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Nr. 214
Gießen, Sonntag, den 12. September
Postztg. Nr. 3819. Telephon⸗Nr. 112.
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Ausgabe
Gießen.
Posiztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
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Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 11. Sept. Das großh. Re⸗ gterungsblatt Nr. 34 enthält folgende Bekannt⸗ machung, die Einführung einer Bezeichnung für 100 Kilogramm betreffend: Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß nach dem Beschluß des Bundesrats vom 8. April l. Is. im amtlichen Verkehr, sowie bei dem Unterricht in den öffentlichen Lehranstalten als Bezeichnung für 100 kg das Wort„Doppelzentner“ mit der Abkürzung„dz“ in Anwendung zu bringen ist.
* Gießen, 11. Sept. Steckbrieflich berfolgt werden von der Staatsanwaltschaft in Gießen: Glasmacher Karl Fiedler aus feosel wegen Diebstahls, Dienstknecht Hch. Graf aus Villingen wegen Betrugs, Knecht Albert Müller aus Frankenstein in Schlesien, früher in Großen⸗Buseck, wegen Diebstahls.
* Gießen, 11. Sept.(Stadttheater.) Die Direktion Kruse und Helm beginnt ihre zweite Saison im hiesigen Stadttheater am 28. September er. An neuen Kräften sind für die bevorstehende Spielzeit, welche ununter⸗ brochen bis Anfang April 1898 dauert, ver⸗ lichtet die Herren Böhm, Fellner, Albrecht, Bilter, Forsch, Doser, Liebscher und Jansen; die Damen: Fräuleins Berger, Budowska, Käthe Viotti, Lisiana Her⸗ pd, Maria Marlott, Klara Natusius und a unf Würdig. Die Direktion hat nicht allein auf das Engagement tüchtiger,
leistungsfähiger Darsteller, sondern auch auf die
Gestaltung eines recht interessanten Spielplanes große Sorgfalt verwendet, indem sie die besten Robitäten bringen wird, Neu⸗Einstudierungen guter älterer Werke beabsichtigt und mit den ersten deutschen Bühnengrößen Gast⸗ spiele hier und in Marburg, wo die Direktion wöchentlich auch zweimal spielt, vereinbart hat. Die Mühewaltung der Theaterleitung bedarf der kegsten Unterstützung des hiesigen Publikums, dem daher die in den nächsten Tagen in Umlauf gelangende Abonnementsliste bestens em⸗
* Gießen, 11. Sept. Heute Vormittag gratulierten die Beamten und die Vertreter der knappen des Fernie'schen Bergwerks ihrem Direktor anläßlich dessen 40 jährigen Dienst⸗ jubiläums in seiner Wohnung. Ebenso hatten sich daselbst von Nah und Fern zahlreiche Freunde und Bekannte des Jubilars eingefunden, um demselben ihre Glückwünsche auszusprechen. Unter den dem Jubilar dargebrachten prächtigen Geschenken ist besonders ein in Silber getriebener und kunstvoll gearbeiteter Pokal, aus der Werk⸗ statt des Goldarbeiters Carl Brück hervorge⸗ gangen, bemerkenswert. Derselbe wurde von den Beamten dediziert. Gleich nach 10 Uhr vormittags begab sich unter Vorantritt von Musik ein von den Knappen gebildeter Festzug in die Wohnung des Jubllars, wo den Knappen zwei neue Fahnen, eine für die Gewerkschaft, die andere für die Anappschaft, feierlich überreicht wurde. Nach⸗ mittags findet das Bergmannsfest statt.
* Gießen, 11. Sept. Seit zwei Tagen berbreitet sich in der Stadt das Gerücht, daß in einem Hause in der Schloß gasse der . ausgebrochen sei. Das Gerücht bestätigt sich. Nach den von uns eingezogenen Er⸗ kundigungen sind von einer in einem dicht⸗ wohnenden Familie zwei Personen an Typhus erkrankt und in die Klinik Achaoft worden. Sämtliche Räume der betr.
ohnung sind auf Anordnung der Polizei 955 desinstziert worden, sodaß weitere An⸗ teckungsgefahr als beseitigt zu betrachten ist. Wie man hört, soll die Krankheit durch ungenieß⸗ bares Trinkwafser, das aus einem im Hofe be⸗ findlichen Brunnen entnommen wurde, entstanden sein. Auch dieser Brunnen ist auf Anordnung der Behörde geschlossen worden.
