, Kramy 7 7 a e okales und Provinzielles. c, abgal Gießen, 12. Nov. In den nächsten end af 1 agen werden durch einzelne Mitglieder der buch z ttengesellschaft Gießener Volksbad dufmersan 3 e Einzeichnungslisten für Aktien unseren en, wee he he sitbürgern und Interessenten, welche sich noch abe ch alt a iht an dem Zustandekommen des wertvollen Coblem 4. ternehmens beteiligt, zur Einzahlung unter⸗ iet. Das Aktienkapital soll noch um wesent⸗ 10 Daun g ges erhöht werden und mit 200000 A4 als glace Stan soöchtbetrag Abschluß finden. Je mehr Zeich⸗ eu, Scl ungen erfolgen, um so kleiner wird die Hypo⸗ e werden, weshalb es von großem Werte ist,
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lle Bier zu e Donna Diana in dem gleichnamigen Lust⸗
bestens gesorg tte, empfehle ich voll
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l brperlichen Reize fangen, nachdem es ihr nicht all ern klang, seinen Stolz zu brechen. Aber selbst ben be m nt seser äußerst gefährlichen Situation gegenüber 9e Sorantt. 1 lleibt Don Cesar seiner Rolle getreu. Allerdings 19. und ga. itte es Perrin nicht wenig Mühe gekostet, ihm stkallen—.
d Die schlechte Handschrift. 45 Loben l. Humoreske von Karl Kern.
m bung(Nachdruck verboten 10 1% f(Fortsetzung) ente ale, Der Ausdruck einer etwas dreisten Verwun⸗ E Bezugs, 3 kung lag auf dem Gesicht des jungen Gericke, Plano f is er ins Zimmer des Rechtsanwalts trat. Er
Baar 1 nachte eine Verbeugung, die ungefähr ebenso un⸗ reite a 1 enk war wie seine Handschrift, und starrte dem 15 Won„ berrn, der ihn zu sich befohlen hatte, mit der ihm een. 157 N geborenen Bescheidenheit ins Gesicht. nne Dr. Großmund hockte mit übergeschlagenem a1 Lahe, 4, hie auf der Lehne seines Sessels.
fat und full,„Nehmen Sie bitte Platz!“ sagte er. a g U Durch eine neue Verbeugung, die noch ein elbe hechen halsbrecherischer aussah, als die erste, 8 gte Otto sein Bestreben. Höflichkeit mit Höflich⸗ g lena* kt zu erwidern; dann zog er einen Stuhl heran 8 nd kam der Aufforderung nach.
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le wiederholt hinzuweisen; wer die Wohlthaten ger derartigen Volksbadeanstalt ach nicht gering anzuschlagen wissen; umsomehr
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ß möglichst viel Geber sich an den neuen
0 1 Vorteilen überzeugen und davon unterrichten issen. Ades näher kennen zu lernen, Ir Aktiengesellschaft Gießener lane im Schaufenster des Möbelgeschäftes
Fhährend sie allein im Garten
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Gießen, Somabend, den 13. November
1897.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe Gießen.
ische Landeszeitung.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
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gt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen 1,90 resp. 2.30 Mk. Preis
der Anzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile.
lichnungen beteiligen. Der schöne und nützliche
peck der Anstalt aß es notwendig wäre, auf die großen Vor⸗
kennt, wird ste
Jes deshalb notwendig, daß auch alle, welche nue derartige Anstalt nicht näher kennen, sich von
Um Bau und Einrichtung unseres Volks⸗ hat der Vorstand Volksbad die
J. Reiber, Seltersweg, ausstellen lassen und zollen wir nicht verfehlen unsere Mitbürger serauf aufmerksam zu machen. Es empfiehlt ih sehr, die umfangreiche Anlage hier einmal lher zu betrachten und sind wir überzeugt, daß sedermann von der klaren, leicht übersichtlichen ud schönen Badeanstalt eingenommen sein wird.
