Ausgabe 
5.12.1920
 
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Höchst ernst und wichtig sind diese Worte des HErrn; denn sie belehren uns, daß es nur einen Weg in den Himmel gibt. Die Gedanken der Menschen, daß es viele Wege in den Himmel gäbe, und daß ein jeder nach seiner Weise selig werden könne, sind völlig verkehrt. Der HErr sagt nicht: Ich bin ein Weg, sondern:Ich bin der Weg, der einzige Weg.Niemand, wer es auch sein mag, ob äußerlich ehrbar oder gottlos,kommt zum Vater, als nur durch Mich. Um errettet zu werden und in den Himmel einzugehen, muß man von neuem geboren werden! Der Mensch muß sich und sein Leben und Streben aufgeben; er muß den einzigen Weg betreten, der zum Himmel führt. Und dieser einzige Weg ist Jesus. Er ist der Weg zum Vater, Er ist die Tür; und wer durch diese Tür eingeht und diesen Weg betritt, der wird errettet werden. (Joh. 10, 9.) Wer aber nicht zu Jesu kommt und durch den aufrichtigen Glauben an Ihn Vergebung seiner Sünden empfängt, wird in seinen Sünden sterben und ewig verlorengehen, mag er noch so sehr bestrebt gewesen sein, sich den Himmel zu verdienen. Aus eigner Kraft,aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor Gott gerecht. Und wer zu Jesu ge kommen ist, wer sich Seiner Führung anvertraut hat, braucht sich in seinem Leben nicht zu fürchten, und wenn die Berge anfangen zu wandern, und wenn sie ins Meer sinken, und wenn die Staatsgebäude zu sammenbrechen; ein Kind Gottes, welches sich der Führung des HErrn Jesu anvertraut hat, darf furcht los seinen Weg gehen. OD. .

Ceurung in früheren Jahrhunderten.

Einen interessanten Beitrag zur Geschichte der Verteurung in früheren Jahrhunderten stellt ein Bild dar, das einer Originalradierung des alt deutschen Meisters Daniel Hopfer nachgebildet ist. Es ist die Illustration zu Spr. 11, 26:Wer Korn behält, dem fluchen die Leute, aber Segen kommt über den, so es verkauft. Auf der rechten Seite des Bildes sehen wir wohl⸗ wollende Kornhändler, welche ihre Vorräte der All gemeinheit zugänglich machen, während auf der linken Seite der Kornwucherer, auf seinen Säcken sitzend, von phantastischer Geldgier geplagt wird, weil er die Not der Armen bei der Teurung ausnutzen will, indem er seine Vorräte in gewinnsüchtiger Absicht dem Handel entzieht. Die Tendenz dieses Bildes ist leicht verständlich; sie richtet sich gegen die Aus wüchse der Getreidespekulation. Besonderes Interesse bietet das Blatt durch die Nachtragung der Jahres zahl 1584, welche durch eine zweite Korrektur zu 1684 gemacht worden ist. Es scheinen dies Jahre

Wir sehen, daß es auch vor mehr als zweihundert und vor mehr als dreihundert Jahren schon Leute gab, die in schweren Zeiten nur hauptsächlich daran dachten, sich selbst zu bereichern. Wenn das auch in unseren Tagen der Fall ist, so laßt uns nicht neidisch auf diejenigen sein, denen es gelungen ist, ohne große Mühe in kurzer Zeit viel Geld zu erwerben.

Der HErr Jesus sagt:Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele! (Matth. 16, 26.)

Aller irdische Gewinn und Reichtum kann dem Menschen keinen Frieden des Herzens geben, kann ihn nicht trösten im Sterben, kann ihm den Himmel nicht aufschließen, wenn er die Erde verläßt

Nach dem Tode eines Millionärs wurde gefragt Wieviel hat er hinterlassen?

Jeden Pfennig, war die Antwort. Er hinter ließ alles.

Von den Gütern dieser Welt geht nichts mit hinüber in die Ewigkeit. Aber Matth. 6, 20 lesen wir:Sammelt euch Schätze im Himmel! da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen.

Wenn unsere Wünsche und Anstrengungen auf die himmlischen Dinge gerichtet sind, dann erlangen wir Reichtümer, die keiner Vergänglichkeit unterworfen sind und die uns auch nicht durch Gewalt oder Betrug genommen werden können. Wollen wir

nicht nach diesen sicheren Besitzungen trachten? Das Evangelium von Jesu Christo, dem Sohne Gottes

unserem gekreuzigten und auferstandenen Hei land, zeigt uns den Weg zur Seligkeit und zur Besitzung der himmlischen Schätze.

Am Kreuze auf Golgatha gab Er Sein Blut und Sein Leben für uns.Er erniedrigte Sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja, bis zum Tode am Kreuze.

Er wurde arm um unseretwillen, auf daß wir durch Seine Armut reich würden O. D

Kapitän D.

Kapitän D. hatte sich im Lichte Gottes als einen verurteilten Sünder erkannt, der auf dem Wege ins Verderben war. Aus der Tiefe seiner Seele war der Ruf gekommen:Was muß ich tun, daß ich er rettet werde? Soweit war das Werk Gottes in seiner Seele gediehen. Aber noch hatte er nicht er. kannt und verstanden, daß das am Kreuze vollbrachte Werk des HErrn Jesu den gerechten Anforderungen Gottes der Sünde gegenüber aufs völligste ent⸗ sprochen hat. Er sah nur seine Sünden und die ernsten Forderungen eines heiligen und gerechten

der Teurung gewesen zu sein, in welchen die Originalradierung zu Agitationszwecken gegen den Kornwucher benutzt worden sein wird.

Gottes. Seine innere Not steigerte sich fast zur Verzweiflung; er schrie in seiner Seele:Wohin