Ausgabe 
26.9.1897
 
Einzelbild herunterladen

U.

lplätzen

U N 1 0 1

fur Verelne a Verftguug

e aus der Bmurte

5 er Glas 10 Pz

ene Welne

bung

r. Ol fücher

N

ö tadt 23.

Pfg a ) Mk.

alsgasse

58 61

bofales und Provinzielles.

fabst gestern und vorgestern veranstaltete Herbst⸗ Suche lieferte ein höchst befriedigendes Resultat. Als Preisrichter hatte man außer dem Förster

g. M.); gemeinsam höchst lobende Erwähnung: lobende Erwähnung: Karo(bBesitzer Otto Luft) Ehrenpreise erhielten: für Trollhetta v. d. Bull Röttge), für Lottchen v. d. Huhde(v. Witzleben),

für Torf), für Nero⸗Lohr(Förster Klose als Führer),

verkauft habe, er habe zwar diesem erklärt, daß, wenn Gebr. Röhrle ihm für das Eis 50.

mann aber würde er habe, als ob die Angeklagten

fes sich eines Diebstahls schuldig gemacht, als sie

Duells Schmitz Jakobi haben

fegen wonach in Zukunft

Gießen, Sonntag, den 26. September

1897.

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Ausgabe

ische Landeszeilu

Gießen.

Postztg. Nr. 3319. Telephou⸗Nr. 112.

Redaktion:

Kreuzplatz Nr. 4..

* Gießen, 25. Sept. Für C. Buderus⸗ Lollar ist unter Kl. 36 Nr. 94447 Patent für cb für Dauerbrandöfen ettellt. Gebrauchsmustereintragung Kl. 51 NM. 80137, Klavier mit nur einer Saite für jeden Ton, ist für Wilh. Rudolph⸗Gießen unter R. 4510 erfolgt.

Gießen, 25. Sept. Die vom Verein

ur Züchtung reiner Hunderassen hier⸗

Marmann⸗Kruft den 1. Vorsitzenden des Klubs Kurzhaar ⸗Coblenz, Sebastian Tillmann, eine Kapazität auf kynologischem Gebiete, gewonnen. beteiligten sich an der deutschen Suche 13 Hunde, an der Jugend⸗Suche 6 Hunde. Preise wurden in folgender Weise zuerkannt: deutsche Suche: 1. Preis Trollhetta v. d. Bull(Besitzer Aöttge), Lottchen v. d. Huhde(Besitzer v. Witz⸗ leben) und Mentor Glückauf(ĩBesitzer Rechts⸗ anwalt Grünewald); gemeinsam 2. Preis: Treff⸗ Walhall(Besitzer Steffens⸗ Hannover), Hektor⸗ Hassta(Besitzer Adolf Bieler) und Lotte(Besitzer nf(Bee gemeinsam 3. Preis: Fanny⸗ Krofdorf(Besitzer Förster Schneider⸗Krofdorf) und Nero⸗Lohr(Besitzer Konr. Binding⸗Frankfurt

Pie Ahs(Besitzer Fritz Wetz⸗ Münzenberg);

und Rino v. d. Lahn(Besitzer Konr. Rübsamen).

anny v. Krofdorf(Förster Schneider⸗Krof⸗

für Mentor Glückauf(Rechtsanwalt Grünewald). Ehrenpreise für Jugend⸗Suche wurden vergeben: für Hela an O. Ludloff⸗Merlau, für Jambo an O, Ludloff⸗Merlau, für Nora v. Straßburg an Schreiner⸗Gleßen. Es waren während der Suche wohl 150 Menschen im Feld, die mit Interesse die Sache n Gießen, 25. Sept. Auf der Anklagebank unseres Schöffen gerichts saßen gestern acht Asher vollständig unbescholtene Leute, angeklagt des Diebstahls und zwar Karl Kreiling, 21 dar alt; Karl Römer, 19 Jahre alt; Ferd. Volkmann, 23 Jahre alt; Fried. Volkmann, 20 Jahre alt; Hrch. Volkmann IV, 30 Jahre alt; Ferd. Kreiling, 28 a alt; Ph. Ludw. Volk⸗ mann, 32 Jahre alt, sämtlich von Heuchelheim, sowie der Wirt Ludw. Schmidt III von Gießen. De Beschuldigung richtete sich dahin, daß die Angeklagten im Hanvar d. Js. 200300 Ztr. Eis, welches angeblich dem Taglöhner Baumann 5 11 wollte dasselbe vom Bauunter⸗ er Winn gekauft haben), fortgefahren und im eigenen Nutzen vewandt hätten. Der als 1125 vernommene Bauunternehmer Winn er⸗ daß er überhaupt kein Eis an Baumann

