Ausgabe 
16.3.1923
 
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1 gedakkion: Gießen 1 ahuhoffkraßt 25

berhessisch

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes

S ane n der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

itung

Erpedition: Gießen Bahnhofstraße 23 Ferusprecher 2005. c

Di Volksgeitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. 1925 Woennemeglepreig mit den BeilagenDas Blalt der Frau undLand⸗

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Verantwortlicher Redakteur: J Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie. sämtlich in Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M

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11 8 letschaffliche Beslage beträgt monatlich 000. Mt einschl. 9 r

5 Nr. 63

Gießen, Freitag, den 16. März 1923

18. Jahrgang

5 Kaasa m bon * 18 Neuer französischer Reparationsplan? Net Aus Paris wird gemeldet: Der Matin erfährt von einer a. verlässisen Persöulichkeit, dast Frankreich und Belgien uche mehr an den deutschen Reparationsverpflichtungen nach am Londoner Zahlungsplan(132 Milliarden Goldmark) N sthalten, sondern sofort nach Deutschlands Unterwerfung men neuen Reparationsplan unter Hinzuziehung englischer n. nid italienischer Delegierten ausarbeiten würden. Der bel⸗ u iche Plan liegt bereits fertig vor. Vorschläge aus Amerika? In Londoner politischen Kreisen treten jetzt hartnäckig un; serüchte auf, die sich nur schwer nachprüfen lassen. Man * inn sie etwa wie folgt zusammenfassen: 5 0 2 11 Nachdem der deutsche Reichskanzler durch nichtamtliche 2 sche Stellen eingeladen worden war, seine Pläne be⸗ Sai untzugeben, sei man jetzt hier zu der Ansicht gelangt, daß den e Brüsseler Besprechung zu einer Form der Vermittlung lu hren könnte. Es heißt, daß Cuno aufgefordert würde, zu * lären, ob er bereit sei, Vorschläge aus Amerika 1 zunehmen und ob er den Gedanken einer Wirtschafts⸗ N nferenz zur endgültigen Entscheidung des Repa⸗ t. Na nsproblems unterstützen würde. Hochgestellte Persön⸗ lin hkeiten, die aber nicht unmittelbar mit der Regierung in 1 Erbindung stehen, zeigen eine große Betriebsam⸗ u it nach dieser Richtung. Man spreche auch von der Aus- ul en flit, Bonar Law könne gezwungen werden, in einer um⸗ bssusn riebenen Weise Frankreich klar zu machen, daß der Tag n ber friedlichen Regelung gekommen sel. 4 GSierzu ist folgende Meldung des Londoner Korre. n pbpondenten der Frkft. Ztg. bemerkenswert: Nach Ansicht geri Kenner könnte die Wirkung des seit einigen Wochen n bestärkt auf die englische Regierung ausgeübten Druckes * der Richtung auf Aktiwpität wesentlich erhöht werden, 5 unn derselben aus der deutschen Politik Nahrung zu- c i se. Tatsache ist, daß die englische Politik heute in einem der n. labileren Zustand ist als bisher. Evening Standard teilt mit, daß auf den Reichskanzler . 2 Fino ein diplomatischer Druck ausgeübt werde, um ihn zu 1 1 aanlassen, die Vereitschaft Deutschlands auszusprechen, die Aparationsfrage einem internationalen neu A alen Schiedsspruch zu unterwerfen. gert, Bei dieser Meldung ist zunächst der Wunsch der Vater

10 Gedankens. Jedoch dürften einflußreiche Kreise eine % eh diefer Richtung zielende deutsche diplomatische Attion 111 Ar nützlich erachten. N

Neue französisch⸗belgische Verhandlungen.

Am Quai d'Orsan wird mitgeteilt daß in etwa 14 Tagen neue feunzösisch⸗belgische Besprechungen s'ottfinden werden, und zibar 1 Paris. Die Fragen, die dabei behandelt werden salen, sind türlich noch nicht bestimmt und werden sich erst aus der weiteren kutwicklung der Dinge ergeben. Die fngstliche Stille nach den Brüfsseler Verhandlungen und bvorgesehenen weiteren Vesprechungen lassen nicht gecade darauf ließen, daß die franzöisch⸗belgischen Gewaltpolitiker ihrer Sache

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1 ö ber fins.

