„ Loden, gonal.
rren⸗Joppel
N Pretzlaa,
erobe
ungarn, Dult
feuaben Jae
letbts K
l
flein⸗Gumpen, zu Reichenbach i. O., Ludwig
Gießen, Dienstag, den 26. Oktober
1897.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Nedaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
8
Lokales und Provinzielles.
„Gießen, 25. Oktober. Ernannt wur⸗
ben: Pfarrvikar Herrmann zu Lengfeld zum
Ffarrverwalter in Offenbach, Dekanat Offenbach; Ffarramtskandidat Becker zu Reichenbach i. O. um Pfarrvikar in Lengfeld, Dekanat Groß⸗Um⸗ sadt; Pfarrverwalter Erckmann zu Stein⸗ 11 zum Pfarrverwalter in Maulbach, Dekanat llsfeld. Die Schlußprüfung im August 897 haben bestanden: Heinrich Becker aus
Heorgt aus Ehringshausen, zu Steinbach, Dekanat Gießen, Friedrich Germer aus Klein⸗ Finden, zu Bad Nauheim, Dr. Daniel Greiner ins Pforzheim i. B., zu Worms, Emil Grüne⸗ bald aus Laudenau i. O., zu Worms, Friedrich Heddaeus aus Dalsheim, zu Alzey, Gustav Mahr aus Eberstadt, Dekanat Eberstadt, Ernst Amandus Müller aus Kaiserslautern i. B., Nieder⸗Rosbach, Eugen Schrimpf aus
zun f Heiches, zu Butzbach, Karl Weber aus Zwingen⸗
berg a. d. B., zu Darmstadt.
Gießen, 25. Oktober.(Stadttheater.) Die
gestrige Nachmittags⸗Kinder⸗Vor⸗ stellung hat dem uns eln e Bericht zufolge einen„glanzvollen“ Verlauf genommen.
9 Unsere kleine Berichterstatterin teilt uns wenig⸗ stens mit, daß sie sich Schwielen in die Hände gallatscht und die Stiefelsohlen durchgestrampelt
habe.— Die Abend⸗Vorstellung erinnerte sechr an einen Karnevalsabend.„Bummel⸗
kitze“ ist ein Machwerk theatralischer Possen⸗
faäbrikation 7. Garnitur. Es erreichte allerdings durchaus seinen einzigen Zweck: es brachte
dos Publikum nicht aus dem Lachen heraus. Man„kugelte“ sich sozusagen vor Lachen. Die
0 1
0
17 Uhr
Beifallssalven dröhnen uns noch heute in den Ohren.
Gießen, 25. Okt. Wie man uns aus dem Theaterbureau mitteilt, gelangt am Mitt⸗ woch„der Königslieutenant“ und am Donnerstag das Goethe'sche Trauerspiel„Eg⸗ mont“(mit Hacker von Darmstadt als Gast) zur Aufführung.
Gießen, 25. Okt. In der Stephanstraße wurde in verflossener Nacht ein Einbruchs⸗ diebstahl verübt. Diebe haben das Fenster einer im 1. Stock eines Hauses gelegenen Speisekammer gewaltsam geöffnet und aus der⸗ selben eine Parthie Eßwaren sowie drei Paar Stiefel gestohlen.
Gießen, 25. Okt. Verhaftet wurden heute Vormittag eine Frau wegen Hehlerei und Kuppelei und deren 19jährige Tochter wegen Diebstahl.
m. Grünberg, 24. Oktober. Heute Morgen brach in der Steinmühle von immer Feuer aus, das ohne großen
H. K.
Schaden anzurichten, bald gelöscht worden war.
„ Grünberg, 24. Ottober. Mit Ge⸗ nehmigung des großherzoglichen Ministeriums ist das Standgeld auf den hiesigen Jahr märkten für Schweine auf 5 Pfg. für
Mindvieh 10. Pfg. festgesetzt resp. erhöht worden.
