Ausgabe 
28.3.1920
 
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begraben liegen, Reihe an Reihe, Hügel an Hügel;

Und wenn überall ein schwarzes Kreuz errichtet wäre, wo ein Mensch seine Seele mordete, wir würden alle Wege damit besetzt sehen. Man hat die Erde einen großen Friedhof genannt, wo Menschen

wer aber kann die Grabhügel derer zählen, die sich durch Sünden irgendwelcher Art moralisch töteten? Die meisten Menschen spielen mit ihrer Seele. Wie jener Narr eine vom Frost erstarrte Natter an seinen Busen steckte, um sie zu erwärmen, und dadurch seinen Tod fand, so hätscheln Menschen ihre größten Feinde: Unglaube, Unsittlichkeit, Trunk, Leichtsinn und Weltlust, bis sie ihnen ganz zum Qpfer ge fallen und für Gott, den Himmel und die Ewigkeit tot sind.

An den Unglücksstätten dieser Umgekommenen sollte unser tiefstes Mitleid erregt werden. Oder wollen wir unempfindlicher sein als jener rohe Matrose, von dem der Prinz von Orleans erzählt? Hier sollten wir unsere Häupter entblößen und mit zerrissener Seele ausrufen:O daß ich Wasser genug in meinem Haupte hätte und meine Augen Tränenquellen wären, daß ich beweinen könnte die Erschlagenen in meinem Volke! Denn viele gingen zugrunde infolge ihrer Arglosigkeit. Junge Männer und Mädchen kannten die Gefahr der Sünde nicht. Sie meinten, daß der Teufel mit Hörnern und der Verführer mit Schellen durch die Welt gehe, und ahnten nicht, daß er sich meistens als Engel des Lichts verkleidet und gerade arglose Gemüter um⸗ strickt, die unter dem anziehenden Gewande nichts Arges sahen. Andere sind im Sumpfboden einer verkommenen Familie aufgewachsen. Gottentfremdete Altern haben sie mit weltlichen Gedanken und Eitel⸗ keiten erfüllt. Das Haus war die Weichenstellerin, die ihnen die Richtung in den Schlamm der Sünde anwies. Was können sie anderes als Böses

zun, da sie von Jugend auf daran gewöhnt sind? Roch andere wurden das Opfer der Sünde durch traurige Verhältnisse. Wie viele Mädchen werden

durch Armut und Not auf die Wege der getrieben! Ihre Lasterketten reiben ihnen die Are wund, sie möchten sie abschütteln und können es wich! Wieder andere wurden in ihrer Unschuld durch ge⸗ wissenlose Buben zur Sünde verführt. Das Que silber im Barometer ist nicht so empfindlich gegen die Schwankungen des Luftdrucks und die Platz des Photographen gegenüber dem Licht als di⸗ jugendliche Persönlichkeit für empfangene Eindrücke. Leicht ist ein argloses, unverdorbenes, jugendliche Herz verdorben und geknickt. Und diese schauerliche Arbeit wird täglich getan. Und das sollte unser Herz nicht mit tiefem Schmerz erfüllen?

Der Prinz von Orleans betete für die Ber schollenen und Verschwundenen. Dies hat freilich nichts mehr genützt. Denn sobald sich hinter einen Menschen die Ewigkeitspforte geschlossen hat, ist sels Schicksal besiegelt.Es ist dem Menschen geseßzt, einmal zu sterben, und danach das Gericht.

Wir brauchen nicht an einem Ort zu sein, don welchem wir wissen, daß andere Menschen an den selben umgekommen sind, so wissen wir doch, daß wir vielleicht heute oder morgen vor dem 51 Gott erscheinen müssen. Undwo werden wir Gwigkeit zubringen? F. W. 5

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Himmelwärts!

Die Herrlichkeit der Erden

Nuß Staub und Asche werden Und nichts bleibt ewig stehn. Das, was uns hier ergötzet, Was mon so hoch hier schätzet, Muß als ein leerer Traum verged n

Dies laß uns, HErr, bedenken Und uns zum Himmel lenken, Du er noch offen steht!

Wer dahin will gelangen,

Darf an der Welt nicht hangen Weil sie mit ihrer Lust vergeht, f Andreas Gryp dn

versammlungs⸗-Anzeigen.

Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Sonntag Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; Uhr Versammlung; Uhr Christlicher Verein junger Männer; seden Mittwoch Uhr Bibelstunde; jeden Freitag Uhr Gebetsstunde. G

Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshaus Bellnhausen.

G Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg. Ludwigstr. 24.

Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8½¼ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends Uhr Jugendbund; Donnerstag abends Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde.

Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 37½. Jeden Dienstag und Donnerstag abends Uhr Bibelstunde.

Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung

Bezirk nidda⸗Schotten.

Nidde(im Burghof). Jeden Sonntag abend 9 Ur Bersammfung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; ieden Dienstag abends 9 ue Bibelstunde.

Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Senntag mittagz 12½ Uhr Tenne tagsschule, jeden Sonntag abends 9 Uhr Versammlung, jeden Mitwoch abends 9 Uhr Bibel: und Gebetsstunde.

Anderungen siehe Tageszeitung der Orte. S

Bezirk Sellnrod. Jeden Sonntag abends 8 Uhr Versammlung und jeden. und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung.

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