fahr würden, dann könne er,(Baumann) auf Aer(Winns) Kaute Eis machen, dem Bau⸗ keinesfalls das Eis über⸗ lasen haben, weil er mit einem Menschen, der berhaupt keine Mittel besitze, auch keine Geschäfte machen würde. Kriminalschutzmann Weiß, der die Ermittelungen in dieser Sache vorgenommen, erklärte, daß er nicht den Eindruck gewonnen gewußt hätten, daß

Nach Lage der Sache die Angeklagten frei, in⸗ es könne sich hier nur der im Wege des e. Betreffs des

G. im Justizgebände durch Landgerichtsrat Dr. Sand⸗ mann als Untersuchungsrichter Vernehmungen stattgefunden. a ö

Gießen, 25. September. Wegen Bei⸗ hülfe zum! Kindesmord wurde heute Morgen ein sich hier vorübergehend aufhaltendes e S Die Mainzer

en, 8 ept. ie a Stadtverorbnetenversammlung hat einen Beschluß alle definitiv zu be⸗ chenden Lehrerstellen in Mainz zur Kon⸗ ürrenz ausgeschrieben werden sollen. Dieser Beschluß hat bel der gesamten Lehrerschaft des

Ades volle Anerkennung gefunden. Es wird damit mit einem System gebrochen, das den tüch⸗ Ugten Lehrern vom flachen Lande seither die

das Eis fortfuhren. sprach der Gerichtshof dem er der Ansicht war, um einen Anspruch handeln, der Aollprozesses verfolgt werden müss Gießen, 25. September.

Erscheint täglich mit Ausnahme der

Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen.

Preis der Auzeigen i 10 9g. für die Espaltige Petltzeile,

g. Queckborn, 24. September. Heute Nach⸗ mittag brach in der Scheuer des Ludwig Gömert dahier Feuer aus, welches durch das rasche Eingreifen der hiesigen Feuerwehr sowohl wie der aus Grünberg und Ettingshausen auf den eigentlichen Herd beschränkt wurde. Die Entstehungsursache ist unbekannt; man vermutet Brandstiftung.

i. Grünberg, 24. Sept. Die Bürger⸗ gesellschaft hat für Sonntag Abend eine theatralische Abendunterhaltung im Gasthause Zum Rappen veranstaltet. Die Aufführungen werden von der zur Zeit hier weilenden Theater⸗ gesellschaft Schrutz ausgeführt. Die Leistungen genannter Direktion sind hinlänglich bekannt und dürften infolgedessen auch Veranlassung geben, daß ihr auch bei den folgenden Vorstellungen die kräftigste Unterstützung zuteil wird.

* Nidda, 24. September. Ueber einige in Ober⸗Widdersheim vorgekommene Typhus⸗ fälle sind in der Umgegend stark übertriebene Gerüchte verbreitet worden. Es ist festgestellt, daß, nachdem die Krankheit zwei Opfer, 1 Mann und 1 Kind, gefordert hat, die übrigen wenigen Kranken unter der Pflege der Diakonissin von Darmstadt nahezu genesen sind. Daß die Krank⸗ heit ihren Ursprung in der Beschaffenheit des Wassers habe, ist nicht konstatiert worden. Aus der Mühle in Dauernheim ist seit einigen Tagen ein Knecht verschwunden. Er ist allem Anschein nach dadurch verunglückt, daß er, als er von einem neben der Nidda stehenden hohen Strohhaufen Streustroh holen wollte, ab⸗ Pie und in den hochangeschwollenen Fluß stürzte. ie Leiche ist noch nicht gefunden.

