Ausgabe 
23.5.1920
 
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aufkam, der nichts wußte von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserem Geschlecht und behandelte unsere Väter übel und schaffte, daß man die jungen Kindlein aussetzen mußte, daß sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Moses geboren, und war ein fein Kind vor Gott, und ward drei Monden ernährt in seines Vaters Hause. Als er aber aus⸗ gesetzt ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf ihr selbst zu einem Sohn. Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der Agypter, und war mächtig in Werken und Worten. Und über vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste an dem Berge Sinai der Engel des HErrn in einer Feuer⸗ flamme im Busch. Da es aber Moses sah, wunderte er sich des Gesichts. Als er aber hinzuging, zu schauen, geschah die Stimme des HErrn zu ihm: Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Moses aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen. Aber der HErr sprach zu ihm: Ziehe die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, da du stehst, ist heilig Land. Ich habe wohl gesehen das Leiden Meines Volks, das in Agypten ist, und habe ihr Seufzen gehört, und bin herabgekommen, sie zu er⸗ retten. Und nun komm her, Ich will dich gen Agypten senden. Diesen Moses sandte Gott zu einem Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch. Dieser führte sie aus und tat Wunder und Zeichen in Agypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre. Auch hatten unsere Väter die Hütte des Zeugnisses in der Wüste und brachten sie mit Josua in das Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesicht unserer Väter, bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott, und bat, daß er eine Wohnung finden möge dem Gott Jakobs. Salomo aber baute Ihm ein Haus. Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der

Prophet spricht:»Der Himmel ist Mein Stuhl und

die Erde Meiner Füße Schemel. Was wollt ihr Mir denn für ein Haus bauen? spricht der HErr; oder welches ist die Stätte Meiner Ruhe? Hat nicht Meine Hand das alles gemacht?

Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, also auch ihr. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben ge tötet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, welches ihr nun Verräter und Mörder worden seid. Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte und habt's nicht gehalten.

Da sie solches hörten, ging's ihnen durchs Herz und bissen die Zähne zusammen über ihn. Wie er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach:Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrien aber laut und hielten

ihre Ohren zu und stürmten einmütiglich auf ihn

ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanus, der anrief und sprach:HErr Jesus, nimm meinen Geist auf! Er kniete aber nieder und schrie laut:HErr, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. (Aus Apg. 6 u. 7.

Wie Gott Heinen Diener bewahrte.

Einem Prediger ging es, wie der HErr Jesus gesagt hat, er wurde gehaßt und verfolgt um Seines Namens willen. Bei einigen ging der Haß so weit, daß sie ihn zu töten beschlossen. Eines Tages saß der Mann bei seiner Bibel und dachte über die Worte nach:Ihr seid besser denn viele Sperlinge, ja die Haare auf eurem Haupte sind alle gezählt. Diese Größe und Tiefe der Liebe Gottes war ihm beinahe zu viel.

Da trat in seine Stube eine Frau, die er kannte, und erzählte ihm sehr bewegt, diese Nacht viel um ihn gelitten und eher keine Ruhe bekäme, bis sie ihren Auftrag ausgeführt hätte. Sie gab ihm dann das Rasiermesser ihres Mannes und bat ihn flehentlich, er möchte sich heute dessen selbst bedienen. Der Prediger aber erwiderte:Dies habe ich noch nie getan, es wird nicht gehen; ich würde mich schneiden.

8Nein, Sie werden sich nicht schneiden, sagte sie,tun Sie es im Vertrauen auf Gott.

Er versprach es, und die Frau ging fort. Gleich darauf erfüllte der Prediger sein Versprechen und hatte sich eben wieder an den Tisch gesetzt, als sein Barbier eintrat. Diesem wurde nun gesagt:Es ist schon einer dagewesen. Als aber der Prediger den Barbier sah und seinen großen Schrecken wahr⸗ nahm, fügte er hinzu:Ich habe mich selbst bedient und sehe, daß es auch so geht. Sie brauchen nicht mehr zu kommen, worauf der Barbier sich schnell entfernte.

Der Prediger überlegte sich diese Sache wohl vor Gott, sprach aber mit niemand darüber, auch nicht mit jener Frau. Als nun etliche Jahre ver gangen waren, wurde er eines Abends an ein Sterbe, bett gerufen; es war das jenes Barbiers. Dieser sagte ihm, er könne nicht sterben, er müsse ihm erst

noch bekennen, daß er damals von jemand gedungen sei, Gift an sein Messer zu tun und ihn damit zu schneiden.

Der Prediger, dem die Sache wieder lebhaft vor, die Seele trat, sagte zu ihm:Ich will nicht wissen, wer Sie gedungen hat, ich räche mich selber nicht; aber ich möchte wissen, was mein Feind sagte, als er den Ausgang hörte, ob er vielleicht Gott die Ehre gab und wir Hoffnung zu seiner Bekehrung haben könnten

daß sie

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