Ausgabe 
1.2.1920
 
Einzelbild herunterladen

was gibt an den urch imt. das

ine bel. 10 1* sen! eine

be⸗ hrer nzes Vein be⸗ tark,

ium. und zehn tung ang⸗ onen Welt impf

ngen ge⸗ Veise elder n in schen gtau

von

Wo durch

fahr. igten idel Nun ihr heben Stu: ighai

eine Kundgebung veröffentlicht, worin es heißt:Die Nachricht über die Absicht der amerikanischen Bier brauer hat unsere Herzen mit größter Sorge erfüllt, und wir erwarten dringend, daß diese Brauereien

nicht Eingang in China finden werden. Unsere

Freunde im Westen wissen ja, wieviel unser Land durch das Opium gelitten hat und wie lange wir gekämpft haben, um dasselbe zu unterdrücken. Wir glauben, daß durch Einführung der amerikanischen Bierbrauereien China voll Trunkenbolde statt Opium⸗ raucher werden wird, und darum hoffen wir, daß es Amerika gelingen wird, unser Land vor dem Ein dringen der Bierbrauereien zu bewahren. Auch ist eine Massenversammlung von Missionaren und Chi nesen in Nanking zusammenberufen worden, um durch

eine Bittschrift an Minister Reinsch die Stellung

des Volkes gegen den Plan der amerikanischen Bier brauer zum Ausdruck zu bringen und dringend zu bitten, daß die Regierung wirksame Maßregeln treffen möge, um das Land vor dieser neuen Gefahr

zu bewahren.

Der Iluch einer Frau.

Wenn Sie eine merkwürdige Erzählung hören wollen, sagte jüngst ein Herr zu einem Bücher⸗ schreiber,so knüpfen Sie mit jenem Greise an, er wird Ihnen seine Geschichte erzählen. Damit deutete er auf einen alten Mann mit traurigem Ge sicht, der auf einer Bank im Schatten der Bäume ruhte. Er setzte sich hin zu dem Greis und begann: Man hat mir gesagt, Sie haben eine ganz außer ordentliche Lebensgeschichte. Wenn ich nicht zuviel verlange, so bitte ich, mir dieselbe zu erzählen.

Der Angeredete blickte den Fremden einen Augen: blick an, legte seine bleichen Hände in den Schoß und begann:

Ja, eine sonderbare Geschichte habe ich zu

erzählen. Ich bin ein Mörder und gebesserter Spieler. Doch erschrecken Sie nicht vor mir, denn der Mord geschah nicht mit Absicht. Vor zehn

Jahren besaß ich noch das größte und beliebteste

Wirtshaus in der Stadt Ch. Es befand sich ein besonderes Spielzimmer im Hause, und da wurde viel gespielt. Von Sonnabend auf Sonntag waren meine Einnahmen am größten. Manche unliebsame Fälle gab es in diesem Geschäft; aber ich dachte, ein Wirt müsse sich allerlei gefallen lassen, und er sei ja nicht schuld, wenn die Leute spielen, es nötige sie niemand dazu, so wenig als zum Schnapstrinken. Zuletzt beobachtete ich einen Mann, der besonders häufig kam, ich machte gewöhnlich die Partie mit ihm. Am Aufang spielte er frech und verlor viel Geld, später wurde er vorsichtiger, und es schien mir, wie es sich auch später herausstellte, er spielte, um seinen Lebensunterhalt zu erwerben. Monate⸗ lang spielte er in meinem Hause. Oft gewann er

ein wenig, meist aber verlor er viel. Endlich kam er in einer Nacht mit rotem Kopf an, offenbar an⸗ getrunken, benahm sich aber scheinbar ruhig. Er setzte sich, zog eine kleine Geldrolle heraus, legte sie vor sich hin und sprach:»In diesem Päcklein liegt mein Glück, meine Ehre und mein Leben. Entweder gewinne oder verliere ich alles heute nacht. Ich bin bereit, anzufangen.«

Einige setzten sich und spielten eine Weile, hörten aber bald wieder auf und beobachteten den sonderbaren jungen Mann an meiner rechten Seite. Er spielte, um zu gewinnen, doch das Glück war

gegen ihn, denn er verlor, gewann und verlor wieder.

Endlich nach zwei Stunden, offenbar in der höchsten Besorgnis und Furcht, verlor er sein letztes Geld. stück. Mit zusammengepreßten Lippen und totbleichem Gesicht lehnte er sich in seinen Sessel zurück, warf mir einen scharfen Blick zu und sprach:»Mein Geld, meine Ehre und mein Glück, alles ist über diesen Tisch gegangen, um nie wiederzukommen. Ich habe vorhin gesagt, mein Leben hänge an diesem letzten Gelde, und so ist es. Sagt meiner Frau,

ich sei zu weit gegangen, als daß sie meinte Rücken erwarten könne.« Bevor wir es verhindern konnten, setzte er einen Revolver auf sein Herz, und tot war er. Bald kam seine Frau daher; sie war so schön,

doch bleich und verstört. In ihrem kummervollen

Gesicht lag etwas Majestätisches Als sie sich über⸗ zeugt hatte, daß ihr Mann tot sei, fragte sie:»Wo ist der Eigentümer dieses schrecklichen Platzes? Man nannte mich. Sie trat auf mich zu, zeigte mit dem Finger auf mich, als wollte sie mich durch⸗ bohren, und sprach mit einer Stimme, die noch jetzt in meinen Ohren widerhallt:»O Sie elender Mensch mit einem Herzen von Stein! Sie haben meinen Mann von mir weggezogen und ins Verderbeu ge stürzt, mich zu einer Witwe und meine Kinder zu Waisen gemacht! Sie sind ein Mörder, und möge Gottes Fluch ewig auf Ihnen lasten!« Mit einem wilden Schrei fiel sie ohnmächtig über den Leichnam ihres Mannes her.

Der Vorfall machte mich krank. Wochenlang lag ich am Nervenfieber danieder. Jenen Fluch hörte ich immer wieder in meinen Phantasien. Nach⸗ dem ich wieder gesund geworden war, verbrannte ich mein Firmenschild, schloß meine elende Sauf- und Spielbude und begab mich auf Reisen. Ich hoffte, den Fluch des Weibes los zu werden, aber ach! er wich nicht. Ich glaube, er bleibt für immer auf mir lasten, und ich fühle, daß ich der Mörder des Mannes bin. Ich bin reich, darum versuchte ich gleich, die Frau zu bestimmen, daß sie ein festes Jahresgehalt von mir annehme. Doch sie wies alle Hilfe zurück und versuchte, sich mit ihrer Hände⸗ arbeit durchzuschlagen. Allein ich gab nicht nach, mein Gemüt mußte einige Ruhe haben. Daher be⸗ stimmte ich eine gewisse Summe für ihre Haushal! tung. Sie erhält das Geld durch die Hand ihres