W. Aus Oberhessen, 24. Okt. Die Preise
für fette Schweine find ganz rapid in die Höhe
Graf Paänyi. Eine Geschichte aus Sklavonien von M. Rod a⸗Roda. (Schluß.) „Wenn er nach Budapest ginge— aber er
chuts nicht— müßten ihm alle Minister den Vor⸗ tritt lassen— denn er ist Ordensritter des goldenen Vließes.
Er aber lebt verbittert in der Wildnis, seit sie
. für die er sein Augenlicht gegeben hätte,
ein liebes Töchterchen Daniela. N
Am Tage ihrer Beerdigung rief der alte die Direktoren zu sich, die auf seinen weiten Gütern schalteten, die Forstleute, Lugaren, Verwalter, Jepaus, Gazdas, die Kutscher und Berese, die lonventionierten Zigeuner, die Haiducken und Pan duren, die Kasatoren und Partieführer, teilte alle seine Felder unter sie auf nach Treue und Dienst⸗ jahren und nahm von allen Abschied. Behielt nur den Wald für sich. a
Seinem Diener Ferko aber gab er nichts. Den nahm er mit sich in die Oede, damit er ihm das künftige Heim bauen helfe; und dieses künftige Heim herbergt ihn nun fünfzehn Jahre.— f Fünfzehn Jahre lang hat er keinen Schritt aus seinem Gebiete gethan. Mit den Behörden hat er nichts zu thun—. Seine Steuer hatte er noch bevor er in den Wald zog, auf ewige Zeiten ent⸗ richtet, indem er eine Summe deponierte, deren Auen auch in den schlechtesten Zeiten die Grund- abgaben decken mußten
gegangen und infolgedessen erzielen die Land⸗ leute in den Gegenden, wo die Schweinezucht stark betrieben wird, eine bedeutende Mehrein⸗ nahme. Die Lebenshaltung der Bauern wird aber trotzdem die gleiche bleiben, namentlich gilt dies von den kleinbäuerlichen Familien. Daß die Fleischnahrung in Anbetracht des Preisauf⸗ schlags von 65 bis auf 70„ pro Pfund noch eine viel geringere sein wird, ist wohl leicht er⸗ klärlich, namentlich für denjenigen, der das Leben der kleinen Leute in unserer Gegend aus eigener Anschauung kennt. Hochzeiten, Taufschmäuse und Leichenessen geben nicht immer einen Anhalt zur Beurteilung der Eindrücke, die der zur Kirch⸗ weihe der zur Metzelsuppe Geladenen erhält. Hier zwingt die öffentliche Meinung den Ein⸗ zelnen zu„standesgemäßem“ Verhalten. Wie es aber im tagtäglichen Leben innerhalb der vier Wände hergeht ist Familiengeheimnis, von dem oft der nächste Nachbar nichts weiß. Als vor ungefähr 13 Jahren die hessische Regierung auf drei verschiedenen großen Gütern in Nieder⸗ Ohmen über die Ernährungsweise eine Unter⸗ suchung anstellen ließ, da wurde manches Licht auf die Zusammensetzung der Mahlzeiten des Bauernstandes geworfen. Unsere Bauern haben zumeist„satt zu essen“, das ist richtig, was die Menge anbelangt. Aber sich„satt essen“ heißt noch lange nicht, das Nahrungsbedürfnis in rich⸗ tiger ausgiebiger Weise zu befriedigen. Morgens giebt es Kaffee, bei dem das„Deutsche“ eine große, zuweilen die Hauptrolle spielt. Ein ge⸗ ringer Zusatz von Milch ist die Regel Zucker giebt es nicht, dazu wird grobes, meist selbst gebackenes Roggenbrot gegessen, meistenteils mit einem Aufstrich von Zwetschen⸗, oder Birnenmus, gewöhnlich auch Matten. Das zweite Frühstück besteht aus einem Stück Brot mit Aufstrich oder gelegentlich einem Stück Hand⸗ käse. Auf dem Mittagstisch erscheint in der Regel eine Milchbrühe oder eine Mehl-, Erbsen⸗ oder Kartoffelsuppe. Fleischsuppe oder frisches Fleisch sind Ausnahmegerichte. In den meisten Fällen erscheinen sie nur des Sonntags; andere erlauben sich diesen Luxus zweimal, höchstens die „Reichen“ öfters die Woche. Selbstgeräuchertes Fleisch, Wurst, Speck, Eier werden nur zu be⸗ sonderen Zeiten in größeren Portionen zur „Mittagssuppe“ verabreicht. Regelmäßige Nah⸗ rungsmittel sind das nicht und noch weniger Sättigungsmittel, dazu dienen die„Kartoffel⸗ stücke“ und„Gemüse“. Die„Abendsuppe“ gleicht der„Mittagssuppe“, vornehmlich ist magere Milch' und„Kartoffelstücke“, viele müssen mit Kaffee und Kartoffelstückchen verlieb nehmen, üb⸗ lich. Die Bauern sind es einmal gewöhnt:
Kartoffeln in der Früh',
Mittags in der Brüh', l
Des Abends mitsamt dem Kleid,
Kartoffeln in Ewigkeit.
