Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Großherzoglichen Do⸗ manialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach
betreffend.
[11181 Dienſtag den 7. Au guſt d. J. ſoll
in den nachbemerkten, bei Oberrosbach gelege⸗
nen Walddiſtricten das nachverzeichnete Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden:
im Kellerberg: 5
10% Stecken Scheit, 61 Stecken Prügel⸗, 3527 Wellen Reiſerholz, geſchälte Eichen;
1 Stecken Scheit⸗, 1½ Stecken Prügele, 29% Stecken Stock⸗, 210 Wellen Reiſerholz, Eichen;
7 Wagen 4 Läſte Schlagabraumholzz
121 Stämme in 849 Cubfß.; 294 Stangen Werk⸗ und Nutzholz, geſchält Eichen;
in der Katzenſtirn:
„½ Stecken Scheit⸗, 4 Stecken Prügel⸗„ ½ Stecken Stock⸗, 81 Wellen Reiſerholz, 1 Stamm und 1 Stange Nadelholz;
in der Schwarzheidt:
1719 Wellen Eichen⸗Reiſerholz. 115 Die Verſteigerung beginnt Morgens präcis
7½% Uhr im diesjährigen Abtriebsſchlag des
Kellerbergs.
Oberrosbach den 28. Juli 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann.
Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Großberzoglichen Do. manialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach
betreffend.
[1119] Dienſtag den 7. Auguſt d. J.,
Morgens präcis 7 Uhr, unmittelbar vor der
oben angezeigten Holzverſteigerung, ſoll das
nachverzeichnete, aus früheren Verſteigerungen unbezahlt und unverbürgt im Walde liegen ge⸗ bliebene Holz:
im Kellerberg:
100 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 1 Eichenſtamm⸗ klotz von 16¼½“ Durchmeſſer u. 30“ Länge, 2 Buchen⸗Stangen, 2½¼“ Durchmeſſer und 15“ lang;
im Burgwald:
150 Wellen Birken⸗Reiſerholz
abermals verſteigert werden. Da die Verſtei⸗
gerung dieſes Holzes im Kellerberg ſtatt findet,
ſo muͤſſen diejenigen, welche das letztbemerkte
im diesjährigen Abtriebsſchlag des Burgwaldes
liegende Holz zu erſteigern beabſichtigen, davon
vorher Einſicht nehmen und ſich daſſelbe vom
Großherzoglichen Förſter Schnauber vorzeigen
laſſen.
Oberrosbach den 28. Juli 1855. Großherzogliche Oberförſterei Oberros bach Bin gmann.
Güter- Verſteigerung⸗ 11137] Montag den 6. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag die nachverzeichneten Güterſtücke der Daniel Fritz Kinder dahier, nämlich:
Gemarkung Friedberg:
Pag. Nr. Flur. Nr.[JKlftr.
297% 4 7 69 281 Acker Großwarthfeld,
784/21 8 7,5 172 Acker Großwarthfeld auf den Straßheimer Wieſen,
376/10 9 95 391 Acker Großwarthfeld,
437/81 13 27 426 Acker Großgalgenfeld;
öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Friedberg am 25. Juli 1855.
In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher.
Bekanntmachung. 11095] Der Pfandſchein Nr. 21,957 iſt angeb⸗ lich verloren worden. Anſprüche an denſelben ſind binnen 6 Wochen bei den Unterzeichneten zu begründen, gegenfalls das Pfand ausgehän⸗
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digt wird und werden ſpätere Anſprüche nicht berückſichtigt.. Friedberg den 25. Juli 1855. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. G. Fr. Schweitzer. Bekanntmachung. [1138] Dienſtag den 7, Auguſt, Nachmittags um 6 Uhr, wird an Ort und Stelle in dem Garten der Wilhelm Netz'ſchen Eheleute an der Ockſtädter Gaſſe die Gerſtenerndte auf dem Stand meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. Auguſt 1855. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Bender, Ortsgerichtsvorſteher.
Obligations ⸗Verlooſung.
[1139] Bei der beute vorgenommenen Aus⸗ ſooſung der Partial-Obligationen hieſiger Ge⸗ meinde wurden die Nummer 17 und 32, jede zu 100 fl., zur Rückzahlung auf den 1. Sep⸗ tember 1855 gezogen, welches den Inhabern derſelben mit dem Anfügen eröffnet wird, die Beträge am 1. September l. J. bei der hieſi⸗ gen Gemeindekaſſe zu erheben, da von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen mehr vergütet werden. Oſſenbeim den 28. Juli 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko pp. Oeffentliche Aufforderung. [1140] Die zum Nachlaß der ledig verſtorbenen Katharina Eliſabetha Hainz, Tochter des Konrad Hainz 1. von Niederweiſel gehö⸗ rigen, auf deren Namen noch kataſtrirten, und in der Gemarkung von Niederweiſel ge⸗ legenen Grundſtücke haben dermalen 1) Eliſabetha Heinrich Haub's Eheſrau, geb. Hainz, und Eliſabetha Philipp Joſt IV. Ehefrau, geb. Hainz, 2) Jacob Koch II., 3) Jacob Hildebrand VI., und 4) die Johann Georg Hainz II. Erben, alle in Niederweiſel, als Erben ein und be⸗ haupten, daß die übrigen Geſchwiſter⸗Kinder der Erblaſſerin abgefunden ſeien. Sie vermögen dies jedoch nur theilweiſe nachzuzeigen, und auf ihren Antrag werden daher die Nachkommen des Bernhard Hainz, Konrad Hainz und Peter Hainz, ſowie der Katharina Hainz, verehelichten Hildebrand, und Eliſabetha, verehelichten Koch, fämmtlich Geſchwiſter der Erblaſſerin, aufgefordert, etwaige Anſprüche an deren Nach⸗ laß binnen einer Friſt von 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß geltend zu machen, als ſonſt die Anerkennung der oben genannten Inhaber als alleiniger Erben unterſtellt und die Ausfertigung der erforderlichen Urkunden wie deren Eintrag in's Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 25. Juli 1855. Großherzogliche Landgericht Butzbach Ebel.
