Ausgabe 
26.9.1920
 
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sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: Wieviel Tagelöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben, und ich verderbe im Hunger! Ich will mich auf⸗ machen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir, und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich als einen deiner Tage⸗ löhner. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt in den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Kleid hervor, und tut ihn an und gebt ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße; und bringt ein gemästet Kalb her, und schlachtet's; laßt uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig worden; er war ver⸗ loren und ist gefunden worden. Und fingen an,

sröhlich zu sein 2

Nistodemus. (Joh 3, 13.)

Der Oberste unter den Juden, Nikodemus, kam um das Heil seiner Seele bekümmert, in jener Nacht zu Jesu. Der HErr Jesus wußte jedem die rechte Antwort zu geben, und so redet Er mit Nikodemus sofort von der neuen Geburt.

Dieser geriet in Verlegenheit, als er, der Meister in Israel, solche Sprache nicht verstand.

Das Wort:Du mußt von neuem geboren werden, sonst kannst du das Reich Gottes nicht sehen, gilt jedem Menschen. 5

Gott hat einmal von dem Menschen gesagt, daß sein Dichten und Trachten böse sei von Jugend auf, und die menschliche Natur hat sich seit jener Zeit nicht verändert.

Der Mensch ist verloren und muß errettet werden, er ist tot und muß lebendig werden.

Bist du noch nicht von neuem geboren, so bist du auf dem Wege zur Verdammnis, du kennst Jesum und den Wert Seines Opfertodes noch nicht.

Doch ich bitte dich, verwirf die Wahrheit nicht. Erkenne vielmehr deine Blindheit an.

Nachdem der HErr Jesus dem Nikodemus das Wort von der Wiedergeburt verkündigt hatte, redete Er von der Gnade, indem Er sagte:Wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhte, also muß der Sohn des Menschen erhöht werden, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Das ist Gnade. Das ist der Weg, welcher zum Leben führt. Durch den Glauben an den an das Kreuz erhöhten Jesus emp⸗ fängt die Seele Errettung.

Diese Worte von Jesu selbst zeigen das einzige Heilmittel, welches Gott dem Sünder gegeben hat. Der HeErr bewies zuerst dem Nikodemus, daß dem Menschen das Leben mangelt, und dann zeigte Er ihm, wie man das Leben erlangen kann, uämlich durch den Glauben an den erhöhten Jesus. Richte deinen Blick im Glauben auf Ihn, und du wirst errettet werden und mit glücklichem Herzen Gott preisen. Das Leben des auferstandenen Christus wird das Teil des Sünders, wenn er sein Verderben erkennt und im Vertrauen auf Ihn schaut, den Gott in Seiner Liebe für die Welt in den Tod ge⸗ geben hat.

Siehe da die Liebe Gottes, den Born des Lebens! Komme im Glauben herzu mit all deinen Sünden, und du wirst Vergebung und ewiges Leben finden. Es gibt Vergebung und Leben durch das Wort vom Kreuz. O. D.

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Du bist der Mann! (2 Sam. 12, 7.)

Der Prophet Nathan hatte seinen König David besucht und ihm eine empörende Geschichte erzählt. Ein reicher Mann, der sehr viele Schafe und Rinder besaß, war so selbstsüchtig gewesen und hatte einem armen Manne, der nur ein einziges Schäflein hatte, das seine ganze Freude war, ein einziges Schäflein, das an seinem Busen schlief, aus seinem Becher trank, das ihm wie eine liebe Tochter war, der Reiche also hatte mit Gewalt dies Schäflein dem Armen entrissen, um dem Gast, der zu ihm gekommen war, ein Mahl zuzurichten. David fand diese Geschichte ergreifend, empörend, er kam ganz darüber in Sturm. Und er blieb nicht dabei. Nein, er wollte zeigen, daß ein gerechter König im Lande sei, und rief in grimmigem Zorn:So wahr der HeErr lebt, der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat. Da aber tönte das Wort furchtbar zurück:Der Mann des Todes, das bist du! Der Hof prediger Nathan wurdepersönlich. Nicht wahr, das war bitter für den König, so aus dem Verdammer zum Verdammten zu werden?Du bist der Mann!

Andere werden sagen:Dem königlichen Mörder und Ehebrecher geschah ganz recht! Ich aber sage dir, daß alle Worte Gottes dir nichts helfen, bis auch du sagen lernst:Ich bin der Mann, der gemeint ist; auf mich geht's, ganz auf mich. Aber davon wollen die Leute nichts wissen, das ist zu unbequem. Selten ist es, daß sie es so demütig wie David hinnehmen, wenn man ihnen sagt:Du bist der Mann! Versuche es nur einmal. Da ist einer, der schildert den entsetzlichen Zustand des Menschenherzens mit den grellsten Farben, so daß kein gutes Haar daran bleibt. Sagst du ihm aber nun:Ja, so ist's! und, da wir einmal bei dieser

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