Dieses alte Verschen ist nunmehr sprichwört⸗ lich geworden. Der Bauer, der im Schweiße seines Angesichts die kostharen Nahrungsmittel schafft, der kann zum großen Teil keinen men⸗ schenwürdigen Gebrauch davon machen, weil er sich alles om Munde absparen soll und muß, um das bare Geld für Zinsen, Steuern usw.
Seit fünfzehn Jahren hatten ihn kaum sechs, sieben Menschen wirklich gesehen. Kein Weg, kein Steg führten durch seinen Wald, den zu betreten er strenge verboten hatte. Dazu lag der Wald so unwirtlich auf der Höhe des Papuk, in so felsigem Grund, daß es nur Schwärzer, Diebe, Wilderer,
Räuber nach ihm gelüsten konnte. Die aber hielt sich der alte Pänyi fest vom Leibe..
Und so kams, daß niemand in der Welt die Phantasie des Volles so sehr beschäftigte, wie der ate Pänyi. Ein blütenreicher Kranz von Sagen
um sein greises Haar gesponnen. Ae 2. Hirsch reite er bei Nacht durch die Thäler, sazten die Leute, und segne die Fluren. Sein Mantel sei purpurrot, golden die Geweihe des Tieres. Ang
Durch Zauberei lockte er die Füchse aus dem Bau, die Adler und Bussarde aus der Höhe, um sie dann mit Rutenstreichen zu töten.
Und was des Unfinns mehr ist. Nicht zu ver⸗ gessen: Sein Grab sei bereit auf der höchsten Spitze des Rimski put und jeden Freitag müsse er dort wachen, denn dorthin komme gar oft der König selber, als Schafhirt verkleidet aus Wien, um Rats zu pflegen mit dem alten Pänyi— oder— Geld zu borgen von ihm, denn er besitze ungeheure Schätze.
95 und Ferko schliefen auf dem Lager von Moos, als die Hunde leise anschlugen.
Wortlos griff Pänyi zu seinen Waffen, der
alte Ferko nahm zwei lauge Stangen—— die
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Preis der Anzeigen t 10 Pfg. für die Bspaltige
Hetitzeile.
aufzubringen. Um dem Bauernstande wiederum auf die Beine zu helfen, nützen keine Statistiken, die unbeachtet auf dem Papiere stehen bleiben, keine Verhandlungen und Ratschläge(z. B. in Gießen bezüglich der Landesproduktgenossen⸗ schaften), wenn die staatliche Hilfe nicht eintritt. Würde der Staat zur Befreiung der bäuerlichen Bevölkerung von Bargeld⸗Zinsen und Steuern durch eine zeitgemäße Reform die Hand reichen, dann würde für uns Bauern auch die Nahrungs⸗ mittel⸗ und andere Fragen gelöst werden.
* Mainz, 23. Okt. In der Mombacher Konservenfabrik hat sich ein bedauerlicher Unfall ereignet. Ein Arbeiter ließ gestern Nachmittag unbefugter Weise Dampf in ein Kochfaß einströmen. Dieses explodierte infolge⸗ dessen und der Arbeiter wurde gegen die Decke des Raumes geschleudert. Die Hirnschale ward dem Aermsten zerschmettert, sodaß der Tod so⸗ fort eintrat. Der Verunglückte war aus Heidesheim und unverheiratet.
