Ausgabe 
1.8.1920
 
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Ein Gott der Tiebe!

An einen Gott der Liebe glaube ich nicht, sagte mir ein junges Mädchen und fuhr dann weiter fort:Meine Mutter fiel vor kurzem beim Fenster⸗ putzen hinunter in den Hof und war gleich tot. Mein Vater wurde infolge des Unglücksfalles vom Schlag gerührt und starb bald nachher. Meine Schwester wurde durch das Doppelunheil nervenkrank

und liegt jetzt noch danieder, und ich bin seitdem

das unglücklichste Geschöpf auf Erden! Nein, nein,

wenn es einen Gott der Liebe gäbe, wie könnte Er so noch niemand gesagt! Da sehe ich etwas, das

so etwas geschehen lassen! Meine Eltern waren so

und begann zu weinen. Ich ließ sie eine Weile, dann sagte ich zu ihr:Sie haben Schweres erlebt, und ich gebe mir Mühe, mit Ihuen zu sühlen und

schrecklichen Erlebnisses keinen Gott der Liebe geben? Hätten Ihre lieben Eltern, weil sie so brav waren, wirklich nicht dies Ende nehmen dürfen? Sehen Sie, es war einmal Einer auf Erden, ein Braver sondergleichen, der hat ein noch viel schrecklicheres Ende gefunden. Der hätte viel mehr Ursache gehabt, an einem Gott der Liebe zu zweifeln als Sie! Sie hob den Kopf und lauschte.Dem ging es böser als je einem auf Erden! fuhr ich fort.Und doch war Er noch viel, ja ganz unvergleichlich viel braver als Ihre lieben Eltern und ganz anders als

zog umher und tat allen wohl. Nie war in Seinem Herzen etwas anderes als Liebe. Das können Sie von Ihrem Herzen und von den Herzen Ihrer lieben Eltern leider nicht sagen, nicht wahr? Sie nickte leise.Nun sehen Sie, diesen einzig wahren Wohltäter, der lauter wandelnde Liebe war, haben die Menschen unter die Übeltäter gezählt, haben Ihn mit Haß und Hohn gegriffen, gemißhandelt, bespien, Ihm die Kleider vom Leibe gerissen und Ihn schänd⸗ lich an ein Holz genagelt, wo Er geschmäht und gemartert starb. Sehen Sie, der hätte Ursache gehabt, an einem Gott der Liebe zu zweifeln, und Er hat's nicht getan! Im Gegenteil, Er nannte Gott Seinen Vater, dessen Liebe Er den Menschen verkündigen wollte! Und den Willen Gottes zu tun, nannte Er Seine Speise! Und nun denken Sie diesen einzig Braven ließ Gott so schmäh⸗ lich und schändlich sterben! So schmählich, daß Seine Feinde bei Seinem Sterben höhnten:»Dieser hat Gott vertraut, der helfe Ihm nun!« Und Gott half Ihm nicht, sondern ließ Ihn unterm Spott Seiner Feinde qualvoll verscheiden! Sehen Sie, noch einmal sei es gesagt, wenn es einen auf Erden gegeben hat, der Ursache gehabt hätte, an einem Gott der Liebe zu zweifeln, so war Er es! Statt

wen ich meine ich meine Jesum, den Gottes sohn, unseren Heiland.

Noch während ich zu ihr redete, bemerkte ich, wie sie mehr und mehr nachsinnend das An- gesicht hob und wie ihr Auge sich mehr und mehr schauend weitete und weitete, als sähe, als entdeckte es etwas Überwältigendes. Nur ein wenig senkte sich der Blick, als ich geendet, und immer noch lag das große Schauen in ihm. So sagte sie mit völlig veränderter Stimme und ohne mich dabei

anzusehen:Da sagen Sie mir etwas, das hat mir . 9

5 habe ich so noch nie gesehen! Ach, das ist ja wahr, brav.. Sie schlug die Hände vor das Gesicht 1 5 f

Jesus, Jesus! Ja, was hat Er gelitten, der Liebe, Reine! Ja, Er hätte zweifeln müssen und in Ihm erschien doch gerade die Liebe Gottes! O

90 l nen wie ist mir? Bitte, bitte, beten Sie mit mir! zu verstehen. Aber sollte es wirklich wegen Ihres

Beten Sie mit mir zu dem Gott der Liebe, an dem ich gezweifelt! Wie pries ich Gott für diese Offenbarung Seines Wesens im Sohne Seiner Liebe in jenen Augenblicken! Kaum schwiegen Dank und Anbetung aus meinem Munde, da begann derselbe Mund, der vorhin bitter empört gesprochen hatte: An einen Gott der Liebe glaube ich nicht! über⸗ zufließen in Worten der Reue und des Lobpreises

vor dem Gott der Liebe. Was war denn ge

schehen? Ach, ein verzweifeltes Menschenkind hatte die Liebe Gottes entdeckt, hatte sie da entdeckt, wo

bre 5 b N. sie allein mit unbedingter Gewißheit zu entdecken ist, Sie und ich. Er hat niemals einem Menschen etwas Böses getan, sondern allen immer nur Gutes. Er

dessen starb Er mit dem Ruf:»Vater, in Deine

Hände befehle Ich Meinen Geist!« Nun, Sie wissen,

nämlich am Kreuze Christi auf Golgatha. Ja, dork und nirgend anderswo kannst auch du sie nur entdecken! Laß deine Augen die weite Erde durchwandern, laß sie schauen alle Großtaten und Liebeswerke hoher Menschlichkeit, laß sie ein⸗ dringen ins alltäglich Kleine und da sammeln alle Eindrücke von der Liebe der Menschen am Ende wirst du die Liebe Gottes doch nicht mit Sicherheit gefunden haben, und dein Herz bleibt ungestillt. Aber unternimm mit mir die Wanderung von dir selbst und aller menschlichen Ungenüge hinweg zum Kreuze Christi hin, und du wirst dort die ersehnte

Gottesliebe entdecken! F. B. Vergebung.

. an welchem wir haben die Er⸗ lösung durch Sein Blut, die Ver⸗ gebung der Sünden. Eph. 1, 7.

Durch den Sündenfall sind die Menschen in eine verkehrte Stellung zu Gott gekommen. Sie hatten ursprünglich mit der Sünde nichts zu tun und waren Ebenbilder Gottes, sie konnten mit ihm verkehren von Augesicht zu Augesicht. Nun aber sind sie Knechte der Sünde geworden, Kinder des Zorns, getrennt von Gott. Da ist Christus gekommen, um sie wieder in die rechte Stellung hineinzubringen.