a. Gießen, 12. Nov.(Stadttheater.) rau Anna Führing spielte gestern Abend
el des Spaniers Moreto y Cabanig. kbersetzt ist die Komödie von C. A. West. donna Diana ist eine stol ze Spanierin. Sie mird von drei Prinzen begehrt, verhält sich aber ühl bis an's Herz hinan. Am eifrigsten wird geliebt von Don Cesar, Prinz von Urgel herr Janson). Auf Betreiben des schlauen zekretärs der Donna Diana, Perrin(Herr liebscher) setzt aber Don Cesar dem Stolz er Diana scheinbar noch größere Unnahbarkeit ud Kälte entgegen. Er spielt einen eisigen Fpanier, allerdings fällt ihm das recht schwer. der Zwischenträger Perrin setzt ihm in schwachen lugenblicken aber stets gehörig zu. Alle Künste er Donna, den Anbeter zu ihren Füßen zu chen, schlagen fehl. Ihre allmählich erwachte gebe zu dem Don Cesar steigert sich infolge der Aeichgültigkeit desselben zur höchsten Leidenschaft. ze sieht sich bestegt, versucht aber noch ein Kußerstes: durch Vermittelung Perrins soll don Cesar— so ganz zufällig natürlich— bäh sitzt und die Laute klägt und ziemlich„luftig“ bekleidet ist, in ihre säähe geschafft werden. Sie will ihn durch ihre
ist zu sehr bekannt, als gute zu nennen.
Führing für derartige Die geschätzte Künstlerin Die imposante Figur, fähigen sie,
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Herr Jans Sache gestern und fand groß rige Rolle des Perrin lag in den Herrn Liebscher. Aufgabe mit des Ganzen i Leistungen z loff, Viotti un sich mit ihren Rollen recht m und Albrecht. ch war gar zu unbedeutend. Er konnte nichts damit anfangen. * Gießen, 12. November. and, wie wir aus dem„Mainzer Journal“ Lonys Saal dahier eine gut besuchte lung des Volksvereins
Herren Böh Herrn Fors
Abend f ersehen, in Versam das kat
lauf der Versam
gab seiner Freude u sammlung Ausdruck. hiesigen Gef Wort zum Refe Aus dem hierauf vorheben, daß die Beteilig nordöstlichen Teilen Deutschlands und in Bayern aller⸗
noch einmal das Rückgrat zu steifen.
Cesar zu verstehen giebt, daß sie ihn liebe. in den Armen lagen sich beide übrigen treten in dem Fünfakter noch auf: Donna Laura(Frl. Marloff) und Donna Fenisa (Frl. Viotti), Kousinen der Diana. wird die Cour gemacht vom Prinzen von Bearne (Herr Böhm) und Grafen von Foix(Herr Albrecht). Zum Personal der schönen Donna Diana gehört außer dem schon wiederholt er⸗ wähnten Sekretär Perrin noch Floretta, das Kammermädchen(Frl. v. Winterstein). Den Vater Dianas, Don Diego, spielte Herr Forsch. — Die gesamte gestrige Aufführung war eine Die Rollen waren durchweg recht glücklich besetzt. Allerdings sind mit Aus⸗ nahme derjenigen der Donna Diana, des Don Cesar und des Sekretärs Perrin, alle übrigen Rollen herzlich unbedeutend. stand natürlich im Mittelpunkt des Interesses. Ihr Spiel war sehr gut. Sie wußte die äußerlich kalte, innerlich glühende Spanierin recht wirksam darzustellen. Kostüme haben ohne Zweifel das Entzücken aller weiblichen Theaterbesucher hervorgerufen. Trotz alledem wagen wir nicht zu behaupten, daß Frau Rollen sehr geeignet wäre.
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„Herr Pfarrer Bayer
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sowie ihre Stimmittel be⸗ wie nur eine, die Medea, Jeanne hnliche weibliche Helden darzustellen. Aber als spanische Prinzessin, überhaupt als Salondame, wird sie kaum glücklich plaziert werden können. stechen zu sehr v Kopf zu klein und habe Taillenweite. Frau Führing wurde nach jedem Aktschluß wiederholt gerufen.— Ihr Partner, on als Don Cesar, vorzüglich. Er spielte natürlich en Beifall.— Die äußerst schwie⸗
Er entledigte si großem Geschick. Das Gelingen st nicht zum wenigsten auf seine urückzuführen.— Die Damen d von Winterstein fanden
holische Deutschlant genannten Blatt entnehmen wir über den Ver⸗ mlung das folgende:
ber den zahlreichen Besuch der Ver⸗
chäftsführer Herrn rat über das verflossene Vereinsjahr.
8 Nun, das Ende vom Liede war, daß die stolze Prinzen⸗ tochter in ihrer Liebe zerknirscht und dem Don
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Ihnen
Frau Führing
illanten und prächtigen
ist die geborene Heroine.
