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Erſcheint wo ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen
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Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.
, Friedberger Jutelligenzblatt.
Einrückungsge⸗ bühren für die gen ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗
ſammen 7 kr.
Nu. 97.
Dienſtag, den 11. Dezember.
1855.
Lokales.
* Die ſeit Mitte voriger Woche gefallene bedeutende Schnee— maſſe ließ am letzten Freitage einen wenig befahrenen Fruchtmarkt er⸗ warten, dennoch aber zeigten uns die gegen Mittag eingetroffenen Zu⸗ fuhren eine Frequenz, wie ſolche bei ähnlicher ungünſtiger Witterung zur Zeit der Zwangsmärkte kaum lebhafter geweſen. Wir ſahen diesmal Früchte aus der Gegend von Hungen, Nidda und Homburg v. d. H., aus Orten, welche bis jetzt nie ihre Frucht auf unſeren Markt gebracht. Recht erfreulich war die Wahrnehmung, daß mehrere unſerer begüterten Ockonomen aus nächſter Umgebung(Melbach, Oſſenheim) ſich gleich— falls diesmal mit ihren ſtattlichen ſchwer beladenen Geſchirren eingefun— den hatten. So iſt's Recht, daß auch dieſe Herren es nicht unter ihrem Stande halten, die Erzeugniſſe ihres Fleißes ſelbſt zum Markte zu brin⸗ gen und ſolche hier gegen klingende Münze und beſſere Preiſe zu ver⸗ werthen, ſtatt ihre Früchte den auf dem Lande herumſchleichenden Zwiſchen⸗ käufern anzuvertrauen, welchen bald das Handwerk gelegt ſein dürfte, wenn das gegebene Beiſpiel auch von andern Orten die zu wünſchende Nachahmung fände. Wir meinen, die Herren Oekonomen alle dürften ſchon mit einigem Stolz auf ibre zum Markte fahrenden, mit ſchweren Fruchtſacken wohl, geſpickten Vierſpänner blicken und ſollten, auch die Reichſten und Wohlhabendſten, im Hinblick auf das allgemeine Wohl und in ihrem eigenen wie im beſonderen Jutereſſe der minder begüterten Landleute nicht von den Märkten zurückbleiben und ſür dieſe einen ge ſicherten und möglichſt lebhaften Verkehr herbeizuführen ſuchen.— Die aufgefahrenen Früchte waren am Freitage ſchuell vergriffen, obgleich die Preiſe wie auf anderen Märkten ſo auch hier einen kleinen Abſchlag erlitten hatten.
* Bei der am 5., 6. und 7. d. M. vorgenommenen Ergänzungs⸗ wahl des Gemeinderaths hieſiger Stadt wurden durch Stimmenmehrheit wieder erwählt die Herren: Philipp Preußer, Johannes Stein— häußer, Albert Foucar, Heinrich Dam mz neu gewählt wurde außer- dem Herr Friedrich Wilhelm Reuß.
Ueberſicht der Einnahmen und Summe der Ausgaben der Blinden— Anſtalt im November 1855.
Kaſſenbeſtand am 1. November 9 fl. 6% kr. Spar- und Leih⸗ kaſſe Gießen 50 fl.) W. Petri in Offenbach pro 1855 fl fl.; Poſtz. Bobenhauſen, aus Schaafheim 5 fl., nebſt 5 fl. für Arnsburg; Pfarrer Decker zu Hochweiſel pro 1855(ü fl.; ungenannt in Darmſtadt, Ertrag einer Verlooſung 22 fl. 24 kr. C. L. Stockhauſen 1 fl. 45 kr.; aus der Gemeinde Södel 2 fl. 24 kr.; Stortz zu Obermoxrſtadt 6 kr.; deſſen Kinder 6 kr.; W. K. l fl.; Collekte in Kurheſſen 46 fl. 14 kr.; Collekte in Darmſtadt 254 fl. 20 kr.; für Schriften 2 fl. 48 kr. Pflegegelder
32 fl. 30 kr. Summe 480 fl. 55½ kr. Ausgabe 479 fl. 19 kr. Kaſſenreſt am 1. December 1 fl. 36% kr. An Naturalien gingen ein aus den Gemeinden: Friedberg,
Aſſenheim, Bauernheim, Schwalheim, Rödgen, Ober- u. Niederrosbach, Florſtadt, Södel. Damit die Freunde und Wohltbäter der Anſtalt doch auch einmal ſehen, was die Zöglinge unſeres Hauſes, deren gegenwärtig 29 zwiſchen 6 und 30 Jahren find, arbeiten, und daß ſie die Gaben nicht unnütz verzehren, geben wir eine Ueberſicht der Arbeiten in 2 Monaten. Seilerarbeit, incl. des Materials, für 267 fl. 29 kr.
