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Gießen, Sonnabend, den 3. April
Blech. Das
Poftztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
ische Landeszei
Ausgabe Gießen.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Redaktion: 48 Kreuzplatz Nr. 4.
. Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 2. April. Hütet Eure Kinder vor dem frühzeitigen Sitzen auf der kalten Erde! Diesen Mahnruf richtet ein Kinderarzt an die Mütter, indem er schreibt: Viele, denen die Wartung und Pflege von Säuglingen oder kaum des Sitzens und Gehens fähigen Kindern obliegt, glauben den Kleinen eine Freude zu be⸗ reiten und sehen es als eine Abhärtung des z Körpers an, wenn sie die Kinder auf dem an öffentlichen Plätzen aufgefahrenen Sand oder sonst auf Wiesen und Gärten umhersitzen und kriechen lassen. Dies ist gegenwärtig ein ge⸗ fährliches Wagnis, da die bis in den Monat Juni hinein währende Feuchtigkeit der sich erst allmählich erwärmenden Erde ungemein schädlich auf den zarten Bau der Kinder wirken muß. Aus den anfänglich gar nicht beachteten Erkäl⸗ tungen entstehen dann allerlei und oft langwierige[f Erkrankungen.
* Gießen, 2. April.(Stadttheater.) Die Saison wurde gestern Abend mit der Held⸗ Millöckerschen„Näherin“ geschlossen. Ueber den Inhalt des Stückes ist leicht zu berichten:
1 wurde in vier Pillen ver⸗ abfolgt, die Frl. Josephine Dora durch ihre Soubrettenkunst verzuckerte. Das gut besetzte Haus spendete den beiden Gästen, Frl. Dora und Herrn Worlitzsch für ihre Couplets den lebhaftesten Beifall, der auch wohl verdient war. Man muß Frl. Dora singen gehört haben:
Alle Ochsen schlacht't'mer,
Alle Ochsen schlacht't'mer,
Nur die Orthodoxen schlacht't'mer nit, um zu verstehen, daß das ganze Haus in der vergnügtesten Stimmung war. Es ist nur schade, daß man all den anderen Wust, der sich um die paar zündenden Couplets gruppiert, mit in Kauf nehmen mußte. Die beiden Gäste könnten jeden⸗ falls mit dem hier geernteten Beifall zufrieden sein.— Der Direktion Kruse⸗Helm für die zahl⸗ reichen Abende wirklichen Genusses unseren Dank. Möge es den Herren gelingen, die nächste Saison mit einem tüchtigen Personal eröffnen zu können.
* Gießen, 2. April. Die 8. Kompagnie, welche in der alten Kaserne am Brand unter⸗ gebracht war, wurde gestern nach Abzug des 4. Bataillons in das Kasernement verlegt, welches dasselbe bisher inne hatte.— Gestern traten beim 116. Inf.⸗Regiment 60 Einjährig⸗F rei⸗ willige ein.
* Gießen, 2. April. Das Fest ihrer silbernen Hochzeit feierten der Schaffner Ernst Franz und Frau, wozu sich viele Gäste, Freunde und Verwandte eingefunden hatten. Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke wurden dem Jubelpaar dargebracht, das von dem Ge⸗ sangverein„Heiterkeit“ durch ein abends darge⸗ brachtes Ständchen noch besonders geehrt wurde.
* Watzenborn, 2. April. Gestern gratu⸗ lierte der Vorstand des Vereins der Gastwirte von Gießen und Umgegend dem Kollegen Sommer hierselbst anläßlich seines 25 jährigen Geschäfts⸗
jubiläums. Sommer und seine Frau waren nicht wenig erstaunt, als vor ihrer Wirtschaft„Zum Löwen“ die Gießener Kollegen vorfuhren, hatten sie doch selber nicht daran gedacht, daß„ Jahr⸗ hundert vergangen, seitdem sie ihr Geschäft be⸗
zug Guͤterbahnhof ein.
worden war.