übrigen Mitwirkenden ab: sie sind alle einen n alle viel, viel zu wenig
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begrüßte die Anwesenden und
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erteilte hierauf Prokurist May
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Referat wollen wir nur her⸗ ung an dem Verein in den
Medbaktion und Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.
Filialen: Aiten⸗Buseck, Daubringen, Fellingshausen, Flensungen, Garbenteich, Or ⸗Buseck Gr.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Göns, Launs bach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen ⸗ rod, Staufenberg, Steinbach, Steinberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar.
Hochelheim, Kinzenbach, Kl⸗Linden, Krofdorf, Lang⸗
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dings noch viel zu wünschen übrig lasse, daß dagegen in Rheinland und Westfalen, sowie in Württemberg der Verein sehr erstarkt und eine rührige Thätigkeit entfalte. Was den Stand des Vereins in der Sektion Gießen betreffe, so könne man allerdings bei einer so fluktuterenden Bevölkerung wie in Gießen keine so starke Beteiligung wie in den genannten Ländern erwarten, doch sei der Stand der Mitgliederzahl immerhin befriedigend. Nach diesem mit allgemeinem Beifall be⸗ grüßten Referat hielt Herr Kaplan Kronenberger hier eine längere, formvollendete Rede über die Ziele der Sozialdemokratie. Es kann nicht unsere Absicht sein, eine solche Rede bruchstückweise zu zerlegen, so etwas muß man ganz und vollständig gehört haben, um sich darüber ein Bild machen zu können. Wir wollen daher nur bemerken, daß die Ziele der Sozialdemokratie, wie dieselben durch die ausgesprochenen Grundsätze ihrer Führer dargestellt wurden, keineswegs nur darin zu suchen sind, für die Arbeiter eine kurze Arbeitszeit und lange Bratwürste zu beschaffen, sondern daß die Ausführung der sozlalistischen Pläne eine vollständige Umgestaltung der heutigen Gesellschaftsordnung in Staat, Kirche, Familie und persönlichen Eigentumsrecht zur Folge haben würde. Rauschender Beifall belohnte den Redner für diese aus⸗ führliche, oft mit Humor gewürzte Darstellung..... Einem von einem Mitglied ausgesprochenen Wunsche, daß bei den nächsten Reichstagswahlen eine bestimmte Parole in Betreff der Abstimmung ausgegeben werde, soll nach Ein⸗ holung der Zustimmung der Vereinsvorstände thunlichst entsprochen werden.“
Schade, daß sich diese interessante Versamm⸗ lung so ganz„entre nons“ abspielte. Herr Kaplan Kronenberger sollte seine Ausführungen über die Sozialdemokratie doch in öffent⸗ licher Versammlung wiederholen. Wir sind fest überzeugt, daß eine solche Versammlung nicht nur vorzüglich besucht würde, sondern auch einen interessanten Verlauf nähme. Wie wir einige der hiesigen Sozialdemokraten kennen ge⸗ lernt haben, nehmen wir bestimmt an, daß dieselben Herrn Kronenberger Antwort stehen würden.
„ Gießen, 12. Nov. Verkauft wurde das den Erben der in Amerika verstorbenen Elisabeth Waguer gehörige Haus Wolken— gasse 20, sowie ein daran angrenzendes, dem Herrn Restaurateur Heil gehöriges Hintergebäude an Herrn Curt von Münchow, welcher an Stelle der alten Baracke ein neues, den heutigen Verhältnissen entsprechendes Gebäude errichten wird. Mit der Vollendung dieses projektierten Neubaues sind in der Wolkengasse, welche in diesem Jahre auch die gewünschte Verbreiterung an ihrer Einmündung in die Bahnhofstraße erfahren hat, innerhalb Jahresfrist fünf Neubauten ent⸗ standen. Hoffentlich vollzieht sich nunmehr recht bald auch der weitere Ausbau dieser verkehrs⸗ reichen Straße, als kürzeste Verbindung zwischen Seltersweg und Bahnhofstraße.
„ Grünberg, 11. Nov. Da in den letzten Wochen die Preise für fette Schweine in die Höhe gegangen sind, haben die Metzger die Konsumenten durch eine bedeutende Steige- rung der Preise für Fleisch⸗ und Wurst⸗ waren unangenehm überrascht. Das Pfund Schweinefleisch kostet jetzt 70 Pfg., früher 56 und 60 Pfg.; für Leber⸗ und Blutwurst werden 80 Pfg., für Fleischwurst 90 Pfg. und für Cervelatwurst 1,20% für das Pfund bezahlt.
In den größeren Städten werden kaum höhere Preise zu verzeichnen sein. Auch für Rind⸗ 112 Kalbfleisch ist eine Preissteigerung einge⸗ reten.
* Lauterbach, 10. Nov. Gestern wurde in Gegenwart des Regierungsrats Noack⸗Darmstadt, der Vertreter des Kreises und der städtischen Be⸗ hörden, des Aufsichtsrats und der Lehrer die vom Staat subventionierte Webschule eröffnet. * Kesselbach(Rabenau), 11. Nov. In unserem durch die in größerem Umfange be⸗ triebene Steinindustrie bekannten Orte wird auch eine Zigarrenfabrik in Betrieb gesetzt. Die Herren Ranft und Lindner zu Grünberg eröffnen voraussichtlich am 1. Dezember l. Is. hier ein Zweiggeschäft ihrer Fabrik.
* Darmstadt, 10. Nov. Gegenüber den Auslassungen des„Reichsanzeigers“ über die Betriebs⸗ und Verkehrsstockungen auf der vor⸗ maligen Hessischen Ludwigsbahn verhält man sich hier in den zunächst beteiligten Kreisen skeptisch. Man findet den Versuch, die Mißstände vornehmlich den mangelhaften Einrichtungen der bisherigen Ludwigsbahn zur Last zu legen, nicht glücklich. Es wird die Frage aufgeworfen, wie es denn, wäre dem wirklich so, zugehe, daß Ver— kehrsstockungen in solch immensem Umfange gerade jetzt vorkommen, während sie sich unter der früheren Verwaltung nicht annähernd in gleichem Maße bemerklich gemacht hätten? Die Lud⸗ wigsbahn sei stets in der Lage gewesen, den Verkehr bewältigen zu können; trotz ihrer„un⸗ zureichenden Einrichtungen“ habe sie sich billigen Anforderungen immer gewachsen gezeigt, eine Thatsache, die an sich schon geeignet sei, den Vorwurf des„Reichsanzeigers“ als nicht ganz gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Man findet die Ankündigung von vermehrten und verbesserten Verkehrsanlagen an sich sehr schön, ist aber in⸗ folge der bisherigen Erfahrungen mißtrauisch und möchte möglichst bald Thaten sehen. Das Bemühen des„Reichsanzeigers“, die Uebelstände dem gewaltigen Anwachsen des Verkehrs in der Mitte des Septembers zuzuschreiben, hält man nicht für glücklich. Die Verkehrsstockungen machten sich bereits im April empfindlich be⸗ merkbar und waren Gegenstand von Besprechungen und Klagen in öffentlichen Versammlungen, so⸗ daß sie schon damals der Staatsbahn verwaltung nicht unbekannt geblieben sein können. Man ist deshalb fortgesez der Ausicht, der Vorwurf mangelnder Voraussicht und nicht ausreichender Dispositionsfähigkeit, wie er der Staatsbahnver⸗ waltung des Oefteren gemacht worden ist, habe nur zuviel Berechtigung. Man glaubt, gerade aus den nicht in allen Punkten zutreffenden Ausführungen des offiziellen Organs schließen zu sollen, daß es mehr auf eine Entschuldigung der Verwaltung als auf ernste energische Besse⸗ rungsmaßnahmen abgesehen sei. Trotz der tröst⸗ lichen Veröffentlichung ist mau in hiesigen Han⸗ dels⸗ und Industriekreisen über die Zukunft keineswegs beruhigt.(F. Z.)
* Darmstadt, 11. Nov. Das städtische Gaswerk hat im Betriebsjahre 1896/97 einen Reingewinn von 235 120,21 Al erzielt, oder 25 592,67 4 mehr wie im Vorjahre. Vo
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„Wie alt sind Sie?“
„Siebzehn.“
„Sie sehen eigentlich noch älter aus.“
„Ja, es stimmt. Ich bin auch schon vierzehn lage älter.“
„Seit wann sind Sie aus der Schule?“
„Seit drei Jahren.“
mit müssen?“
Rechtsanwalts ausge zu Boden.
er nicht. f Es trat eine kleine Pause ein.
merkte, daß eine le Burschen aufstieg.
