Ausgabe 
14.11.1854
 
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Anſtellungen.

Dader auf Widerruf beſtellte Kreisbote Rixius dieſe Stelle niedergelegt hat, ſo iſt an ſeine Stelle der penſionirten Feldwebel Rühl von Obermörlen auf Widerruf als Kreisbote beſtellt worden, was die Großherzoglichen Buͤrgermeiſtereien

zu veröffentlichen hiermit angewieſen werden. Friedberg am 13. November 1854.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller.

Regierungsblatt⸗Auszug.

Nr. 36 vom 30. October: Inſtruction, beſtebend aus 6 Abſchnitten und 134 88. nebſt Formularien ꝛc., zur Dienſtführung der den Großherzoglichen Miniſterien des Innern und der Finanzen untergeordneten fiscaliſchen Kaſſebeamten vom 27. Sept. d. J.

ſpöttiſche Erwiederung zum heftigſten Zorne gereizt, ſprang wüthend auf, als wollte er den Feldprediger zermalmen. Doch dieſer blieb ſich völlig gleich und bemerkte ganz ruhig, ſich zu den Tiſchgenoſſen wendend:Sie wiſſen, daß ich meinen Mann einmal getödtet habe; d'rum brauch' ich auch das Gebaren der verſtorbenen Partei nicht weiter zu beach⸗ ten. Dieſer launige Einfall erregte ein allgemeines, lautes Gelächter, in welches auch der Oberſt mit einſtim⸗

Verſchiedenes. Ein gewiſſer Feldprediger, der ſich eben ſo ſehr durch mit welcher er oft von unbeſcholtenem Rufe ſprach, aus⸗ zeichnete, erlaubte ſich einſt an einer offentlichen Tafel die

witzige Einfälle, als durch die Freiheit, über Frauenzimmer

Aufführung einer gewiſſen Dame aufs bitterſte durchzuziehen. Der Oberſt, der nahe mit derſelben verwandt war und mit an der Tafel ſaß, ſagte:Herr, alles, der Dame erzählen, iſt Lüge und Verla ich bei Ihnen, ſo würde ich Sie gebühren

Da ich aber ſo weit von Ihnen ſitze, ſo

anzuſehen, als hätten Sie ein paar derbe Maulſchellen von erwiederte der Feld

prediger, mein Stand verbietet mir, einen Degen zu tragen.

mir bekommen.Mein Herr,

Säß' ich aber bei Ihnen, ſo würde ich

Offiziere den Degen von der Seite reißen und Sie durch und

durch rennen. Da ich aber ſo weit

ſo haben Sie ſich ſo anzuſehen, als hätte ich Sie wirklich Der Oberſt, durch dieſe

durchbohrt und völlig getödtet.

umdung, und ſäße d dafur züchtigen.

men mußte. Um ſo gute Laune wieder, u

leichter gewann nun auch dieſer ſeine nd die beiden Streitenden ſchieden zu

letzt als gute Freunde von der Tafel.

ſind weiter eingegangen: was Sie da von Speckhardt, 24 kr. v. Leh

F. in P. nicht von E. in

haben Sie ſich ſo] gangen, 15 fl. 21 kr. und

v. Mayer Schwarz. Es einem der Herren

von Ihnen ſitze, Um weitere

Für die Brandbeſchädigten zu Felda

1 fl. von Apoth. Werner, 30. kr. v. Lehrer rer Kitz in Langenhain, 24 kr. von C. C. W.

Dabei muß ich zur Berichtigung bemerken, daß der 1 fl. von dem B. in Fr. bei Herrn Buchhändler Seriba abgegeben war, und daß 2 fl. von

P. waren. Im Ganzen find bei mir einge 9 fl. 18 kr. durch die Expediton dieſes Blattes;

ich habe einſtweilen zur Linderung der außerordentlich großen Noth 25 fl. nach Felda geſchickt.

5 Nachträglich ſind noch zu bemerken 30 kr. blieben alſo augenblicklich bei mir in Kaſſe 9 kr.

Oberrosbach am 11. November 1854.

K. Strack, Pfarrer.

Bei der Unterzeichneten ging ferner ein: Von Fr. K. fl. 2., J P. Schäfer 30 kr., J. Weckerling 30 kr. gangenen Gaben fl. 19. 36,kr.

Summa der bis jetzt einge⸗

Gaben wird gebeten. Die Exped. des Frie db. Int. Bl.

