462] Wegen Abzuges von hier verſteigert der Unterzeichnete gegen gleich baare Zahlung: Montag, den 8. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, 150 Stück der neueſten und ſchönſten Fuchſien,
worunter viele Hochſtämme;
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6 transportabele Miſtbectkäſten mit Glas⸗
fenſtern.
Verſchiedene Gartengeräthſchaften werden ſpäter, an einem noch bekannt zu machenden Tage, nebſt Vorräthen an theils klein gemach— tem, theils noch in Stecken ſitzendem Buchen— holze, ſowie an Möbeln und Hausgeräthen aller Art verſteigert.
Ockſtadt, am 3. Septbr. 1856.
Angerer, penſ. Rentamtmann.
Bekanntmachung.
11463] Allenfallſige Forderungen an meine Privatkaſſe wollen in Bälde bei mir angemel— det werden. Ockſtadt, am 3. Septbr. 1856. Angerer, penſ. Rentamtmann.
Mißbrauch des Eides. Fortſ. aus Nr. 51 und 66 d. Bl. [1464 Verſprechen macht Schulden, Fortſetzung iſt verſprochen, muß folgen, verträgt ſich ſonſt nicht mit der Wahrheit. Da ich jetzt von hier nichts weiß, will ich etwas aus Amerika bringen. Dort wird der Eid auch mißbraucht, es wird nur ohne Reden die Bibel geküßt. Um An- klagen zu begründen, muß man ſie voraus be—
ſchwören, dann iſt der Verklagte ſo gut wie verurtheilt und hat Schwierigkeit Gegenbeweis zu führen. Ein in Newjork arbeitender Schrei ner ſollte unverhofft ins Gefängniß abgeführt werden oder eine Perſon unverzüglich heirathen, welcher er die Ehe verſprochen, andern Falls konnte ihn nur Bürgſchaft retten. Im Verhör wurde er gefragt, warum er die Perſon nicht heirathe, welcher er die Ehe verſprochen. Er er⸗ klärte, er habe nichts verſprochen und nannte einige Scherzworte, welche er bei vielen Zeugen in einer Reſtauration, wo ſie diente, zu ihr geſprochen hatte. Dieſe wurden von ihr nicht beſtritten und für kein Heirathsverſprechen er⸗ kannt. Sie mußten eine Zeitlang in ein anderes Zimmer abtreten und ſollten ſich vereinigen; ſie offenbarte ihm, daß ſie vieles Geld beſäße und ſie mit einander ein Geſchäft anfangen könnten, ſie kamen aber wegen des Gebrauchs des Geldes nicht überein und er hatte keine Luſt ſie zu heirathen. Die Klägerin wurde un— beſtraft abgewieſen und er in Freiheit geſetzt. Sie hatte vorher mit einem jungen reichen Kaufmann Umgang gehabt und ſich für ſchwanger ausgegeben, deßhalb hatte ſich dieſer mit ihr im Geheimen mit vielem Gelde abgefunden. Der Kaufmann hatte ſelbſt ſeinem Unglücksgefährten das Geſtändniß gemacht. E. F. G.
(Fortſetzung folgt.)
1148321 Mit meinen
50 Stück meiſtens blaue Hortenſien nebſt einem Vorrathe alter Kohlenerde; 50 Stück Cupheen zu Gruppen; mehrere Camellien, Azaleen, Rhododendren, Pelargonien, Lorbeeren, Myrthen und viele andre Gewächshauspflanzen; eine Sammlung Cactus nebſt dazu gehörigen Naturſteinen;
ich mich beſtens
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und Modewaaren
S. G. Simon jun., neben den drei Schwerdtern.
200 Stück feine Roſen, worunter viele hoch⸗
ſtämmige Remontanten zu Gruppen; 60 Stück engliſche Aurikeln und 500 Stück
der neueſten Primeln;
eine große Auswahl an ausdauernden Pflanzen für das freie Land, an Blumenzwiebeln und Knollen;
2,000 Stück Bux zu Einfaſſungen;
Carl Leuchs, Uhrmacher in Frankfurt a. M.,
7000 Sung Serge de n deln es- Zeil Ur. 12 der Conſtabler-Wache gegenüber,
gehoben und gleich verſetzt werden können;
10 Wagen der auserleſenſten Naturſteine zu 11429] empfiehlt ſich im Verkauf aller Arten
Felſen und Einfaſſungen; 10 Wagen Compoſt- und andre Erde; ein 20“ langes und 8“ tiefes, noch in gutem
Taſchenuhren, Stand⸗ und Nahmenuhren mit Garantie, auf das Sorgfältigſte abgezogen und regulirt, ſodann ver—
Stande befindliches Gewächshaus auf den ſpricht er alle in ſeinem Fache vorkommende Reparaturen zur Befriedigung
Abbruch und auszuführen.