Korbmacherarbeit, 5„ 15) 9 5 Stuhlflechtarbeit,„.„ 13„ 30„ Selbandſchuharbeit,* 17 7„ 147 Strohflechtarbeit, 1 1 38„ 4„
341 fl. 26 kr
Spinnen und Stricken ſind nicht in Rechnung gebracht, da dieſes für den Hausbedarf iſt.— Gewiß Beweis genug, daß unſere Zöglinge mit ihren Händen etwas Gutes ſchaffen. Bringt man noch die vielen Schulſtunden in Abzug, ſo erſcheint die obige Summe noch grö— ßer.— Herzlichen Dank allen Menſchenfreunden für die geſpendeten Gaben! Gott wolle alle mit einem recht geſegneten Chriſtfeſt erfreuen.
Friedberg, den 1. December 1855. Die Direction
Pech er.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.
Edictal ladung.
11720] Die Erben des Georg Walther V. zu Bauernheim wollen die nachſtehend, nach Flur und Nummer bezeichneten Grundſtücke: Gemarkung Bauernheim.
1 455, 1 182, 1 315, IV 364, V 606, V
262, III 93, welches letzte Stück übrigens noch auf den Namen des Georg Walther II., Vater des G. Walther V., eingetragen ſteht, und auf letzteren halb, und halb auf Heinrich Walther erblich übergegangen ſein ſoll.
Gemarkung Beienbeim.
1224 347 555 574, II 249, III 121 299,
IV 121 279 282, u 148 332 419, I 290,
VI 481, IV 278, unter ſich vertheilen, können aber Eigenthums⸗ urkunden nicht beibringen. Auf ihren Antrag werden alle, welche auf die bezeichneten Grund— ftücke Anſprüche zu haben behaupten, zu deren Anzeige binnen
zwei Monaten
von heute an, unter dem Rechtsnachtheile auf
gefordert, daß ſonſt die Theilungsurkunden be⸗
ſlätigt werden, und der Eintrag im Mutations— verzeichniß, ſowie vorderſamſte Ueberſchreibung des Antheils an dem Stücke III 93 auf G. Walther V. verſügt werden wird. Friedberg den 3. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Edictalla dung. 17421 In Sachen Leonhard Wichmann zu Frankfurt, Kläger, gegen Philipp Neuling II. zu Aſſenheim, Beklagten, Kaufſchillingsforderung betreffend, hat erſterer gegen letzteren das am 11. November v. J. fällig gewordene Ziel des 125 fl. betragenden Kaufſchillings mit 12 fl. 30 kr., ſammt Zinſen von Martini 1853, ſo— dann Zinſen der übrigen 6 Ziele(75 fl. betra— gend) von Martini 1853 bis 1854 eingeklagt. Der abweſende Beklagte wird anmit aufgefor⸗ dert, ſich auf dieſe Klage binnen ee ee von heute an zu erklären, gegenfalls er ſolcher geſtändig erachtet, und mit Ausſchluß aller Ein⸗ reden weiter verfügt werden wird, was Rech— tens. Alle künftigen weiteren Verfügungen in dieſer Sache werden dem Beklagten lediglich durch Anſchlag an der Gerichtsthüre eröffnet werden. Friedberg, den 17. November 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietal ladung. 11764 Die Landgräfl. Heſſ. Landesregierung hat durch Verfügung vom 19. d. M. über den Nachlaß des verſtorbenen hieſigen Bürgers Georg Volk 1. den Concurs erkannt und un⸗ terſertige Stelle mit deſſen Leitung eommittirt. Es werden daher alle diejenigen, welche For⸗
—
derungen an dieſen Nachlaß zu machen haben, hiermit vorgeladen, dieſelben im Termine Freitag den 4. Januar 1856, Vormittags 9 Ubr,
ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begrün—
den, als die nicht Erſcheinenden von der vor—
handenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird übrigens nur auf
der Amtsſtube eröffnet.
Homburg, den 24. November 1855. Landgräflich Heſſiſches Juſtiz-Amt Dr. v. Haupt. Hofraithe⸗Verſteigerung. [1800] Montag den 17. December, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigen Rathhauſe die der Konrad Schlechtweg's Wittwe und ihren Kindern gehörende Hofraithe nebſt zwei in der Gemarkung Fauerbach II. liegenden Grundſtü⸗ cken, wie dieſelben in den Intelligenzblättern von 1855, Nr. 11, 15 und 19, Inſerat 147, näher bezeichnet ſind, mit dem Anfügen meiſt⸗ bietend verſteigert, daß die beiden nun getrenn⸗ ten Hofraithen einzeln der Verſteigerung aus—
geſetzt werden. Friedberg, den 8. Dezember 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Wen de e.