„Solange schon?! Wie weit find Sie denn da
„Ach so,— Gemein
„Ja. Aufs
„Hm, der Zeit sich
Der junge Mann,
„Ach so, Pardon“,
letze Sie wohl mit meiner Frage.
das geht mich nichts an Ottos Kopf schnell Höhe und wurde noch r
„Nein, das meine ich nicht!“ rief er lebhaft. „Aber—“ Er suchte vergebens nach einem Aus⸗
druck für das, was aus Der Rechtsanwalt „Sie haben sich
zusagenden Beruf umgese
„Bis in die erste Klasse.“ Gymnasium haben mich meine Eltern nicht schicken können.“
„Und was thaten Sie seitdem?“
„Ich war bei ein paar Rechtsa schrieb ich aber nicht schö bei einem Kaufmann in Bäcker, da hats mir aber nicht gefallen.“ — Sie werden doch einsehen, eine Lebensstellung
halten hatte, Seine Lippen zuckten, doch antwortete
bhafte Röte in dem Gesicht des te bei diesen Worten in die
glaubte ihn jetzt zu verstehen. vergebens nach einem Ihnen
deschule?“
nwälten, denen n genug. Dann war ich der Lehre und bei einem
daß Sie erringen
der bisher den Blick des schlug die Augen
Großmund be⸗
sagte er darauf,„ich ver⸗ Sie meinen, 97
öter.
ihm heraus wollte.
zeugt, daß es Ihnen schwer werden wird, fortzu⸗ kommen.
„Mir, ja“, versetzte der junge Mann sehr ent⸗ schieden.
„Weshalb glauben Sie das?“
„Weil mir Handwerk und Schreiben und so was so furchtbar langweilig find, daß ichs dabei nicht aushalten kann, und weil mir außerdem für einen besseren Beruf die Schulbildung fehlt.“ Dem Dr. Großmund war es, als ob eine
——
Ihnen etwas sagen. Sie können bei mir arbeiten. Die Geschäfte, die ich betreibe, sind so vielseitig, daß es mit dem Teufel zugehen müßte, wenn ein Mensch, der nicht auf den Kopf gefallen ist und Lust hat, sich einzuarbeiten, mir dabei nicht irgendwie nützlich sein könnte. Nebenbei setzen Sie sich in Ihrer freien Zeit hinter Bücher, die ich Ihnen geben werde; auch können Sie viel⸗ leicht noch Stunden nehmen. Aber das werden wir später überlegen; vorläufig müssen wir erst
„Ich will
Stimme in seinem Innern riefe:„Siebste!“ Sein Gewissen vermahnte ihn wieder einmal. Es hielt ihm vor, daß er selbst indirekt die Schuld daran trage, wenn das verborgene, vielleicht halb unbe⸗ wußte Streben dieses armen Jungen nicht in die rechten Wege geleitet worden war. Hätte er seinem Kopisten, der ihm lange Jahre hindurch treu ge⸗ dient hatte, bessere Lebensbedingungen geschaffen, dann würde er bei seiner strengen Gewissenhaftig⸗ keit zweifellos mehr auf seinen Stiefsohn gewendet haben.
Das instinktive Wohlwollen gegen den jungen Menschen, das ihn jetzt erfaßt hatte, absichtlich etwas zähmend, fuhr der Rechtsanwalt fort:
„Haben Sie denn Lust, sich anzustrengen, oder ist Ihnen das zu unbequem?“
„Wenns nur was nützen möchte, dann würde ichs schon thun“, gab der junge Mann zurück. Sein Ton verriet, daß sein Hoffen nicht sehr
hen und find deshalb über⸗
stark war.
einmal sehen, wie der Hase läuft.
Großmund befürchtete, als er vom Arbeiten und von Büchern sprach, sich bei dem jungen Manne unbeliebt zu machen; umsomehr freute es ihn, als er dessen Augen heller leuchten sah und die Ueber⸗ zeugung gewann, daß der Jüngling seinen Vor⸗ schlägen unbedingten Beifall zolle. Er selbst redete sich deshalb in eine schöne nnd hohe Begeisterung hinein, sodaß es ihn einigermaßen sonderbar be⸗ rührte, als, nachdem er zu reden aufgehört hatte, Otto das Wort nahm, das gerade nicht benutzt wurde.
„Ja, Herr Rechtsanwalt, und wie ist es mit'm — mit im Lohn?“
„Gott, na, ich kann Ihnen selbstverständlich kein Ministergehalt bewilligen; aber soviel, daß Sie zu Hause ihr Kostgeld zahlen, sich etwas auf den Leib schaffen und auch mal ein Glas Bier trinken können, soll schon herausspringen.“
(Schluß folgt.)


