Ausgabe 
2.8.1848
 
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(Beiblatt.)

20.

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Ein frisch gereimtes Kapitel von der getreuen Stadt GqeESSEu, insonderheit aber von derweiligzen nautnutzigen Verdächtigungen handelnd.

(Schluß.)

Letztlich hab ich schon hingezeiget,

Was sich einigemalen ereignet; (Siehe meine Historia Von Katzenmusika etzätera.) Und frage nun Jeden unbefangen, Ob ihn deswegen sehr that bangen; Ist ja der Pöbel so weit zurück, Daß er nicht kennt höhere Politik, Was durch Bildung von Groß und Klein Mit der Zeit kann beseitigt sein. Was aber die höhre Regung betrifft, So befunden in Red und Schrift, Muß ich dies als gutes Zeichen Für unsre liebe Stadt herausstreichen; Sieht man doch lieblichermaßen draus, Wie man auszuspielen versteht sein Daus, Und daß man weiß, was Trumpf ist eben Und aufpaßt, wer die Karten vergeben; Viele achten nicht auf den politschen Wems treffen sollte, der merk sich das! Eine solche Regung in höherm Sinn

Zeigt auf Verstand und Einsicht hin,

Und müssen selbige die nicht haben,

Die zu verdächtgen umheretraben.

Ob dieser Regung und kleinen Crawallen Sind hie und da schon Reden gefallen,

Als würde in Bälde Militär

Derowegen verlegt nach Gießen her.

Bei diesem Punkt ist fücnehmlich zu sehen, Auf welche Weise das sollt geschehen:

Ob es hier solle garnisoniren

Oder sich ungenirt einquartiren. Letzteres möcht ich nicht heißen gut,

Weils jedenfalls setzte böses Blut;

Was aber das Garnisoniren betrifft, So glaub ich daß Jeder ist so gepfifft,

Aus zurechnen und einzusehen,

Daß dies könnte nur zum Wohl geschehen; Denn Essen, Trinken, Rauchen und Kleider Bringen Gewinnst dem Kaufmann, Schenkwirth und Schneider Ohne was sonsten noch nebenbei

Fließt in die Kästen der Bürgerei,

Zudem ist noch schöne Musika

Auf dem Brande dann alle Sonntaga!

Mittwoch den 2. August

1848.

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Ferner ist es noch ferner gut, Daß mans Militär etwas bilden thut, Was von einer Universität wie Gießen, Mit Gewißheit wäre zu schließen. Weiter will ich noch den Verdächtigungen Widmen ein'ge Beherzigungen: In Gießen sind nämlich viel Studenten, Die bei ihren Kreuzern und Renten Sich zu öfterem machen Spaß In den Häusern und auf der Gaß; Weiß doch Jeder daß auf Hochschulen Von jeher kleine Spectakel vorfulen, Warum soll nun unser Städtelein, Gerade jetzo der Sündenbock sein? Aber so ists, man thats verschreien Bei allen Menschen und Lakaien, Welches die Gießer so aufgebracht, Daß eine Versammlung ist angesagt, Wo man sich wollte zusammenschaaren Und gegen übles Gerede verwahren; Darnach'ne Deputation nach Darmstadt gung In Sachen Gießens Verdächtigung, Und um zu mancherlei Speziellen Commentare aufzustellen. Was die Deputation ausgericht't, Passet nicht Recht in mein Gedicht, Weil es anderer Orten eben In Prosa schon besser ward gegeben. Nothwendig aber muß ich berühren, Daß der Großherzog allen Ungebüh cen Und Gered' nicht schenket Gehör, Es sei sonsten begründ't vorher, Und daß er Gießen, unsere Stadt, Immer noch lieb und und in Ehren hat. Fürnemlich kann man hieraus nun lernen: Du sollst Dich nicht gen Darmstadt entfernen, Sollst auch kein lieb Städtelein In Berüchtigung bringen hinein/ Zweitens:Daß mancher Fürst weiser ist, Als wer durch Weisheit sein Leben frist't, Und daß er dank seiner Philosophei Unterscheidet Geradheit und Tartüfferei. Mein Verslein laß ich zu End nun gehen Und mein', es wird ferner nicht geschehen, Daß Einer von unserm Publikum Sich mache zu solchm Individuum Das unsrer guten Stadt Ehre zu schaden Männiglich Mißlib thut auf sich laden. Thut's trotzdeme Jemand wagen An uns und unser Ehre zu nagen, Auf den soll mit Fingern und Fingerlein Bis ins tausendste Glied gezeiget sein! F. Hüne.