* Mainz, 23. Sept. Ein Wirt war einem anderen hiesigen Mann eine Summe Geldes schuldig, und letzterer beabsichtigte, gegen den Wirt gerichtlich vorzugehen. Ein Agent hörte hiervon und begab sich zu dem Wirt und ver⸗ abredete mit ihm, daß er(der Agent) im Namen eines anderen gar nicht existierenden Mannes gegen den Wirt eine Schuldforderung einklagen und nach eingetretener Aachen des Urteils bei dem Wirt alsbald zur Pfändung und Ver⸗ steigerung des gepfändeten Mobiliars geschritten werden sollte, sodaß der wirkliche Gläubiger des Wirtes nichts mehr Pfändbares vorfände. Das durch die stattgehabte Versteigerung erlöste Geld sollte der Wirt wieder erhalten, natürlich gegen eine entsprechende Vergütung für den Agenten. DerStreich wurde ausgeführt; dabei behielt aber der Agent als Bevollmächtigter des von ihm bei der Manipulation vorgeschobenen fiktiven Schulze das aus der Versteigerung erlöste Geld für sich. Nunmehr hat der Wirt gegen den Agenten Anzeige wegen Betrugs er⸗ hoben. Der Inhaber eines hiesigen Gasthofes machte schon längere Zeit die Wahrnehmung, daß sein Geldschrank ab und zu fremden Besuch erhalte, und daß alsdann immer ein ansehnlicher Betrag fehlte. Am Dienstag Morgen legte der Wirt abermals eine Summe von 300 4 in den Schrank, und als er am Abend den Betrag wieder dem Schrank entnehmen wollte, fehlte genau die Summe von 100. an dem Geld. Der Verdacht fiel auf das Hausmädchen, das anfangs leugnete, schließlich aber des Dieb⸗ stahls überführt und verhaftet wurde.

Vermischtes.

r Mordprozeß Huber in Freiburg i. S. 15 90 des Bahnpostschaffners Angst zu Freiburg in der Schweiz steht gegenwärtig dort der frühere Postangestellte Heinrich Huber vor den Geschworenen. Zu der Verhandlung sind 115 Zeugen vorgeladen. Das Verfahren wird eine ganze Woche dauern. Der Mörder konnte sich, wie man sich aus unserem Bericht über die That selbst entsinnen wird, der Postsendung von einer Viertelmillion, auf die er es abgesehen hatte, nicht be⸗ mächtigen, da er nicht wußte, daß der Ermordete sie mit seinem Körper deckte. Die ruchlose That machte seinerzeit in der ganzen Schweiz Aufsehen und nicht weniger der bevorstehende Prozeß, da der Angeklagte leugnet. Das Beweismaterial wird aber als erdrückend bezeichnet. 8 Die Frage, ob die That auf Freiburger oder Waadtländer Geblet stattgefunden habe, wird dabei wichtig werden, nicht bloß wegen der Schwierigkeit ihrer Beantwortung der Genf⸗Berner Schnellzug, in dem die That geschah, fuhr ohne Aufenthalt von Lausanne nach Freiburg sondern wegen des Gerichtsstandes und der Bestrafung. Freiburg hat die Todesstrafe wieder eingeführt, der Kanton Waadt nicht. Der Angeklagte ist 32 Jahre alt und von gutem Aussehen. Er steht der Anklage mit völliger Ruhe gegen⸗ über. Die wichtigsten Zeugen wurden am 22. September vernommen. Die Lehrerin Adele Roth aus Frankfurt am Main, der Kellner Reinhardt aus Homburg, der Kommis Fuckel aus Schmalkalden und der Musiker Bach⸗ mann aus Genf, die mit jenem Nachtzuge gereist sind,

orten der Stadt verschloß. Mögen die andern

90 echt bald Acne dankenswerten Vorgehen rech

Expebition: Kreuzplatz Nr. 4.

geben an, daß Huber während der Fahrt den Wagen ver⸗ ließ, in großer Aufregung zurückkehrte und nach zehn Minuten wieder herausging, ohne zurückzukommen. Huber leugnete und sagte, er sei das Opfer eines Mißverständ⸗ nisses. Sein Alibi⸗Beweis ist jedoch total mißglückt. Die Verhandlung dürfte am 25. September zu Ende ge⸗ führt werden.