barkeit eigentlich noch mehr gefördert wird, als durch die bloße Entziehung der Näſſe.
Jedoch nicht allein bei der Verbeſſerung der Ertrags— fähigkeit des Bodens, ſondern auch bei ſehr vielen andern Gegenſtänden, welchen die Feuchtigkeit entzogen werden ſoll, kann die Drainage Anwendung finden, wie z. B. bei Kellern, Wegen, Straßen, Eiſenbahnen, bei läſtigen Quel⸗ len, welche ſich an öffentlichen Plätzen oder in Höfen zei— gen und dergleichen mehr. 5
Die Art und Weiſe, wie die Drainage ausgeführt wird, beſteht hauptſächlich darin, daß man die zu ent— wäſſernde Fläche durch ein genaues Nivellement vorher unterſucht, nach welcher Richtung und mit welchem Gefäll etwa die nöthigen Draingraben anzulegen ſein möchten. Hat man dieſes gefunden, ſo werden in den bezeichneten Richtungen 4— 5 Fuß, nach Umſtänden auch 7—8 Fuß tiefe, jedoch möglichſt ſchmale Gräben angelegt, ſo daß in der Regel mehrere Seitengräben nach einem gewiſſen Sy⸗ ſtem in einen Hauptgraben einmünden. Da man dieſe Gräben mit den gewöhnlichen Werkzeugen in der angege— benen Tiefe aber in der Regel nicht ſo ſchmal anfertigen kann, als es zweckdienlich iſt, ſo hat der landwirthſchaft—
liche Bezirksverein Friedberg hierzu ganz beſonders geeignete Inſtrumente anfertigen laſſen, welche bei jeder vorzuneh— menden Drainagenanlage, wenn irgend thunlich, unent— geltlich abgegeben werden.(Fortſetzung folgt.)
* Friedberg. Die herrlichen Gartenanlagen des Herrn Rentamtmann Angerer zu Ockſtadt werden leider nach deſſen in der Kürze erfolgenden Wegzuge aufhören, die Zierde der v. Francken⸗ ſtein'ſchen Beſitzung daſelbſt zu ſein. Mit großer Vorliebe und be⸗ deutenden Opfern hat der kunſtfinnige Herr Beſitzer während der Jahre ſeines Aufenthaltes zu Ockſtadt die prachtvollſten Anlagen ge— ſchaffen, die ſeltenſten und ſchönſten Gewächſe und Zierſträucher dort⸗ hin verpflanzt und gepflegt und in überraſchenden geſchmackvollen Gruppirungen den ganzen Garten gleichſam zur ſchönſten Blumen⸗ ausſtellung umgeſchaffen. In freundlichſter Zuvorkommenheit iſt Je— dermann der Eintritt in dieſe ſehenswerthen Gartenanlagen geſtattet, in welchen gegenwärtig noch der größere Theil der Pflanzen in ſchönſter Blüthe prangt und den Natur- und Kunſtfreund gar lieblich zum Beſuche einladet.— Leider jedoch ſollen die Gewächſe ſchon ganz in der Kürze zur öffentlichen Verſteigerung gebracht werden, deßhalb darf man mit einem etwa noch vorhabenden Beſuche nicht ſäumen.— Garten- und Blumenfreunde machen wir aber auf dieſe Verſteigerung ganz beſonders aufmerkſam, ſie werden hier Gelegenheit finden, ſel— tene und ſchöne Blumen und Zierpflanzen zur Verſchönerung ihrer eigenen Gartenanlagen zu acquiriren. Auch zur Verpflanzung auf Gräber iſt ein großer Theil der Gewächſe geeignet.


