vor der Verdammnis bewahren und führt ihn in
dies Haus, wo er die Überzeugung gewinnt, daß er
heute sein Herz Gott übergeben muß. Soweit das
Bekenntnis des Jünglings. Der Prediger zeigt ihm
den Heilsweg, betet, und der Verlorne kommt zu
Glauben. 5 1 N *
Es war im Oktober desselben Jahres. Ein kleiner Leichenzug bewegt sich still dem Friedhof zu. Der Sarg barg diesen geretteten Jüngling. Nach- dem er an jenem Abend zum Glauben gekommen war, suchte er seine Eltern auf, und es fand eine ergreifende Begegnung statt, die zur völligen Aus⸗ söhnung führte. Man konnte singen:„Denn dieser mein Sohn war tot und ist lebendig gewor⸗ den, er war verloren und ist wiedergefunden.“ Bald darauf wurde er von einer tödlichen Krankheit erfaßt, die eine Folge seines ausschweifenden Lebens war. Während seiner achtwöchigen Krankheit hatte
er umfangreiche Gelegenheit, zu seinen Jugendfreunden
über die Torheit seiner Irrwege zu reden. Und oft beschwor er sie bei ihrer Seligkeit, nicht in seine Fußspuren zu treten. Mehrere seiner Freunde bekehrten sich auch zum HErrn. Am Tage seiner Auflösung war er sonderlich bewegt. Immer wieder redete er von der Wundergnade Gottes, die ihn gesucht und gefunden hatte, und mit bewegter Seele pries er die Blutskraft Jesu, die ihn freigemacht. Mit dem Bekenntnis:„Sie haben überwunden durch des Lammes Blut“ hauchte er den Geist aus. An seinem Bette knieten die Eltern und priesen Gott für die Rettung ihres Sohnes als Frucht ihrer Gebete F W' 28
In einer Strafanstalt. Vor etlichen Jahren, erzählt Moody in einer
einer Schriften, hatte ich Gelegenheit, in einer Straf.
anstalt den Gefangenen das Evangelium zu ver⸗ kündigen. Da keine Kapelle in derselben vorhanden war, mußte ich zu ihnen reden in einem langen Gange, von wo aus zu beiden Seiten die Gitter⸗ türen der Zellen abgingen. Ich redete wohl zu 400 bis 500 Menschen, konnte aber keinen von ihnen sehen. Nach Beendigung der Ansprache durfte ich mit den einzelnen persönlich reden. Ich kam an die erste Zelle und fragte:„Nun, wie kommen Sie denn hierher?“„Durch den Meineid falscher Zeugen!“ war die Antwort. An der zweiten Zelle erwiderte mir jemand:„Der eigentliche Verbrecher sah mir ähnlich, und da wurde ich für ihn ver⸗ haftet.“ Auch er war unschuldig. So ging es mir an allen Zellen.„O,“ sagte ich,„von euch kann
Christus keinen retten, hier ist ja niemand verloren!“ Alle um⸗
Keiner hatte wirklich etwas verbrochen. hüllten sich mit den fadenscheinigen Lumpen der Selbstgerechtigkei: Wenn jemand an ihrer Lage
schuld war, so war es die Obrigkeit. Fast hatte ich das ganze Gefängnis durchwandert, als ich an eine Zelle kam, in der ein Mann saß, der ganz in sich zusammengesunken, sein Gesicht in den Händen verborgen hatte.„Was fehlt Ihnen denn?“ fragte ich. Er erhob sein Haupt, und auf seinem Gesicht waren Kummer und Verzweiflung zu lesen.„O meine Sünden sind zu groß!“ schluchzte er
„Danken Sie Gott dafür!“ erwiderte ich.
„Was,“ fuhr er fort,„sind Sie nicht der Mann, der eben zu uns gepredigt hat? Sie nannten sich doch unseren Freund, und jetzt freuen Sie sich darüber, daß meine Sünden mir zu schwer sind?“
„Ja, und ich will Ihnen auch den Grund meiner Freude sagen,“ beruhigte ich ihn.„Möchten Sie nicht, wenn Ihre Sünden Ihnen zu schwer sind, jemand haben, der sie für Sie tragen will?“
„O wer ist das?“
„Der HErr Jesus!“
„Er will meine Sünden nicht tragen. Ich habe mich mein ganzes Leben an Ihm versündigt.“
„Ja, das haben Sie; aber das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht rein von aller Sünde.“ Dann wies ich ihn auf Jesum hin, der in die Welt gekommen sei, zu suchen und seligzumachen, was verloren ist, die Gefängnistürer zu öffnen und die Gefangenen zu befreien.
Es war für mich wie ein Becher kalten Wassers bei großer Sonnenhitze, einen Menschen zu finden der sich als verlorner Sünder bekannte. Es ging ihm schwer ein, zu glauben, daß ein so elenden Sünder wie er gerettet werden könne. Er bekannt mir alle seine Sünden, und ich sagte ihm, daß Christus sie alle zudecken könne. Nachdem ich länger mit ihm gesprochen hatte, forderte ich ihn noch auf, mit mir zu beten, er in seiner Zelle und ich auf dem Gange. Auf mein Zureden ließ er sich endlich dazu bewegen, kniete nieder, hob seine Augen auf wie jener Zöllner und sprach:„Gott, sei mir elender Sünder gnädig!“ Ich reichte ihm die Hand durch Gitter; und indem ich ihm die Hand schüttelte, fie eine Träne auf meine Hand, die mir zugleich im Herzen brannte. Es war eine Träne der Reu: Er glaubte, daß er ein Verlorner sei, wagte aber noch nicht, zu glauben, daß Jesus gekommen fei, um auch ihn zu retten. Seine Seele war noch im Dunkeln, als ich ihn verließ, doch versprach ich, fin ihn zu beten.
Am anderen Morgen fühlte ich mich gedrungen, ihn noch einmal aufzusuchen, ehe ich den Ort ver ließ. Ein Blick genügte, um zu sehen, daß Kumme: und Verzweiflung fort waren, sein Herz hupfte vos Freuden, er hatte ja Christum darin aufgenommen „Wie ist es Ihnen denn ergangen?“ fragte ich „O,“ sagte der Gefangene,„ich weiß nicht, wie spär
es war, ich glaube, es war um Mitternacht; langt
hatte ich noch in Trauer dagesessen, da fiel mir mii einemmal die Last ab, und ich glaube, ich bin jeßt
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