Die Ziege als Ruhestörerin. Eine merk⸗ würdige Geschichte giebt gegenwärtig den Rixdorfern reich⸗ liche Gelegenheit zum Amusement. In einem Hause der Wißmannstraße hatte eine Ziege durch ihr Meckern die Nachtruhe eines Rentiers gestört, weshalb er eine Be⸗ schwerde an das Amt richtete und um Abhilfe bat. Von Amtswegen ging daher an Wachtmeister Gericke der kurze Auftrag, festzustellen, ob in dem betreffenden Hause eine Ziege die Nächte über die Ruhe der Mieter störe. Darauf⸗ hin erklärte Herr Gericke:Ich bin nicht in der Lage und auch nicht befugt, mich in der Nacht auf dem ge⸗ nannten Grundstücke aufzuhalten und zu untersuchen, ob dort eine meckernde Ziege die Nachtruhe stört. Die Be⸗ hörde legte die Sache vorläufig ad acta. Auf eine neue Beschwerde des Rentiers wurde die Besitzerin der radau⸗ lustigen Ziege vor das Amt geladen, wo sie angab, daß sie zum Lebensunterhalt mehrere Ziegen halte, jedoch nicht in der Lage sei, zu sagen, welche Ziege gerade die Ruhe des Rentiers störe. Nunmehr erging an einen Kollegen des Herrn Gericke, den Wachtmeister Wiesicke, der Auf⸗ trag, auf dem fraglichen Grundstück diePersonalien der Ruhestörerin festzustellen. Wachtmeister W. hat nun dem Amte eine Mitteilung dahin übermittelt, daß er zwar einige Zeit sich auf dem Hofe des Grundstücks aufgehalten, aber außerhalb des äußerst niedrigen Ziegenstalles Posto gefaßt habe, da er aus Gesundheitsrücksichten sich nicht im Stalle einschließen lassen konnte. Da aber mehrere Ziegen meckerten, sei er nicht in der Lage, die Schuldige zu be⸗ zeichnen. Nunmehr hat der Rentier gegen die Besitzerin Klage angestrengt, so daß sich das Schöffengericht näch⸗ stens mit der Sache zu befassen haben wird.

Wieder eine neue praktische Anwen⸗ dung der Röntgenschen k⸗Strahlen hat ein amerikanischer Farmer und Geflügelzüchter gemacht, die allerdings an amerikanischer Originalität nichts zu wünschen übrig läßt. Der Betreffende fand nämlich, wie das Internationale Patentbureau Karl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, schreibt, daß die Zahl der Eier, welche seine Hühnerzucht ergab, durchaus gegen jene seiner Hennen zurückblieb, mithin sich weniger fleißige oder unfruchtbare Tiere unter denselben befinden mußten; der Röntgenapparat schaffte hier schnell Rat, indem die Hinterkörper der Tiere auf die Vermehrungsfähigkeit derselben durchleuchtet wurden. Hennen, die danach keinen Zweifel an ihrem guten Willen zuließen, wurdenunbehelligt gelassen, wogegen bei einem negativen Resultat der wundersamen Strahlen die betreffenden Hühner separiert, nach einigen Tagen nochmals untersucht und bei koustanter Passtvität als Schlachthühner verkauft wurden. Auf diese Weise soll der fin dae siécle-Hühnerzüchter alle unnützen Fresser aus seinem Bestande ausgemerzt und die Eierproduktion dadurch relativ vermehrt haben, es jedoch nicht unterlassen, von Zeit zu Zeit wieder einmal eine Okular⸗Inspektion mittels der Crookesschen Röhre vorzunehmen.