Wünsche und Erwartungen Belgiens. un Eoin Pariser Mittagsblatt vom Mittwoch läßt sich aus giüsssel berichten, daß Belgien den Plan Barthous, der am

H. Januar der Reparationskommission vorgelegt worden

tt t als eine brauchbare Grundlage zur Lösung des Repa⸗ tionsproblems betrachtet. Belgien, so heißt es in dem

Ie 1. ztricht u. a., ist gegen die Verteilung der deutschen Zah⸗ . ingen über 20 oder 30 Jahre hinaus. Es wünscht eine

Jiuordnung der Reparationsverpflichtungen, die Deutsch⸗ niid ermöglicht, seine Schuld durch internationale Anleihen fünf Jahren abzutragen. Der Brüsseler Berichterstatter

e: Information glaubt zu wissen. daß die belgische Re⸗ ung sehr lebhaft Verhandlungen wünscht und

un deshalb deutsche Vorschläge erwartet.

Belgien als Agent?

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5 2 5. gen Petit Journal verilfentucht Marcel Ray ein Inferview

*, George Har rich, dem Direktor des bekannten Instituts Soloen, alem dieser einen belgischen Plan zur Regelung der Repara⸗

1 ö 1 enen entwickelt. Dieser Plan geht darauf hinaus: , Gemeinsam mit Deutschland einen Zahlungsplan für 5 Jahre

1, utzustellen. Deutschland Kontrollmaßnahmen und Garantien auf⸗ U dur legen, sowie zu verlangen, daß die Organisationen, die mit der 4% Jurchführung des Zahlungsplanes betraut werden. exetutorische % daovalt haben. Die Annuitäten in den ersten zahren hälten zu eln Fragen je 3 Milliarden Goldmark, hiervon die Hälfte in Sach⸗

wären

frrungen. Die Hälfte durch Anleihen, zu zu garantleren

0 Zolleinnahmen, Ein⸗ und Aus fuhrabgaben in Devisen. Ver⸗ sisbar sind die Anleihen mit 8 Proz. amortisierbar in 50 Jahren, 4s also einer Belastung von etwa 122 Millionen im ersten Jahre, Millionen im zweiten Jahre und 619 Millionen im fünften

hat eine furchtbare Unordnung zur Folge gehabt. Seit

Das Suchen nach einer Lösung beginnt.

Frankreich und Belgien in der Sackgasse.

Jahre entspräche. Nach Ablauf der ersten fünf Jahre müßte Deutschland die Zinsen und die Amortisotion für diese ersten 7 Milliarden der Anleihe weiter zahlen, hätte aber im ganzen an die Alliierten im Voraus 15 Milliarden Goldmark gezahlt. Alsdann hälte man den neuen Zahlungssähigkeiten Deutschlands Rechnung zu tragen. Wenn vor 1928 die politische Lage die Annullierung der interalliierten Schulden und auch der deutschen Bons C mög⸗ lich mache, würde Deutschland alsdann noch dem Zahlungsplan von 1921 eine Verschuldung von 35 Milliarden Goldmark haben, die möglichst schnell zu bezahlen im Juteresse des Reiches selbst läge. Hinsichtlich der Kontrolle und Pfänder kommt Herr Barrich auf dem Plan Briand⸗Loucheur vom 5. Mai 21 zurück. An Garantien verlangt er außer der Besetzung des linken Rheinufers:

1. Die Abgabe von 30 Prozent der deutschen Immobilien werte und insbesondere der an der Berliner Börse und den Provinzbörsen notierten Papiere, deren Zahl er aus 6000 veranschlagt; auch an hypothekarische Werte könnte man denken.

2. Der Reparationskommission könnte eine Art oberster Gerichts⸗ barkeit verliehen werden.

Nach Regelung dieser Punkte könnte das werden. Im Falle der Nichterfüllung durch Deutsch würden die 54 Völkerbundstaaten geschlossen gegen Deutschland stehen. Dieser Plan des belgischen Wirtschaftlers hat seine besondere Bedeutung da⸗ durch, daß sowohl der Völberbund, als auch die Repavationskommission häufiger die Hülfe des Instituts Solvay in Anspruch genommen

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Eine Stimme aus Holland.

Der Neue Notterdamsche Curant schreibt über die Verhält⸗ nisse durch die französisch⸗belgische Ruhraktion u. a.:

Die Unkenntnis der französischen und belgischen 1 em 15. Januar ist in Deutschland nichts mehr über Rotterdam verkauft worden, Antwerpen hat den Nutzen von diesem Zustand. Das Getreide für die Schweiz ist z. B. in den letzten Wochen über Ant⸗ werpen gegangen. Bremen und Hamburg ziehen aber noch größeren Nutzen aus den gegenwärtigen Verhältnissen. Ist es vielleicht die Absicht der Franzofen und Belgier, den deutschen Handel auszubreiten zu ungunsten von Rotterdam? Paris und Brüssel dürfen jedenfalls nicht außer Acht lassen, daß jeder Nechsbruch, wie er im RRuhrgebet begangen worden ist, dem moralischen Ansehen der französisch⸗belgischen Politik nur schadet.