„Großen Linden, 2. April. Gestern Abend 6 Uhr 26 Minuten fuhr der erste Güterrangier⸗ von Gießen kommend, auf unseren neuen 8 Der Gemeindevorstand war in corpore erschienen und mit ihm viele Be⸗ wohner unseres Ortes, die Zeuge sein wollten, des lang erwarteten Moments. personal wurde, nachdem es vom Bürgermeister Leuer herzlich begrüßt, bewirtet, während in⸗
wischen die Maschir
* Grünberg, 1.
des Altreichskanzlers wurde heute Abend im Gasthause„Zum wilden Mann“ von den hie⸗ Wei inne r Pfarrer eise begangen. Herr Pfarrer Koch sprach zur Feier des Tages 7 5 Musikverein trug durch gediegene Vorträge ein gut Teil mit bei zur Hebung der Festesstimmung. Grünberg, 1. dieser Zeitung aängekündigte feierliche Anstrich bei Uebernahme der Oberhessischen Eisenbahnen in preußische Verwaltung durch einen mit Guir⸗ landen geschmückten Personenzug in Begleitung einer Musikkapelle, welche auf allen größeren Stationen, so auch hier, konzertieren sollte, lockte eine große Anzahl N tags um 11 Uhr 18 Personenzuge. Wer als sie anstatt der Dinge die da
igen
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täuschung, kommen sollten, gew Opfer eines famosen (Wahr an der Sache eintraf. Die Red.) * Butzbach, 1. heute mit Fahnen,
auf das prächtigste herausgeputzt. Gemeinderat eine Ehrenpforte er⸗
thor hat der
richten lassen, welch
Lettern ein Willkommen verkündet, kommen der neuen Garnison, die wir mit Sehn⸗ sucht und Enthustasmus erwarteten. ist mit Fremden gefüllt,
Wetters ist die Scharen herbeigeeilt. nach dem Bahnhof,
sich hier die Menge.
Nummer des neuen R klappen führen.
Personenzug das H
nun wieder nach der
auch die Kriegerverei
pen passieren müssen,
treiben. Sie waren daher doppelt erfreut über
lich rückt das neue Re
Im Gasthaus„Zur Traube“ versammelten sich später die Mitglieder des hie⸗ sigen Bürgerklubs zu Ehren des für uns wich⸗ tigen Ereignisses. Ein Zitherkonzert hielt die⸗ selben mit ihren Familien im fröhlichen Verein uoch lange zusammen.
Laubgewinden und Wappen
Truppen erwartet wird.
dem gewöhnlichen Personenzug die beiden Kom⸗ pagnien aus Darmstadt ein, welche bereits die
Kurz darauf bringt auch der
in dessen Begleitung sich das Musikkorps des Kaiser Wilhelm⸗Regiments befindet. Alles drängt
Weiselerthor und auf dem zielle Begrüßung stattfinden.
und Pohlgöns mit ihren in der Weiselstraße Aufstellung genommen. Bahnhof her hört man den ganzen Straßenzug besetzt haben, den die Trup⸗
zum Weiselerthor, die Weis elstraße, nach dem Markt⸗
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Pettitzeile.
platz in die Stadt. An
Garnison. Mitten auf Raum zu gewinnen auf
Das Begleit- drängt gefüllten großen
le des Zuges bekränzt
lichen Empfang
April. Der Geburtstag ein Hoch ausbrachte.
in üblicher
bekannter Weise. Der die Offiziere stattfand. 5* Darmstadt, 1. April. Der gestern in Freiherr v. Biege Rat und juristischen mit dem Amtstitel worden.
eugieriger zu dem vormit⸗ Minuten hier eintreffenden beschreibt aber die Ent⸗
ahr wurden, daß sie das Aprilscherzes gewesen. ist nur, daß der Zug nicht
April. Unsere Stadt ist
thätlicher Beleidigung.