Ueber die periodische Wiederkehr kalter und warmer Jahre veröffentlicht Dr. F. Maurer in der Meteorol. Zeitschr. eine Abhandlung, deren End⸗ ergebnis folgendes ist: In gewissen Zeiträumen, vielfach von etwa 15 Jahren, wechseln Wärmeperioden mit Kälte⸗ perioden ab. Die Wärmeperioden weisen neben den warmen Sommern auch die mildesten Winter auf, in den Kälteperioden dagegen tritt neben den kühlen Sommern auch die Mehrzahl sehr strenger Winter auf, während die mäßig kalten Winter auf Wärme⸗ und Kälteperioden nahezu gleichmäßig verteilt sind. Da kaum ein Zweifel hierüber bestehen kann, daß die sogenannten säkularen Temperaturschwankungen sich auch in Zukunft wiederholen werden, so ist anzunehmen, daß die nächste voraussichtlich um die Wende des Jahrhunderts beginnende Wärme⸗ periode sich durch die Wiederkehr einer Reihe warmer und sehr warmer Sommer neben vereinzelten sehr milden Wintern im westlichen Mitteleuropa bemerkbar machen wird.

Der Vesuv ist wieder sehr thätig und bereits sind mehrere Geologen abgereist, um seine Ausbrüche in der Nähe zu studieren. Bemerkenswert ist, daß die kleineren Krater jetzt unthätig sind, während der Hauptkrater, der seit zwei Jahren anscheinend tot war, jetzt Rauch und Asche bis zu enormer Höhe aus wirft. Obgleich die An⸗ näherung gefährlich ist, wird doch viel Publikum aus Neu⸗ gierde angezogen. Auf dem Vesuv selbst wurde am 16. September, wie derD. News berichtet wird, ein selt⸗ samer Selbstmord begangen. Ein Fremder stieg bis zum Gipfel des Kraters, machte sich dort aus seinen Kleidern ein Kopfkissen zurecht, legte sich nieder und er⸗ schoß sich. Es war eine Stelle, wo die ausfließende Lava herunterkommen und die Leiche bedecken sollte; aber der Lavastrom nahm oberhalb der Stelle eine andere Rich⸗ tung und so konnte die Leiche heute gefunden werden. Man weiß bis jetzt nicht, wer der Fremde war; man vermutet, es sei ein Deutscher gewesen.

Standesamtliche Nachrichten.

Geburten. 5. Am 11. Sept. Dem Bahnarbeiter Wilhelm Gelsebach ein Sohn. 13. Dem Hauptmann und Kompagniechef

Karl Pampe eine Tochter, Gertrud Klara Elisabeth. Dem Spengler Heinrich Lich ein Sohn. 14. Dem Fuhr⸗ mann Heinrich Launspach ein Sohn, Fritz. Dem Ser⸗

Tochter. 17. Dem Lackierer Karl Volz eine Tochter, Katharine Margarethe. Dem Taglöhner Karl Schäfer eine Tochter. 18. Dem Pfarrer Dr. Friedrich Grein ein Sohn. Dem Zuschneider Friedrich Wilhelm Söhnel ein Sohn. Dem Werkmeister Friedrich Weber ein Sohn, Heinrich Hermann Wilhelm. 19. Dem Schreiner Joh. Karl Neurath eine Tochter, Anna Margarethe Elisabeth Lucie. 21. Dem Glaser Heinrich Baum eine Tochter, Anna Klara Christine Martha. Dem Kaufmann Karl Textor eine Tochter, Karola Johanna Agnes. Aufgebote. Am 18. Sept. Fritz Martin Schäfer, Schneider zu Herborn, mit Louise Krauß daselbst. 20. Heinrich Linkmann, Hilfsbremser dahier, mit Katharine Görnert zu Queckborn. 21. Friedrich Christian Wenzel, Metzger dahier, mit Margarethe Schrimpf hierselbst. 22. Karl August Wilhelm Heinrich Steding, Assistent am Gas⸗ und Wasserwerk dahier, mit Ernestine Minna Martha Fleisch zu Wolfenbüttel. 23. Johann Bohl, Schneider dahier, mit Margarethe Bierau hierselbst. Eheschließungen. Am 18. Sept. Dr. Ludwig Dalquen, prakt. Arzt zu Heldenbergen, mit Pauline Justine Katharine Arnold dahier. Hermann Ernst Becher, Schneider dahier, mit Elise Margarethe Jahres hierselbst. Peter Schmidt, Schlosser dahier, mit Margarethe Müller zu Nieder⸗ Ofleiden. Konrad Schomber, Rangierer dahier, mit Johanna Margarethe Elisabethe Becker hierselbst. Sterbefälle. Am 17. Sept. Karl Friedrich Wilhelm Jacobi, 23 Jahre alt, Gerichtsaccessist dahier. 20. Karl Johannes Born, 2 Jahre alt, Sohn des Viehhändlers Karl Joh. Born dahier. Henriette Schäfer, 18 Jahre alt, Tochter des Laternenwärters Johannes Schäfer dahier. 21. Emanuel Löb, 59 Jahre alt, Handelsmann dahter. Age Krämer, 53 Jahre alt, Knecht zu Leihgestern, Kr. eßen.

