Ausgabe 
11.5.1919
 
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baren Engel? Wir wissen nicht, durch wen und auf welche Weise dieses einfache Mahl bereitet wurde, das aber wissen wir, niemand anders als der HErr selbst hatte es ausgedacht und angeordnet. Der König der Herrlichkeit selbst wartete Seinen Nachfolgern auf; Er, der ihnen vor Seinem Leiden die Füße gewaschen hatte, speiste sie nach Seiner Auferstehung mit Seinen eigenen Händen.

Haben denn nun die, welche ihr volles Vertrauen auf Jesum setzen, wohl Ursache auch nur zur aller⸗ geringsten Furcht, daß ihrer in ihrer Not vergessen werden möchte? Wohl werden sie auch heute ver⸗ sucht, ängstlich zu fragen:Was würde aus mir werden, wenn ich durch Krankheit darniedergelegt würde? Wer sollte mich versorgen, wenn ich alt und schwach werden sollte? Was soll aus uns und unserem Lande werden, wenn nicht bald ge ordnete Verhältnisse kommen? Dies sind aber un⸗ gläubige Gedanken; denn Christus sagt zu einem jeden, der Ihm angehört:Ich will dich nicht verlassen noch versäumen!

Doch die Frage ist sehr bedeutsam, ob wir in Wahrheit Jünger Jesu geworden sind, ob wir durch Buße zu Gott und Glauben an unseren HErrn Jesum Christum nun Kinder Gottes gewor⸗

den sind. 55

Der gute Hirt. (Luk. 15, 47.)

Viele der lieben Leser kennen wohl das Bild vom guten Hirten, der sein wiedergefundenes Schäflein heimträgt; einigen ist wohl auch das andere Bild bekannt, das das Schäflein kläglich in einen Dorn⸗ busch verwickelt darstellt, aus dem der gute Hirt es mit liebender Hand befreit. Aber haben wir wohl schon, wenn wir diese lieblichen Bilder betrachteten, uns auszumalen versucht, was diesem Finden vorher⸗ ging? Dachten wir schon an die lange, ermüdende Wanderung durch die Wüste, die der gute Hirt nicht gescheut, um sein verlornes Schäflein, zu suchen, an so manchen steilen oder steinigen Weg, den sein schmerzender Fuß betreten und der schließlich viel⸗ leicht doch vergeblich war, an so manches Dornen⸗ gestrüpp, das seine suchende Hand blutig riß, an den Hunger und Durst, den er nicht geachtet, seinem verlornen Lamm zu Liebe? Wessen Herz würde nicht weich beim Betrachten solcher Liebe, solcher Aufopferung?

Und doch ist dieser gute Hirt nur ein schwaches Abbild Dessen, den Seine große Liebe vom Himmel herniedertrieb, dich und mich zu suchen! Und auch der lange, gefahrvolle, ermüdende Weg, auf dem wir im Geist den suchenden Hirten begleiteten, und um deswillen wir seine Treue bewunderten, was ist er im Vergleich zu dem, was Gottes Sohn

erduldet, um uns verlorne Sünder zu retten?

Den Himmel, da Er mit dem Vater in ewiger Herrlichkeit lebte, verlassend, wurde Er, für den ein Königsthron viel zu gering war, in tiefer Armut und Niedrigkeit geboren. Von Seinem ersten Atem zuge an lernte Er Entbehrungen kennen. Und so wuchs Er auf, Seinen Eltern untertan, unverstanden von allen, mit denen Er zusammen lebte, gewiß von

Neid und Eifersucht verfolgt wegen Seines makel.

losen Wandels, auch verachtet und verspottet.

Und dann, als Er auf des Vaters Befehl Sein Lehramt antrat, wie wurde Er da erst recht von An fang an verachtet und mißverstanden. Wie verfolgten Ihn der Haß und die giftigen Verleumdungen der Pharisäer, bis schließlich das Ende kam, bis nach des Vaters ewigem Ratschluß, aber auch nach des Sohnes freiem Willen die ganze Sündenlast der Welt auf Ihn gelegt wurde. Denke einen Augenblick hierüber nach, lieber Leser.

Versuche dir vorzustellen, wieviel Sünde in der Stadt, in dem Ort, da du wohnst, an einem Tage geschieht! Und dann betrachte dies: Die Sünde der ganzen Welt durch alle Zeitalter hin⸗ durch, sie lag auf diesem Einen, Sünd⸗ losen! Und diese Sündenlast mußte Er tragen.

Die körperlichen Schmerzen, die Er zu gleicher

Zeit ertrug, da Ihm die Geißel den Rücken zerfleischte, da die Dornenkrone Ihm aufs Haupt gesetzt wurde, da die Nägel Seine Hände und Füße durchbohrten und Er blutend und dürstend zwischen Himmel und Erde hing, waren nichts gegen diese Seelenqualen. Der Teufel mit der ganzen Macht der Hölle drang auf Ihn ein. Von Seinem Gott und Vater, mit dem Er eins im Wesen war, fühlte Er sich in jenen finsteren Stunden verlassen, bis Er, der ewig Lebendige, zu⸗ letzt den Tod, der Sünde Sold, erduldete.

Ja, das war der Weg, den der gute Hirt für Sein verlornes Schäflein ging, für dich und für mich! Aber war es damit zu Ende? Nein, nicht genug, daß Er dies alles erduldete für eine Welt, die Ihm feind war, die nichts von Ihm wissen wollte! Der gute Hirt sucht noch heute. Noch heute geht Er in Seiner erbarmenden Liebe dem verlornen Schäflein nach, bis daß Er's findet! Hörst du nicht Seine lockende Stimme, fühlst du nicht Sein mahnendes Anklopfen an dein Herz? Wohl lockt Er dich zuerst mit linder, sanfter Stimme; durch Freuden und Erquickungen, durch all Seine mannigfachen Wohl; taten zeigt Er dir Seine Liebe, aber, wenn du dann nicht hörst, wenn du immer wieder den eigenen, den Irrweg gehen willst, dann zeigt Er dir durch bittere Erfahrungen, daß die Welt vergeht mit ihrer Lust, damit du endlich heimverlangst an Sein liebendes, tröstendes Heilandsherz. Willst du dich nicht endlich finden lassen?

Meine Schafe hören Meine Stimme, und Ich kenne sie, und sie folgen Mir, so spricht der HErr in jenem herrlichen 10. Kapitel des Johannesevan⸗ geliums, da Er sich mit dem guten Hirten vergleicht,

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