Ausgabe 
4.7.1920
 
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Rittweck

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Gemeinlchaftsblatt für Bellen

Erscheint alle vierzehn Tage. Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Gießen.

Nedaktenr: Stadtmifstonar F. Herrmann, Oießen Verschiedene Mitarbeiter, 5 Druck von J. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel

Nr. 27/28.

Sonntag, den 4. und 11. Juli 1920.

Juli 13. Jahrg.

Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden, und hast Mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, Ich tilge deine Abertretungen um Meinetwillen, und ge- denke deiner Sünden nicht. Jes. 45, 24a. 25.

Re zerbrochene Brüche.

Bei Rendsburg wird der Nordost⸗ seekanal von einer gewaltigen Brücke überspannt. Sie ist wohl das größte Bauwerk dieser Art in Deutschland und hat eine Länge von etwa sieben Kilo- metern. Kurz vor Ausbruch des Krie⸗ ges wurde sie fertig⸗ gestellt. Interessant war es, der Arbeit zuzusehen. Von Süden und von Norden wurde der Bau begonnen, bis schließlich in der Mitte gerade über 9 dem Kanal die von g beiden Seiten kommenden Brückenarme genau zu⸗ sammentrafen. Es ist erstaunlich, mit welcher Ge⸗ nauigkeit die moderne Technik arbeitet. a

Während des Krieges wurde dieses Kunstwerk sorgsam gehütet, lag doch die Gefahr sehr nahe, daß diese wichtige Verbindungsbrücke von ruchloser Hand hätte gesprengt werden können. Und welcher Schaden wäre dadurch entstanden! Einmal wäre der Ver⸗ kehr mit dem nördlichen Teil Deutschlands unter⸗ bunden, sodann wäre auch der Wasserweg von Kiel bis zur Nordsee gesperrt gewesen.

Unser Bild zeigt uns eine zerbrochene Brücke. Wie manche Brücke mußte inmitten heißer Schlacht gesprengt werden, um dem Feinde den Anmarsch abzusperren!

Solche Notwendigkeiten zu Sprengungen von

Brücken gibt es auch in deinem Leben, mein Freund. Es handelt sich um einen Bruch, um einen völligen Bruch mit der Sünde. Dabei müssen zuweilen alte Freundschaften abgebrochen werden. Du mußt dich klar und bestimmt auf die Seite Jesu stellen, Sein Wort muß deine Richtschnur werden.

Gab es nicht auch schon in deinem Leben eine Zeit, da du dir sagtest:Ich muß diese Brücke, jene Verbindung abbrechen, es muß anders werden!? Vielleicht liegt diese Zeit weit, weit zurück. Es ist aber nicht anders geworden, du gibst es selbst zu. Soll ich dir den Grund nennen? Du hast die Brücken, die dich mit deinem früheren Leben, deinen früheren Sünden verbanden, nicht abgebrochen und hast die Brücke, die dich zu deinem Gott führte, nicht betreten. Bitte, stehe heute noch einmal still,