Bekanntmachungen von Behoͤr

Edietalladung. L656] Es ſollen:

1) Die dem Großherzoglichen Kammerherrn und Hauptmann Freiherrn Friedrich v. Bel⸗ lersheim, genannt Stürzelheim zu Darm⸗ ſtadt, und dem Fürſtlich Thurn und Taxis'- ſchen Poſtmeiſter Freiherrn Maximilian v. Bellersheim, genannt Stürzelheim, zu Lübeck in der Gemarkung Niedermörlen zuſtehende, durch Allodification eines von Franz Möbs III. und Conſorten beſeſſenen Erblehnguts entſtandene Grundrente im jährlichen Geldanſchlag von 62 fl. 13½ kr.

2) Die der Freiherrlichen Geſammtfamilie Löw von und zu Steinfurth, beſtehend aus dem Freiherrn Carl v. Löw, Könial. Preu⸗ ßiſchem Kammerherrn und Oberforſtmeiſter, Ludwig v. Löw, Herzogl. Naſſ. Hof⸗ gerichtsrathe zu Wiesbaden, Wilhelm v. Löw II., Großherzoglichem Kammerherrn in Beſſungen, Auguſt v. Löw, Groß herzoglichem Kammerherrn und Rittmeiſter

à la suite, endlich den beiden letzteren als Vormündern der Freiherrn Auguſt und Oscar v. Löw von Löwenruhe bei Wiſſels⸗ heim, in der Gemarkung Ober- und Unter⸗ florſtadt zuſtehenden Grundrenten, als

a) eine durch Ablöſung der Schaafweideberech⸗

tigung entſtandene Grundrente im jährlichen Geldanſchlage von 56 fl. 10 kr.

b) das ſ. g. Wehrgeld im jährlichen Anſchlage von 47 fl. nach den geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgelöſt werden.

Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen Betheiligte, ſie mögen bekannt oder unbekannt ſein, hiermit aufgefordert, ihre etwaigen deßfall⸗ ſigen Rechtsanſprüche innerhalb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte um ſo gewiſſer

geltend zu machen, als ſonſt die Auszahlung der Ablöſungscapitalien an die genannten Be⸗ rechtigten geſtattet werden wird. Friedberg den 23. October 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Edictalladun g. [1657] Nachdem die Vormünder der minder⸗ jährigen Kinder des verſtorbenen Salinenſchmieds Philipp Klinkerfus und deſſen ebenfalls verſtor⸗ benen Ehefrau Caroline Chriſtiane Charlotte, geb. Henkel, dahier Namens ihrer Mündel den Nachlaß der Eltern der letzteren ausgeſchlagen haben, und ſich eine Ueberſchuldung deſſelben ergeben hat, iſt zur ſummariſchen Liquidation der Forderungen, ſowie zum Verſuche der Güte Termin auf Mittwoch den 22. k. Mts., Vormittags 9 Uhr, in hieſiges Gerichtslocal beſtimmt worden, wozu alle diejenigen, welche Anſprüche an den Nach⸗ laß der genannten Eheleute zu machen haben, hierdurch mit dem Anfügen vorgeladen werden, daß die in dieſem Termine nicht erſcheinenden Gläubiger als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſcheinenden beitretend werden erachtet werden. Nauheim am 18. October 1854. Kurfürſtliches Juſtizamt Kroeber. vdt. Schlar baum.

Verſteigerung. 116741 Donnerſtag den 16. November, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag des Oeconomen Karl Berg dahier zwei Wallachpferde, eins 5, das andere 7 Jahre alt, eine in gutem Zuſtande ſich befindende ſechs⸗

fitzige Chaiſe und ein zweiſpänniger ſtarker

den und Privat⸗Anzeigen.

Wagen mit eiſernen Achſen in deſſen Wohnung öffentlich meiftbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. November 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Holzverſteigerung. [1702] Künftigen Dienſtag den M,, Vormittags um 9 Ubr, werden auf dem Gräfl. Solms ⸗Rödelheim'ſchen Braunkohlenbergwerk dei Bauernheim 60 70 Stecken gemiſchtes Brennholz, ſowie mehrere Haufen Zimmerſpähnez meiſtbietend verkauft, wozu Kaufliebhaber hier⸗ mit einladet

Oſſenheim den 8. November 1854. Der Rentmeiſter Weis.

Holz lieferung. 11719] Montag den 27. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 152 Stecken buchen Scheid. und 3 Stecken Kiefern⸗Holz für die Garniſon und das Militär⸗Lazareth dahier unter den in unſerm Büreau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Soumiſſions⸗ wege in Accord gegeben werden. Friedberg den 14. November 1854. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments.

Bekanntmachung. [1720 In hieſigem Orte find mehrere Hof⸗ raithen, beſtehend in Oekonomiegebäuden, Wohn⸗ bäufern ꝛc. zum Stehenbleiben oder auf den Abbruch zu verkaufen. Die Verkaufsbedingun⸗ gen können dahier eingeſehen werden.

Enzheim den 9. November 1854. Der Ortsvorſtand.

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