* Mainz, 23. Okt. Herr Direktor Baurat
Heil wurde vom Kaiser von Rußland für die Leitung des Sicherheitsdienstes auf der Eisen⸗ bahn während seiner Anwesenheit in Mainz eine goldene Uhr nebst Kette überreicht.— Der be⸗ kannte Margarinefabrikant Mohr hat auf dem hiesigen Wochenmarkt einen Verkaufsstand für Morgarine cröffnet. Die Butterverkäufer des Marktes und der landwirtschaftliche Verein werden nunmehr gegen die Zulassung von Mar⸗ arine auf dem Wochenmarkt bei der Stadt Be⸗ chwerde erheben, da nach der Marktordnung der Verkauf derselben nicht zulässig sei, denn Mar⸗ garine sei kein Naturprodukt, sondern ein Kunst⸗ produkt.
P Wißmar, 24. Okt. Am vergangenen Freitag hat sich hier ein sehr bedauerlicher Un⸗ glücksfall zugetragen. Bei dem Schneiden von Holz mittelst einer durch eine Lokomobile betriebenen Kreissäge geriet der unverheiratete Landwirt Philipp Winter von hier zu nahe an die Säge, sodaß ihm die linke Hand voll⸗ ständig abgesägt wurde. Mittelst einem aus Gießen anwesenden Fuhrwerk wurde der Ver⸗ unglückte in die dortige Klinik verbracht.
Herbst⸗Kontrollversammlungen im Kreise Gießen: Zu erscheinen haben: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve. 2. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden Entlassenen aller Waffen. 3. Diejenigen, der Landwehr 1. Aufgebots angehörige Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungs⸗ befehl zum Erscheinen bei der Herbstkontrollver⸗ sammlung zugegaugen ist. Die Ersatzreservisten haben bei der Herbstkon⸗ versammlung nicht zu erscheinen. Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Kontrollpflichtigen anzutreten haben: A. Zu Gießen in Oswalds Garten für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Heuchelheim, Klein⸗Linden, Oppenrod und zwar: am 4. November 1897. 1. Appell vormittags 8 Uhr: Offiziere, Sani⸗
——
Tragbahre————. Dann standen sie still vor der Hütte und horchten in die ungewisse Nacht.
Ferne im Walde verhallte, kaum gehört, ein Schuß. Dahin wandten sich die beiden— ruhig und gemessen, wie es Alten geziemt, ohne Erregung.
Sie gingen wohl eine Stunde lang, als wieder ein Schuß ertönte— diesmal nahe genug, um ihnen genaue Richtung zu geben und nun folgten sie den Hunden.
Bei einem großen Felsblocke blieben sie stehen. Pänyi winkte zurück. Gehorsam kroch der graue Ferko in die Deckung und die Hunde setzten sich zu ihm.
Hier mündet das enge Thal in den weiten Kessel. Hier war der Schuß gefallen. Hier mußten die Wilderer wechseln.
Wieder stand der alte Pänyi da, die Rechte auf die Mündung seiner Büchse gestützt, das seltsam träumerische Auge in die Ferne gerichtet, die der Mond kaum erkennbar beleuchtete.
Da— da— kamen sie, die sich unbeobachtet glaubten. Sie gingen ziemlich geräuschvoll.—
Gliso mit einer Gais auf den Schultern.
Und mit ausgestreckten Händen donnerte ihnen Pänyi sein„Halt!“
Sie waren versteint. Der Mond, der hell aus den Wolken trat, beleuchtete den Greis mit weißem, wallendem Barte so seltsam Die ausge⸗ strecten Arme— die mächtige, tiefe Stimme
Vor Furcht und Zittern vergaßen sie an Flucht,
oder Gegenwehr.—
tätsoffiztere und Beamten der Reserve, sowie sämtliche
Expedition:
2 1 Kreuzplatz Nr. 4.
Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1890 1891 und 1892 eingetreten sind.
2. Appell nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Reser⸗ visten der Infanterie, welche in den Jahren 1893, 1894, 1895, 1896 und 1897 eingetreten sind.
