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Holzverſtei gerung. 1345] Montag den 10. und Dienſſag den 11 d. M. werden im Gräfl. Solms-Mödel— heim'ſchen Walde bei Wickſtadt, Diſtrikt Dorn— berg und Ameiſenkopf, verſteigert:
„½ Stecken Buchen⸗Scheitholz,
81 Empfehlung.
[347] Meinen verehrten Freunden und Bekann— ten die ergebene Anzeige, daß ich wieder mit Garten-Sämereien, ſowie auch ächten Rieſen— möhren und Oberndorfer Dickwurz, welche ich aus der erſten Hand beziehe, verſehen bin.
Vieh⸗Verſteigerung. 1348] Freitag den 7. März d. J., Nachmittags 5 Uhr, wird in der Behauſung des verſtorbenen Jacob Lochmann dahier das zu deſſen Nachlaß n als: 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Zucht⸗ chwein, 6 Hühner und el Hahn öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Daß ef 9 N
M. Leineweber, wohnhaft in der Metzgergaſſe gegenüber der Handlung J. Fürth's Erben.
Friedberg am 3. März 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg:
5„ Eichen-„ 218 1 Hachen prügelhol, Friedberg den 20. Februar 1856. 20„ Eichen. 9 A. 206„ Buchen-⸗Stockholz, 70%„ Eichen ⸗Stockholz, 542„ Buchen-Reisholz, 16„ Eichen— 5 1075 Wellen Buchen⸗„ 175„ Eichen⸗ 1 175„Dorn,
4 eichene und birkene Stangen, 512 fichtene Stangen. Die Verſteigerung beginnt jedesmal Morgens
9% Ubr und zwar am erſten Tage mit dem der Exped. d. Bl.
Zu verkaufen. [293] Ein leicht zu erlernendes, ſehr lukratives deer. Fabrikgeſchäft, welches 30—50 pCt. erträgt und wobei der Abſatz der Fabrikate mit Leichtigkeit zu erzielen iſt, wird, wegen Geſchäftsverände— rung, mit allen Fabrikgeräthſchaften und der Kundſchaft verkäuflich abgegeben. Näheres bei
n 7 Großherzogliches Ortsgericht Friedber Der Vorſteher 8 N
(Empfehlung. 1349] Meine friſche Sendung Sämereien bringe
ich wieder in gütige Erinnerung. Wilhelm
Schmidt.
Ausgebot des Stangenholzes. Die Zuſammenkunft iſt am ſog. Kalkofen.
Abgang und Ankunft der Poſten.
Forſthaus Beinhards am 2. März 1856. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. 1346] In der Edler' ſchen Buchhandlung in Hanau iſt erſchienen und in Friedberg in C. Bindernagel's Buchhandlung zu haben:
Prof. Dr. F. A. Grün Der kleine Englaͤnder
oder die Kunſt die engliſche Sprache, ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in kurzer Zeit vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hülfs⸗ buch für Auswanderer und diejeni⸗ gen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. 8. vermehrte Auflage. 12. broch. Preis 18 kr. 3.
Von einem praktiſchen Gelehrten iſt hier ein ſehr guter Leitfaden zur Erlernung der engli— ſchen Sprache zuſammengeſtellt, und in kürzeſter Zeit und ohne die Ermüdung, welche gewöhn— lich das Studium dieſer ſchwierigen Sprache begleitet, wird man mit leichter Mühe in den
Umgangsſprache eingeführt. vergriffenen ſieben erſten Auflagen verbürgen hinlänglich die Nützlichkeit des ſchön ausge— ſtatteten Buches, das für den Deutſchen in
Frankfurt, Brief und Paquetpoſt
Caſſel, Brief- und Paquetpoſt
Hungen,(Brief- und Perſonenpoſt). b Nidda ⸗Schotten,(Brief- und Perſonenpoſt)
2. In Butzbach: Lich⸗Laubach,(Brief- und Perſonenpoſt) In Niederwöllſtadt:
Gedern,(Büdingen)(Brief- und Perſonenpoſt)
(Ueber Aſſenheim, Altenſtadt, Lindheim, Ortenberg)
Schluß der Aufgabe für Briefe und Paquete jedesmal eine Stunde vor Abgang der be— treffenden Poſten.
Poſtverbindung mit Büdingen: Abgang von Lin dheim nach Büdingen Nach— reichen Schatz dieſer jetzt ſo unentbehrlichen mittags 6 Uhr 5 Min, nach Ankunft der Poſt von Niederwöllſtadt. Die ſehr ſchnell nach Lindbeim Vormittags 10 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach Niederwoͤllſtadt.
