Plätze, um seine leidende Begleiterin in eine ruhende
Arznei für Anheilbare.
Anfang Juni bestieg ich einen der unzähligen Omnibusse, die in L. den Verkehr mit den Vor⸗ orten vermitteln. Gut gekleidete, heiter aussehende Menschen, deren Wohlbehagen durch die Aussicht auf ein Vertauschen des städtischen Geräusches gegen die verhältnismäßige Ruhe eines vorstädtischen Ge⸗ biets augenscheinlich erhöht wurde, füllten mit mir das Fuhrwerk.
Die Fahrenden unterhielten sich von der Schönheit des Frühsommers, und einige gedachten Dessen, der die Lilien auf dem Felde schmückt und das Jahr mit seiner Güte krönt.
Während der Fahrt stiegen ein junger Mann und eine junge Frau ein, letztere offenbar an einem quälenden körperlichen Gebrechen leidend. Mir fiel die ängstliche Zärtlichkeit auf, mit welcher der Mann seine Gefährtin, augenscheinlich seine Frau, umgab.
Der junge Mann benutzte die frei gewordenen
Lage zu bringen, ihre Füße vorsorglich mit einem Schal bedeckend. Besuche im Bezirk hatten mich mit verschiedenen Krankheitserscheinungen bekannt ge- macht, und teilnehmend erkundigte ich mich, ob sie schwer krank sei.
„Jawohl, Madame,“ antwortete sie,„eben hat man mich als unheilbar aus dem St. Thomashospital entlassen!“ Der Ton ihrer Stimme wie die ihre Wangen hinabrollenden Tränen erweckten sofort mein Mitgefühl; ihre vier Kinder, unter denen ein Säug⸗ ing, und ihr geliebter Gatte machten ihr, wie sie sagte, das Sterben sehr schwer, allein sie hoffe und glaube, Gott würde sich der Verlassenen annehmen und den einsamen Witwer trösten.„Die Arzte meinen,“ fügte sie hinzu,„daß ich wohl noch einige Monate leben, unmöglich aber geheilt werden könnte. Daher zog ich es vor, statt im Hospital in meiner
eignen Hütte zu sein, wo ich nach meinen Kindern sehen und mich der Blumen vor meiner Tür wie
der frischen Luft erfreuen darf. Hatte ich dort auch alles aufs beste und wurde mir viel Freundlichkeit zuteil, so bleibt ein Heim doch immer ein Heim, Madame, und mein Mann versteht es besser, mich zu pflegen, als irgend jemand sonst. Daß ich nicht lange mehr lebe, weiß ich, und ich möchte zu Hause sterben. Gott wird meinen lieben Mann trösten und mich durchs dunkle Tal geleiten.“
Hier hatte der Omnibus die Tür ihrer Wohnung erreicht; ich sagte der armen Leidenden Lebewohl und betete, daß ihre Kräfte ihren Tagen entsprechen möchten.
Lange schon hat sie wahrscheinlich Ruhe für ihren armen siechen Körper gefunden, ist eingegangen in ihre himmlische Heimat, ihren Erlöser von An. gesicht zu Angesicht schauend, den sie liebte, ehe sie Ihn sah.
Unheilbar! Wie tief ergriff mich dieses, allt Hoffnung vernichtende Wort, und wie rührend wurde es von der armen kranken Frau ausgesprochen! Ich sann nach, welch unendliche Tiefe des Wehs es in sich schließt.
Unheilbar würden wir alle sein, und zwar in weit erschreckenderem Sinne, als die arme todkranke Frau das Wort gebrauchte, wäre nicht das kostbart Blut Dessen vergossen, der für uns lebte und starb, ja, auferstand, um Fürsprache für uns einzulegen.
Der zärtliche Gatte, die teilnehmende Pflegerin der armen geplagten Leidenden, sie alle bedürfen der wirksamen Reinigung„der Quelle, entsprungen für Sünde und Unreinheit“. O der unaussprechlichen Gnade, daß die Medizin für unsere entsetzliche Krank, heit ohne Geld und umsonst zu haben ist! Der treue Arzt wartet nur darauf, allen denen gnädig zu sein, die Seine Hilfe suchen und brauchen.
Ein jeder frage sich selbst: Bin ich zu dem großen Arzt gekommen, der allein zu heilen vermag?, indem er Frieden und Trost dort sucht, wo sie nie zu finden sind. Der große Arzt der Seelen stößt keinen zurück, der hoffnungslos, von eigner Unheil, barkeit überzeugt, sich Ihm naht.
Versammlungs Anzeigen.
Bezirk Giessen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 Jeden Soumtag 1½ Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungfrauenverein; Ar Bersammlung; 4½ Uhr Christlicher Verein junger Männer; Mittwoch ½ Nr Biberftunde; jeden Freitag 8½ Uhr Gebetsstunde. N
Bezirk Bellnhausen. Jeden Sonntag 2 Uhr Bersammlung im Vereinshaus Bellnhausen ·
G
Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24.
Jeden Sonntag vorm. 11 Uhr Sonntagsschule; nachm. 4 Uhr Unter⸗ haltungsstunde für die Jugend; abends 8 ½ Uhr Predigtgottesdienst; Dienstag abends 8½ Uhr Blaukreuz⸗ oder Frauenstunde; Mittwoch abends 8½ Uhr Jugendbund; Donnerstag abends 8½ Uhr Bibel⸗ und Gebetsstunde.
Bad Nauheim; Erholungsheim Bethesda, Frankfurter Str. 87½. Jeden Di g und D stag abends 8½ Uhr Bibelstunde. Stammheim und Schwalheim. Jeden Sonntag Versammlung.
Bezirk Nidda Schotten. Nidda(in Burghes). Jeden Sountag abend d Nr Derfammlung; jeden Montag abends 9 Uhr Gebetsstunde; jeden Dienstag abends 9 u. Bibelstunde.
Schotten, Hauptstr. 99. Jeden Sonntag mittags 12¼ Uhr Sem,
abends 9 Uhr Bibel ⸗ und Gebetsstunde. Anderungen siehe Tageszeitung der Orte.
N Bezirk Sellnrod.
Jeden Sonntag abends 8½ Uhr Versammlung und seden Mittwoch und Freitag Gebetsstunde mit Bibelbetrachtung.
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tagsschule; jeden Sonntag abends 9 Uhr Bersammlung, jeden Mittwoch
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