Am 5. November 1897.
1. Appell vormittags 8 Uhr: Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden ent⸗ lassenen Mannschaften aller Waffen, sowie sämtliche Reser⸗ visten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld⸗ und Fuß⸗ Artillerie, Pioniere, Eisenbahn⸗ und Luftschiffertruppen, des Trains leinschließlich Krankenträger), Sanitäts⸗ und Veterinärpersonals, Büchsenmacher⸗Gehilfen, Oekonomie⸗ Handwerker, Marine⸗Mannschaften und alle übrigen im Reserveverhältnis stehenden Mannschaften.
2. Appell nachmittags 2 Uhr: für die Be⸗ wohner von Allendorf a. d. Lahn, Großen⸗Linden, Lang⸗ Göns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen.
B. Zu Lollar am 6. No vember 1897, vormittags 8 Uhr 45 Minuten, neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten⸗Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heiberts⸗ hausen, Großen⸗Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Rutters⸗ hausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Trais a. d. Lda., Trohe, Wieseck. C. Zu Grünberg am 8. November 1897, vormittags 9 Uhr 15 Minuten, am westlichen Ausgange auf der Straße nach Gießen für die Bewohner von Allerts⸗ hausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Har⸗ bach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenauschen Papiermühle, Lauter mit der Arzt⸗ mühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda(Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörner⸗ hof, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddings⸗ hausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit Hainerhof, Winnerod. D. Zu Hungen
am 9. November 1897, vormittags 9 Uhr 30 Minuten am Friedhof für die Bewohner von Bellers⸗ heim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof⸗Güll, Nonnenroth, Obbornhosen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof⸗ Graß, Röthges, Steinheim, Trais⸗Horloff, Utphe, Vil⸗
lingen. E. Zu Lich
am 10. November 1897, vormittags 9 Uhr 30 Minuten in der Amtsgerichtsstraße für die Bewohner von Albach, Birklar, Dorf⸗Güll, Eberstadt mit Arusburg, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Holz⸗ heim, Lich mit Albacher⸗Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Nieder⸗Bessingen, Ober⸗Bessingen, Ober⸗Hörgern, Steinbach.
Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege(durch das Haupt⸗ meldeamt) einzureichen und müssen durch die Bürger⸗ meisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein, werden aber nur im dringendsten Notfalle genehmigt.
Diejenigen Mannschaften, bei denen Fußmessungen noch nicht vorgenommen wurden, haben überhaupt keine Aussicht auf Befreiung.
Die Militärpapiere(Paß und Führungszeugnis) müssen zur Stelle sein.
Und als er auf sie zuschritt, da fielen sie an⸗ betend auf die Kniee. Die Gais hatte Eliso längst von sich geworfen.
Er nahm ihre Gewehre und— Rick! Rack! zerschmetterte er eins ums andere schwingend an dem Felsblock, daß die Splitter flogen.
Dann herrschte er den ersten an, der ihm ängstlich zugesehen hatte:„Wie heißest Du?“—
Zvo Zsigies!“, zähneklapperte der.
„Und Du?“
„Gliso, der Schäfer!“
„Ivo und Gliso— knieet nebeneinander! So! Und nun betet Euer letztes„Vaterunser“— denn gleich nachher müßt Ihr beide sterben! Ferko, bring' die Bahre!— Seht, auf dieser Bahre wird
man Euch wegtragen!—— Totenblässe deckte ihre verzerrten Züge. Hätten sie's gekannt, sie hätten um ihr Leben gebeten— doch kein Hauch kam über ihre blutlosen Lippen. Die Rechte auf die Büchse gestützt, stand Pänyi vor ihnen, als warte er ungeduldig. „Habt ihr geendet?“— Er erhob langsam, sie fest anschauend die Mündung
dann wandte er sich zum Gehen und von ferne, als sie ihn nicht mehr sahen, rief er ihnen nach:„Geht nach Hause und erzählt, wie man wildert in meinem Revier.“
Hat sich lang keiner wieder beifallen lassen, es zu probieren.
ische Landeszeilung.
5


