Ausgabe 
1.2.1920
 
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haben? Welche Gedanken mögen sie bestürmt haben, als der kalte Tod seine Hand an sie legte? Einer unter ihnen, unser Feldgrauer, versuchte das Außerste und kletterte auf die Tragfläche. Als er sich aber dem Rande genähert hatte, bekam er einen Stoß und fiel zur Erde. Am anderen Morgen, als er das Bewußtsein wieder erlangt hatte und die Augen öffnete, befand er sich in einem Lazarett mit zer⸗ brochenen Gliedern. Wo aber mochten seine Kame⸗ raden sein? Er sah sich um, fand sie jedoch nicht. Schließlich fragte er. Und welche Antwort gab man ihm?Sie sind alle verbrannt. Von denen, die gestern gesund und frisch die Fahrt mit ihm an⸗ traten, war jetzt nichts mehr da als ein Häufchen Asche; er allein war mit dem Leben davonge⸗ kommen. Als er durch den heftigen Stoß zur Erde fiel, war die Maschine gegen eine Hochspannungs⸗ leitung geflogen, und durch Kurzschluß explodierte der Bezinbehälter. Einem qualvollen Tode waren die armen Menschen preisgegeben.

Dies aber waren nur sieben, die auf so furcht⸗ bare Weise ums Leben kamen. Welche Opfer hat der Weltkrieg aber insgesamt erfordert! Besieh dir nur einmal das Bild, lieber Leser! Über sieben Millionen Männer, zum großen Teil im blühenden Jünglings⸗ und Mannesalter, haben vor dem Feinde das Leben darangegeben. Von wie vielen unsäg lichen Qualen des Leibes und der Seele reden doch diese Zahlen! Vielleicht warst auch du, der du dies Blättchen jetzt liest, vor dem Feind. Vielleicht streifte manche Kugel dein Gewand, dein treuer Kamerad fiel zu deiner Seite; du aber wurdest be. wahrt. Doch nicht nur draußen im Felde lauerte die Gefahr; nein, auch daheim sind wir täglich und stündlich von ihr umgeben. Wie schnell ist ein Un⸗ glück geschehen; wie oft und unerwartet nimmt eine Krankheit einen tödlichen Ausgang! Doch, lieber Leser, liebe Leserin, nicht Zufall ist es, daß du bis heute noch verschont bist; nein, es ist Gottes große Liebe und Erbarmen. Jedesmal, wenn du an den Tod erinnert wirst, ist es der Ruf deines Gottes: Eile und errette deine Seele! Vielleicht steigt auch in dir die Frage auf:Weshalb bin ich denn bis heute bewahrt, während so mancher andere sein junges gesundes Leben hingeben mußte? Kannst du, o Mensch, mit dem heiligen und gerechten Gott rechten; weißt du, wie oft Er diesen und jenen schon gerufen hat? Denn Gott läßt Sich nicht unbezeugt. In diesem Falle kümmere dich vorerst nicht um deinen Nächsten, sondern ringe du danach, daß du selig wirst! Bedenke, daß auch der Tag kommen wird, da man dir einen schwarzen Schrein zimmert, da man dir ein Grab gräbt. Dann aber wird dein Ohr und dein Herz für Gottes Ruf verschlossen sein, und du wirst dermaleinst in der anderen Welt aus dem Munde des gnädigen aber auch gerechten Richters die furchtbaren Worte hören müssen:Du hast nicht gewollt!

Möchte Gott geben, daß der Gedanke au dein Sterben dich nicht in Ruhe läßt, dir in der Nacht den Schlaf verscheucht, damit du fragen lernst, was du tun mußt, um selig zu werden! Darauf gibt es ja nur eine Antwort, die heißt:Glaube an den HErrn Jesum Christum! Jesus hat den Weg zum Vaterhaus gebahnt; Er hat durch Seinen Tod am Kreuz deine Sünde hinweggeräumt, Glaube nur an Ihn, dann kannst auch du dir das

Wort aneignen:

Ich vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünde wie den Nebel. Kehre dich zu Mir, denn Ich erlöse dich!

Säume nicht, liebe Seele, dich erretten zu lassen! Du darfst kommen, so wie du bist, wenn deine Sünde auch blutrot wäre, denn:

Wär gleich blutrot die Sünde, Soll sie werden weiß wie Schnee.

H. W. D.

China und der Alkohol.

Seit alters her wußten die Chinesen, daß be⸗ rauschende Getränke unheilbringend sind. Einer ihrer ältesten Kaiser sagte:Der Wein kann ein ganzes Volk zugrunde richten. Daher haben sie den Wein stets mäßig genossen, und sehr selten sah man be⸗

trunkene Chinesen. Wohl sind ihre Weine stark,

aber sie benutzen sehr kleine Becher.

Der große Fluch Chinas war das Opium. Über hundert Jahre lang hat dasselbe viel Not und Elend über das Land gebracht. In den letzten zehn Jahren kämpfte China mutig gegen die Ausrottung des Giftes, und im Januar 1919 wurden in Schang⸗ hai Opiumvorräte im Werte von vierzehn Millionen Dollar verbrannt. Man wollte der ganzen Welt zeigen, daß es China ernst war mit dem Kampf gegen das Opium.

Zu gleicher Zeit brachten aber viele Zeitungen die Nachricht, daß der durch Japaner in China ge⸗ führte Handel mit Morphium in erschreckender Weise zunimmt. Japan hat in Korea große Mohnfeldet angelegt und läßt das daraus gewonnene Opium in Morphium verarbeiten, das dann durch die japanischen Postämter in China eingeführt wird. Über Tsingtau dringt es in die Provinz Schantung ein, und von Taiven aus überflutet es die Mandschurei. Wo Japaner sind, findet man auch Morphium, durch das in China Millionen vergiftet werden.

Jetzt droht dem Lande wieder eine neue Gefahr, Mit dem 1. Juli 1919 ist in den Vereinigten Staaten Nordamerikas ein Gesetz gegen den Handel mit berauschenden Getränken in Kraft getreten. Nun haben die amerikanischen Bierbrauer den Plan, ihr Geschäft nach China zu verlegen. Energisch erheben die Chinesen dagegen Protest. So haben die Stu-

denten Chinas in derOCbina Press in Schanghai

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