Sünden nach dem Reichtum Seiner Gnade.“ Sonder⸗ bar, dachte sie, daß ich diese ernste Frage nie unter sucht und erforscht habe! Ich hoffte, Gott würde mir vergeben und mich einmal retten; aber ich meinte, es wäre nur stolz und anmaßend, zu glauben, daß man seines Heils gewiß sei. Aber eine ganze Reihe von Beispielen für diese Tatsache drängte sich ihr nun noch auf: Der Gichtbrüchige. Ihm sagte Jesus: „Sei getrost, Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“(Matth. 9, 2.) Die Sünderin, die des Heilands Füße mit ihren Tränen netzte. Sie hörte von Seinen Lippen die Erklärung:„Dir sind deine Sünden vergeben, dein Glaube hat dir geholfen, gehe hin in Frieden.“(Luk. 7, 4850.) Der neben Jesu gekreuzigte Schächer. Er empfing vom FeErrn die klare Zusicherung: „Wahrlich, Ich sage dir, heute wirst du mit Mir im Paradiese seinl!“(Luk. 23, 43.)
Sie alle, so sagte sie sich, mußten die völlige Gewißheit ihrer Sündenvergebung haben, oder sie wären Ungläubige gewesen. Und während die Diakonisse noch in ihrer Bibel blätterte, mußte sie sich schämen, daß sie das untrügliche Buch Gottes bis jetzt so schlecht verstanden, sowenig erforscht hatte, und eine freudige Gewißheit dessen, daß auch sie völlige Vergebung hätte, erfüllte durch Gottes Gnade ietzt auch ihr heilverlangendes Herz.
Ganz glücklich über die eben gemachte Ent⸗ deckung und im lebendigen Glauben, kehrte sie an das Lager des Sterbenden zurück, um ihm diese Beispiele zu nennen und jene klaren Stellen aus Gottes Wort vorzulesen. Während sie zu ihm sprach, hellte sich das Gesicht des Soldaten auf im Frieden des ewigen Lichts und Heils, denn dies war eine willkommene Antwort auf seine verborgenen Sorgen und seine Seelennot, wie auf seine vielen Gebete. Er glaubte Gottes Wort und vertraute sich von ganzem Herzen Dem an,„dessen Blut uns rein macht von aller Sünde“. Joh 1,
In derselben Stunde kamen zwei Seelen aus der Finsternis zum Licht, die eine, um zu sterben und im Frieden zur ewigen Ruhe Gottes einzugehen, die andere, um zu leben und das Heil zu verkünden, dessen Gewißheit sie eben empfangen hatte.
2
Mißbrauch des Namens Gottes.
Wie gedankenlos und leichtsinnig wird der Name Gottes mißbraucht! Manche können kaum mehr einen Satz aussprechen, ohne ein„Ach Gott“, „Gott im Himmel“,„lieber Gott“,„um Gottes- willen“ hineinzufügen. Das ist ein Mißbrauch des Namens Gottes.
Ja, sagst du, ich denke mir aber nichts dabei!
Ist das eine Entschuldigung? Das macht die Sache ja nur noch schlimmer. Ist der Name Gottes denn dazu da, daß du ihn so gedankenlos aussprichst?
Er sollte mit Ehrfurcht gebraucht werden, aber nicht mit gedankenloser Leichtfertigkeit! 5
Denke dir einmal, man würde mit deinem Namen so umgehen? Ich bin gewiß, du würdest dir das sehr ernstlich verbitten.
Aber sieh, deinem Gott glaubst du das bieten zu können! Den Namen deines Gottes kannst du als eine bloße Redensart in den Mund nehmen Dabei findest du nichts.
Aber Gott findet etwas dabei. Gott sagt, Er werde den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen mißbrauche. Und Gott hält Wort, darauf kannst du dich verlassen.
Jeder Jude, dem du begegnest, ist ein Beweis, daß Gott Seine Drobungen wahr macht. Er hat gedroht, wenn Israel ungehorsam sein würde, dann würde Er das Volk unter die Völker streuen, daß es von den Heiden zertreten würde. Es ist geschehen. Israel hat Gottes Güte und Geduld mißbraucht. Und Gott hat es unter die Völker zerstreut, wie Er gesagt hat. Ist das nicht wunderbar? Ein Voll, das kein Land mehr hat und keinen König, keine Verfassung und keine einheitliche Sprache— und doch hört es nicht auf, ein Volk für sich zu sein Babylon ist untergegangen, die alten Reiche Rom und Griechenland sind untergegangen; aber Israel besteht und lebt noch. Ob ihm auch alles fehlt, was sonst zu einem Volk gehört, es besteht noch— als ein Denkmal: Gott hält Wort! Gott macht auch Seine Drohungen wahr.
So wird Gott auch dieses Wort wahr machen, daß Er den nicht ungestraft lassen werde, der Seinen Namen mißbrauche. Das ist ganz gewiß.
Sieh, und darum möchte ich dich bitten: Miß⸗ brauche den heiligen Namen Gottes nicht mehr in gedankenlosem Leichtsinn, es ist dein eigner Schade, sondern brauche ihn dazu, wozu er uns gegeben ist, Wir sollen Ihn anrufen mit Beten, Loben und Danken.
O rufe Ihn an und bitte Ihn um Vergebung, daß du dich bisher so über Sein Wort und Seinen Willen hinweggesetzt hast.
Sieh, daß du imstande warst, den Namen Gottes so gedankenlos auszusprechen, das ist ein Beweiz davon, daß es dir an Ehrfurcht vor Gott gefehlt hat, daß du bisher nicht nach Seinem Wort und
Willen gefragt hast. Das muß anders werden. Du
mußt dich zu Gott bekehren. Du mußt als ein Sünder zu Ihm kommen und Ihn bitten, daß Er dir alle deine Sünden vergibt. O wenn du das tust, dann wird dein ganzes Leben anders! Dann wirst du ein seliges und fröhliches Kind Gottes, das mit heiliger Ehrfurcht und mit kindlicher Liebe sagt „Abba; lieber Vater!“
Ja, dann lernst du den Namen Gottes recht gebrauchen, in allen Lagen des Lebens dich an Gott wenden, Ihn um Hilfe und Rat, um Kraft und Trost bitten und alles, was du brauchst, und Ihm für alles danken. Das ist ein gesegnetes Leben, ein
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