Ausgabe 
20.6.1920
 
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innerlich, indem er ihm wie ein Freund begegnete, mit ihm redete und ihm die Verheißung erfüllte: Ich bin dein Schild und dein großer Lohn.

Und der Segen Gottes ruhte nicht nur auf Abraham, sondern strömte von ihm weiter auf andere. Ja, der Segen Abrahams strömt noch heute auf alle, die sein leuchtendes Vorbild der Gottes⸗ furcht betrachten. Gott hat diesen Mann so wunder- bar zum Segen gesetzt, daß sich tatsächlich die Ver⸗ heißung erfüllte und noch immer herrlicher erfüllen wird: In dir sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.

Gott ist noch heute derselbe wie zur Zeit Abra⸗ hams. Ja, die Offenbarungen Seiner Liebe sind heute weit größer als damals; denn Abraham konnte noch nicht sagen und singen:

Ich bete an die Macht der Liebe, Die sich in Jesu offenbart.

Doch wenn wir das Neue Testament lesen, so finden wir, daß der HErr die Seinen vorzüglich mit geistlichen Segnungen beschenken will. Alle Segnungen Gottes für den inwendigen Menschen liegen beschlossen in der Person Jesu, des Gottes⸗ sohnes und des Gotteslammes. Ihn hat Gott uns gemacht zur Weisheit und zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.Die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden. In Christo wohnt die ganze Fülle der Gottheit

leibhaftig, und wir können erfüllt werden durch Ihn 0 5 Quartier bezog. Als die drei nun des Abends so

mit derselben Gottesfülle. So sagt das Wort. Dazu ist nur eins nötig, nämlich, daß wir in auf richtiger Buße und einfältigem Glauben zu Jesu kommen, uns Ihm übergeben und Ihn als unseren persönlichen Heiland und HErrn annehmen. Wer das tut, der wird bald von Herzen einstimmen können in den Jubelruf des Apostels Paulus:Ge⸗ lobt sei Gott und der Vater unseres HErrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichen Segnungen in himmlischen Gütern durch Christum. (Eph. 1, 3.) 2 E.

Die Misstonarswitwe.

Während des Hereroaufstandes geschah es, daß eine Anzahl Herero in das Haus einer Missionars⸗ witwe eindrangen mit der bestimmten Absicht, sie zu töten. Die Missionarin merkte ihr Vorhaben, stellte sich aber still und siegesgewiß vor sie hin und sagte: Ich habe heute meine Morgenandacht noch nicht gehalten. Bitte solange Platz zu nehmen. Und nun liest sie in Gegenwart der Männer laut und vernehmlich:Der HErr ist mein Licht und mein Heilz vor wem sollte ich mich fürchten! Der HErr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen! So die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen... Dann verteilt sie die Gesangbücher und singt und spielt:

ihm auch einiges aus seinem Leben berichte

Morgenglanz der Ewigkeit,

Licht vom unerschöpften Lichte,

Send uns diese Morgenzeit

Deine Strahlen zu Gesichte,

Und vertreib' durch Deine Macht

Unsre Nacht! Und die Männer sitzen wie gebannt da als ob sie zum erstenmal die alles bezwingende Überlegen⸗ heit des Christentums vor sich sähen, und unver⸗ richteter Sache ziehen sie ab. Diese Christin war im Begriff, alles zu verlieren, sogar ihr Leben, und war doch zugleich im Begriff, alles zu gewinnen Wer in Christo lebt, stirbt nicht eigentlich, denn er hat ein Leben, das keinen Zerstörungskräften unter⸗ worfen ist. Ist Christus mein Leben, dann kann Sterben nur mein Gewinn sein.

Ist auch dir dies Leben erschienen? Du wirst nicht gefragt, ob du ein sitilich reiner Mensch bist. Respekt vor deiner Moral! Du wirst auch nicht gefragt, ob du eine christliche Gesinnung hast und christlichen Grundsätzen huldigst, sondern die Frage ist: Ist dir das Leben erschienen? Hast du Leben aus Gott empfangen?

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Eine Lebensgeschichte. Einst hörte ich von einem Soldaten, der im Württembergischen bei zwei lieben, alten Hausleuten

gemütlich zusammensitzen, sagt der Hausvater:Soldat, jetzt mußt du uns von deinen Erlebnissen erzählen! Soldaten erleben viel und sind immer lustig! Und der Soldat spricht von seiner Heimat, seinen Eltern. seinen Jugenderlebnissen und von seiner Bekeh⸗ rung. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgt der Vater der Erzählung, wie Jesus ihm den Frieden geschenkt habe, wie sein Leben seither ein überaus glückliches gewesen sei, wie nur ein solches Leben lebenswert sei, wie ohne Ausnahme jeder diese Wen- dung erleben müsse, wenn er selig werden wollte usw Mit großen, fragenden Augen sitzt der Vater nun vor dem glücklichen Erzähler. Daß das Gespräch auf einmal eine solche Richtung nehmen werde, hatte er nicht erwartet. Wie begreiflich, daß weder er noch seine gute Frau auf solche Rede irgendein Wort der Erwiderung finden konnten! Stumm sitzen sie vor dem Soldaten. So was hatten sie ja in ihrem Leben noch nicht gehört. Wohl fromm waren auch sie stets gewesen, so wie es der allgemeine Brauch ist. Nun sitzt da einer vor ihnen, und sogar noch ein Krieger, der so gerade heraus sagt, als ob es die selbstver⸗ ständlichste Sache von der Welt sei, er habe Frieden mit Gott und wisse gewiß, daß er selig werde. War das nur Schwärmerei der Jugend, oder ist er wirklich ernst zu nehmen? Eine innere Stimme aber sagte ihnen: Das muß die rechte Frömmigkeit sein Nun aber wünscht der Soldat, daß der 5 7 U