0 dem Direktor Am Weiseler⸗ rungsrat Breitenbach, e auf weithin in großen ein Will⸗ * Mainz,
Die Stadt Besprechung der trotz des schlechten[ Zimmerer und der Landbevölkerung in hellen Gegen 2 Uhr drängt alles zustande,
von wo der Einzug der Immer mehr staut Gegen ¼3 Uhr treffen mit Sonntags⸗
egiments 168 auf den Achsel⸗ Lohnes. damit für
alb⸗Bataillon von Gießen, dieses Jahr
namens der Kriegervereine bach mit einer kernigen Ansprache die neue
Rathause gegenüber,— das Militär hatte Mühe,
aus 500 Mann bestehende Truppe Aufstellung. Auf einem Podium war der Gemeinderat ver⸗ sammelt. Bürgermeister Joutz begrüßte die neuen militärischen Mitbürger brachte denselben ein Hoch. Major Domrich dankte im Namen des 1. Bataillons des 5. hess. Inf.⸗Regts. für die Begrüßung und den freund⸗ der städtischen Behörde und der Einwohnerschaft d Die in die Kaserne ab, während die Musik bis gegen Abend auf dem Marktplatz konzertierte. Mannschaft wurde auf Kosten der Stadt in ver⸗ schiedenen Wirtschaften um 7 Uhr gespeist, wäh⸗ rend um 8 Uhr im Hess. Hof
Hilfsarbeiter des Finan leben ist zum vortragenden Mitglied dieses Ministeriums
* Darmstadt, 1. kammer verurteilte heute med. Repp und dessen Kartell Herausforderung des preußischen Auditeurs Seim auf Pistolen zu je einem haft. Die Forderung, die nicht zum Austrag kam, hatte ihren Grund in vorangegangener
* Mainz, 1. April. Thielen ist heute Vormittag von Berlin über Frankfurt kommend hier eingetroffen und von der Staatsbahnverwaltung, Regie⸗
Heute Morgen 7 Uhr marschierte das 1. Bataillon des 118. hessischen Infanterie⸗ Regiments mit klingendem Spiel nach Worms ab. 1. April. Lohnkommission
eine Einigung über die erhobenen Forderungen und zwar wie folgt: Lohnes um 3 5(von 35 auf 38 10½ stündige Arbeitszeit, Bezahlung der Ueber⸗ stunden bis 8 Uhr abends mit und Wasserarbeit mit 50 pro Stunde und wöchentliche Abschlagszahlung in der Die Lohnbewegung der
Expeditivn: Kreuzplatz Nr. 4.
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der Ehrenpforte begrüßt Apotheker Vogt⸗Butz⸗
dem Marktplatze, dem
dem Kopf an Kopf ge— Platz— nahm nun die
aufs herzlichste und
indem er densel ben Truppe rückte darauf
Die
ein Bankett für
April. Der juristische zministeriums Finanzrat
Oberfinanzrat ernannt April. Die Straf⸗
den Zahnarzt Dr. träger wegen
Tag Festungs⸗
Eisenbahnminister
empfangen worden.—
In einer gemeinsamen deer
Zimmermeister kam
Erhöhung des H per Stunde),
40, der Nacht-,
Lohnzahlung eventuell Höhe des verdienten Zimmerer ist
abgeschlossen.
Stadt zurück, soll doch am Marktplatz die offi⸗ Inzwischen haben von Butzbach, Ebersgöns Fahnen, Spalier bildend, Vom Musik, die Massen, welche
Hd. Berlin, 2. heute früh 7½¼ Uhr
ne verlautet, wird er am
Abend 9 Uhr gestor
kommt in Bewegung, und end⸗ kommission des
giment mit klingendem Spiel
die Aufmerksamkeit der Gießener Wirte. — T—.
Ein Original.
Erzählung von Helene Peschkau. (Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Die Anwesenden sahen mit Erstaunen auf die sonderbare Person und blickten sich gegenseitig halb lächelnd halb fragend an.„Bei der ist es nicht ganz richtig“, dieser Gedanke war auf allen Mienen zu lesen.„Eine harmlose Verrückte!“ so dachte auch ich.
Die so Beobachtete und im Stillen Kritisierte ließ sich offenbar nicht in ihrer Beschäftigung stören. Mit erhobenem Kopfe und alles im Zimmer durchforschender Feldherrnmiene saß sie da und bald erhob sie sich von neuem, und dasselbe Manöver wiederholte sich. Nur war es diesmal die Platte eines Tisches, auf die sich der Angriff ihrer siegreichen Hand erstreckte— und nun sah ich es deutlich: Was sie fing und mit geschickter Geschwindigkeit in das gläserne Gefängnis be⸗ förderte,— war eine lebendige Fliege.
