Ausgabe 
3.7.1855
 
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Edicetalladung.

[862] Nach einer Benachrichtigung Großher⸗

zoglichen Kreisamts Friedberg ſollen:

1) die dem Großherzoglichen Kammerherrn und Rittmeiſter à la suite, Freiherrn Auguft Löw von und zu Steinfurth in Beſſungen, in der Gemarkung hterflor⸗ ſtadt zuſtehenden, durch Allodification des Erbleihguts von dem ſog. St. Michaeli⸗ Lehen entſtandenen Grundrenten im geſetz⸗ lichen Geldanſchlage von 30 fl. 50½ kr., mit einem Ablöſungskapitale von 555 fl. 9 kr.;

2) die dem Großherzoglichen Kammerherrn Wilhelm Löw von und zu Steinfurth und der Freifrau Adelheid Löw von und zu Steinfurth, als Vormünderin ihrer Toch⸗ ter Louiſe, in der Gemarkung Ober- und Unterflorſtadt zuſtehenden, durch Allodi⸗ fication von Erbleihgütern entſtandenen Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlage von 159 fl. 30% kr., mit einem Ablö⸗ ſungskapitale von 2871 fl. 13½ kr.;

3) die dem Georg Kalbhenn in Niederros⸗ bach in der Gemarkung Ober⸗ und Nie⸗ derrosbach zuſtehenden, durch Allodifica- tion der Erbleihmühle der Johannes Kitz Wittwe(Harbmühle) im Geldanſchlage von 80 fl. 30 kr., ſowie für Verwandlung der Schaafweideberechtigung von 71 fl. 2 kr. entſtandenen Grundrenten im Ganzen mit einem Ablöſungskapitale von 2727 fl. 36 kr. aͤbgelöſt werden.

Es werden daher Alle, bei Ablöſung dieſer Grundrenten bekannte und unbekannte Bethei⸗ ligte hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechts- anſprüche an ſolche binnen zwei Monaten da⸗ hier umſogewiſſer anzuzeigen, als ſonſt die Aus⸗ zahlung der bezeichneten Ablöſungskapitalien an die genannten Grundrentenberechtigten geſtattet wer den wird.

Friedberg den 7. Juni 1855.

Großherzogliches Landgericht Friedberg dn

v. Preuſchen, Landgerichtsaſſeſſor.

Arbeits ⸗Verſteigerung. 1958 Donnerſtag den 5 Juli, Vormittags um 10 Uhr, werden in Friedberg im Gaſthaus zur Stadt Frankfurt folgende Reparaturarbeiten an den Centralgebäuden zu Friedberg und Holz⸗ hauſen pro 1855 an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert:

a) Schullehrerſeminar zu Friedberg:

Maurerarbeit, veranſchlagt zu fl. 48 kr.

Zimmerarbeit, 2 5* 30 Schloſſerarbeit,. 1 7 10 Glaſerarbeit, 5 11% Weißbinderarbeit 52 18

b) Pfarrhaus und Schulhaus zu Holzhauſen: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 22 fl. 11 kr.

Schloſſerarbeit, 1 5 6 Spenglerarbeit, 19 29 Weißbinderarbeit, 3 29

Friedberg den 30. Juni 1855. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg ff e

rucht verkauf. [959] Dienſtag den 10. Juli I. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden von dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſchen Speicher zur Neuherberge circa 100 Malter Korn und e Gexſte in fleinen Parthien, in der Wohnung des Gräflichen Fruchtmeſſers Arnold zu Niederwöll⸗ ſtadt, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Aſſenheim den 30. Juni 1855. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Rentei daf. Der Flügel 1926] des verſtorbenen Herrn Lehrer Bauer iſt zu verkaufen. Näheres bei den

Bauer'ſchen Vormündern J. Pfeffer. M. Jung.