Französische Bestialitäten.

Der kommandierende General des 47. Infanterie-Regi⸗ ments in Recklinghausen hört nicht auf, die Bevölkerung der Stadt Buer als Meuchelmörder zu beschimpfen, in einem Augenblick, wo feststeht, daß 14 Opfer der Rachsucht der französischen Soldateska zum Opfer gesallen sind. Bewohner des städtischen Lyceums, das zum Gebäudekomplex des Rat⸗ hauses gehört, und das mit französischen Truppen belegt ist, teilen mit, daß sie Zeugen gewesen sind, wie am Montag mittag zwei Schupobeamte in Zivil auf dem Lyceumplatz regelrecht totgeschlagen worden sind. Sie sahen, wie etwa 25 französische Infanteristen mit Stahlhelm um zwei Zivilisten, die am Boden lagen und die nur noch schwache Lebenszeichen von sich gaben, herumstanden und auf die wehrlosen Opfer traten und schlugen. Französische Soldaten bestätigten, daß es zwei Schupoleute gewesen sind. Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die Schupobeamten Krause und Moor von der aufge lösten Schutzpolizei, die ihre Frauen und Kinder holen wollten. Die Zeugen dieser Bestialität sind bereit, ihre An⸗ gaben eidlich zu bekräftigen und haben dies bereits getan.

Von weiteren Zeugen wird bestätigt, daß in der Sonn tagnacht, in der die französische Soldateska geradezu sinnlos wütete, eine Anzahl Leichen in eine Schule gebracht worden seien, die mit französischen Truppen belegt ist. Da es der deutschen Kriminalpolizei nicht möglich ist, in die französi⸗ schen Quartiere einzudringen, wäre es unbedingt erwünscht, daß Vertreter neutraler Staaten Klarheit über die Zustände schaffen würden.

Im städtischen Krankenhause liegen als weitere Opfer der Franzosen zwei Arbeiter, die Brüder Paul und August Thiel, die am Sonntag abend gegen 8 Uhr nach Reckling hausen zurückkehren wollten und unterwegs zweimal von französischen Patrouillen üben fallen worden waren. Der eine erhielt schwere Schlagverletzungen und eine Stich- wunde im Kopfe, während der andere einen Oberarmschuß und schwere Verletzungen durch Kolbenschläge erlitt, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt werden muß. Viele Per- sonen, die ebenfalls in der genannten Nacht niedergeschlagen wurden, wagen anscheinend aus Furcht vor den Peinigern sich nicht zu melden.

Die Beerdigung der Opfer in Buer.

In aller Stille mußten Mittwoch morgen 7 Uhr die er⸗ schossenen drei Deutschen beerdigt werden Die Franzosen hatten ursprünglich sogar verlangt, daß die Beisetzung bereits um 6 Uhr stattfinden sollte. Sie hatten weiter bestimmt, daß nur die nächsten Angehörigen den Särgen solgen durften. Die beiden erschossenen französischen Offiziere sind im Rathaus mit allem Gepränge auf⸗ gebahrt. Vor dem Rathaus sind Tanks in Parade aufgestellt.

rgebiet geränmt

as Gebäude selbst ist mit Grin geschmückt. Um die vier riesigen Sürten des eee 85 7 5 Tannengirlanden. In 2 Mitte des TreppenhrtJeströlt in Flur mit schwarzen Tüchern ein Raum abgeteilt, in ig an le Särge aufgestellt sind, umrahmt von Kandelabern und Krmten. Dil Schleifen in französischen und bel⸗ gischen Farben. Im jetzt feh Abends rückte eine starke Truppen⸗ abteilung mit einer N rechmevon Mannschaften, die zur Eskorte des Trauerzuges bestimtet find ein. Der Widetstand der Arbeiter hat Erfolg. Belohnung für Verräter.

Die Arbeiterschaft der Union⸗Werke in Dortmund hatte wegen der Erschießüng des auf der Union beschäftigten Ar⸗ beiters Gysels einen Protest an den französischen Kom⸗ mandanten gerichtet. Darauf erschien Mittwoch mittag eine Abteilung französisa r Soldaten auf dem Werk und ver⸗ haftete den Vorsitzenden des Betriebsrates, der jedoch infolge seines energischen Pratesles nach einer halben Stunde wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. In Witten haben die Fran⸗

Mark ausgesetzt. Für Lumpen zahlen die Franzosen höchste Preise. In Dortmund ist die Besetzung gestern um eine Kompagnie des Infanterie⸗Regiments 68 verstärkt worden. Die Truppen sind in einer Schule untergebracht. In Ruhr⸗ ort haben die Franzosen auf den dortigen Hafenanlagen eine Kontrollstelle für Wasserumschiag eingerichtet.

