legenheit annahm. Als mehrere Beamte den frag-
lichen Waggon durchsuchten, fanden sie einen Be⸗ gleiter der Schieber tot im Waggon vor, der infolge Herzschlages gestorben war.“— In seinen Sünden gestorben.
Ob es auch in dem Leben dieses Mannes eine Zeit gegeben hatte, wo Gott ernst mit ihm redete, wissen wir nicht, wir nehmen es aber bestimmt an. Auch der gewissenloseste Sünder will nicht in seiner Sünde dahinfahren, und er schmeichelt sich immer mit dem Gedanken, er könne noch die Sünde von sich abschütteln, ehe es zum Sterben gehe. Und doch sehen wir, daß Tausende dahingerafft werden mitten in der Lust der Sünde mit schuldbeladenem Gewissen. Besser ist es zu sterben unter den heftigsten Schmerzen, ausgestoßen und verworfen von aller Welt, als sterben in der Sünde..
Wer sind nun die, welche in der Sünde sterben?
In der Sünde stirbt nicht nur der, welcher weggerafft wird, wenn er eben im Begriff ist, eine Sünde auszuführen, wie oben genannter Schieber. Es kommt jedoch auch sehr oft vor, und es ist das Erschütterndste, wenn Gott einen Menschen mitten auf seinen Sündenwegen er⸗ greift und von der Zeit in die Ewigkeit ruft. Wo wärst du, lieber Leser, wenn der HeErr dich auf deiner Sündenbahn plötzlich weggerafft hätte?
In den Sünden stirbt auch der, welcher in seinem Leben keine Vergebung der Sün—
den gesucht und den Heiland von sich ge⸗
wie sen hat, wie die Sterbende auf unserem Bilde. Mit viel Geduld trägt Gott den Sünder, bis Er ihn endlich dahinfahren läßt in seinen Sünden. Viele gute Vorsätze werden gefaßt, kommen aber nie zur Ausführung. Endlich muß der Mensch sich entschei⸗ den, auch du, lieber Leser. Da steht der Heiland mit Seinen Verheißungen, dort die Welt mit ihren Lockungen. Deine ganze Lebensführung nötigt dich, deine Wahl zu treffen. Für wen willst du dich entscheiden? Entscheidest du dich nicht für Jesum, dann wirst du in deinen Sünden sterben.
O. D. 2 Keine Zeit.
Ein Prediger des Evangeliums erzählte folgende Geschichte aus seiner persönlichen Erfahrung: Vor einigen Jahren besuchte ich mit einem Kollegen in einer größeren Stadt Amerikas einen angesehenen Kaufmann, um ihn zu einer Versammlung freund⸗ lich einzuladen. Derselbe hatte ein großes Geschäft, und deshalb entschuldigte er sich mit dem Vorwande, er hätte keine Zeit zu kommen; seine viele Arbeit gestatte es ihm nicht. Wir gingen zum zweitenmal hin und ermahnten ihn dringend, wenigstens einmal
an einem Abend mitzugehen. Doch er hatte wiederum
dieselben Einwände.
„Meine Augehörigen,“ sagte er,„mögen kommen, mich jedoch müssen Sie entschuldigen, ich finde keine Zeit dazu.“
„So kommen Sie doch am Sonntag,“ baten wir ihn.
„Am Sonntag muß ich schlafen und ruhen, da⸗
mit ich am Montag wieder frisch und munter bin
zur Arbeit,“ war nun seine Entschuldigung.
Seine Gattin, die schon seit Jahren eine ernste Christin war und viel für die Bekehrung ihres Mannes gebetet hatte, war über dieses Verhalten ihres Gatten sehr betrübt, und deshalb erlaubte ich mir, ihm den ganzen Ernst der Sache vorzuhalten, indem ich zu ihm sagte:„Sie laden zuviel Schuld auf ihr Ge— wissen, Sie werden es einst nicht verantworten können.“ Dennoch mußten wir wieder umkehren, ohne unseren Zweck erreicht zu haben.
Am darauffolgenden Sonntag bat die Mutter
des Hauses ihren Sohn Artur, des Vaters Liebling, mit ihr zu gehen, das Wort Gottes zu hören. Der Vater jedoch wünschte, daß er für ihn einen Aus— gang in einen entfernten Stadtteil machte, um da— selbst einen Auftrag auszurichten. Artur durfte dazu sein Ponny, welches er kurz vorher von seinem Vater als Geburtstagsgeschenk erhalten hatte, benutzen, und deshalb machte ihm dieser Auftrag mehr Vergnügen, als wenn er mit seiner Mutter hätte gehen müssen. Doch dieser Ritt sollte für den munteren Jüngling verhängnisvoll werden. Unterwegs stürzte sein Pferd und fiel so unglücklich auf ihn, daß er dadurch schwere innere Verletzungen erlitt und nach Hause getragen werden mußte.
Man benachrichtigte uns von diesem Unglücksfall. Wir machten uns sofort auf den Weg, um die schwer heimgesuchte Familie zu besuchen. Bereits hatten sich eine Anzahl teilnehmender Freunde und Bekannten im Hause eingefunden. Wir traten ins Kranken- zimmer, woselbst wir Vater und Sohn allein an— trafen. Der Sohn lag totenblaß auf seinem Bette, während sein Vater weinend am unteren Bettende stand und bei unserem Eintritt sagte:„Ich habe das Unglück selber verschuldet; es ist eine göttliche Strafe für mein hartnäckiges Widerstreben.“
Dann wandten wir uns zu dem Knaben, welcher mit bebender, geschwächter Stimme sagte:„Der Arzt hat gesagt, daß ich wahrscheinlich nicht bis morgen früh leben werde.“
Wir fragten ihn:„Wärest du bereit zum Sterben!“
„Nein, ich fürchte mich davor, denn ich bin heute ungehorsam gewesen,“ erwiderte er.
Wir ermahnten ihn, den HErrn Jesum um Ver⸗ gebung seiner Sünden zu bitten und gläubig zu er⸗ warten, daß Er sein Gebet erhören werde, da Er gesagt hat:„Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen,“ und:„Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, denn er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“
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