Poſtverbindung mit Grünberg, Lauterbach, Alsfeld: Ueber Gießen, Abgang daſelbſt Nachmittags 3 Uhr. Ankunft in Gießen Vorm. 11 Uhr 40 Min. i Poſtverbindung mit Gladenbach, Biedenkopf, Battenberg: Ueber Fron—
In Friedberg: Abgang inkunft.
1— Nachm. 7“ Vorm. 92 Abds 2 Abds. riefe au 5 8 36 9 12 Mtg. * 0 5 Vorm 94“ Nachm. 756 Vorm. 1“ Nachm. 75e Abds. 9 Abs. 4 Nachm 12 Nehm. 5 Nachm.[8˙ Vorm. 5 Nachm.[8e Vorm
Briefe nach Butzbach auch „„ Gießen„
630 Ab. 8 Vorm.
4 Nachm. 1 Nachm
Abgang von Büdingen
England und Amerika unentbehrlich iſt. bauſen, Abgang daſelbſt Vorm. 9 Uhr 45 Min. Ankunft in Fronhauſen Vorm. 11 Uhr 10 Min.
forſchenden Blick auf das Mädchen.„Komm' Vreneli, geſtehe mir einmal frei und offen, wie vor Gottes Angeſicht: hat Dir Hans vielleicht ſchon einmal geſagt, daß er Dir gut iſt?“
„Noch niemals; Du weißt ja, Hans iſt kein Freund von vielen Worten.“
„Ja er iſt ein echter Gemsjaͤger; er hat ſich mit Leib und Seele dieſem Leben ergeben und denkt vielleicht nicht einmal an's Heirathen. Was meinſt Du, Vreneli, wenn ich einmal offen mit ihm reden würde?“
Vreneli bebte zuſammen.„Um's Himmels willen, thu' das nicht, Uli!“ rief ſie raſch und ängſtlich.„Wer weiß, was daraus entſpringen würde, wenn Hans etwas merkte. Lieber wollt' ich die Lütſchine aus ihrem Bette treten und Föhrenbäume und Felsblöcke dahertreiben ſehen, als Hans in ſeinem Groll.“
„Du glaubſt alſo wirklich, daß er Dir gut iſt, Vreneli?“
„Hm,“ meinte das Mädchen mit einiger Bitterkeit, das heißt, er liebt mich, wie er die Gemſe liebt, die er von Zacke zu Zacke, von Wand zu Wand verfolgt. Meinſt Du denn, er rede mit der Gemſe, oder er kümmere ſich darum, ob ſie ihm gut ſei? Er ſchießt ſie, wo er ſie zum Schuß bringen kann, und freut ſich wild über ſeine Beute.— Siehſt Du, ſo macht er es gerade auch mit mir; auch ich bin in ſeinen Augen nur eine Beute; er hat ſich in den Kopf geſetzt, mich zu bekommen, und wehe Dem,
der ihm dieſe Beute ſtreitig machen oder ihm auf den Wechſel ſtehen wollte.“
Ulrich rang ſchmerzlich die Hände und ſagte:„Ich ſehe wohl, es ſind hier alle gegen mich.“
„Nein— nicht Alle,“ gab ihm Verene nach einer kleinen Pauſe leiſe zur Antwort.„Du haſt noch einen Freund hier, den alten Vetter Hiob. Der hängt zwar auch mit Leib und Seele an dem Gebirge und hat es nicht gern geſehen, daß Du den Stutzen und das Waidwerk an den Nagel gehängt haſt, aber er ſpricht ſtets nur lieb— reich und freundlich von Dir.“
„Aber der Vetter gilt nicht viel bei der Ahne Trine und iſt überdieß nicht hier,“ wandte Ulrich ein.
„Nein, er iſt droben in den Bergen, um ſeine Pflan— zen, Steine und Kriſtalle zu ſuchen; aber vielleicht kommt er heute Abend wieder zurück.“
„Nun denn, Gott gebe zu! ich gehe erſt morgen wieder nach Meyringen zurück und will ſehen, ob ich durch den Vetter etwas ausrichten kann. Aber Du, Vreneli,“ fuhr Ulrich fort, ſchlang ſeinen Arm um das Mädchen und neigte ſſch zu ihm herab, bis ſeine Lippen beinahe Vreneli's weiße Stirne berührten,„ſag' mir Kind, biſt Du mir denn wirklich ſo wenig gut, daß Du mit dem Vetter Hans glücklich und zufrieden leben könnteſt?“
(Fortſetzung folgt.)