Abwehraktion der Bergarbeiter. Aus Buer wird gemeldet: Nachdem die Bergarbeiter auf der Zeche Westerholt die Arbeit niedergelegt haben, wird nun auch auf den Zechen Bergmannsglück und Scholwen

abtransportieren lassen wollen.

Französische Drohungen.

Die französische Regierung hat der Ingenieurkom⸗ mission im Ruhrgebiet mitgeteilt, daß etwa 4000 französische bezw. elsässische Bergarbeiter für die Arbeit in den deutschen Schächten zur Verfügung ständen und daß aussichtsreiche Verhandlungen mit Belgien im Gange seien, um auch belgische Arbeiter für den genannten Zweck zu erhalten. Im übrigen hat die Ingenieurkommission den Plan gefaßt, bei Uebernahme des Betriebs der deutschen Bergwerke bei etwaiger Weigerung der deutschen Arbeiter diesen ein Ulti⸗ matum zu stellen, das ihnen im Falle des Beharrens in der Weigerung die Ausweisung von der Zeche und aus ihren Wohnungen androht. 5

Ein ernstes Wort.

Der Regierungspräsident von Münster, Dr. Haslinde, hat an den französischen Oberdelegierten für die deutsche Zivilverwaltung, General Den vignes, in Düsseldorf ein Schreiben gerichtet, in welchem er Mitteilung macht von einer besonders bestialischen Verge⸗ waltigung einer gewissen Josesine Malaker in der Nähe von Essen durch französische Marinesoldaten. Das Schreiben schließt mit folgen⸗

den Worten: 1 Ich frage Sie, Herr General wie lange das Oberkommando

diese schmachvollen Zustände noch dulden will? Mein Protest gegen die schweren Ausschreitungen in Recklinghausen am 7. und 8. Februar ist ohne Antwort geblieben. Sollte das französische Oberkommando

so kann es immerhin nicht die Beschwerde eines wehrlos gemachten Volkes und die Protestnoten seiner Regierung überhörten. In der ge⸗ samten Kulturwelt aber hat es immer als Feigheit und Schande ge⸗ golten, sich an wehrlosen Zivilisten und Frauen zu vergreifen. Ich darf also wohl einer Antwort entgegensehen, welche Erledigung der vorliegende Fall gefunden hat.

Gewehrfeuer auf einen Güterzug.

Der fahrplanmäßige Güterzug Wanne Bottrop, der gegen 1.40, Uhr nachts den Bahnhof Gelsenkirchen Schalke passiert, wurde au der Nordsternbrücke kurz vor Carnap aus einer Entfernung von 3040 Meter von den Franzosen durch Zeichen aufgefordert zu halten. Trotzdem sofort alle Bremsen in Tätigkeit gesetzt wurden, rutschte der Zug noch einige Meter über die Brücke und die Franzo⸗ sen eröffneten sogleich ein wütendes Schnellfeuer auf den Führerstand der Lokomotive und verwundeten den Heizer Vonderhöhe aus Wanne durch zwei Brustschlisse schwer. Als der Zug stand, unter⸗ suchten sie Lokomotive und Packwagen und ließen den Zug dann weiterfahren. Der schwerverletzte Heizer wurde in Carnap ausge⸗ laden und ins Altenessener Krankenhaus gebracht, 0

Papstspeude sür das Ruhrgebiet.

Wie die Kölnische Volkszeitung meldet, hat der Papst die Summe von 500 000 Lire für die Bevölkerung des Ein. bruchsgebietes übersandt.

Politische Uebersicht.

Die Hintermänner. Ein Major a. D. K. Mayr, dem die Aufdeckung der Verschwörung der Fuchs, Berger usw. zu danken ist, stellt in einer aufsehenerregenden Zuschrift an den Bapyerischen

Kurier fest, daß der bayerische Minister des Innern und der

zosen für die Angabe über jeden sich noch in Witten auf⸗ haltenden Schutzpolizeibeamten eine Belohnung von 250 000

gestreikt, da die Franzosen die dort lagernden Kohlenvorräte

die in diesem Protest hervorgehobenen Handlungen tatsächlich dulden,