Ausgabe 
6.6.1920
 
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Nufwärts!

Gemeinlchaftsblatt für Bellen

Erscheint alle vierzehn Tage. Redakteur: Stadtmissionar F. Herrmann, Gießen Verlag der Verschiedene Mitarbeiter. Buchhandlung der Pilgermission Gießen. Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel.

Nr. 23/24. Sonntag, den 6. und 13. Juni 1920. 13. Jahrg. Das ist der Stein, von euch VBauleuten verworfen, der zum Eckstein worden istz

und ist in keinem Anderen Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Bimmel den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden. Apg. 4, 11. 12.

wurden diese Vorzüge aber dadurch, daß sie eine Jaffa oder Joppe. Jüngerin Jesu war und voll Barmherzigkeit und

Unser Bild zeigt uns die Stadt Jaffa, die uns guter Werke, die sie verrichtete. 5 aus der Bibel unter dem Namen Joppe bekannt ist. Die BezeichnungJüngerin Jesu besagt,

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Als der heidnische, aber gottesfürchtige Hauptmann

Kornelius längere Zeit gefastet und gebetet hatte, da erschien ihm der Engel des HErrn, der ihm sagte: Deine Gebete und deine Almosen sind hinauf gekommen ins Gedächtnis vor Gott. Und nun sende Männer gen Joppe und laß fordern Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meere liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst.

Kornelius sandte Boten. Petrus kam in sein Haus, verkündigte dem Hauptmann und seiner Ver⸗ wandtschaft das Evangelium von Jesu, und der Heilige Geist fiel auf die Hörenden und machte das Zeugnis des Petrus in ihren Herzen lebendig. (Apg. 10.)

Doch in Joppe wohnte eine Jungfrau, von der wir in Apg. 9, 36 42 lesen. Die Jungfrau hieß Tabea, d. h. Rehe.

Diesen Namen hatte man ihr wohl beigelegt wegen ihres lieblichen schnellen Wesens. Leuchtender

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daß Tabea an den HErrn Jesum Christum als an ihren Heiland glaubte, Ihn liebte, Ihm anhing und sich bestrebte, nach Seinem Worte zu leben. Sie war voll Barmherzigkeit, voll Mitgefühl und Mitleids, denn die Liebe Gottes war ausgegossen in ihr Herz durch den Heiligen Geist; die Liebe Christi drang sie, sich selbst mit allen ihren Kräften und Mitteln in den Dienst an den Armen und Hilfsbedürftigen zu stellen.

Tabea war voll Barmherzigkeit und voll guter Werke. In ihrer Wohnung finden wir eine An⸗ zahl Frauen und Witwen, die Trost und Hilfe bei ihr suchen. Mit teilnehmendem Herzen hört sie die Klagen der Armsten an, gibt ihnen Rat, tröstet und kleidet sie. Eine edle christliche Jungfrau ist diese Tabea zu Joppe, die Gutes tat, soviel sie konnte.

Als Tabea starb, war große Trauer unter den Witwen und Armen. Der Tod keiner einzigen reichen Frau verursachte sorel Schmerz als wie der Tod

der Tabea. Leider verlassen viele Menschen diese