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mittelſt Fuhre an den Muſterungsort gebracht wird, und außerdem haben Sie fuͤr ſolche Militärpflichtige von dem geſammten Ortsvorſtand ein Zeugniß, welches das angegebene Uebel beurkundet, ausſtellen zu laſſen und dieſes an die Rekrutirungs-Commiſſion abzugeben.
7) Die Vertretungs-Urkunden ſämmtlicher in der Staats-Aſſecuranz⸗Anſtalt verſicherten Militärpflichtigen müſſen der Rekrutirungs-Commiſſion vorgezeigt werden, weßhalb die Vertretungs-Urkunden derjenigen, welche nicht ſelbſt er— ſcheinen wollen, an Sie abgegeben und von Ihnen der Rekrutirungs-Commiſſion vorgelegt werden können.
8) Die Prüfung der Excapitulanten-Einſteher wird jedesmal an dem Tage, an welchem die Conſeriptionspflichtigen ihres Orts gemuſtert werden, vor dem Anfang der Muſterung vorgenommen werden. Hiernach ſind dieſelben ge⸗ nau zu inſtruiren, damit ſie nicht auf unrichtige Tage hierher kommen und abgewieſen werden müſſen. Dieſelben müſſen ihre Anmeldungsſcheine vorzeigen, ohne welche ihre Unterſuchung nicht ſtattfinden kann.
Endlich haben:
9) ſämmtliche Conſcriptionspflichtige, ſofern ſie nicht ſchon durch das Geſetz von dem perſönlichen Erſcheinen bei der Muſterung entbunden ſind oder von der Rekrutirungscommiſſion im Laufe der Muſterung definitiv entlaſſen oder bis zur nächſten Muſterung verwieſen werden, mit den Großherzoglichen Bürgermeiſtern, oder in deren Verhin— derung, mit den betreffenden Beigeordneten, wie ſchon oben bemerkt wurde, den 18. Juni, Morgens präeis halb acht Uhr zum Looſen ſich einzuſtellen.
Friedberg den 29. März 1856.
Müller.
Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg.
Egold Jacob, Taglöhner angeblich aus Marbach, iſt wegen vielfacher Diebereien zu verhaften.
Signale-⸗
ment: etwa 16 Jahre alt, etwa 4, 6“ groß, Haare: ſchwarz hinten lang, ſchwarze Jacke, weißliche Hoſen, alte Zeug⸗ ſchuhe, ohne Hemd, blauſtreifige Weſte, weiß und blaugeſtreifte ſ. g. Strumpfkappe, Narbe über der Stirn.
Oeffentliche Nachricht. Nach einer Mittheilung der Kurfürſtlichen Polizei-Direetion zu Hanau ſind die, bezüglich der unter dem Rindvieh
des Oeconomen Sarg zu Dorheim ausgebrochenen Lungenſeuche, angeordneten Sicherheitsmaßregeln gegen deren Weiter⸗ verbreitung wieder aufgehoben worden, was zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg
Friedberg am 28. März 1856.
ü ler
Bekanntmachungen von Behoͤrden und
Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1488] Die mit Herſtellung eines Signalſtandes an dem Bahnwarthaus beim Lindenbaum in der Gemarkung Bruchenbrücken verbundenen Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 35 fl. 12 kr. und Zimmerarbeiten,„„ 34% 14 ſollen Dienſtag den 8. April l. J. Nachmittags 2 Uhr auf der Station Niederwöllſtadt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den We⸗ nigſtnehmenden veraccordirt werden.
Friedberg am 19. März 1856. 5 Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.
Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1490] Dienſtag den 8. April l. J. Nachmittags 2 Uhr werden auf der Station Niederwöllſtadt die bei Erbauung eines Holzſtalles und einer Waſchküche vorkommenden 1) Maurerarbeiten veranſchlagt zu 120 fl. S kr.
und 2) Zimmerarbeiten 1„ 26„30 unter den bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert.