Gießen, 11. Sept. Noch vor Beendigung des bereits eingeleiteten Enteignungs ber fahrens ist wegen des benötigten Geländes zum Bau der Bieberthalbahn zwischen dem Unternehmer und den Eigentümern eine Ver⸗
ändigung wegen des Geländeerwerbs erzielt, sodaß bis zur Landesgrenze der gesamte Bau lun Strecke den Winter über gefördert werden
n.
. Gießen, 11. Sept.(Vorsicht Hu ude⸗ hesitzer) Daß Hunde, die unbeaufsichtigt die Beete und Grasplätze der der Schutzmannschaft zur Anzeige gebracht werden, wußte bisher jedes Kind. Vor einigen Tagen echielt Restaurateur Prell hierselbst einen
Anlagen betreten, von 0
Amtsanwalt Dr. Bopp und Gerichtsassessor Dr. Pfeiffer angegeben. Prell bestreitet, daß sein Hund der Uebelthäter gewesen und will Einsprache erheben. “Gießen, 11. Sept. Der„D. Ztg.“ geht folgende Einsendung vom südlichen Oden⸗ wald zu, die das allgemeinste Interesse verdient: Schreiber dieser Zeilen hat schon in den letzten Jahren wiederholt auf die rapide Vermin— derung einzelner Vogelarten hingewiesen und um Schutz für unsere gefiederten Sänger gebeten. Schwalben waren heuer im ganzen Odenwalde wiederum gegen voriges Jahr be— deutend weniger zahlreich vorhanden. In höher gelegenen Gegenden hat man in ganzen Orten nur einzelne Paare beobachtet, während vor wenigen Jahren noch an einer einzigen Be— hausung mehrere Paare nisteten. Ja es kam dieses Jahr sogar bereits vor, daß in einigen hoch gelegenen Orten gar keine Schwalben mehr ansässig waren. Was die Wachteln betrifft, so darf man mit Bestimmtheit behaupten, daß in den allermeisten Gemarkungen des Odenwaldes dieses Jahr keine Wachteln mehr beobachtet wurden. Der Wachtelkrieg ist nämlich im Süden Europas schon länger entbrannt, daher sind die Wachteln in unserer Gegend bereits fast voll⸗ ständig ausgestorben. Und was soll man erst sagen über das Fernbleiben der Nachtigall? Bereits sind diese beliebtesten aller Sänger zur großen Seltenheit bei uns geworden. Mußte doch Schreiber dieser Zeilen dieses Jahr vier Wegstunden in die Umgegend machen, bis er endlich einmal wieder den herrlichen Gesang einer Nachtigall vernahm, während vor acht bis zehn Jahren noch im eigenen Orte und nächster Um— gebung ein Dutzend Paare nisteten! Wir denken, diese einzelnen Thasachen genügen, um darzuthun, wie berechtigt der Ruf nach einem internatio- nalen Vogelschutzgesetz ist.
„Gießen, 11. September.(Faule Eier.) Gegen einen Mainzer Eierhändler ist An⸗ zeige erstattet worden, weil er Eter verkaufte, die z. T. ungenießbar waren. In Worms wurde kürzlich ein Eierhändler wegen eines solchen Delikts zu 50 l Geldstrafe und 10 Tagen Ge⸗ fängnis verurteilt.
* Gießen, 11. Sept. Eisensplitter aus dem Auge zu entfernen ist in solchen Fällen sehr schwierig, wenn dieselben mit einer gewissen Gewalt in den Augapfel eingedrungen find oder weichere Teile wie z. B. die Pupille getroffen haben und infolgedessen sehr tief einge⸗ bohrt sind. Aus Amerika kommt nun die Nach⸗ richt, daß man dort im Magnetismus ein wich⸗ tiges Mittel für solche Unfälle entdeckt hat. Das hierzu verwendete Instrument besteht nach Mit⸗ teilung des Patentbureaus von H. u. W. Pataky in Berlin in einem großen Magneten, welcher eine ziehende Kraft von 16 Pfund besitzt. Das Auge des Patienten wird in geeigneter Richtung gegen diesen Magneten gedrückt, und nun beginnt die magnetische Kraft ihre Wirkung und zieht sanft und allmählich den Splitter hervor. Sitzt derselbe zu tief, sodaß der Magnetismus ihn nicht bewegen kann, so dient er wenigstens zur Feststellung der Lage des Fremdkörpers, welche sich durch den Druck auf die Umgebung fühlbar macht, und ermöglicht so die Entfernung des Splitters auf operativem Wege. Damit ist einer Unfallquelle, welche sehr oft durch Verlust des Augenlichtes für die Betroffenen verhängnisvoll wurde, ihre Gefährlichkeit genommen..