Also eine Fliegensammlerin!„Eine ganz neue Marotte“, dachte ich. Aber welchen Zweck verfolgte die Person mit dieser sonderbaren Thätigkeit? War sie etwa eine neue Auflage des seligen Don Quixote in weiblicher Gestalt? Wollte sie die leidende
—
zusperren und zu qu teilen. Schon war ein
der Sammlerin seine
immer siegesgewisser
Thuns.
„Was machen S
„Für Frösche“, Antwort.
„Verkaufen Sie rium oder sonst wo
schöne Laubfrösche, Lebend'ges haben.“
licher Zärtlichkeit, ihrer grünen Lieblin sie jeden Tag eine um für ihre quakend
Menschheit von diesen kleinen, unleidlichen Plag e⸗
zu sammeln.
geistern befreien? Aber warum tötete sie denn ihre Gefangenen nicht? War es nicht grausam sie ein⸗
Die Neugierde quälte mich Tierchen durch die sichere, nie fehlgreifende Hand
ich mich nicht länger halten konnte und durchaus nach Auskunft verlangte.
und fragte sie nach der
Und nun erzählte sie weiter, mit fast mütter⸗ von dem Leben
Anzahl Restaurationen besuche,
alvollem Hungertod zu verur—
halbes Dutzend der armen dienen gebe.“
r Freiheit beraubt worden, als mich immer mehr.
8 18Jungfer, die si
Ich wandte mich an die 9 5 dreinschauende Fliegenheldin Absicht ihres merkwürdigen 1 5 5 5— das war mir neu. ie eigentlich mit den Fliegen?“
Neuefte Telegramme.
von Köln hier ein. Nachmittag vom vor o zialistische Karl Schulze 1 0 get⸗ Reichstages hat ihre soldungsvorlage
Kaiser empfangen werden. einigen Tagen bereits totgesagte f. Reichstagsabgeordnete Königsberg ist im Alter von 39
weitere Beratungen der Be
Dies Original von Mens
Lebens durch Hunde oder Katzen, oder Kanarienvögel versüßt, aber ein Laubfroschpaar als erfolgreiches Trostmittel für eine einsame Seele Ich wollte mich noch weiter f
April. Nansen
Sonntag Der
Jahren Die Bu
ben.
„In die feinen Restaurants“, so schloß sie, „lassen sie mich ja nicht rei sind ganz zufrieden, wenn i Tiere fortfange, auch wenn ich sonst nichts zu ver⸗
nach den näheren Verhältnissen meines Gegenüber
trifft Wie
n, aber manche Wirte ch ihnen die lästigen
chenkind iuteressierte
Ich kannte wohl m die Stille ihres jungfräulichen durch Papageien
anche alte
wegen Abwesenheit des Korreferenten bis Dienstag
vertagt. 5 2. April. Der„Bresl.
Hd. Breslau, a ö Gen. Anz.“ meldet: Gestern Nachmittag zwischen
3 und 4 Uhr entstand in der Borsig-Hedwig⸗ wunsch-Grube in Zaborge infolge Ex⸗ plosion schlagender Wetter ein Gruben⸗ brand. Sofort begaben sich einige Personen in die Grube, um die Ursache zu ergründen. Dabei fanden 6 Personen den Tod infolge Ein⸗ atmung von Gasen.
Hd. Essegg, 2. April. Die sozia⸗ listische Bewegung nimmt bedeutende Dimensionen an. Drei Kompagnien Jufanterie sind nach Vukovas und nach mehreren anderen Orten abgegangen. Weitere Kompagnien werden marsch⸗
bereit gehalten. April. Der Moniteur
Hd. Paris, 2. onite der Flotte meldet, das Marine⸗Ministerium Flotte um
habe eine Vermehrung der 6 Panzerschiffe, 22 Kreuzer, 7 Kanonenboote, 35 Abiso und 150 Torpedoboote beschhossen. Der Bau dieser Fahrzeuge werde auf 8 Jahre verteilt, doch soll während der ersten fünf Jahre am meisten gebaut werden.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Samstag, den 3. April. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Schlosser. Sonntag, den 4. April, Judica. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Schlosser. Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. Kollekte für die Armen der Gemeinde. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Grein. In der Johannes kirche: Vormittags 9 ½¼ Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Geh. Kirchenrat D. Köstlin. Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde. Mittwoch, den 7. April:
Abends 6 Uhr: 6. Passionsandacht.