Neueste Telegramme.

Hd. Berlin, 25. Sept. Der Pfarrer a. D. Koetzschke ist, wie derVolksztg. aus bester Quelle gemeldet wird, anläßlich des neulichen Auftretens Koetzschkes in sozialdemokratischen Versammlungen durch das kgl. Konsistorium in Magdeburg darauf aufmerksam gemacht worden, daß eine Fortsetzung seiner sozlalen Thätigkeit, die ihn in irgend welche Berührung und Be⸗ ziehung zur Sozialdemokratie brächte, dahin führen würde, ihm die Rechte des geistlichen Standes zu entziehen.

Hd. Köln, 25. Sept. Die Familie Hus⸗ mann erklärt in den Zeitungen, daß für sie nunmehr kein Zweifel darüber herrsche, daß sie das Opfer einer Täuschung geworden und sich für verpflichtet halte, öffentlich ihr Bedauern darüber auszusprechen, daß ihre Stellungnahme in der Angelegenheit mit dazu beigetragen hat, die unerwartete Bedeutung, welche die Sache ge⸗ nommen, noch zu steigern. Die Erklärung schließt, es brauche nicht besonders betont zu werden, daß für die in ihrer früheren Erklärung ausgesprochenen Ansicht gewichtige Gründe maß⸗ gebend gewesen seien. Bei der eigentümlichen Entwickelung der Verhältuisse könne man es ihr jedoch nicht verübeln, wenn sie von allen weiteren Erörterungen absehe.

Hd. Graudenz, 25. September. Im Pro- zeß wegen Ermordung des Lehrers Grütter ver⸗ urteilte das Schwurgericht die Angeklagten wegen Körperverletzung zu Gefängnisstrafen von 1 bis 8 Monaten. Wegen Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft erfolgte Freisprechung.

Privattelegramme der Hessischen Landeszeitung.

Hd. Wien, 25. Sept., 1 Uhr 30 Min. Zwischen dem österreichischen Minister präsidenten Baden i und dem deutsch⸗ nationalen Abgeordneten Wolff fand heute Vormittag ein Duell statt. Ba deni wurde an der Hand ver⸗ wundet.

Marktpreise. Gießen, 25. Sept. Auf dem heutigen Wochen⸗

markt kostete: Butter p. Pfd. 1,00 1,15 Mk., Hühnereier, 2 St. 1315 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänsesier 12 Pfg., Käse 58, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,50 0,70, Hühner p. St. 1,00 1,20, Hahnen 0,50 0,90, Enten 1,50 1,70, Gänse per Pfund 0000, Ochsensleisch 66 74, Kuh- und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 64 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 5660 Pfg., Hammelfleisch 5060, Kartoffeln pro 100 Kilo 6,008&, Zwiebeln per Zentner 5,00 Mk., Kirschen per Pfund 0000 Pfg., Milch per Liter 16 Pfg. Gurken 100 Stück 75 2,00 Mk.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗

N über bestimmt als jenen Mitreisenden, der sich Hude be e machte und verschwand. Die Zeugen

geant Heinrich Döll ein Sohn, Heinrich Johannes Peter Kaspar. 16. Dem Handelsmann Friedrich Benner eine

teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmaupschen Buchdruckerei, Gleßen, Schloßgasse 19.