Bekantmachung. [11411 Dienſtag den 7. Auguſt l. J., Mittags um 1 Uhr, ſoll die Reparatur des hieſigen Kirchthurms in Accord gegeben werden: Der Voranſchlag iſt über
1) Dachdeckerarbeit 124 fl. 12 kr. 2) Schreinerarbeit, 20 517 3) Schloſſerarbeit 5 5 18„ 4) Weißbinderarbeit, 5„ 54
Nach dieſer Verſteigerung ſoll ein Gemeinde⸗ Faſelochs öffentlich verſteigert werden. Es wird bemerkt, daß dieſes Thier von Farbe
ein Braunſcheck, drei Jahre alt, ſchön gebaut,
gut genährt, ganz fehlerfrei und zur Zucht ganz tauglich iſt. Gettenau den 30. Juli 1855.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Gettenau J. Möbs.
Faſelochs⸗ Verſteigerung. 11142] Dienſtag den 7. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein der hieſi⸗ gen Gemeinde gehöriger Faſelochs, welcher ſich zum Schlachten wie zu der Zucht eignet, meiſt⸗ bietend verſteigert werden.
Melbach am 1. Auguſt 1855. Große epic, re ee Melbach t
Bekanntmachung. 11143 Für das Landeszuchthaus ſoll die Lie⸗ ferung von 350 Ctr. Steinkohlen, ſog. Fett⸗ ſchrot aus den Ruhrer Steinkohlenbergwerken, ſowie von 25 Stecken Buchenſcheitholz(beide Lieferungsgegenſtände jedoch getrennt) auf dem Soumiſſtouswege vergeben werden.
Lieferungsluſtige wollen ihre Soumiſſionen bis zum 15. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in den dahier aufgehängten„Soumiſſionskaſten⸗ einlegen.
Marienſchloß den 1. Auguſt 1855.
Die Verwaltungs ⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Secretär.
Bekanntmachung, betr. die Parcellenvermeſſung der Gemarkung Gambach. [1144] Der Ortsvorſtand zu Gambach hat Zwecks der Parcellenvermeſſung beſchloſſen, die Parzellen ausſteinen zu laſſen und die dadurch entſtehenden Koſten in 3. Klaſſe nach dem Grundſteuerkapital auszuſchlagen.
Es weiden daher diejenigen Grundbefitzer, welche Etwas dagegen einwenden zu können glauben, aufgefordert, ſich bis zum 10. Auguſt l. J. bei dem Ortsvorſtand dahier anzumelden und ihre Einwendungen zu begründen.
Gambach den 30. Juli 1855.
In Auftrag: Großherzogliche e Gambach E
Zu verkaufen. [1103] Eine Branntweinbrennerei mit einem Keſſel von/ Ohm Gehalt, drei Maiſchbütten, ſowie eine Kelter mit eiſernen Schrauben nebſt Mahltrog iſt zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.
Lehrlings⸗Geſuch. 11111] Ju eine mit Spedition verbundene Colonfal⸗ und Langenwaaren-Handlung einer Großh. Heſſ. Provinzial-Hauptſtadt wird ein Lehrling geſucht, der ſogleich eintreten kann. Näheres bei der Exped. d. Bl.
Landwirthſchaftliche
Fortbildungsſchule
zu Echzell. [1129 Die landwirthſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 15. Oktbr. d. J. wie⸗ der ihren Anfang. Der Unterricht erſtreckt ſich über alle diejenigen Zweige der theoretiſchen Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unent⸗ behrlich iſt(Chemie, Phyſik, Mineralogie, Bo⸗ denkunde, Düngerlehre, landwirthſchaftliche Bo— tanik nebſt Theorie der Pflanzenkultur, Frucht⸗ folge, Obſtbaumzucht u. ſ. w.).
Diejenigen, welche als Penſionäre dieſe Schule zu beſuchen wünſchen, können gegen billige Vergütung Koſt und Wohnung erhalten. Anmeldungen beliebe man baldigſt, jedenfalls vor dem 1. Oktober, an Unterzeichneten gelan⸗ gen zu laſſen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchriftliche Anfrage nähere Auskunft zu ertheilen.
Echzell im Juli 1855.
Dr. Henkelmann.
Mehrere Hund ert Ho ylziegel 7 [1145] verkauft W. Schreiber, Bäckermeiſter in Friedberg.