Friedberg am 19. März 1856.
Der Großherzogliche Sections-Ingenieur
der Section Friedberg bpHochge fand
Fruchtverſtei gerung. 1516] Die Fruchtvorräthe des Kugelhaus⸗ und Armenfonds dahier werden in folgenden Ter⸗ minen:
Freitag den 4. April, „„16. Mai, „„ 13. Juni, 7„11. Juli, des Vormittags um 11 Uhr, und zwar jedes⸗
mal 20 Malter Korn und f 45„Gerſte auf hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Butzbach den 21. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel.
Verſteigerung von Arbeiten und Materiallieferungen zur Erbauung eines Schulhauſes in Niederweiſel. 1496] Montag den 7. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocal des Joh. Jacob Adami zu Niederweiſel nachſtehende Arbeiten und Materiallieferungen an den We— nigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 14856 fl. 56 kr. Steinhauerarbeit, 5 s, 308,
Zimmerarbeit, 1„„ Nil, 56, Dachdeckerarbeit 75 FE Schreinerarbeit, 77„ ie s Schloſſerarbeit, 75„ 1009% 32 Glaſerarbeit, 75 In 448, 48 Weißbinderarbeit,„ 55 1023% 35%, Spenglerarbeit, 7 607% 22
7 7
Das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 32 Kubifklaftern Mauerſteinen aus den Brüchen von Niederweiſel,
die Lieferung von 172000 Stück hart ge⸗ brannten Backſteinen,
die Lieferung von 2200 Stück hart gebrannten Rohrſteinen,
die Lieferung von 240 Bütten Kalk nach naſſem Maas,
die Lieferung von 12 Kubikklaftern Sand aus Rockenberg oder Griedel.
Pläne, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen acht Tage vor der Verſteigerung auf dem Großherzoglichen Kreisbauamte Friedberg zur Einſicht offen.
Niederweiſel den 23. März 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederweiſel
Ha ub.
Holzverſteigerung. [5171 Donnerſtag den 3. April, Vormittags 9 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Judenheid:
3500 Stück Kiefern⸗Wellen auf Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Bönſtadt den 28. März 1856. ene i Bönſtadt ei bel.
Privat⸗Anzeigen.
Verſtei gerung.
1518] Donnerſtag den 3. April, Nachmittags,
werden an Ort und Stelle, an den bezeichne⸗
ten Ständen und Orten, nachſtehende Gegen⸗ ſtände meiſtbietend verſteigert:
1) Um 2 Uhr, an der Hauptwache, eine noch brauchbare eichene, mit eiſernen Reifen ver⸗ ſehene große Bütte.
2) Um 2½ Uhr, in der Uſavorſtadt, an dem neuerbauten Faſelſtall, eine Parthie guter Dünger.
Friedberg, den 29. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Mobiliar-⸗Verſteigerung. 1519] Montag den 7. April, Morgens um 9 Uhr, wird in der Wohnung des Bürgers und Schneiders Karl Heinrich Friedrich der Mobi⸗ liarnachlaß der hier verſtorb. Markus Hirſch⸗ ſprung'ſchen Eheleute, beſtebend in Holzwerk, Eiſen, Blech, Bettwerk, Weißzeug und derglei⸗ chen, meiſtbietend verſteigert.
Friedberg, den 31. März 1856.
In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Be n d e
Solz eee ge en g. 1520] Mittwoch den 2. April, Nachmittags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle nachſtehendes Gehölze und abgängige Obſtbäume meiſtbietend verſteigert, als:
10 40 Haufen Weidenreiſer an den ſogenannten vielen Weiden an der Uſa.
2) 13 Haufen Ausputzholz in dem Stadtſchrei⸗ bereigraben.
3) 4 abgängige Zwetſchen- und 1 dergleichen Apfelbaum an dem Ringgraben. Der Anfang der Verſteigerung geſchieht an
den vielen Weiden. Friedberg, den 29. März 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg
Bender.
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