R. Lollar, 11. September. Der Komptolr⸗ beamte auf der Main-Weser⸗ Hütte, Herr Johannes Lenz, feiert morgen sein 25jäh⸗ riges Dienstjubiläum. Der Jubilar hat sich durch sein humanes Wesen und der steten Teilnahme an dem Geschick seiner Unter⸗ gebenen die Achtung der Arbeiter in hohem
rworben. e 10. September. Im Laufe der nächsten Woche findet hierorts eine Feuer⸗ wehr-Inspektion statt, welcher eine Anzahl Uebungen voraufgehen und die in anbetracht des in aller Kürze hier stattfindenden Kreisseuer⸗ wehrtages mit stetem Eifer und unter zahl⸗ reicher Beteiligung der Mannschaften ausgeführt wurden. 5
* Grünberg, 1. Sonntag, dem Eröff Wanderversammlung chen Bienenzüchtervere s 1 zweite Mal, wo in unserem Orte eine derartige Versammlung abgehalten wird. Es war dies im Jahre 1874. Seitdem hat genannter Verein
10. Sept. Am kommenden nungstage der 37. des oberhessi⸗ ins, ist es das
Strafbefehl in Höhe von zwet Mark, weil ch sein Hund in den Anlagen umherge⸗ en sei. Als Beweismittel dafür ist aber
anz wesentlich an Ausdehnung und Bedeutung ee und auch auf dem Gebiete der Imkerei sind die technischen Fortschritte während
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Fetertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Bspaltige Petitzeile.
nicht etwa ein Schutzmann, sondern die Herren
Expedition:
2 0 Kreuzplatz Nr. 4.
dieser Zeit in steter Verbesserung und Vervoll⸗
kommnung begriffen. Die mit der Wanderver⸗ sammlung verbundene Ausstellung dürfte für den Imker insofern nicht zu verkennende Vorteile bringen, als auf derselben jedenfalls alle tech— nischen Neuerungen ausgestellt vorliegen zur Nutzanwendung der Interessentenkreisen. Das Ausstellungslokal ist hHammels Gartenhaus.
* Vom Vogelsberg, 10. Sept. Nachdem der Landwirtschaftliche Verein für die Provinz Oberhessen im vergangenen Jahr mit der Ver— besserung der Hutweiden in sieben Ge⸗ meinden des Vogelsberges(Herchenhain, Crain— feld, Ulrichstein, Feldkrücken, Breungeshain und Lanzenhain) begonnen hat und die hiermit er⸗ zielten Ergebnisse im allgemeinen sehr günstig ausgefallen sind, soll auch in diesem Jahr mit den Meliorationen in einer Anzahl anderer Ge— meinden fortgefahren werden. Die großh. Re⸗ gierung, welche die meliorierten Flächen durch Herrn Landeskulturrat Dr. Klaas vor kurzem einer Besichtigung hat unterziehen lassen, hat infolge des sehr ünstigen Ergebnisses dieser Besichtigung auch dieses Jahr zunächst wieder einen Betrag von 2500. zur Fortsetzung der Meliorationen zur Verfügung gestellt. Vom Verein selbst waren 1000 1 in den Vor⸗ anschlag eingesetzt. Es ist zu hoffen, daß sich die ärmeren Gemeinden des höheren Vogels— berges bald eine neue Einnahmequelle, durch die Verbesserung des Futterbaues, aus ihren zur Zeit fast ertragslosen Heuweiden er— schließen werden. Die Bestrebungen des Vereins werden daher von den Bewohnern des Vogels— berges dankbarst anerkannt.
* Mainz, 10. September. In einer Wasch⸗ anstalt geriet heute Vormittag ein Mädchen durch Unvorsichtigkeit mit einem Arm zwischen die Walze. Ihr Arm wurde vollständig zer— fleischt und aus dem Körper gerissen.