Am Palmsonntag, den 11. April, wird der alljährliche Landesbuß⸗ und Bettag begangen werden. Dabei wird eine Kollekte zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evan⸗ gelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen, erhoben werden. Da in der nächsten Woche der Umbau der Stadtkirche beginnt, so werden vom Palmsonntag an die Gottesdienste für sämtliche vier Gemeinden gemeinsam in der Johanneskirche und in der Friedhofskirche gehalten werden. Die Frühgottesdienste der Mätthäus⸗ und Markusgemeinde finden im Konftrmandensaal, Neustadt 61, ebenso die Kinderkirche beider Gemeinden, und zwar letztere von jetzt an nach Gemeinden getrennt, so daß an einem Sonntag nur die Kinder aus der Matthäus⸗ gemeinde, am anderen nur die aus der Markusgemeinde erscheinen. Am Palmsonntag, vormittags 11 Uhr, wird zunächst Kinderkirche für die Matthäusgemeinde gehalten. Die Helferinnen der Matthäusgemeinde werden eingeladen, am Samstag, den 10. April, nachmittags 3 Uhr, im Konfirmandensaal zur Vorbereitung zu erscheinen.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
Hoffmann, Schneiderin. Wachsbleichstraße 27, 4 Treppen l.“ und eilte nach Hause.—
Mein Mann war heute nicht recht mit mir zu⸗ frieden. Das Essen war in der Eile doch nicht ganz korrekt geraten; mein ungenierter Besuch eines öffentlichen Lokals ohne Begleitung seinerseits war auch nicht nach seinem Geschmack; und als ich ihm davon sprach, daß ich die Schneiderin aus der Wachsbleichstraße morgen besuchen wollte, murmelte er nur etwas vor sich hin, daß mir so klang wie „Dummheit!“ Erst als ich am Schlusse des Mit⸗ tagsmahles mit meinen Importen anrückte, hellten und bald saßen wir beide, von
sich seine Züge auf K friedlich neben einander
unseren Kleinen umkreist,
war die etwas räselhafte erkundigen, da rief die Kuckucksuhr„Zwölf“ und a i n mich an 1 1 Ich auf dem kleinen buntgeblümten Sopha, und gerne denn die Fliegen an ein Aqua⸗ Wenn nu duldete ich es, daß mein George seine Aufmerksam⸗
7“ fragte ich in meiner Un—
und die müssen immer was ihre Adresse Ihnen auch ein paar und Treiben
ge und vertraute mir an, daß motiviertes Verlangen
en Genossen lebendiges Futter ö ein paar Worte, ich
hatte mich schon zu lange aufgehalten. das Mittagessen noch rechtzeitig fertig wird!
geben könnte. ich zaghaft als Entschuldigung f wunderung nahm die sonderbare Unbekannte mei
hinübergereichtes Notizbuch, schrieb mit fester Han „Karoline
schuld weiter. ö f a „Nee, meine Gute“, lächelte sie mich an,„die Doch wollte ich die neue Bekanntschaft mi behalt ich selber. Ich hab' nämlich zu Haus' zwei nicht auf Nimmerwiedersehen entgehen lassen un
bat darum die Fliegenfängerin, ob sie mir nicht
hinzu.
„Vielleicht kann ich Fliegen mitbringen“, fügte ür mein etwas un⸗ Ohne große Ver⸗
keit auf mich und die dampfende Havanna verteilte. Schließlich erlangte ich nicht bloß die Zustimmung r zu dem beabsichtigten Besuch, sondern sogar die Be⸗ d] willigung eines kleinen Geldzuschusses, falls es sich als wünschenswert oder notwendig herausstellen sollte, die Froschfreundin irgendwie materiell zu unterstützen. Am Nachmittag aber und Abend dieses Tages wurde ich den Gedanken nicht los: Woher stammt diese sonderbare Vorliebe für— n] Frösche?...
d(Schluß folgt.)
las noch eilig:


