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Lokales und Provinzielles.
fahren und zwar fallen die Fahrten Nr. 27, 28,
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Gießen, Freitag, den 16. April
1897.
Poftztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
ssche Landeszeitung
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Redaktion:
. Kreuzplatz Nr. 4. 2
Gießen, 15. April. Omnibusfahr⸗ plan. Am Charfreitag, sowie ersten, zweiten und dritten Osterfeiertag werden sämtliche Linien des Omnibusverkehrs in Betrieb gestellt. Die Linie A und B(Stadtverkehr) wird an diesen Tagen nachmittags in beschränkter Weise ge⸗
31, 32, 35, 36, 37, 38, aus. Die Linie C von und nach Wieseck wird nachmittags von 2¼ Uhr ab gefahren und zwar fahren die Wagen ab, Wallthor stets um die halbe Stunde ab: 2˙⁰, 330, 5%, 55, 6˙òb nachmittags, ab Wieseck um die ganze Stunde 3, 4, 5, 6, 7, nachmittags. Die nie D von und nach dem Schiffenbergerwald wird in ähnlicher Weise gefahren, nur daß die 1 5 alle halbe Stunden, ab Markt und ab Schiffenbergerwald abfahren, ab Markt 2“, Zee, 9s, zoo nachmittags, ab Schfiffenberg 600, 650, dog abends. 8
* Gießen, 15. April. In den Gemeinden des Kreises Gießen wurden in der Zeit vom 1. Februar 1896 bis dahin 1897 an Waisen⸗ huͤchsengeldern 507,91& gesammelt. Die Stadt Gießen ist an dieser Summe mit 269,99 beteiligt.
* Gießen, 15. April. Aus der Jubi⸗ läums⸗Stipendien⸗Stiftung zu Ehren der 25jährigen Regierung Ludwig III., welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Einer, eine gleichmäßige Subvention zu den stosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bil⸗ dungsanstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1897 drei Stipendien zu vergeben. Das Stipen⸗ dium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Ge⸗ meinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zweck ihrer Ausbildung eine höhere Bil⸗ dungsanstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beabsich⸗ tigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre betreffende Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Porn Starkenburg an die Bürgermeisterei
armstadt, aus Rheinhessen an die Bürger⸗ meisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürger⸗ meisterei Gießen bis längstens zum 1. k. M. gelangen zu lassen.
Gießen, 15. April. 4prozentige Hessische Ludwigsbahn- Prioritäten von 1874. Zu der Kündigung der 1874er
Hessischen Ludwigsbahn⸗Prioritäten erfährt man, daß das Großh. Hessische Finanzministerium be⸗ absichtigt, den Inhabern der Obligationen den Umtausch gegen Zproz. hessische Staats⸗Obliga⸗ tionen zu einem angemessenen Kurs anzubieten, und daß schon nächster Tage voraussichtlich eine hierauf bezügliche Bekanntmachung erscheinen
dürfte.
Erscheint täglich mit Ausnahme der
Tage nach Sonn- und Feiertagen.
Preis der Auzelgen: 10 Pfg. für die Ispaltige Petitzeile.
* Gießen, 15. April. Die Beschlüsse der am 7. d. Mts stattgefundenen General⸗ versammlung des hessischen Fechtvereins „Waisenschutz“(Verband Gießen) sind von 25 Mitgliedern angefochten, weil erstens die Versammlung nicht statutengemäß 14 Tage vor⸗ her bekannt gegeben und weil zweitens in jener Versammlung ein Nichtmitglied anwesend gewesen und bei verschiedenen Wahlgängen zur Wahl des Vorstandes auch Stimmen erhalten hätte. Voraussichtlich werden also die Mitglieder sich der Neuwahl eines Vorstandes noch ein Mal unterziehen müsseu.
»» Grünberg 15. April. Gleichzeitig mit unseren gestrigen Artikel, die Viehmarkt⸗ frage betreffend, erschien eine Bekanntmachung des Großh. Kreisamtes Gießen, nach welcher der für den 22. d. Mts. geplante Viehmarkt ge⸗ nehmigt worden ist und zwar unter folgenden Bedingungen: 1. Für den Auf⸗ und Abtrieb ist den Anordnungen des Kreisveterinäramts gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 2. Auf den Markt dürfen nur Tiere aus unverseuchten Orten des Großherzogtums Hessen, Tiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchenfreiem Zustande zugebracht haben, aufge⸗ trieben werden. 3. Außer der Kontrolle der Ur⸗ sprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die tierärztliche Besichtigung der Tiere vor dem Auf⸗ triebe zu erfolgen. Unter denselben Bedingungen ist für den 21. d. Mts. ein Viehmarkt in Allendorf a. d. L. genehmigt.
* Grünberg, 15. April. Inbezug auf die in voriger Nummer unserer Zeitung angeregte Viehmarktfrage wird uns heute von be⸗ teiligter Seite folgendes geschrieben:„Ihr Herr Berichterstatter war bei Abfassung seines Be⸗ richtes vom 12. d. M. in Ihrer geschätzten Zeitung vom 15. April betr. Maul⸗ und Klauen⸗ seuche resp. Verbot der Viehmärkte, nicht davon unterrichtet, daß das in der von ihm erwähnten Versammlung gewählte Komitee eine den ge⸗ faßten Beschlüssen entsprechende Eingabe an das Großh. Ministerium des Innern abgesandt hat. Bei der bekannten Indolenz der Landbevölkerung wäre die Absendung der Massenpetition wahr⸗ scheinlich derart in die Ferne gerückt worden, daß von derselben kein Erfolg mihr zu erwarten war, ganz abgesehen von den nicht unerheblichen Kosten, welche hierdurch entstanden wären und für deren Deckung sich in Grünberg wenige Leute gefunden haben würden.“— Durch die gestrige Bekanntmachung des großh. Kreisamts Gießen hat die Viehmarktfrage erfreulicher Weise eine für die Bewohnerschaft unserer Umgegend günstige Lösung gefunden. D. Red.
* Butzbach, 14. April. In der General⸗ versammlung des Turnvereins Butzbach stand a. a. der Bau der neuen Turnhalle auf der Tagesordnung. Vor kurzem war in einer Gemeinderatssitzung die Ansicht geltend ge⸗ macht worden, die Halle aus städtischen Mitteln
tragen zu können. Die Abstimmung fiel in diesem Sinne aus und sah sich der Vorstand des Turnvereins deshalb veranlaßt, sein Amt nieder⸗ zulegen. Trotz mehrmaliger Aufforderung der städtischen Vertreter, der Vorstand möge doch sein Amt behalten, beharrte derselbe auf Nieder⸗ legung des Amtes. Hierauf fand eine Neuwahl des Vorstandes statt. Die Verhandlungen zwischen Stadtvertretung und dem neugewählten Turnvereinsvorstand bezüglich Abtretung des be⸗ reits von dem Turnverein zum Bau- und Turn⸗ platz angekauften Geländes an die Stadt sind nunmehr im Gange.
* Darmstadt, 14. April. Der verstorbene Landtagsabgeordnete Wasserburg vertrat früher den Wahlkreis Offenbach⸗Land in der 2. Ständekammer, bis der Kreis von den Sozial⸗ demokraten erobert wurde. Zuletzt war er im 10. Wahlkreise der Provinz Rheinhessen gewählt, der die um Bingen liegenden Ortschaften um⸗ faßt. Das Mandat ist dem Centrum sicher.
* Mainz, 14. April. Der Lackierermeister Koch von der preußisch⸗hessischen Eisenbahnver⸗ waltung stürzte sich gestern Nachmittag von der Eisenbahnbrücke in den Rhein und ertrank; in einem hinterlassenen Schreiben an seine Ar⸗ beiter bittet er sie um Verzeihung wegen dieses Schrittes; er habe nicht anders handeln können, da er von einem unheilbaren Leiden be⸗ fallen sei.
* Mainz, 14. April. Laut Beschluß der Schott⸗Braunrasch⸗Kommission werden, einer An⸗ regung des sozialdemokratischen Stadtverordneten Tiefel folgend, in den nächsten Monaten Volks⸗ konzerte mit klassischer Musik, ausgeführt von der städtischen Kapelle und unter Mitwirkung hervorragender Solisten, im Stadttheater statt⸗ finden. Die Eintrittsgelder sind äußerst niedrig gestellt.(Gallerie 10 Pfennige, 3. Rangloge 40 Pfennige.) Dem Programm soll stets ein er⸗ läuternder Text beigegeben werden. Das erste Konzert ist auf den 14. Mai festgesetzt.
* Worms, 14. April. In dem hiesigen Pfründnerhause gerieten gestern Nacht mehrere daselbst befindliche ältere Frauen mit einer anderen, geistesschwachen Frau in Streit, weil die letztere so viel Lärm machte, daß die ersteren nicht schlafen konnten. Die Frauen schlugen die lärmende Pfründnerin derart, daß sie angeblich infolge dieser Mißhandlungen verstarb. Zwei Frauen wurden bereits verhaftet.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst.
1. Osterfetertag, den 18. April. Friedhofskapelle.
Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Im Konfirmanbensaal der Neustadt 61. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche.
zu erbauen, um einem jeden Verein Rechnung
Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dingeldey.
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Fata Morgana. Novelle von H. René. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
„Das ist Neuhof“, sagte Therese endlich, auf ein kleines Häuserviereck deutend, das mit seinen moosigen Schindeldächern, hart am finsteren Waldes⸗ rand gelegen, nicht gerade einen freundlichen Ein⸗ druck machte. Gewandt lenkte sie durchs Hofthor ein und hielt vor einem niedrigen Seitengebäude, das wohl Leutewohnungen enthalten mochte.
„Die gnädige Frau“, hieß es halblaut, ysie kommt wieder selbst, obgleich es doch der Typhus ist, schon der dritte Fall.“
„Wie geht es heute dem August?“ fragte sie, vom Wagen springend.„Ich habe den Doktor mitgebracht. Laßt einmal sehen.“
Die in der Hausthür umherstehenden Weiber machten ihr Platz und nun trat sie mit dem Arzt zugleich aus der frischen Frühlingsluft in das dumpfe Krankenzimmer.
Senglin untersuchte den bewußtlosen Mann, stellte einige Fragen an die Umstehenden und ver⸗ suchte dann Therese leise aus der Thür zu schieben. „Es ift der Typhus in seiner schrecklichsten Gestalt“, fluͤsterte er.
„Was thut's! Vielleicht kann man durch gute Luft, vernünftigen Rat hier Wandel schaffen.“
„Ich werde alles besorgen, an alles denken, nur um Gotteswillen gehen Sie.“
„Warum? Glauben Sie, daß mir das Leben lieb ist, daß ich Ursache habe, das Sterben zu
Verdutzt blickte er sie an, doch er ließ es ge⸗ schehen, daß sie mit der Frau des Kranken sprach, dieser Geld für Medizin und Lebensmittel gab, und folgte ihr dann gedankenvoll über den Hof in das kleine Wohnhaus, in welchem schon manche frei⸗ herrliche Wilwe einsam ihren Lebensabend verbracht.
Noch nie waren die niedern, feuchten Zimmer mit den kleinscheibigen Fenstern ihr so finster und unfreundlich erschienen wie heute. Wie Moderluft schlug es ihr von den mit Stocfflecken bedeckten Wänden entgegen. Sie stieß die Fenster auf, doch das vorspringende Dach verwahrte der Sonne den Eintritt, nur einige bleiche Lichter spielten an der kellerartig gewölbten Decke, huschten über den dürf⸗ tigen, veralteten Hausrat.
Sie schauerte zusammen, und plötzlich dachte sie daran, daß in der schönen Welt dort draußen so viele tausend glückliche Menschen im Sonnenschein sorglos dahinwandelten und nicht einsam zu frieren und zu darben brauchten.
Walter war neben sie getreten und sah nur auf den öden Hof hinaus, in welchem einige struppige Hühner sich um die Regenwürmer stritten, die der Sonnenschein hervorgelockt.
„Und wenn der Baron die Augen schließt, werden Sie hier leben?“
Sie nickte, während sie die Arme fröstelnd über der Brust verschränkte.
„Das ist nicht denkbar. Für eine zitternde Greisin, die mühsam mit dem Stocke sich umher⸗ tastet, mag es wohl ein Zufluchtsort sein, aber Ihnen winken noch alle Freuden des Lebens, Sie
fürchten?“
find jung.“
„Jung!“ Verächtlich schürzte sich ihre Lippe. „Ich glaube kaum, daß ich an Jahren etwas vor Ihnen voraus habe. In der Rosenzeit, welche Ironie, werden es sieben und zwanzig Jahre, daß das Glockenspiel des Stefansdomes meinen ersten Schritt begleitete.
„Unmöglich“, wollte er rufen, doch er ver⸗ schluckte das banale Kompliment. Er hatte es ja nicht mit Alma oder deren Freundinnen zu thun.
„Wenn man nachgerade so alt geworden ist, sollte man doch vernünftig sein, und sich nicht vor Gespenstern fürchten“, sagte sie, aber der Mund war bleich und die Stimme bedeckt.
„Und was liegt auch daran, wie man den Rest vom Leben verbringt“, fuhr sie fort.„Hier nebenan in der schmalen Kammer, aus welcher es noch immer wie leiser Lavendelduft quillt, ist die Großmutter von Onkel Gustav gestorben, sie war die setzte Bewohnerin und ist gegen neunzig Jahre alt geworden.“
„Eine müde, ausgelebte Frau. Mag sie in Frieden ruhen. Aber Sie, Therese, mit Ihrem heißen Herzen und demnach Glück suchenden Augen.“
„Stille! Hier im Witwenhaus giebt es kein Herz, kein Glück, hier ist alles nur Moder und Asche.“
„Herzkönigin! Schönste Frau
Hatte er es gerufen, später wußte sie es selbst nicht mehr. Mit fliegendem Atem saß sie bald neben ihm auf dem schmalen Wagensitz, und ihre Hände hielten die Zügel nicht mehr so fest wie bei der Heimfahrt.
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= edition: 2 5 Kreuzplatz Nr. 4. N
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der Lukasgemeinde.
Pfarrer Dingel dey.
Nachmittags 3 Uhr: Verteilung der Schottschen Stif⸗ tungszinsen. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. In sämtlichen Gottesdiensten: Kollekte für die Armen. 2. Osterfeiertag, den 19. April. In der Friedhofskapelle. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Im Kon fir mandensaal, Neustadt 61. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der Markusgemeinde.
Pfarrer Dr. Grein.
Johanneskirche. Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kinder aus der Lukas⸗ und Militärgemeinde. Pfarrer
Dingeldey.
In sämtlichen Gottesdiensten: Kollekte für den Kirchen⸗ fonds der Gemeinde.
Am Sonntag Quasimodogeniti, den 25. April, Kon⸗ firmation der Kinder aus der Lukas⸗ und Militärgemeinde und Feier des heiligen Abendmahls. Die Beichte hierzu findet am Tage vorher um 2 Uhr statt. 1
Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 17. und Sonntag, den 18. April, Passahfest.
1. Tag: Vorabend: 7 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Abends: 8 Uhr.
2. Tag: Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Abends: 8 Uhr,
Briefkasten.
K. J. Grünberg. Wir selbst sind nicht in der Lage, darüber zu urteilen, ob die Rüge berechtigt ist oder nicht. Uns scheint das erstere der Fall zu sein, denn wie sollte der Einsender zu einer Entstellung des wahren Sachverhalts kommen. Von Spott und„große Schnauze“ kann unseres Erachtens im vorliegenden Falle keine Rede sein. Uebrigens wäre es schöner gewesen, wenn Sie ihren Namen nicht verschwiegen hätten.
Neueste Telegramme.
Hd. München, 15. April. Im Befinden des Prälaten Pfarrer Kneipp ist eine er⸗ hebliche Besserung eingetreten. Die Gefahr ist überwundeu und Hoffnung auf baldige völlige Genesung vorhanden.
Hd. Wiesbaden, 15. April. Die National⸗ liberalen stellten für die Reichstags⸗Er⸗ satzwahl den Stadtrat Bartling als Kandidaten auf. Derselbe nahm die Kandidatur an.
Hd. Fiume, 15. April. Ein Lokal⸗ dampfer stieß während der Fahrt nach Abbazia mit einer von Hafenarbeitern besetzten Barke zusammen. Die letztere wurde 11 ten gebohrt und alle Insassen er⸗ ranken.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei in Gießen.
Nun lag ein großer Stein inmitten des Weges; in ihrer Verwirrung hatte sie dessen nicht Acht. Ein Ruck, ein heftiger Anprall, Beide flogen in die Höhe, und Walter legte wie schützend den Arm um sie.
Es war nur während der Dauer einer Sekunde gewesen, aber Therese hatte doch die Berühung, wie einen elektrischen Strom empfunden.
Eilig zog sie den großen Hut in die Stirn und ließ die Pferde mächtig ausgreifen, als könne sie so dem Verhängnis entfliehen, das sie umlauerte.
Die Geschäfte mit dem warkenden Förster waren bald erledigt, und im Städtchen läuteten gerade die Mittagsglocken, als Walter Senglin das Doktorhaus betrat.
Fräulein Minchen war heute etwas ungnädig.
„Der Herr Bürger:neister habe sich mit einer guten Nachricht selbst herbemüht“, er erzählte sie. In der großen Spinnfabrik zwischen Soldin und Ruschwitz suche man einen neuen Arzt, das Fixum betrage wohl über dreihundert Mark, und die Fuhren würden frei geliefert. Doch müsse man bei dem Besitzer natürlich sich darum bemühen, und der Bürgermeister wolle selbst noch am heutigen Nachmittag mit ihm hinüberfahren. Wohl eine Stunde habe er gewartet, doch wer nicht kam—“
„Ich war in Neuhof draußen, ein bedenklicher Typhusfall.“
(Fortsetzung folgt.)
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