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Fruchtverſteigerung. 1 1960] Von den Früchten der Kugelhaus⸗ und Armenfonds⸗Speicher werden:

Freitag den 6. Juli d. J., des Vormittags um 11 Uhr, ohngefähr 50 Malter Korn und 60 Gerſte auf dem Bürgermeiſterei⸗Büreau dahier an die

Gras- und Holzverſteigerung in der Gemeinde Fauerbach J. [962] Freitag den 6. l. M., Vormittags um

8 Uhr anfangend, ſoll

1) das Gemeinde⸗Heugras in dem ſogenann⸗ ten Weltboden auf Ort und Stelle,

2) um 9 Uhr nachfolgendes Holz im Diſtrikt

Meiſtbietenden verſteigert. Oberberg: Butz bach den 1. Juli 1855. 7 Stecken Nadel⸗Scheitholz, Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach 77 Prügelbolz, Seippel. 15 Weich-Stockholz,

525 Stück Buchen⸗Wellen,

Holzverſteigerung. 337B Weichbolz⸗ [961] Dienſtag den 10. Juli I. J., Vormit⸗ 1450 Nadel- 1 tags 10 Ubr, ſollen im Gräflichen Walddiſtricte 21 Nadel⸗Stammholz, Oberforſt, nahe bei Bönſtadt: 10 Nadel⸗Stangenholz.

190 Stecken Eichen⸗Schälprügelholz und 4500 Stück Eichen⸗Wellen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 30. Juni 1855. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburgiſche Rentei Bernhardt.

Braunkohlen⸗Verkauf.

[963 Für die Braunkohlen, welche vom 1. Juli bis 31. December d. J. von dem Groß derzoglichen Braunkohlenbergwerk bei Dorheim gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft und unter den bekannten ſonſtigen Bedingungen bezogen werden, wird Credit zur Zahlung bis Ende März 1856 geſtattet.

Die Preiſe der Kohlen find vom 1. Juli ab bis auf Weiteres für die von Reihen und Haufen 12 kr. und für die aus Schoppen 13 kr. per Ctr., wobei 14 Stück Klötze gleich einem Centner gerechnet werden. Die ſogenannten Holzkoblen koſten 14 kr. der gemeſſene Centner.

Die Geſchirre, welche auf dem Dorheimer Bergwerk Kohlen laden, ſind bei der Kurfürftl. Heſſ. Cbauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Großherzoglichen Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit.

Dorheimer Bergwerk den 29. Juni 1855.

meiſtbietend verſteigert werden. Fauexbach 1. den 2. Juli 1855.

Großberzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach J. Philipps.

Großherzogliches Bergamt Dorbeim Fra 8. 8.

Braunkohlen⸗Verkauf.

1964] Auf den beiden Fürſtlichen Braunkohlen⸗Gruben zu Weckesheim und Wölfersheim iſt von der dießjährigen Förderung und Aufbereitung der Braunkohlen⸗Verkauf wieder eröffnet und der Preis der Klötze bei Beginn der neuen Creditperiode, vom 1. Juli c. ab, bis auf weitere Be⸗

ſtimmung auf der Grube Weckesheim

von Reihen und Haufen zu 10 kr. und aus dem Schoppen zu 11 kr., 2 auf der Grube Wölfersheim von Reihen und Haufen zu 11 kr. und aus dem Schoppen zu 12 kr. für den Centner, den Centner zu 14 Stück gerechnet, feſtgeſetzt worden. Die ſogenannten Holzkohlen werden auf den beiden Gruben zu 14 kr. für den ge⸗ meſſenen Centner abgegeben. Nur gegen Einlegung vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine*) wird für die vom 1. Juli bis zum 31. December l. J. bezogenen Kohlen⸗Quantitäten Zahlungsfriſt bis Ende März 1856 geſtattet und ſeiner Zeit die Erhebung der Kohlengelder bekannt gemacht werden. Grube Weckesheim am 28. Juni 1855. Fürstliche Bergverwaltung des Reviers Pungen F. So r ch.

*) Sind zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung zu Friedberg.

Capital⸗Offerte.

18791 Wie man an jedem Orte, ohne einen Thaler, Gulden Kreuzer Silbergroſchen zu verlieren und ohne Aufopferung irgend erheblichen Capitalbeitrags, bei einem auf genügende Sicherheit begründeten Unternehmen, woran auch Damen Theil nehmen konnen, binnen wenigen Monaten ſich in Beſitz von 10⸗ bis 60,000 Neichsthalern Pr. Cour. und darüber ſetzen kann. Das Nähere, ſowie eine obrigkeitliche Gewißheit darüber bisher nur den Reichen und Wohlhabenden bekannt halten wir zur brieflichen Mittheilung an Alle, die ſich portofrei an das Büreau zur Verbreitung gemeinnütziger Zwecke in Lüneburg, Königreich Hannover

wenden, bereit.