* Krofdorf, 11. Sept. Nachdem gestern der Burg wirt von Gleiberg„berichtigt“ hat, daß auf der Burg keine rote Fahne geweht hat, bekräftigt das heute auch noch der Krof⸗ dorfer Bürgermetster. Er schreibt uns:
„In Nr. 209 Ihres Blattes ist eine Mit— teilung aus Krofdorf vom 6. September ent⸗ halten, welche der Berichtigung bedarf. Ich ersuche Sie daher aufgrund des§ 11 des Preß⸗ gesetzes vom 7. Mai 1874 zur Aufnahme nach— stehender Berichtigung.
Auf Burg Gleiberg hat keine rothe Fahne geweht, wohl aber ist eine solche einer Anzahl Burschen polizeilich konfisziert worden, als sie mit derselben einen Umzug durch das Dorf machen wollten.“
K. Waldgirmes, 11. September. Gestern Abend gegen ½9 Uhr brach in der Scheune des hiesigen Bürgermeisters Feuer aus, welches so rapid um sich griff, daß in kurzer Zeit noch vier weitere Scheunen nebst Stallungen niederbrannten. Dem energischen Eingreifen der Bewohner sowie der Feuerwehr ist es zu danken, daß sämtliche in Gefahr stehenden Wohn⸗ häuser gerettet wurden.
Standesamtliche Nachrichten. Geburten.
Am 26. Aug. Dem Rohrleger Heinrich Wagner ein Sohn, Ludwig.— Am 2. Sept. Dem Schriftsetzer Ernst Höpfner ein Sohn.— 3. Dem Arbeiter Johann Hahn ein Sohn. Dem Bierbrauer Peter Haus eine Tochter, Elsa.— 4. Dem Taglöhner Johannes Greb ein Sohn. — 6. Dem Bremser Emil Gernand ein Sohn.— 7. Dem Bauunternehmer Gottlieb Nauheimer eine Tochter. Dem Schlosser Karl Klotz ein Sohn. Dem Stations⸗ Assistenten Johann Georg Giegling eine Tochter. Dem Briefträger Friedrich Albrecht ein Sohn, Johann Christian.
Aufgebote.
Am 3. Sept. Leonhard Gerbig, Bahnarbeiter dahier, mit Emma Schmitt hierselbst.— 6. Josef Kranawetter, Gärtner dahier, mit Rosalia Hantinger hierselbst. Konrad Eichenauer, Fuhrknecht dahier, mit Elisabethe Erb hier⸗ selbst.— 7. Ludwig Becker III, Schneider dahier, mit Elisabethe Liehr zu Nieder-Ohmen. Ludwig Hedderich, Taglöhner zu Hausen, mit Minna Bachmann daselbst. Heinrich Dörr, Schlosser dahier, mit Karoline Konradine Todt hierselbst.— 8. Franz Wilhelm Bette, Reisender dahier, mit Louise Tigges zu Hagen.— 9. Friedrich Krömmelbein, Dienstknecht zu Alsfeld, mit Karoline Keitz daselbst. Johannes Karl Ruppel, Schutzmann zu Worms, mit Karoline Dornhöfer dahier.
Eheschließungen.
Am 7. September. Franz Adam Hartmann Büttner, Dreher dahler, mit Wilhelmine Elisabethe Breckow hier⸗ selbst.
Sterbefälle.
Am 4. September. Johann Domba, 48 Jahre alt, Landwirt von Elchendorf im Westerwald. Friedrich Jo⸗ hann Heinrich Neeb, 11 Jahre alt, Sohn des Taglöhners Johannes Neeb dahier. Peter Swenson, 52 Jahre alt,
Knecht von Bruchenbrücken.— 5. Katharine Martin, 10
Monate alt, Tochter des Knechts Ernst Martin dahter.— 6. Klara Blödner, geb. Groß, 82 Jahre alt, Witwe des Oberpfarrers Ernst Blödner dahier. Adolf Nicolai, zwei Monate alt, Sohn des Maurers Heinrich Nicolai dahier. — 7. Dr. Georg Schwarz, 69 Jahre alt, Rechtsanwalt Justizrat dahier. Hermann Friedrich Richard Kraft, neun Monate alt, Sohn des Gerbers Heinrich Kraft III dahier. 9. Otꝗto Klewitz, 24 Jahre alt, Student dahier.
Briefkasten.
N. Klein⸗Linden. Ihre Einsendung ist zur Ver⸗ öffentlichung nicht geeignet. Besten Dank.
Nach Langgöns. Bei Bestellung unserer Zeitung wende man sich an den dortigen Spediteur, Herrn Wil⸗ helm Spelkus.
J. St. Großen⸗Linden. Zur Ankündigung von Festlichkeiten verweisen wir auf den Inseratenteil. Sen⸗ den Sie kurzen Bericht über den Verlauf des Festes.
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Hd. Berlin, 11. Sept. Der Stapel⸗ lauf des neuen Kreuzers 1. Klasse ist nun⸗ mehr auf den 25. September festgesetzt.
Hd. Homburg, II. Sept. Der Kaiser reist heute Abend 9 Uhr von hier direkt nach Totis zur Teilnahme an den ungarischen Manövern.
Hd. München, 11. Sept. Gestern Abend 5 Uhr versuchte in einem Hause der Elisenstraße ein Tapezierer seine 22jährige auffallend schöne Schwägerin, eine Kaufmannsgattin, durch zwei Revolverschüsse zu töten. Er verletzte die Frau schwer und tötete sich dann selbst durch einen Schuß. Der Vorgang stellt sich als ein Liebesdrama heraus.
Hd. Eger, 11. September. Das Ober⸗ landesgericht verfügte die Haft⸗ belassung des Redakteurs Hofer. Diese Entscheidung ruft allgemeine Er⸗ regung hervor. Ein nochmaliges Kau⸗ tionsangebot ist geplant.
Hd. Konstantinopel, 11. September. Gestern wurden vier Armenier, in deren Wohn ung man Bomben ge⸗ funden hatte, zu gleicher Zeit hin⸗ gerichtet.
Hd. Madrid, 11. September. Die Spanier haben auf Kuba eine schwere Niederlage erlitten. Die
Stadt Victoria de las Tunas in der Provinz Santingo de Kuba ist den kubanischen Aufständischen genommen worden. Diese Nachricht hat in Madrid große Bewegung hervorgerufen. Der Ministerrat trat noch abends zusammen und beschloß neue Verstärkungen nach Kuba zu entsenden, um den strategisch wichtigen Punkt wieder zu gewinnen.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 12. September, 13. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde fällt aus. In der Friedhofskapelle. Vormittags 9/ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Marktpreise.
Gießen, 11. Sept. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 1,00— 1,20 Mk., Hühnereier, per St. 6—7 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänseeier 12 Pfg.. Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,55— 0,70, Hühner p. St. 0,90— 1,10, Hahnen 0,50— 0,80, Enten 1,40— 1,60, Gänse per Pfund 00—00, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh- und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 64— 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 56—60 Pfg., Hammelfleisch 50—60, Kartoffeln pro 100 Kilo 6—8&, Zwiebeln per Zentner 7 Mk., Kirschen per Pfund 00—00 Pfg., Milch per Liter 16 Pfg. Gurken 100 Stück 75- 2,00 Mk.
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Wasche mit Luhns Wasch⸗Extract! Sparsam und billig, ohne Schärfe!— Anzuwenden ohne Seife, ohne Soda!— Kein Anschmieren der Wäsche önl tig— Zum Reinigen der Haus- und Küchengeräte, Treppen usw. äußerst beliebt!— Ueberall in Schachteln a ½ Pfund zu haben.— Bitte versuchen!
Bingen a. Rh. Das Rheinische Technikum, eine Lehranstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik, ist auf Antrag des Direktors Hoepke nach einstimmigem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung unter städtische Aufsicht gestellt worden. Die Stadt übernimmt dadurch die Bürg⸗ schaft dafür, daß stets nach den einmal veröffentlichten Lehrplänen unterrichtet und die Anstalt ganz im Sinne des Programms geführt wird. Den Abgangsprüfungen wohnt ein Kommissar der Aufsichtsbehörde bei, der auch die Zeugnisse mit unterschreibt. Die Anstalt wird bet ihrer Eröffnung, im Oktober dieses Jahres, etwa 100 Schüler zählen.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗
teur: Wühelm Sell in Gießen; Druct der E. Ottmanpschen Buchdruckerel, Gleßen, Schloßgasse 18.


